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Thema: Der Westen (USA-EU) gegen Russland

  1. #1

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    Der Westen (USA-EU) gegen Russland

    Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass der Westen es versucht, die Wahlen in Russland zu beienflussen. Es ist eine eigene Sache damit – wir unterstützen die liberale Opposition, doch holen nicht Kasparow oder Nemtsow die Punkte beim Wahlkampf, aber... die Kommunisten! Mir graut eigentlich, wenn ich mich Herrn Sjuganow als Russlands Präsidenten vorstelle... Mit dem Atomkoffer in der Hand... Das wäre ja noch schlimmer als islamistische Gefahr... Denken Sie nur!
    (Nebenbei gesagt, man gibt in Europa, auch bei uns in der Bundesrepublik zu, dass die größte Gefahr nicht Islamisten, sondern LINKSRADIKALE sind!)
    Wir machen also sich selbst zum Feinde, indem wir das Wasser auf kommunistische Mühle ungewollt leiten...

  2. Nach oben   #2
    Avatar von GrauWolf
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    Alte Geschichte "Westen gegen Russland" wiederholt sich Periodich

    Alte Geschichte "Westen gegen Russland" wiederholt sich Periodich: je staerker ist Westlichen Druck auf Russische Politik und Staat - desto staerker werden sich die Linkradikalen ! Und die Liberale bekommen Schimpfnahme "die Agenten des Westens". Und diese Geschichte wiederholt sich seit Anfang des 20 Jahrhundert wieder und wieder. Sie haben Recht der Westen macht sich selbst Feind und schafft aus freundlichen Russland auch einen Feind


  3. Nach oben   #3

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    Der Westen sind die USA gegen alle

    Hallo,

    das was hier der "Westen" genannt wird, sind die USA. Die USA destabilisieren die ganze Welt, um sich selbst finanzieren zu koennen.
    Die Menschen in Russland wissen, dass es so nicht weiter geht, also muss Putin die Aermel hochkrempeln. Die Bildung der Basis ist leider ueberall auf der Welt nicht hoch genug, um Demokratie mit Argumenten zu sichern. Russland halten starke Worte zusammen und ein gewisser Patriotismus soll zumindest die Korruption zu Ungunsten des eigenen Landes eindaemmen. Die Macht in Russland hatten diverse kriminelle Banden, deren Schattenmaenner besitzen Milliarden. Dazu zaehle ich auch diesen Betrueger, der Arbeiter um ihre Anteile bei Privatisierungen brachte und Gewinnen erziehlte, ohne dafuer Steuern zu zahlen. Putin hat begannen, diese zu entmachten, dass rechne ich ihm sehr hoch an. Und aktuelle Aeusserungen lassen erhahnen, dass es der Zollmafia nun auch endlich an den Kragen geht. Dann der WTO-Beitritt und Russland sieht endlich guten Zeiten entgegen.
    Ein erbluehendes Russland waere fuer die "USA" wie ein auferstandener BinLaden, der die Ostkueste der USA kontrolliert - also der WorstCase.

    Schoenen Gruss aus dem frostigen
    Krasnoe Selo

  4. Nach oben   #4
    Avatar von GrauWolf
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    Wo ist die Grenzlinie zwischen Westen und Osten ?

    Liebe Deutsche Freunde ! Ish schlage fuer Alle vor ein geopolitisches Rätsel zu entwirren.

    Zuerst drei Mal dürfen Sie raten... sagen Sie bitte wo ist die geopolitische Grenzlinie zwischen Westen und Osten in Europe?

    Denn Antwort kommt bald ...

  5. Nach oben   #5
    Avatar von Tauroggen
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    Wo ist die Grenzlinie zwischen Westen und Osten ?

    Zitat Zitat von GrauWolf Beitrag anzeigen
    Liebe Deutsche Freunde ! Ish schlage fuer Alle vor ein geopolitisches Rätsel zu entwirren.

    Zuerst drei Mal dürfen Sie raten... sagen Sie bitte wo ist die geopolitische Grenzlinie zwischen Westen und Osten in Europe? Denn Antwort kommt bald ...
    Liebe russische Freunde,

    für mich ist die geopolitische Grenzlinie zwischen Westen und Osten eindeutig die russische Ostgrenze, denn Russland ist ein europäisches Land! Gut, ich sagte für mich...

    Tatsächlich aber dürfte es die Grenze zwischen den durch die USA(NATO) kontrollierten Ländern und der Russischen Föderation sein. Beweis ist die versuchte/durchgeführte Installation von Abfangraketen rund um die Russische Föderation. Die Begründung hierfür, Europa vor Raketen aus dem Iran zu schützen ist törichte Desinformation. Wer diese glaubt, der setzt sich auch den Hut mit einem Hammer auf.

    Russische Freunde, unterstützt Herrn Putin als neuen Präsidenten bei der Festigung des in seiner ersten Amtszeit neu entstandenen russischen Nationalstaats. Ich vertrete diese Meinung als Deutscher der sein Vaterland liebt und der die Thesen eines Halford Mackinder kennt.

    Freundliche Grüße
    Tauroggen

  6. Nach oben   #6

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    Hallo,

    einst ging die West-Ost-Grenze quer durch Deutschland, dann erreichte sie die russische Grenze und entfernt sich jetzt aufgrund der "Unabhaengigkeitsbewegung" der EU von den USA. Russland gehoert nur geographisch zu Europa, politisch ist Russland Osten und gefaellt sich auch in dieser Rolle - nicht umsonst gibt es Strafzoelle auf alle europaeische Waren. Oh, Entschuldigung, Irrtum meinerseits, das sind natuerlich keine Strafzoelle, sondern Zollwertkorrekturen . Wer etwas aus der EU nach Russland importiert, muss dafuer ca. 10% mehr bezahlen, als wenn er das identische Teil aus China, Korea oder Indien importiert. Ob soetwas WTO-konform ist, bezweifle ich jetzt mal.
    Russland sieht sich selbst als Gegenwert zu den USA und Europa, wenn Russland allerdings nicht begreift, dass Russlands (Rohstoff-)Wirtschaft deutlich kleiner als die der USA und Europa ist und weiterhin andere Laender so behandelt, als waere Russland das NonPlusUltra und seiner Abgrenzung gen Westen weiterfuehrt, zur eigenen inneren Stabilisierung, draengt Russland damit Europa in Richtung USA, schwaecht sich selbst. Europa braucht nunmal Rohstoffe, derzeit kauft Europa groesstenteils aus US-kontrollierten Maerkten. Nur in Russland betrachtet man gerne selbstgefaellig nur Oel und Gas, dass macht aber soviel nicht aus - ausser in der Presse. Deutschland blieb Russland in der Abnahme treu, nicht zuletzt, um sich nicht von einer Seite abhaengig(/erpressbar) machen zu wollen, was heutzutage (wie schon lange) durch partnerschaftliche Projekte beiderseits Fruechte traegt.
    1.) BIP EU 16.4 Bill.US$
    2.) BIP US 14.2 Bill.US$
    ...
    12.) BIP RF 1.2 Bill.US$, davon gut 1/4 als reine Rohstoffexporte

    "Die USA(Nato) kontrollierten Laender..." Also Entschuldigung, das sind freie Demokratien, nicht wie Weissrussland etc... Ich sehe die EU nicht (mehr) als US-kontrolliertes Gebiet an!

  7. Nach oben   #7
    Avatar von GrauWolf
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    Zum Geopolitische Forschung der West-Ost Grenzen

    Also wo liegt die Grenze die Europe in Osten-Westen spaltet?

    Aus dem geografischen Hausverstand:

    … еigentlich in Europa ( und in der ganze Welt ) östliche Länge beginnt nicht weit von London und zwar genau von Observatorium Greenwich.

