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Thema: Putin und sein Russland ...

  1. #1
    Avatar von Hasi
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    Acht Jahre unter Präsident Putin

    Acht Jahre unter Präsident Putin - Eine Bestandsaufnahme
    20:15 | 11/ 02/ 2008

    http://img.rian.ru/images/9876/25/98762584.jpg

    MOSKAU, 11. Februar (Andrej Wawra, RIA Novosti). Wladimir Putins Rede vor dem Staatsrat ist eine Art Abschied, der Abschluss einer Ära und eine Bestandsaufnahme der Ergebnisse.

    Selbstverständlich wird in einigen Tagen noch seine traditionelle alljährliche Pressekonferenz stattfinden. Aber sie verläuft meist recht informell. Dabei wird es mehr Kommentare, Erläuterungen, präzisierende Anmerkungen und Berufungen geben. Kurzum: mehr Subjektives, Persönliches. Aber der offizielle Schlusspunkt wurde bereits in der Staatsratssitzung gesetzt.

    Putins Rede am vergangenen Freitag war, das sei hier betont, außerordentlich emotional. Was nicht verwundert: Schließlich gab er einen Rechenschaftsbericht ab, und dies nicht nur seinen Kollegen und Mitstreitern gegenüber. In erster Linie aber sich selbst gegenüber, ob es geschafft oder doch nicht ganz geschafft hat, was er sich zum Ziel gesetzt hatte.

    Die acht Jahre von Putin waren eine Zeit anstrengender Arbeit mit dem Zweck, das Land aus der Krise heraus zu führen. Putin schilderte die Situation im Land kurz vor seinem Antritt, ohne dabei mit kritischen Urteilen zu geizen. Objektiv gesehen, war die Lage damals sehr schwer. Deshalb hat Putin sehr wohl einen Grund, stolz zu sein. Außerordentlich viel ist in der Wirtschaft, für die Festigung des politischen Systems und im Sozialbereich getan worden. Deshalb widmete Putin einen bedeutenden Teil seiner Ansprache der Aufzählung, was erreicht worden ist.

    Aber ungeachtet der unbezweifelbaren Erfolge - sie sind wirklich beeindruckend - forderte Putin die Machtoberen auf, selbstkritisch zu sein. Die Machtoberen, sagte er, dürfen auf das Erreichte stolz sein, aber keinesfalls überheblich werden.

    Putin weiß nur zu gut: Nur die einfache Bewahrung dessen, was schon geleistet worden ist, eine Inertialentwicklung können für das Land nicht nur gefährlich, sondern sogar verderblich sein. Das würde es an den Rand der Weltzivilisation zurückversetzen und ihm die Rolle eines Rohstoffanhängsels der entwickelten Länder aufzwingen. Das bedeutet: All seine Anstrengungen, [WIKI]Russland[/WIKI] wieder unter die Weltmächte einzureihen, würden vergebens gewesen sein - wenn die heutige Stabilität (ich glaube, er hat dieses Wort in seiner Rede nur einmal gebraucht) nicht als Sprungbrett für einen neuen Durchbruch genutzt wird, sondern zur Stagnation ausartet.

    Putin nannte das Hauptproblem der russischen Wirtschaft: ihre starke Ineffizienz, die außerordentlich niedrige Arbeitsproduktivität. Aber wie geht das vor sich: Das Land wird reicher und blüht auf, obwohl die Wirtschaft sehr wenig effektiv ist? Putin pointierte nicht das Thema der hohen Einnahmen aus dem Export der Energieträger als die Hauptursache des schnellen Wirtschaftswachstums. Aber aus dem, was er sagte, geht das klar hervor. [WIKI]Russland[/WIKI] verdankt seinen Erfolg weit mehr hohen Energiepreisen als den Talenten und Fähigkeiten seiner Wissenschaftler, Erfinder, Manager und Arbeiter.

    Ein wichtiger Passus in Putins Ansprache war die Aufforderung zur Verringerung der Kluft zwischen Arm und Reich, die bei uns kritische Ausmaße angenommen hat. Darunter zwischen den reichen und den armen Regionen. Es muss eine nicht nur formelle, sondern faktische Gleichheit der Regionen und Republiken gewährleistet werden, erklärte der Präsident. Der Flickenteppich der sozialen und ökonomischen Formen - das Bild, das heute die Gesamtheit der russischen Regionen im Grunde bietet - ist eine überaus gefährliche Sache.