    Aber wenn die Rede von Westen und Osten in Europa ist, dann sollte diese Meridian-Grenze in der Mitte der Europa sein.
    1989 haben die Wissenschaftler des französischen Nationalen Geographie-Instituts das geographische Zentrum Europas festgestellt, dass den geografischen Zentrum Europas finden wir in Litauen 54°51´nördliche Breite, 25°19´östlicher Länge, 20 km von der Hauptstadt Vilnius entfernt.
    Somit das Gelände sollen wir “Osten” nennen wenn dass östlich Meridian 24-25° östlicher Länge liegt ( z.Bsp: die OstGrenzestaedte Brest 23°40” Riga-24°, Vilnius – 25°, Lwow 24°, Bucharest 26, Kischinew -28°, Odessa -30°)
    Aber aus dem geopolitischen Standpunkt : Meridianen und die Grenzlinien fielen nicht zusammen.
    Die GEOPOLITISCHE Grenze zwischen Osten und Westen in Europa ist “die Sache an Sich”. Mann kann sie nicht sehen, ueberschreitten , aber sie hat eine mystische Vorstellung in der Natur.
    Viele Keiser, Zaren, Generale und Politiken haben versuchen diese Naturgraenze willkuerlich zu aendern, aber 50-75 Jahre danach diese unsichtbare Grenzlinie herstellt sich selbs wider.
    Wo ist diese mystische Grenze? Seht ihr bitte die Isothermenkarte an. Merkt euch wie die Isothermen (Gleichwarmlinien) des Monat Januar vom 0° bis 10° Celsiusgrad auf Geopolitik beeinfluessen!
    Isoterme 0°C mittendurch schneidet Deutschland und bildet Axe zwichen Historischen Westlichen- Oestlichen Teilen Alten Europas ( ablaeuft sehr nah -der Grenze des Roemischen Reiches nordlich Alpen und Donau entlang bis Nord.Teil Bulgarien ( Westlich von diesen Axe von +1 bis +4 Celsiusgrad ( Frankreich, England und RheinGebiet Deutschlands wo groesste Industriele Zentrale sind, Oestlich von -1 bis -4 Celsiusgrad liegen Polen,Tschechien, Scandinawien.
    Nicht zufaellig liegt der Mittelpunkt der*Europäischen Union*in der*hessischen*Stadt*Gelnhausen*in*Deutschland, im Stadtteil*Meerholz. Das Institut Géographique National hat die genauen Koordinaten*50°*10′*21″*N,*9°*9′*0″*O
    Frankfurt am Main ( auch Hessen) * beweist diese Theorie mit Risigen Flughafen, Bahnhof, Banken. Ein echter Nabel der Europe . Aus diesem Standpukt für West-Europa solte “Osten” schon in Thueringen beginen !
    Und dagegen – “Westen” in voller Sinne sind alle Laender die liegen westlich Isoterme 0° ( Frankreich, England, USA, Belgien und Teil Deutschland). Nicht zufaellich – Hauptstadt NATO liegt westlich der EU- Mitte (9°*9′*0″*) und zwar 4°21′09″.
    Fortsetzung ueber Isoterme -6° intrigiert den Forscher noch mehr!
    Zum einem: Isoterme -6° historisch teilt Ostliche Europa nicht nur im wirtschaftlichem ( wenig Industrie mehr Landswirtsch, darum vor 100 Jare und bis Heute in EU Gastarbeitern migriren meistens ab -5° bis 0 Grad Isotherme ) , im religiösen ( katolisch-ortdox), kulturellen Sinne( z.Bsp.kyrillich-lateinisch ABZ, die Groessten Ost-Judische Befolkerung stellenweise bis 40-50% von altansässigen ), sondern auch im politischen Sinne. Dass hat schon Karl Haushofer endeckt. Damals ( 1938) fiel die Isotherme 6° mit der WESTLICHEN Grenze der Sov.Union sehr nah zusammen!
    In 13-14 Jahrhundert an diese Grenze (Isoth.6° Grad) kamen die Deutsche Ordens (Katholische Theutonen und Livonen) So westliche “Drang nach Osten” begonnen und Naturgrenze des Westen tief nach Osten verschoben wurde. Bis an die alte Russiche staedte Pskov und Novgorod. Aber eben hier ( an der Isoth.6° Grad) beginnen sich auch bedeutende politische und wirtschatliche Kontakte zwischen Deutschland und Russland ( Pskov und Novgorod waren Ostliche Abnehmer von Gansa-Staedte)! Und damals auch Kontakte Russischen Zaren mit England, die ewig strebte diese Kontakte mit Deutschen zu stoeren.
    1939 laut Molotows-Ribbentrops Pakt liegt die Granze westlicher Isoth.6°C , obwohl nur fuer etwa 60 Jahre ( bis Zerfal der UdSSR und OstBlock). Ab 2004 – wieder Isoth.6°C wird Grenze der WESTLICHEN MILITARISMUS – jetzt schon als NATO -Grenze ( nicht ohne Hilfe seitens England und USA mit FLAK-Raketen!
    Isoterme 8° gilt als ECHTE Naturgrenze des Ruslands. Bei 8°C sogar das Meerwasser wird Eis und Frost sperrt Schiffverkehr fuer 6-7 Monaten pro Jahr! Der Boden erfrirt bis 1 meter Tiefe und damit fuer Bau und Landwirtschaft schafft Schwierigkeiten. Nicht ohne einen Vorteil zu schaffen, weil nur in Winter kann von Moskau bis NordPole zu Fuß wandern !
    ….. erstaunlicherweise im Fernen Osten Isoterme --8°C fast genau entlang der Grossen Chinesischen Wand erbaut war( 2000 km) !
    Tief in Russlad liegt Isoterme 10°C .Viele “Touristen-Militaristen” haben Versuche unternommen diese unsichtbare Grenze zu ueberwinden. Es gelang niemandem ( Karl IX in 1709, Napoleon in 1812... Der letzte Versuch – in Februar 1943 neben Stalingrad …)
    Wirklich, der Westen (EU) fuer sich selbst Feind ist... Weil such seine Feinde oestlich …und wendet keine .Aufmerksamkeit was ihm manchmal westlich gefährdet

  8. Nach oben   #8
    Avatar von Tauroggen
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    Zum Geopolitische Forschung der West-Ost Grenzen

    Ein interessanter Ansatz, die geopolitischen Grenzen im Zusammenhang mit den Isothermen zu betrachten. Danke für den Denkanstoß.

  9. Nach oben   #9
    Avatar von GrauWolf
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    Wer rDeutschland aus westlichen Richtung gefährdet

    Zitaten aus dem Buch Guido Giacomo Preparata “Wer Hitler mächtig machte” (Taschenbuch Verlag: Pluto Press (5. August 005) Sprache: Englisch ISBN-10: 074532181X ISBN-13: 978-0745321813 Übersetzung von Helmut Böttiger, erschienen 2009 im Perseus-Verlag
    …... “Um 1900 war den Briten klar geworden, dass Deutschland tatsächlich an 'ihnen vor-bei ziehen' konnte. Es konnte Großbritannien überholen und eine (für das Reich) vorteil-hafte, aber vorübergehende Lähmung der europäischen Angelegenheiten auslösen. In die-ser Zeit konnte es sich wieder gegen Frankreich wenden, um es ein für alle Mal zu befrie-den und dann seinen Blick auf Russland werfen. Russland könnte vom Reich entweder in eine feste Allianz eingebunden werden, in der die Deutschen offensichtlich die Russen dominieren würden, oder als Alternative dazu könnten die Russen allmählich dazu genö-tigt werden, sich den preußischen Armeen zu unterwerfen. In beiden Fällen würde sich der britische Alptraum bewahrheiten. Wenn Deutschland und Russland sich in der einen oder anderen Form vereinigen würden, würde die Eurasische Annäherung eintreten; das heißt, es würde ein tatsächliches eurasisches Reich im Zentrum der kontinentalen Land-masse entstehen. Dieses könnte sich auf eine riesige slawische Armee und deutsche tech-nologische Meisterschaft stützen. Und so etwas konnte das Britische Empire niemals zulassen, denn es würde seiner Vorherrschaft einen Todesstoß versetzen.
    Das Herzland, der Halbmond und der Albtraum der Britischen Geopolitik Als 'Herzland’ galt hypothetisch ein im Zentrum Eurasiens gelegenes Gebiet, das durch seine Lage mit den Rohstoffen und Arbeitskräften Eurasiens ausgestattet wäre. Auf diese Weise würden eine uneinnehmbare Festung und eine fürchterliche Macht entste-hen. Als 'Halbmond' galt ein virtueller Halbbogen, der eine Reihe von Inseln umfasste, nämlich Amerika, Großbritannien, Australien, Neuseeland und Japan. Diese Seemächte überwachen die eurasische Landmasse, um jede Tendenz der Zusammenballung der Macht des Herzlandes zu entdecken und nötigenfalls zu verhindern.
    Diese Ausdrücke wurden von den Vorkämpfern der Geopolitik geprägt. Es handelt sich dabei um eine neumodische wissenschaftliche Disziplin, die an der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert entstanden ist. An ihrer Oberfläche bestand sie aus einer syste-matischen und halbgebildeten Zusammenführung von Geografie, einfacher Logistik, Wirtschaftskunde und machiavellistischer Geheimnistuerei, wie sie vom Delphischen Orakel ausgeübt wurde. Ihr Grundgedanke war die Übertragung individueller menschli-cher Lebensweisen auf die Dynamik sozialer Gebilde: Die Abbildung des organischen, triebhaften, natürlichen Lebens auf das politische Leben von Nationen.
    Aus diesem Grund wollte die Geopolitik wahrscheinlich in klaren Begriffen enthüllen, was die politi-sche Tagesordnung einer gewissen Macht zu einem bestimmten Zeitpunkt hätte gewesen sein können. Diese enthüllenden und einflussreichen Überzeugungen wurden
    von Sir Halford Mackinder (1861-1947)
    während der Zeit entworfen, als das deutschfeindliche Komplott geplant wurde. Mackinder war Professor an der London School of Economics und wurde mit seinem 'The Geographical Pivot of History' (Der Geographische Angel-punkt der Geschichte) überschriebenen Aufsatz in der Zeitschrift The Geographical Jour-nal der Royal Society aus dem Jahr 1904 zu einem der Väter der Geopolitik in England.
    Dieser Artikel veranschaulicht in unmissverständlichen Worten den Charakter der kommenden Engagements. Mackinder führte die Alternativen vor Augen und zählte die Möglichkeiten des Spie-les auf. Es handelte sich um ein öffentliches Dokument, das eine einfache Geschichte erzählt. Sein Duktus bot eine treffende Darlegung der Politik des britischen Common-wealth, und im Anschluss an dieses, der Politik seines geistigen Erben, des Amerikani-schen Empires: Tatsächlich wurde die internationale Politik der US-Regierung bis heute nahtlos und widerspruchslos im Geist der Visionen Mackinders geführt.
    Um 1900 stand die Schrift an der Wand.
    „Die Vorstellung von Eurasien, die wir damit bekommen, ist die einer ununter-brochenen Landmasse, die im Norden vom Eis, und überall sonst vom Meer ein-geschlossen wird, Sie bemisst sich auf 21 Mio. Quadratmeilen oder mehr als das Dreifache des Gebietes von Nordamerika, dessen zentrales und nördliches Gebiet etwa neun Mio. Quadratmeilen umfasst, oder mehr als das Zehnfache des Gebie-tes von Europa. Es verfügt über keine brauchbaren Wasserwege zum Ozean, es ist andererseits, wenn man vom subarktischen Wald absieht, im Allgemeinen für den Verkehr von Reiter- und Kamelkarawanen sehr günstig. Im Osten, Süden und Westen des Herzlandes bilden Randzonen einen riesigen Halbmond, der für den
    Schiffsverkehr zugänglich ist. Entsprechend ihrer physikalischen Gestaltung unterscheidet man vier dieser Regionen, und dabei ist es nicht unerheblich zu bemerken, dass sie im Allgemeinen mit den Einflussbereichen der vier großen Religionen, dem Buddhismus, Brahmanismus, Islam und Christentum zusam-menfallen. ... Großbritannien, Kanada, die Vereinigten Staaten, Südafrika, Austra-lien und Japan bilden nun einen Ring außen vorgelagerter, inselartiger Stellungen der See- und Handelsmächte. Diese sind für die Landmächte Europas unerreich-bar. ... Der Raum im russischen Reich und in der Mongolei ist so gewaltig und seine Möglichkeiten hinsichtlich der Bevölkerung, der Weizen-, Baumwoll-, Treibstoff-, und Metallproduktion so unübersehbar groß, dass sich daraus unver-meidlich eine riesige mehr oder weniger eigenständige Wirtschaftswelt bilden dürfte, die für den Seehandel unerreichbar ist ... In dem Gesamtgebiet nimmt [Russland] die zentrale strategische Position ein, wie sie Deutschland in Europa innehat. Russland kann nach allen Seiten ausschlagen und ist im Norden geschützt. Die volle Entwicklung seiner modernen Eisenbahnmobilität ist nur noch eine Frage der Zeit ... Das Überkommen des Kräftegleichgewichts zugunsten des Achsenstaates führt zu dessen Expansion über die Randzonenländer Eurasiens hinaus und würde die Verwendung der riesigen kontinentalen Mittel für den Flot-tenbau erlauben. Damit wäre das Weltreich in Sichtweite gerückt. Das könnte ge-schehen, wenn sich Deutschland mit Russland verbünden sollte.
    Die Bedrohung durch eine solche Entwicklung sollte daher Frankreich in ein Bündnis zu den See-mächten bringen, und damit würden Frankreich, Italien, Ägypten, Indien und Korea zu ebenso vielen Brückenköpfen werden, über die die Marine von außen Armeen versorgen könnte, um die verbündeten Achsenstaaten zu zwingen ihre Landstreitkräfte einzusetzen und sie davon abzuhalten, ihre ganze Kraft auf die Flotten zu konzentrieren.“
    Dies lässt erkennen, dass das moderne Ringen um die Weltherrschaft mehr und mehr durch die Eindrücke des britischen Albtraums vorangetrieben wurde. Die bedrohlichen Erkenntnisse waren die folgenden:
    1. Großbritannien fürchtete am allermeisten das mögliche Auftauchen eines 'Herz-landes' oder 'Achsenstaates' im Zentrum einer Landbastion hinter unüberwindlichen Eis-barrieren, bewehrt mit unzugänglichen Küsten und inmitten eines kontinentalen Rau-mes, der von einem weit reichenden Netz von Verkehrsadern durchzogen wird. Der eisige Alptraum lässt galoppierende Kosaken, Schnellzüge und geisterhaften Hunnen über die Landstraßen Zentralasiens jagen.