    Putin hat zugegeben, dass sich der Kreml mit der Wirtschaftsreform nur teilweise beschäftigte. Er benannte die Hauptaufgabe für heute und die Zukunft: qualitative Veränderung der Entwicklung des Landes. Was er vorschlägt, ist nicht eine auf dem Trägheitsgesetz, sondern auf Innovationen basierte Strategie, der die höchsten modernen Technologien zugrunde liegen.

    Hier ist hinzuzufügen, dass Fragmente der Reform unter anderem auch in der (besonders in den letzten Jahren auffallenden) beträchtlichen Verstärkung der Rolle des Staates in der Wirtschaft zum Ausdruck kam, darunter in der Bildung von riesigen staatlichen Holdings und der Verstaatlichung der Energieaktiva. Dass der Staat ein ineffektives Subjekt der Wirtschaftstätigkeit ist, gehört schon längst zu den Allgemeinplätzen. Wie die laufende Wirtschaftspolitik mit der deklarierten (und offenbar für [WIKI]Russland[/WIKI] notwendigen) innovativen Strategie in Einklang gebracht werden soll, ist nicht besonders klar.

    Als nationale Priorität bestimmte er umfassende Investitionen in das Kapital Mensch. Er hob die Bereiche Bildungs- und Gesundheitswesen hervor. In letzter Instanz die Schaffung von Motivation einer innovativen Haltung (ein neuer, früher in seinen Reden nicht gebrauchter Terminus). Was natürlich den Kampf gegen die Ausweitung des staatlichen Paternalismus und die Bittstellermentalität eines Großteils unserer Bürger voraussetzt. Es ist klar, dass der Staat nicht zum gesamtrussischen Sozialversorgungsamt absinken darf.

    Putin forderte zu einem Gesellschaftsdiskurs über die Entwicklungsstrategie des Landes auf. Es geht darum, dass die Pläne des Kreml zu den Plänen des Volkes werden. Hierbei ist die Strategie als konkrete Konzeption und ein schrittweiser Handlungsplan der Regierung bis 2020 zu formulieren.

    [WIKI]Russland[/WIKI] hat alle Möglichkeiten, die grandiosesten, die ambitioniertesten Pläne aufzustellen. Mit diesen Worten schloss Putin seine Ansprache.

    Es ist kaum jemand zu finden, der diese Pläne nicht unterstützen würde. Aber alles hängt von der "Kleinigkeit" ab, von der Art, wie sie in die Tat umgesetzt werden. Denn ein innovativer Entwicklungsplan ist kein erst seit heute bestehendes Vorhaben des Präsidenten. Putin sprach bereits vor anderthalb Jahren davon. Aber nach anderthalb Jahren passierte uns der Flop mit dem GLONASS-System. Auch das Wörtchen "Nano-" wird neuerdings etwas zu oft in einem heiteren Zusammenhang gebraucht.

    Acht Jahre unter Präsident Putin (auch für mich) eine Super Sache:
    http://c.onvista.de/h_kl.html?PERIOD...TATION=8313419

  2. Nach oben   #2
    Avatar von Hasi
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    habs ja immer gesagt, bei Vladimir, da steckt Power drin!

    http://epaper.fuw.ch/files/epaper/pu...rat9_small.jpg

    Apropo,...war Rambo nicht ein Held und hat Amerika gerettet ?


  3. Nach oben   #3

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    Zitat Zitat von Hasi
    http://epaper.fuw.ch/files/epaper/pu...rat9_small.jpg

    Apropo,...war Rambo nicht ein Held und hat Amerika gerettet ?

    hase übertreibs nicht der kerl ist und bleibt ein staatstrottel & spizel.
    er will anscheinen nicht wissen was in seinem land 10000 km weiter hinten abgeht.
    er hat nichtnur deshalb allen grund sich zu schämen mit seiner korrupen bande in moskau & umgebung

    nur beim saufen ist er besser, er säft weniger als jelzin.