    2. Die früheste Formulierung von Mackinders Plan war
    eher das Produkt der abgrundtiefen Feindschaft Großbritanniens gegen Russland als eine Warnung, die sich unmittelbar gegen Deutschland richtete. Anfänglich wurde das Herz-land mit den weiten Ebenen Russlands gleichgesetzt.
    Nach dem ersten Weltkrieg, als Deutschland der internationalen Unterwerfung aus-gesetzt war, aktualisierte Mackinder in einer einander folgenden Reihe von Bearbeitun-gen seinen ursprünglichen Artikel aus dem Jahr 1904 zu einer Theorie. Sie blieb dem bri-tischen imperialen Muster treu und verschob nur die Achse in südwestlicher Richtung von den Steppen Sibiriens hinunter zu einer nicht eigens beschriebenen Mittellinie, die den Westen vom Osten trennt und die später mit Churchills 'Eisernem Vorhang' zwi-schen Ost- und Westeuropa zusammenfiel. Diese virtuelle Grenzlinie kann man sich als den Meridian vorstellen, der ausgehend von der Küste des Roten Meeres über Palästina zum Schwarzen Meer reicht und von dort durch den Balkan und das Baltikum weit hoch in den Norden bis nach Murmansk in Russland reicht (siehe Fig. 1). Konzeptuell ist die ‚Verwerfungslinie’ die große Trennlinie, die grob gesprochen die mohammedanischen
    Araber im Süden und die orthodoxen Slawen im Norden von den modernen Europäern im Westen abhält.
    Die Trennungslinie halbiert idealerweise das Herzland, das sich innerhalb Eurasiens befindet. Das Herzland ist die Insel der Insel. Mackinders Motto gibt das zu verstehen. Danach ‚regiert, wer immer das Herzland beherrscht die Weltinsel und wer diese regiert, beherrscht die Welt."
    Für den Nordwesten bedeutete das, dass sich Deutschland – für den Fall es findet Möglichkeiten, um die Trennungslinie zu überwinden und seine westeuropäische technologische Stärke auf dem Weg durch Russland mit der geographi-schen Unermesslichkeit des Ostens in einen Zusammenhang zu bringen - sich zum unüberwindlichen Herren der gefürchteten Festung machen und das eurasische Herzland dominieren würde.
    2. Die unmittelbare Enthüllung eines solchen Albtraumes führte dazu, dass keine Mühe gescheut werden durfte, um jede Art politischer, oder gar militärischer Koalition, die sich über das Herzland erstrecken konnte, zu sabotieren. Das begann mit einer mögli-chen deutsch-russischen Allianz. Großbritannien konnte sein Ziel am leichtesten dadurch erreichen, dass es eine Liga der Schwesterninseln zusammenbrachte, die sie dann
    als einen Halbmond von Seemächten zur Belagerung gegen Eurasien einsetzte. Abgesehen von der japanischen Trumpfkarte war die Seemacht durch und durch angelsächsisch. Alle herausfordernden Inseln, die Mackinder auflistet, sind ursprünglich aus Großbritannien hervorgegangen. Das gilt für Amerika mit der Fortsetzung in Kanada, die gesamte Strecke über Australien bis nach Neuseeland. – Sie alle waren weiße Siedlergebiete des Empires.
    3. Sollte es Europa, dem Nahem Osten und Zentralasien gelingen, sich zu einer festen Föderation zusammen zu tun, würden ihre vereinigten mineralischen Kohlenwasserstoff-und natürlichen Ressourcen (Öl, Getreide, Stahl, Wasser, Holz und so weiter) dieser enor-men eurasischen Liga einen Vorteil bei der Verteidigung verschafft haben, der jede län-gere Blockade der Seemächte zunichte gemacht hätte. Eurasien hätte dann einem briti-schen Embargo ad ultimo widerstehen können.
    4. Daraus folgt, dass diese Fülle des Herzlandes an Ressourcen zu seiner Verteidigung angesichts einer offenen Aggression von der See her, in den Aufbau einer eurasischen Flotte hätte umgelenkt werden können. Das vereinigte Schild des Kontinent durch Land-und Seestreitkräfte gegen den Halbmond der Feinde aus Übersee, hätte nicht nur leicht jeden Angriff vom Meer aus abgewiesen, sondern würde mit größter Wahrscheinlichkeit mit der totalen Niederlage der Seemächte und damit einhergehend mit Unterwerfung unter das hypothetische Vereinte Kommando des Herzlandes geendet haben.
    5. Das plötzliche Auftauchen des Preußischen Reichs hatte diese eurasische Schimäre zu einer greifbaren Möglichkeit werden lassen. Dieses Mal bestand die Bedrohung wirk-lich; der Große Feind konnte durch eine geniale Verbindung der russischen Vitalität mit der deutschen wissenschaftlichen Technik entstehen. Die eurasische Annäherung hätte im Vollzug einer deutsch-russischen Vereinigung im Bereich der Politik, des Militärs und der Spiritualität bestanden. Angesichts einer solchen Fusion würde sich Großbritannien
    aus der Sicht Mackinders auf lange Sicht in einer ohnmächtigen Lage vorfinden.
    6. Daher war die Strategie Englands kristallklar: Um das Auftauchen dieses bedrohli-chen Rivalen im Herzland zu verhindern, hatte es keine andere Alternative als das Herz-land durch eine beständige Belagerung einzudämmen. Diese sollte dadurch erreicht wer-den, dass man Keile (von den Brückenköpfen aus) in die lebenswichtigen Knotenpunkte des kontinentalen Körpers trieb. Auf diese Weise würden die Landarmeen in einem per-manenten Kriegszustand gebunden sein und ihre Generäle wären zu sehr von diesen Anstrengungen in Beschlag genommen, als dass sie ihre Aufmerksamkeit von der nötigen
    Dringlichkeit ablenken könnten, um eine eurasische Flotte zu bewaffnen und die frem-den Angreifer von Übersee zu vertreiben. Der bemerkenswerte Charakter dieses Schriftstücks war, abgesehen von seinen hei-klen Vorhersagen, sein offen aggressiver Tenor. Obwohl es angesichts einer russischen Bedrohung geschrieben worden war, schien seine Argumentation anzudeuten, dass Eng-land die hinterste Widerstandslinie bevorzugen und sich Deutschland als den nächsten Gegner herausgreifen sollte, und zwar weil:
    1) das Reich die dynamische Seite der deutsch-russischen Bedrohung darstellte und,
    2) es viel leichter von einer Entente der Nachbarstaaten umzingelt und blockiert werden konnte. Von daher kam es anschließend zur Annäherung zwischen England und Russland, seinem bisherigen Erbfeind.
    Natürlich führte das Aufwärmen der anglo-russischen Beziehungen zu keiner ständi-gen Schlichtung der eurasischen Frage. Das war ja auch gar nicht beabsichtigt. Die Ange-legenheit, so bedeutsam sie aus englischer Sicht auch war, musste gegebenenfalls von einem Brückenkopf angegangen werden. Das Bündnis mit Russland diente nur als Auf-takt zum allgemeineren, strategischen Spiel, der Zerstörung Deutschlands. England konnte und wollte möglicherweise nicht die ungeheuren Kosten überblicken, die es selbst und die Welt im Großen und Ganzen auf sich nehmen mussten, um dieses Ziel zu erreichen. Doch das Empire ließ es darauf ankommen.
    Den Beweis dafür, dass die Zerstörung Deutschlands nach 1900 das Hauptziel Großbritanniens war, liefern die komplexen diplomatischen Aktivitäten, die England entfaltete, um den Weltkrieg auszulösen.
    In der Tat ist es eines der Grunddogmen der anglo-amerikanischen Geschichtsschreibung, dass Deutschland immer der unverbesserliche Angreifer der Pax Britannica gewesen sei.

  10. Nach oben   #10
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    Erwiderung auf Grauwolf

    Zitat Zitat von GrauWolf Beitrag anzeigen
    Den Beweis dafür, dass die Zerstörung Deutschlands nach 1900 das Hauptziel Großbritanniens war, liefern die komplexen diplomatischen Aktivitäten, die England entfaltete, um den Weltkrieg auszulösen. In der Tat ist es eines der Grunddogmen der anglo-amerikanischen Geschichtsschreibung, dass Deutschland immer der unverbesserliche Angreifer der Pax Britannica gewesen sei.
    Nachdem das Deutsche Reich inzwischen Geschichte ist, ist Teil zwei dran. Meine These lautet: 100 Jahre später dienen ähnliche diplomatische und sonstige Aktivitäten der Anlgo-Amerikaner dem Ziel der Zerstörung Russlands als Machtfaktor und um sich die russischen Bodenschätze anzueignen. Dies ist aufgrund der fortgeschrittenen Waffentechnik heute nicht mehr so einfach, da die zweifelsohne vorhandene russische Zweitschlag-Kapazität auch zur Vernichtung des Angreifers führen wird. Darum wählt man einen anderen, hinterhältigeren Weg, das Schlüsselwort ist Afghanistan.