  4. Nach oben   #4
    Avatar von Hasi
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    Zitat Zitat von marica
    hase übertreibs nicht der kerl ist und bleibt ein staatstrottel & spizel.
    er will anscheinen nicht wissen was in seinem land 10000 km weiter hinten abgeht.
    er hat nichtnur deshalb allen grund sich zu schämen mit seiner korrupen bande in moskau & umgebung

    nur beim saufen ist er besser, er säft weniger als jelzin.
    ...Du bist unverbesserlich marica, könnte meinen, Du wärst mal vor Jahrzehnten in einem russischen Gefangenenlager "betreut" worden

  5. Nach oben   #5

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    Zitat Zitat von Hasi
    ...Du bist unverbesserlich marica, könnte meinen, Du wärst mal vor Jahrzehnten in einem russischen Gefangenenlager "betreut" worden
    zum teufel, der kerl bestimmt doch mit über ein beträchtliches stück der erde.
    natürlich kenne ich auch die schwachstellen komplexer
    systeme.
    der mag zwar alles gehoert, aber bis heute hat er fast nichts verstanden.
    apropo gefangenenlager, genau die gegend dort hinten geht dem sowiso am ar--sch vorbei.
    sogar noch weiter nach norden bis hoch zu den nenzen, die von seinen oligarchen schon mächtig belästigt werden.

    ach was 10 Mrd. pipel leben auf unserem planet & er verabreicht ihnen zumindest gas.
    alles paletti, oder was.?

  6. Nach oben   #6
    Avatar von Hasi
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    Premier Putin legt Staatsduma Rechenschaftsbericht der Regierung vor

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    Premier Putin legt Staatsduma Rechenschaftsbericht der Regierung vor 20.4.2011

    Weltwirtschaftskrise - Prüfstein für nationale Souveränität

    Die Wirtschaftskrise hat zu einer Destabilisierung von ganzen Regionen weltweit geführt und gezeigt, dass wirtschaftliche und staatliche Ohnmacht die Souveränität gefährden kann..
    Das stellte Wladimir Putin in seinem Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der Regierung 2010 fest.
    „Die Weltwirtschaft erholt sich allmählich, doch die Krisenfolgen erwiesen sich als derart ernsthaft, dass sie zu sozialen Spannungen in vielen Staaten geführt haben“, sagte Putin.
    „Mehr noch, wir beobachten eine Destabilisierung von ganzen Regionen, deren Folgen unvorhersagbar sind“, betonte Putin.
    „Eine Lehre daraus für uns alle besteht darin, dass wirtschaftliche und staatliche Ohnmacht, fehlende Resistenz gegenüber äußeren Schocks zu einer Gefahr für die nationale Souveränität werden“.

    Russland hat während Krise Schwächung des Landes verhindert

    Russland hat es während der Krise vermocht, eine Schwächung des Landes zu verhindern. Das war eine gemeinsame Leistung. „Ich halte es für unsere gemeinsame Errungenschaft, dass Russland in einer sehr komplizierten Periode der globalen Krise ernsthafte Risiken vermieden hat. Dabei durchaus reale, die zu einer Schwächung des Landes, seines ökonomischen und menschlichen Potentials, zu einem kritischen Rückgang der sozialen Standards hätten führen können“, sagte der Regierungschef.

    Inflationsrate 2011 bleibt zwischen 6,5 und 7,5 Prozent

    Die Inflation in Russland wird in diesem Jahr zwischen 6,5 bis 7,5 Prozent liegen. Vieles werde hier von der Effizienz der staatlichen Unterstützung der Landwirtschaft abhängen, sagte Putin.

    Russland muss zu den fünf führenden Weltwirtschaften aufsteigen

    Russland muss zu einer der fünf weltweit führenden Wirtschaften werden und das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf auf 35 000 US-Dollar steigern. Die angestrebten Zahlen seien höher als die gegenwärtigen Vergleichszahlen in Frankreich und Italien.
    Selbstständiges und starkes Russland entgeht Einmischung von außen

    Russland muss selbständig und stark sein, um ein grobes Diktat und eine Einmischung von außen zu vermeiden.„Sagen wir es offen, in der heutigen Welt findet sich, wenn du schwach bist, unbedingt jemand, der angefahren oder angeflogen kommen will, um dir zu raten, in welche Richtung du dich zu bewegen, welche Politik du zu betreiben, welchen Weg für dein eigenes Land du zu wählen hast. Solche scheinbar recht wohlwollende, unaufdringliche Ratschläge, hinter denen ein grobes Diktat und eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des unabhängigen Staates steht“, warnte der Premier. „Man muss selbständig und stark sein. Und noch etwas - und das ist eher das Wichtigste - man muss eine Politik betreiben, die den Interessen der Bürger des eigenen Landes entspricht“, so Putin.