    Warum Afghanistan? Ich bin überzeugt, die heutigen interessierten Kreise haben sich der Niederwerfung des chinesischen Großreiches zur Öffnung von dessen Handelsraum in der Mitte des 19. Jahrhundert erinnert. Stichwort: Opiumkrieg. Durch die Einschleusung großer Mengen Rauschgift nach China erschlaffte die Widerstandskraft des chinesischen Volkes.Der Niedergang Chinas ist bekannt; erst Mao-Tse-Tung führte für die Chinesen die Wende herbei.

    Zurück zu Afghanistan: Seit der Besetzung Afghanistans durch Truppen des westlichen Bündnisses unter der Führung der USA hat sich dort die Erzeugung von Her*in vervielfacht. Es ist nirgendwo erkennbar, dass die Truppen des westlichen Bündnisses gegen die Her*inproduktion vorgehen. Das Gegenteil scheint der Fall. Wohin geht das Rauschgift? Nach Westeuropa und wahrscheinlich zum größeren Teil in die Russische Föderation. Die Zielrichtung ist klar, siehe China im 19. Jahrhundert. Hier liegt meines Erachtens der Hauptgrund für das Problem mit harten Dr*gen in Russland.Der kritischen westlichen Öffentlichkeit wird derweil der Einsatz ihrer Soldaten und ihres Opfers in Afghanistan unter dem humanitären Siegel (Hilfe beim Brunnenbau, der Errichtung von Schulen, dem Schulbesuch von Mädchen, der Befreiung der Frauen und so weiter) und dem Kampf gegen den internationalen Terr*rismus verkauft.

    Da man in den interessierten Kreisen inzwischen feststellen muss, dass sich der gewünschte Erfolg nicht in dem erwarteten Umfang einstellt (der Grund ist die Widerstandsbewegung der Taliban), fährt man mittlerweile wieder zweigleisig und ist bestrebt, die russische Zweitschlag-Kapazität durch die Aufstellung von Abfangraketen rund um die Russische Föderation zu neutralisieren. Es ist dies ein Spiel mit dem "Höllenfeuer", gespielt von jenen, die in der Vergangenheit die Welt schon zweimal in Brand gesteckt haben mit dem Ziel der Vernichtung des Deutschen Reiches. Die Warnung Michael Gorbatschows vor einem 3. Weltkrieg - am 10.12. dieses Jahres in München anläßlich eines Vortrages vor der Hans-Seidel-Stiftung - diesmal gegen Russland ist nicht aus der Luft gegriffen.

  11. Nach oben   #11

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    Schuld an allem ist der verderbte Geldadel in New York!

    Ich gebe Tauroggen in seiner Analyse Recht, der Hauptgrund für den ausufernden Her*inkonsum in Rußland ist das von den USA besetzte Afgahnistan. Und dies geschieht mit voller Absicht von Seiten der USA. Wenn man US- Militärs darauf anspricht, weshalb in Nordafgahnistan der Opiumanbau floriert, heißt es, man käme gegen ein paar hundert bewaffnete Bauern nicht an, weil man denen sonst die Existenzgrundlage rauben würde. Wollen Sie mich veräppeln? Das US- Militär kommt gegen ein paar hundert Bauern nicht an? Ein anderes sehr erfolgreiches Instrumentarium der Amerikaner ist das Internet, so werden ganze Völker aufgehetzt gegen ihre jeweiligen Regierungen. Was haltet ihr davon, dass der Spiegel berichtete (nach Gesprächen mit der Nato), dass Rußland sich militärisch nicht mehr verteidigen kann, und die Nato genau wüsste wo Rußland seine Nuklearrakten stationiert hat? Mit anderen Worten, die Nato hält einen Krieg mit Rußland für leicht gewinnbar.

  12. Nach oben   #12
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    "Was haltet ihr davon, dass der Spiegel berichtete (nach Gesprächen mit der Nato), dass Rußland sich militärisch nicht mehr verteidigen kann, und die Nato genau wüsste wo Rußland seine Nuklearrakten stationiert hat? Mit anderen Worten, die Nato hält einen Krieg mit Rußland für leicht gewinnbar."

    Der Spiegel ist eines der ersten der nach dem Kriege von den westlichen Alliierten (Engländer) zugelassenen Presseorgane. Für ihn gilt nach wie vor: "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!" Also nicht ernst nehmen, nicht verunsichern lassen. Denn wäre es tatsächlich so, dann stünden heute Truppen des sogenannten westlichen Bündnisses in Russland. Wie sie es überall dort tun, wo Länder mit Bodenschätzen (insbesondere Erdöl) schwach sind und sich nicht wehren können, siehe Irak, Libyen.

  13. Nach oben   #13
    Avatar von GrauWolf
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    Hier ist noch einen Beweis dafür, dass die Zerstörung Deutschlands nach 1900 das Hauptziel Großbritanniens war

    Yergin, Daniel: Der Preis, Die Jagd nach Öl, Geld und Macht; Fischer Verlag,
    Frankfurt am Main: (1991)

    Seit 1859 waren die USA Hauptförderland für Petroleum. In der zweiten Hälfte der 1880 Jahre kamen Russland, Galizien, Rumänien und asiatische Staaten als Produzenten hinzu.

    Nach dem „Panther-Sprung nach Agadir" im Juli 1911, als das deutsche Kanonenboot Panther in den marokkanischen Hafen von Agadir einlief und dem deutschen Wunsch auf einen „Platz an der afrikanischen Sonne" Gewicht geben sollte, revidierte Churchill seine Forderung nach einem englisch-deutschen Marineabkommen. Er betonte die Gefahr, dass der rasche Ausbau der deutschen Flotte eine Bedrohung Britanniens darstelle, der entgegengetreten werden müsse. Da das Gerücht umging, dass die neuen deutschen Schiffe mit Erdöl anstatt mit Kohle betrieben wurden, überdachte Churchill die Vorteile eines Ölantriebs: Ein Frachtdampfer konnte durch die Umstellung auf Öl 78 Prozent Treibstoff sparen und 30 Prozent Frachtraum gewinnen. Die Geschwindigkeit der Schiffe konnte von 21 auf 25 Knoten erhöht werden, der Aktionsradius vergrößerte sich. Zudem bot sich die Möglichkeit auf See aufzutanken, ohne dafür ein Viertel der Mannschaft abzuziehen, wie dies bei Kohle der Fall war und es halbierte sich die Zahl der Heizer. Auch in der Schlacht bot sich ein immenser Vorteil: „Wenn ein Kohleschiff seine Kohle aufbrauchte, [...] mussten Immer mehr Männer von den Geschützen abgezogen werden, um die Kohle von weit entfernten und schwer zugänglichen Bunkern in andere, näher an den Kesseln gelegene oder in die Kessel selber umzuschaufeln, wodurch die Kampfkraft des Schiffes im kritischsten Moment der Schlacht geschwächt wurde. Die Verwendung von Öl ermöglichte bei jedem Schiffstyp größere Feuerkraft und höhere Geschwindigkeit bei geringerer Größe oder geringeren Kosten,"
    …...
    Mit dieser Feststellung erklärte Churchill einen der nach wie vor relevantes*ten Punkte der Energiesicherheit; der Diversifizierung der Produzentenstaaten und der Quellen zur Sicherung der Erdölversorgung. Wenn die britische Regierung dieser Strategie folgen wolle, so Churchill weiter, sei es in jedem Falle folgerichtig, „Eigentümer oder jedenfalls Kontrolleur an der Quelle" zu sein. Damit wurde der Grundstein für eine nationale Erdölversorgungsstrategie gelegt.