    Putin lobt hohe Kapitalisierungswerte auf russischem Effektenmarkt

    Laut dem russischen Premier Wladimir Putin hat der russische Effektenmarkt im April den hohen Kapitalisierungswert von 1,1 Billionen US-Dollar erreicht.
    „Was die russischen Effektenbörsen betrifft, so haben sie eine weltweit führende Stellung in Bezug auf den Indexanstieg erreicht. Die Kapitalisierung unseres Effektenmarktes hatte Anfang 2011 mehr als eine Billion US-Dollar betragen und ist bis Mitte April 2011 um weitere 100 Milliarden US-Dollar gestiegen. Das ist das beste Ergebnis von den BRICS-Ländern“. Die Schlüsselkennzahlen des Jahres 2010 berechtigen laut Putin zu dem Schluss, dass die Krise faktisch in allen Bereichen - in der Industrie und im Bankensektor sowie auf dem Wohnungs- und dem Arbeitsmarkt - nachgelassen hat. „Die Unternehmensgewinne im Jahr 2010 sind um mehr als 40 Prozent und die Investitionen ins Grundkapital um sechs Prozent gestiegen“, sagte der Premier.

    Russlands Verteidigungsgelder dürfen nicht ins Ausland fließen

    Russlands Verteidigungsbudget darf laut dem russischen Premier Wladimir Putin nicht ins Ausland fließen. „Einzelne Technologien und Muster können natürlich im Ausland gekauft werden und müssen es sogar. Wir müssen uns aber im Klaren darüber sein, dass keiner uns Technik der neusten Generation verkaufen wird. Russland selber bringe nicht alles auf den internationalen Waffenmarkt, worüber es verfüge. Die Mittel des Verteidigungsbudgets des Landes sollen größtenteils in Russland arbeiten, in die Industrie und Wissenschaft fließen. Russland müsse alles tun, um selbst in den Schlüsselbranchen der Verteidigungstechnologien Prioritäten zu haben.

    Erneuerung der Luftwaffe für Entwicklung der russischen Armee vorrangig

    Die Erneuerung der Luftstreitkräfte und der Luftverteidigungssysteme wird dem russischen Premier Wladimir Putin zufolge bald zu einer Priorität der Entwicklung der russischen Streitkräfte.
    „Die Fla-Raketenbrigaden bekommen bereits neue S-400-Systeme. In Zukunft soll die Produktion von S-500-Systemen aufgenommen werden, die Aufgaben der Luftverteidigung und der Raketenabwehr erfüllen sowie Ziele im nahen Weltraum zerstören können“.

    Seeabschnitt von Nord-Stream-Pipeline im Juli 2011 fertig

    Im Rechenschaftsbericht der russischen Regierung für 2010, den Premier Wladimir Putin am Mittwoch der Staatsduma (Unterhaus des Parlaments) vorlegte, teilte er mit, dass der Seeabschnitt der Gasleitung Nord Stream im Juli 2011 fertig sein wird.
    „Erinnern Sie sich, wie viele Spekulationen und Zweifel es um unsere anderen strategischen Infrastrukturprojekte, darunter um das bedeutendste und umstrittenste, Nord Stream, gegeben hat. Vor einem Jahr habe ich in meiner Rede in der Staatsduma hier vor Ihnen gesagt, dass die Verlegung des Seeabschnitts der Nord-Stream-Pipeline begonnen hat. Heute melde ich, dass sie im Juli abgeschlossen wird, und dass die Befüllung mit technologischem Gas beginnt. Und bereits im Oktober fängt die Belieferung von Kunden in Europa an“, sagte Putin.

    Industrie braucht neue Entwicklungswelle

    Premier Wladimir Putin hat das Auslösen einer neuen Welle der industriellen und technologischen Entwicklung Russlands gefordert.Laut dem russischen Premier müssen die Bedingungen für einen Zustrom langfristiger "cleverer" Investitionen sowie modernster Technologien geschaffen werden. "Wir haben einfach keine Alternative, wenn wir wollen, dass unser menschliches Potential konkurrenzfähig und gefragt ist", betonte der Premier.

    Russland braucht jährlich ausländische Direktinvestitionen von 70 Milliarden US-Dollar

    Russlands Ziel sind laut Wladimir Putin direkte ausländische Investitionen von 60-70 Milliarden US-Dollar im Jahr.