    Churchill äußerte sich dementsprechend vor dem House of Comnwtis am 17. Juli 1913:
    „Eine große zusätzliche Zahl von ölgetriebenen Schiffen zu bauen bedeutete, unsere Vorherrschaft zur See auf Öl zu gründen. Doch Öl war auf unseren Inseln nicht in nennenswerten Mengen vorhanden. Bei Bedarf mussten wir es in Friedens- oder Kriegszeiten auf dem Seeweg aus fernen Ländern heranschaffen. ...”

    …...
    Auch Staaten, wie Deutschland, Japan und die USA erachteten Erdöl als Treibstoff für ihre Flotte als zukunftsträchtig.
    Absoluter Vorreiter bei der Entwicklung der neuen Technologie war aber Großbritannien unter Admiral John A. Fisher und Winsion Churchill. Dort waren oder wurden 1911 56 Zerstörer und 74 U-Boote gebaut, die nur mit Diesel beirieben wurden, Andere Schiffe wurden mit einer Öleinspritzung für Kohleöfen ausgestattet. Erst nachdem absehbar war, dass die britische Strategie erfolgreich war, sahen sich die USA genötigt denselben Weg einzuschlagen, um nicht ins Hintertreffen zu gelangen.

  14. Nach oben   #14
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    (Fotrsätzung)

    Eichholtz, Dietrich/ Krieg um Öl. Ein Erdölimperium als deutsches Kriegsziel 1938-1943/Leipzig,Leipzigerg Universiatet.verlag, 2006

    Die Verfügbarkeit des Öls ist für die Regierungen „des Westens“ von strategischer Bedeutung.Öl ist der wichtigste Treib- und Schmierstoff des Krieges, wie Flugzeuge, Panzer und LKW, sind auf Öl angewiesen.Um ans Öl zu kommen wird intrigiert, gemordet und Krieg geführt.

    Zur deutschen Ölpolitik zwischen 1928 und 1938.

    Im Sommer 1938 offenbarte die Sudetenkrise die Hinfälligkeit des vorangegangenen Versorgungskonzepts
    In dieser Zwangslage organisierte Hermann Göring den gesamten Wirtschaftsapparat um, wobei eine Art oberste Ölplanungsgruppe entstand. ...
    In den Plänen, die beide im April 1939 vorlegten, spielte nach wie vor Rumänien die Hauptrolle in der Ölversorgung. Dennoch war der Anteil der Kohlenwasserstoffsynthese, die die IG Farbenindustrie AG, so erfolgreich als Versorgungsprinzip des „Dritten Reichs“ lanciert hatte, noch immer bedeutend. …

    Die treibende Kraft hinter der Idee war, man müsse die kaukasische Ölregion erobern. Nach dem Putsch des deutschfreundlichen, antisemitischen Regimes al-Gailani im Irak (sechstes Kapitel) sah es im April 1941 kurzzeitig so aus, als könnten die wichtigsten Lagerstätten der Welt der deutschen Diktatur wie eine reife Frucht in den Schoß fallen. Die deutschen Bemühungen, mit einer hastig zusammengestellten Militärmission die Gunst der Stunde zu nutzen, wirkten vor dem Hintergrund der Besetzung Griechenlands wie ein „Operettenkrieg“ (S. 79), der in einem militärischen Fiasko endete.
    Das siebte Kapitel zeigt die Überlegungen, die die Wirtschaftsstrategen der Göringschen Planungsgruppe seit Jahresbeginn 1941 anstellten, um die deutsche Ölnot in den Griff zu bekommen; auch hier bringt Eichholtz neue Quellen und Ergebnisse. Die entgegenlaufenden Vorstellungen (Kaukasus vs. Irak) verschmolzen sie zur Strategie der „Kaukasus-Zange“. Über den Kaukasus und Kirkuk auf der östlichen und Nordafrika auf der westlichen Seite sollten Truppen der Achse gegen die militärisch-logistische Drehscheibe der Briten am Suezkanal vorstoßen. Die britische Ölversorgung sollte gekappt werden und der Achse zugute kommen. So wollte man das Weltreich von der Peripherie her in die Knie zwingen.
    Das achte Kapitel widmet sich der Wiederauflage der „Kaukasus-Zange“ im Jahr 1942, als die deutschen Planungen durch die Ergebnisse des Kriegs im Osten und in Nordafrika korrigiert werden mussten und sich die Treibstofflage extrem verschärfte. Öl avancierte nun zur raison d’être der deutschen Kriegführung, und so ließ man in den Planungen alles fallen, was nicht der Aneignung prominenter Öllagerstätten diente. Die Stahlkontingente kamen nun vorrangig dem Bau von Ölförderanlagen zugute.
    Das neunte Kapitel schließlich resümiert die praktische Durchführung des „Kriegs um Öl“: Der zweite Vorstoß nach Rostow und auf die kaukasische Landbrücke, die Eroberung der Felder von Majkop und das Steckenbleiben vor Groznij, der Anspruch und die Wirklichkeit der Ölförderung auf den sowjetischen Ölfeldern, die Niederlage in El Alamein im Juli 1942 und der Rückzug vom Kaukasus nach der Niederlage in Stalingrad. Danach war das ‚Große Spiel’ aus, die deutschen Bohranlagen wurden nun in Österreich eingesetzt, Mangelverwaltung und Kohlenwasserstoffsynthese kamen wieder auf die Tagesordnung. Die Idee, im Handstreich zu erobern, was die internationalen Konzerne durch jahrzehntelangen, überwiegend friedlichen Imperialismus aufgebaut hatten, und Deutschland als imperiale Ölmacht zu installieren, war zerplatzt.

    Fremde Öllagerstätten waren ein wichtiges, bald das wichtigste deutsche Kriegsziel. Glaubte man vor Sommer 1940 noch an Rumänien und die Kohlenwasserstoffsynthese, so ging es danach nur noch ums Erdöl
    Wegen dieser strategischen Bedeutung versuchte deshalb die Wehrmacht, während des zweiten Weltkriegs, die Ölfelder des Kaukasus zu erreichen, scheiterte jedoch. Der Mangel an Treibstoff für die Panzer und Flugzeuge war ein entscheidender Beitrag zur Niederlage Nazi-Deutschlands.

    grauwolf:
    so hat Großbritannien sein Hauptziel -die Zerstörung Deutschlands in 1945 erreicht. Jedoch mit Hilfe der UdSSR , aber nachstes Ziel war die zerstörung der UdSSR selbst– und ist in 1991 auch erreicht.

    Heutzutage sind Ölfeldern in Kaukasus und Kasachstan praktisch unter USA und Brittischen Kontrole.

    Es sind in RF Ölfeldern geblieben, darum hat Tauroggen voller Recht so sagen:
    “100 Jahre später dienen ähnliche diplomatische und sonstige Aktivitäten der Anlgo-Amerikaner dem Ziel der Zerstörung Russlands als Machtfaktor und um sich die russischen Bodenschätze anzueignen.”

    Ja sage ich ! Mackinders Motto ist heute noch aktuell :”regiert, wer immer das Herzland ( lies: Deutschland im EU-Zentrum) beherrscht die Weltinsel ( lies: Russland im Eurasien-Zentrum) und wer diese regiert, beherrscht die Welt."

  15. Nach oben   #15
    Avatar von Tauroggen
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    Abfangraketen rund um die Russische Föderation

    In einem Beitrag bei RIA Novosti wurde in der letzten Woche der russische Vizeregierungschef Dmitiri Rogosin aus einem Interwiew für Radio "Echo Moskwy" zitiert:"Dabei drängen die Amerikaner ihre Verbündeten zum Erwerb von Schiffen mit dem Warn- und Feuerleitsystem Aegis an Bord… Es sei daran erinnert, dass die Zahl 1000 sich der im START-3-Abkommen festgelegten Höchstgrenze nähert." Mit der Zahl "1000" ist die Anzahl der um die Russische Föderation stationierten Abfangraketen gemeint, die dazu dienen sollen, die russische Zweitschlagskapazität zu neutralisieren.

    Liebe russische Freunde, diese Aussage Rogosins erinnert mich wieder an die Rede Gobatschows im letzten Dezember in München und seine Warnung vor einem dritten Weltkrieg. Es scheint mir tatsächlich so zu sein, jenseits des Atlantik kokeln einige "Zauberlehrlinge" mit dem "Höllenfeuer". Zumindest wird mir immer deutlicher, wer der wirkliche "Schurkenstaat" auf diesem Planeten ist. Der Brite "Halford Mackinder" läßt grüßen...

  16. Nach oben   #16

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    Ursache des Terrors im Kaukasus

    Wer glaubt ernsthaft, dass das kleine Tschetschenien (einst 1 Millionen Einwohner) aus eigener Kraft derart fanatischen Widerstand gegen Russland leistet? Es sind mächtige Geldgeber aus dem Ausland (der Wahabitische Faschismus aus Saudi Arabien) die den Terr*r aus dem Ausland organisieren.

  17. Nach oben   #17

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    Man muss der Fairness halber natuerlich dazu sagen, dass derzeit nur wenige Laender so politisch isoliert und instabil bzw. fuehrungslos wie Russland sind. Daher wird es wie in Amerika mit den Indianern und Atzteken kommen...
    Russland ist in westlicher Weltanschauung ein Gebiet (kein Staat!), welches durch ein marodes und korruptes Militaer- und Polizeiregime kontrolliert wird. Das Laendereien/Geschafte werden von lokalen Clans/Behoerden/Mafias kontrolliert und ausgebeutet. Teils entstammen diese Konstrukte russischer Behoerdenkorruption, auslaendischer Einflussnahmen, kriminellen Organisationen, meistens jedoch aus einem Geflecht aus allem. Land und Bevoelkerung werden ausgepluendert. Die Bevoelkerung muesste dies eigentlich satt haben, doch diese flieht zu Putin. Dies versteht die westliche Weltanschauung nicht! Nach westlicher Logik muesste Russland zerbrechen, ja, es duerfte ueberhaupt nicht mehr existieren! Ob Putin ueberhaupt in der Lage ist, darf bezweifelt werden, seine Macht ist doch in einigen Bereichen der Kotrolle der eigenen Administrationen zu sehr beschraenkt - (westliche Kommentatoren werden dies mit Verweis auf Diktaturen sicher anders sehen). Ob und wie es zu Saeuberungen kommt, kann diskutiert werden, begonnen haben diese bereits. Noetig sind sie, um Russland zu reinigen, auch unter Inkaufnahme einer temporaeren Gefahr einer Diktatur. Putin selbst hatte einmal gesagt, er kann noch nicht gehen, da der Weg noch nicht bereitet ist. Ich sehe dies genauso. Putin hat einen Weg begonnen, einen gefaehrlichen Weg, aber ein Weg ohne Alternative. Diesen abzubrechen, waere das Schlimmste, was Russland passieren kann.
    Einige sehen Putin als Teil des Problems, doch die meisten als Loesung. Was er wirklich ist, werden wir sehen, ebenso, ob er die Oligarchen, Mafiabosse und korrupten Behoerden kontrolliert und bekaempft - wie er sich gerne sieht -, oder diese ihn.
    Wenn Putin scheitert, bleibt der Welt bei dem russischen Massenvernichtungswaffenarsenal (und Resourcengefahr) nichts anderes uebrig, als Russland zu "befrieden" und zu freien Teilrepubliken den westlichen Demokratien "zuzufuehren". Putin selbst hat vor ca. einer Woche im TV gesagt, er sehe die Gefahr eines Krieges naeher ruecken und mann muesse alle Vorkehrungen treffen (Ruestungsbudget wurde deutlich erhoeht etc.)... aber man muesse sich dessen bewusst sein, dass man die Wurzel der kommenden Konflikte auch innerhalb Russlands loesen koenne. (zumindest kam es so rueber...)
    Putin kennt und versteht sicher diese Situation, denn er verfuegt ueber einen der besten Nachrichtendienste. Ebenso weiss er sicher, dass bei seinem Scheitern der dritte Weltkrieg beginnt und sei er auch in den Planspielen ein Blitzkrieg, der elektronisch beginnt, durch Luftschlaege durchgefuehrt und im Partisanenkrieg enden wird. Aber er versteht ebenso, dass er die Probleme intern loesen kann, aber dass ihm dabei nicht alle behilfsich seiern werden bzw. sind. Einige sabotieren Russland mit allen Mitteln, um ein Stueck des russischen Kuchens danach abzubekommen - auch wenn es fuer die einen dann "nur" die Schuerf- und Foerderrechte fuer nationale Konzerne sind und fuer andere "unabhaengige" islamische Staaten.
    Deutschland verhaelt sich derzeit noch so, als ob Russland sich selbst heilen koenne. Deutschland muss Russland helfen, ob Russland diese Hilfe annimmt, ist aber sehr fraglich. Dem entgegen steht Russlands Kriegspolitik, diese verschreckt nicht nur die eigenen Nachbarn und draengt diese zum Schutz unterm "Nato-Schirm". Daher wird, wenn Russland trotz aller Warnungen, Georgien besetzen wird, dies den Untergang Russlands bedeuten, da dadurch der "Rest der Welt" mitmachen wurde, dessen bin ich ueberzeugt.

  18. Nach oben   #18

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    @Krasnoeselo

    "Wenn Putin scheitert...", Putin darf nicht scheitern, dass würde zehntausenden, vielleicht sogar hunderttausenden Russen das Leben kosten in den darauffolgenden Verteilungskämpfen. Ausserdem würde es die Lebensbedingungen von Millionen Russen dramatisch verschlechtern. "Dem entgegen steht Russlands Kriegspolitik...", dass meinen Sie nicht ernst, oder? Man kann Russland nur bewundern für seine zurückhaltung in den letzten 20 Jahren. Auf meinen Wunsch, dass Russland sich in Zukunft mehr nach China orientieren soll, antworteten Sie: "Russland hat China nichts zu bieten...". Wie bitte? Russland hat die Rohstoffe die China dringend benötigt für seinen verdienten und erfreulichen Wirtschaftsaufschwung. Am liebsten wäre mir natürlich eine enge Zusammenarbeit Paris-Berlin-Moskau. Doch leider ist der verdebliche Einfluss der USA zu groß auf Westeuropa. Bsp.: der Austausch des französischen Präsidenten, von dem großen europäischen Politiker Chirac (der sagte wg. Irak Krieg 2003 bekanntermaßen zu den Amerikanern: "Wir sind Freunde, aber unter Freunden muß es auch erlaubt sein mal Nein zu sagen!"). Ich werde jene Pressekonferenz in einem Pariser Garten (anlässlich des Besuchs von Bush-jun.) nicht vergessen. Es war einer der schönsten Momente die ich im Fernsehen sah, die versteinerte Miene von Bush..., dass Toben vor Wut des ethisch verkommenen Geldadels in New York, welch ein Genuss...! Chirac wurde ausgetauscht gegen die Marrionette Sarkozy. Joschka Fischer auch so ein Bsp., früher Sponti heute (US)-Faschist.