    Russland will Reservefonds zum Jahresende verdoppeln

    Russlands Reservefonds soll sich laut Premier Wladimir Putin zum Ende dieses Jahres planmäßig auf 1,43 Billionen Rubel (umgerechnet 35,75 Milliarden Euro) nahezu verdoppeln.
    „Wir müssen nun wieder mit dem Sparen und der Festigung unserer Reserven beginnen. Deshalb schlagen wir vor, die Einnahmen aus dem Öl und Gas größtenteils in den Reservefonds abzuführen“. Der staatliche Wohlstandsfonds sei innerhalb der vergangenen zweieinhalb Jahre um mehr als das Dreifache gewachsen und liege derzeit bei 2,609 Billionen Rubel (umgerechnet 65,2 Milliarden Euro).

    Höhe der staatlichen Schulden Russlands annehmbar

    Dem russischen Premier Wladimir Putin zufolge schafft die Staatsschuld Russlands kein Problem für die Wirtschaft des Landes. „Jetzt, wo die derart schwere Krise hinter uns liegt, beträgt unsere staatliche Gesamtschuld etwas mehr als zehn Prozent des BIP. Ein bedeutender Teil davon entfällt auf die Binnenschuld. Laut Putin betragen die Staatsschulden in etlichen Ländern 60 bis 80 Prozent des BIP, so beispielsweise 110 Prozent in Italien. „Die Höhe der Staatsschuld in Russland ist durchaus zulässig und gefahrlos. Der Kurs der nationalen Währung ist voraussagbar. Wir haben eine starke positive Handelsbilanz. Ende 2010 waren es 151 Milliarden US-Dollar“, sagte Putin. Die internationalen Reserven Russlands sind laut Putin ab April des Vorjahres um 55 Milliarden US-Dollar gestiegen und haben die 500-Milliarden-Marke überschritten.

    Russland schafft in nächsten zehn Jahren Grundlage für neue Infrastruktur

    Dem russischen Premier Wladimir Putin zufolge muss Russland in den nächsten zehn Jahren die Grundlage für eine neue Infrastruktur schaffen.
    „Für das Jahr 2011 sind umfangreiche Bauvorhaben, die Umsetzung von großdimensionalen Verkehrs- und Energieprojekten geplant… Wir müssen im bevorstehenden Jahrzehnt faktisch eine neue Infrastruktur-Basis des Landes schaffen“.

    Schwärzeste Prognosen über zweite Krisenwelle nicht in Erfüllung gegangen

    Die schwärzesten Prognosen über eine zweite Krisenwelle haben sich laut dem russischen Premierminister Wladimir Putin nicht bewahrheitet. In seinem Rechenschaftsbericht über die Arbeit der Regierung im Jahr 2010 am Mittwoch vor dem Parlamentsunterhaus von Russland hob Putin hervor, dass dies durchaus nicht deshalb geschehen sei, weil das Schicksal und die Konjunktur etwa Russland gegenüber wohlwollend gewesen seien. „Obwohl natürlich ein fast 30-prozentiger Anstieg der Preise für die Hauptwaren unseres Exports - Erdöl, Erdgas, Metalle, chemische Erzeugnisse und Erzeugnisse des Energieanlagenbaus - ernsthaft geholfen hat.“ Vor allem habe die Wirtschaft selbst nachgewiesen, dass sie sich unter sehr harten, mitunter extremen Bedingungen entwickeln könne. Putin teilte mit, dass das russische Bruttoinlandsprodukt im vorigen Jahr um vier Prozent gewachsen war.
    „Kein Punkt dieses Wachstums ist uns in den Schoß gefallen, sondern wurde durch eine anstrengende Arbeit erreicht. Im Jahr 2010 überwand Russland nicht nur die Folgen der Krise, sondern durchlebte auch eine Naturkatastrophe - eine nie dagewesene Dürre, eine anomale Hitze und Brände“, sagte Putin.

  7. Nach oben   #7

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    Putin und sein Russland ...

    Das Regime Putin hat es wieder Geschafft, im Sattel zu Sitzen.
    Aber mit bitteren Nachgeschmack, jetzt müssen schnellsten die Hausaufgaben gemacht werden.
    Ärmel hochkrempeln in Hände spucken, und ran an die Arbeit.

    Was will das Volk ?
    Mehr Demokratie ?! ... das würde heißen die Rattenfänger aus dem Russischen linken und rechten Lager, die Möglichkeit geben das einfache Volk zu blenden.
    Das Volk hat schon vergessen welch eine Katastrophe die Boris Jelzin Regierung anrichtete!
    Dann kam Putin un löffelte die Suppe aus, und neutralisierte die Linken & Rechtsradikale.

    Wahl oder Qual.
    Das würde heißen das Russische (einfache) Volk will auch einen Obama als Präsident, das sagt "Yes we can" der dem Volk viel verspricht wie mehr Geld für alle,Vollkasko Krankenversicherung ... (Das einzige Gute an den USA ist die Verfassung, das schlechte die Yankees wollen mit allen Mitteln allen anderen Völker ihren willen aufzwingen, das schon seit 1861)
    Es wird meist von Politiker eigennützig viel versprochen um Karriere zu machen, nur wenige befassen sich tatsächlich mit ihren Wahlversprechen, sonst würden erst mal darüber nachdenken woher soll das Geld, für die vielen Wahlversprechen kommen.

    Steuererhöhung oder Neuverschuldung !? ... Wohlstand auf Kredit finanzieren, genau dieses Übel haben wir Tagtäglich in unseren Medien, und in der Politik an der Tagesordnung.
    Steuererhöhung bremst die Motivation der Leistungsträger, und wirkt sich Langfristig auf die Wirtschaftskraft und damit Arbeitsplätze aus.

    Was ist gut fürs Volk ? ... wenn es die Möglichkeit hat durch erbrachte Leistung einen angemessen Wohlstand aufzubauen.
    Dazu braucht man Arbeitsplätze und ein angemessenes Gehalt.
    Je Produktiver die Menschen arbeiten können, desto Wertvoller wird ihre eigene arbeit, somit auch höher ihr Einkommen.

    Um das Volk sozial zu befrieden, braucht Russland Wirtschaftswachstum!

    Deshalb soll sich die Alte die auch die Neue Regierung Russland ist, sich mehr um Wirtschaftswachstum bemühen und die Nötigen Rahmenbedingungen schaffen.

    -Investitionen in die Infrastruktur.
    -Investitionen in Bildung.
    -Wettbewerbs Gerechtigkeit
    -Investitionen in Existenzgründungen
    -Kampf gegen Korruption & Kriminalität
    -Niedrige Zinsen für Gewerbe
    -Modernisierung der Produktionsanlagen
    (Damit die Verantwortlichen auch Investieren, müssen dies mit Hilfe von Umweltauflagen durchgesetzt werden).

    Die Industrieellen Russland, scheuen keine Kosten um Irrsinnige Preise für Fußballer auszugeben, aber ihre Unternehmen müssen mit wenig Einsatz viel Gewinn einfahren. "Raubbau"

    Mit dem Thema Umweltauflagen, könnte die Putin - Regierung Neue Impulse für Wirtschaftswachstum setzen.
    Die Russische Industrie muss gezwungen werden zu investieren, das gibt Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze, somit Sozialer Friede, und das ohne Steuererhöhung, vorfinanzieren tut dieses Wachstum die Gesellschafter der Unternehmen,
    Mittelfristig bis Langfristig, profitieren die Gesellschafter von den Inventionen, da diese durch Produktivitätssteigerung, Fixkosten senken.


    Fazit: Putin & Friends können die Nächste Wahl aus eigener Kraft gewinnen, wenn die Unternehmen gezwungen werden, ihre Firmen auf vorder man zu bringen.

    Als Messlatte muss Mittelfristig bis Langfristig sein, die Deutsche Produktivität einzuholen.

  8. Nach oben   #8
    Avatar von Tauroggen
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    Putin und sein Russland ...

    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen

    Als Messlatte muss Mittelfristig bis Langfristig sein, die Deutsche Produktivität einzuholen.
    Das wird solange nicht gelingen, wie nicht die berufliche Bildung in Russland reformiert wird und zwar im Sinne des Dualen Bildungssystems wie es zum Beispiel in Deutschland besteht. Das bedeutet Lernen in der ernsthaften Situation des Betriebes (Handwerks- oder Industriebetrieb) und die fachtheoretische Durchdringung des Gelernten im begleitenden Unterricht durch die Berufsschule. An so ausgebildeten Menschen (Facharbeiter, Meister) mangelt es meines Wissens in Russland.

    Freundliche Grüße
    Tauroggen

  9. Nach oben   #9

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    Hallo, hallo,

    Wenn Russland erstmal das Wirtschafts-, EinkommenProKopf-, Sicherheits-, Rechtsniveau von Polen, Bulgarien etc. erreicht, waere dass eine Glanzleistung, die sicher 20 Jahre braucht! Das BIP(!, ja BIP, nicht nur Exportanteil!) besteht zu 1/4 aus Rohstoffexporten. Russlands BIP entspricht ca. 1/12 der EU! Die Industrieleistung liegt (inkl. Rohstoffschummeleien) immerhin bei 1/4 der von Deutschland, die reale Leistung schaetze ich mal mit mit 1/8-1/10 der von Deutschland ein.

    Wenn man sich verbessern will, sollte man erstmal gesund die Ist-Situation pruefen, sonst ist sowohl das Konzept falsch und man merkt die Verbesserungen nicht!

    Das Einkommen pro Kopf, was ja irgendwie mit dem Entgeld der Leistung entspricht, liegt in Russland 4,7-fach niedriger als in Deutschland. Bevor man also ein deutsches Niveau ueberholen will, muss man ersteinmal industrielle Grossmaechte und Einkommensoasen wie Lybien, Libanon und Aequatorialguinea ueberholen...

    Die Sicherheitsaspekte sind in Russland durchaus nicht schlecht, es gibt zwar kriminelle Banden, von denen man aber sehr wahrscheinlich nicht einfach auf der Strasse erschossen wird - also deutlich besser als in Afrika oder Suedamerika, aber eben nicht ganz Mitteleuropaeisches Niveau.

    Ein Rechtsniveau ist ehrlich gesagt, gerade dabei sich zu entwickeln und wird in einigen Jahren auf europaeischem Niveau sein. Nach meinen Erkenntnissen halten sich weder Gerichte, noch andere staatlichen Behoerden an Gesetze. Gerichtsurteile begruenden sich aber aus objektiver Gerechtigkeit! Das Wort "objektiv" ist gegeben, da sehr oft z.B. bei Kuendigungsprozessen sehr oft den Arbeitnehmern aufgrund von Nichtzulassung von Beweisen oder Aussagen Recht zugesprochen wird, auch wenn dieses nicht im Kern vorhanden ist. Ebenso sollte man als auslaendische Firma bei Vertraegen nicht unbedingt einen Gerichtsstand in Russland waehlen

    Korruption an Kindergaerten, Schulen, Bauaemtern und Grenzstationen ist entgegen frueheren Ausserungen von anderen meinen Erfahrungen nach in keinster Weise (evt. mehr) vorhanden - mehr als jeweils eine Schachtel Pralinen haben mich weder Baugenehmigung, Kindergartenplaetze usw. gekostet. Ein gewisses Masz an Respekt sollte man Behoerden aber immer entgegen bringen, sonst tut man sich keinen Gefallen, dies ist noch aus SU-Zeiten so ueblich. Behoerden in Russland verstehen sich nicht als Dienstleister am Buerger oder gar von Firmen, sondern als Begrenzer, Bestimmer, Kontrolleur, Entscheider und steht selbstverstaendlich ueber dem Gesetz und kann die Forderungen aus Gesetzen sehr erweitern - was dann im Buerokratiechaos endet.

    Die Willkuer der Buerokratie erleichtert natuerlich die Korruption und genau da liegt die grosse Schwaeche Russlands. Russland liegt aktuell in dem Korruptionsindex auf dem 154. Platz, ehemals 146. in 2009, aber noch vor dem Kongo, Sudan und Somalia. Wer sagt, die Statistiken seien gefaelscht, dem muss ich sagen, nein, diesen Platz hat Russland zurecht! Die Regierung versucht zwar, die Korruption einzudaemmen, doch ist diese in vielen Bereichen viel zu stark verwurzelt. Eine schnelle Besserung ist in Sicht. Die anderen Rahmenbedingungen sind gut bis excellent, doch genuegt dies nur selten. Der Korruption ist es zu verdanken, dass eine gesunde Realwirtschaft (produzierende) quasi kaum vorhanden ist. Niemand investiert in ein Land, in dem die Konkurenten einem das Geschaeft durch die Ausnutzung von Korruption nahezu unmoeglich machen koennen, auch die Russen wissen ihr Geld lieder ausserhalb von Russland!


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