  19. Nach oben   #19

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    Zitat Zitat von Großmuffti Beitrag anzeigen
    "Wenn Putin scheitert...", Putin darf nicht scheitern, dass würde zehntausenden, vielleicht sogar hunderttausenden Russen das Leben kosten in den darauffolgenden Verteilungskämpfen. Ausserdem würde es die Lebensbedingungen von Millionen Russen dramatisch verschlechtern. "Dem entgegen steht Russlands Kriegspolitik...", dass meinen Sie nicht ernst, oder? Man kann Russland nur bewundern für seine zurückhaltung in den letzten 20 Jahren. .
    Doch, dass ist Ernst, leider. Hoffen wir, dass er nicht scheitert. Leicht wird es jedoch nicht, die Chancen stehen bestenfalls 50:50.
    Bei aller Kritik muss man den USA, neben einem guten Draht zur weltweiten Presse, zugestehen, dass diese die okkupierten, ehemals eh unruhigen, Gebiete danach einer - zugegebenen - relativen Freiheit/Unabhaengigkeit entlaesst bzw. dies der restlichen Welt zumindest so vermittelt. Dieser Schein spielt bei vielen Regierungen eine sehr sehr grosse Rolle, Syrien, Iran und China ausgenommen. Russland ignoriert diesen Umstand voellig. Russland besetzt dagegen die okkupierten Gebiete und erklaert diese fuer russisch. Wenn dies die russische Logik der "alten Grenzen" ist, sollte man die Rueckgabe Koenigsbergs ja schon mal vorbereiten... Dies ist nicht ernst gemeint, entspraeche aber dieser russischen Logik, wenn sie denn fuer alle gelte und nicht nur im Falle eines Interesses von Russland.
    Ihre Zahlen halte ich fuer sehr unrealistisch, abwohl sie wohl denen der Nato-Planspiele entsprechen. Ich kenne viele Russen, die Wiederstand im Partisanenkampf leisten wuerden, egal wie ausichtslos. Allein ein Erstschlag wuerde 1-2 Mio. Leben kosten, da viele Militaerobjekte in bewohntem Umfeld bzw. belegt sind liegen. Allein im Internet kann man die militaerischen Ziele in Russland mit groesser 1'000 abschaetzen, die bei einem Erstschlag binnen einer Stunde ausgeschaltet werden muessten. Es ist unmoeglich, diese Anzahl von Zielen ohne Kolateralschaeden gesichert auszuschalten. Ebenso kann davon ausgegangen werden, dass bei einer Fehlerquote von 10% der Gegenschlag im Raketenschirm - zumindestens am bunten Spieltisch der USA - abgefangen werden kann. Im organisierten und unorganisierten Partisanenkampf werden der russischen Fuehrung - wie schon immer - Menschenleben keine Rolle spielen. Man wird wohl eher mit 20-40 Mio Opfern wie im WWII rechnen muessen. Die Zivielbevoelkerung wuerde sicher binnen 48h bewaffnet und die Drohnen erkennen keinen Unterschied zwischen Panzern und Zuegen/Autos, zwischen Laptop und Sturmgewehr - das hat uns bereits der Kosovo mit der 83/86er Ueberschalldrohnentechnik gezeigt. Und selbst die modernen Drohnen werden nach wievor auf "no risk" programmiert. Die US-Unterschalldrohnen besitzen keine solche Kampf- bzw. Vernichtungskapazitaet und dienen eher der gesteuerten Aufklaerung mit kombiniertem Selbstschutz. D.h. nicht mehr, als dass solche "nur" Verbaende in Truppstaerke bekaempfen koennen. Die effektive Einsatzreichweite solcher System liegt bei 800km, alles dahinter muss vie Luft- bzw. Marschflugkoerpern bedient werden. Bereits bei 400km Entfernung arbeitet der Raketenschirm absolut zuverlaessig, einige "Aussetzer" und Einschlage im Nicht-US-Gebiet wuerden sicher zumindest Bedauern ausloesen. Bei aller zugegebener Perversion dieser Ausfuehrung sei deutlich angemerkt, dass ein Angriff der USA ohne die europaeische Drohnentechnik undurchfuehrbar ist! D.h. weiterfuehrend, dass durch eine Koalition EU-RF in welcher Form auch immer, sicher nur ohne GB machbar, uns allen den dritten Weltkrieg erspart bliebe! Es gibt viele Ausfuehrungen darueber, ebenfalls in diesem Forum, dass eine Koalition bzw. Zusammenarbeit EU-RF, damals noch unter anderen Bezeichungen, die Welt stabilisieren koennte.

    Zitat Zitat von Großmuffti Beitrag anzeigen
    "Auf meinen Wunsch, dass Russland sich in Zukunft mehr nach China orientieren soll, antworteten Sie: "Russland hat China nichts zu bieten...". Wie bitte? Russland hat die Rohstoffe die China dringend benötigt für seinen verdienten und erfreulichen Wirtschaftsaufschwung..
    Russland hat Rohstoffe, aber benoetigt einen Grossteil selber und nicht in den Massstaeben, wie es sich Russland immer gerne selbst einredet und nicht, um Chinas Beduerfnisse zu stillen. Allein die russischen Ausfuhren an Rohmetallen wurden reduziert, da die Gesamt(wert)menge nachlies und gleichzeitig der Eigenbedarf stieg. Gleiches gilt fuer Oel- und Gas, die Gesamtfoerderung stieg, die Gesamt(wert)menge viel, bei gleichzeitigen Engpaessen der Eigenversorgung. Warum exportiert RF nur Oel? Und nicht Schmierstoffe, Benzin, Diesel und viel wertvollere Produkte der Oelindustrie?
    Jeder Oekonom weiss, dass wenn in China die Einkommen in etwa 50-75% des eines Industrielandes erreichen, wird die Wirtschaft kollabieren, d.h. auf englisch Break-even-point. Wenn Russlands Bodenschaetze unter marktwirtschaftlichen Bedingungen abgebaut, verarbeitet und verkauft werden wuerden, haetten wir in Russland innerhalb von max. 10 Jahren einen identischen Lebensstandard, Einkommen etc., wie in Mitteleuropa. Das wollen freilich nicht alle. Die Regionen wuerden quasi verschmelzen, da sie sich gegenseitig ergaenzen. Russland waere eben endlich nicht mehr der Rohstofflieferant! Russland ist nicht Afrika! Also darf es sich auch nicht so verhalten. Viele halten die Rohstoffe Russland fuer seine Staerke, es ist aber seine Schweche, diese nicht einmal zum Teil vor Ort verarbeiten zu koennen! Russland koennte freilich seine Bodenschaetze nach China liefern, doch China kann nur in China produzieren, die 1,4 Mrd. Menschen brauchen etwas zu tun und alles nur fuer den Export niederwertiger Gueter. Russland muss seine Arbeitskraefte aber produktiv einsetzen, dies wuerde bei einer europaeischen Zusammenarbeit endlich geschehen.

    Zitat Zitat von Großmuffti Beitrag anzeigen
    "Am liebsten wäre mir natürlich eine enge Zusammenarbeit Paris-Berlin-Moskau.
    Ahmen! Eine wahre europaeische Kooperation mit Zukunft, denn Europa endet nicht vor der russischen Grenze, sondern dahinter! Es gibt bereits unzaehlige erfolgreiche Projekte der Zusammenarbeit, oft scheitert der ganz grosse Wurf allerdings an den russischen Export- und Investitionshemmnissen, Korruption, sowie an der russischen Angst vor auslaendischen Investoren. Vielen ist die unproduktive russische Planwirtschaft lieber, doch diese ist auch mit nochsovielen Subventionen ein Auslaufmodell.

    Zitat Zitat von Großmuffti Beitrag anzeigen
    Doch leider ist der verdebliche Einfluss der USA zu groß auf Westeuropa. Bsp.: der Austausch des französischen Präsidenten, von dem großen europäischen Politiker Chirac (der sagte wg. Irak Krieg 2003 bekanntermaßen zu den Amerikanern: "Wir sind Freunde, aber unter Freunden muß es auch erlaubt sein mal Nein zu sagen!"). Ich werde jene Pressekonferenz in einem Pariser Garten (anlässlich des Besuchs von Bush-jun.) nicht vergessen. Es war einer der schönsten Momente die ich im Fernsehen sah, die versteinerte Miene von Bush..., dass Toben vor Wut des ethisch verkommenen Geldadels in New York, welch ein Genuss...! Chirac wurde ausgetauscht gegen die Marrionette Sarkozy. Joschka Fischer auch so ein Bsp., früher Sponti heute (US)-Faschist.
    Das war natuerlich ein Husarenstueck von Chirac, dass auch von mir bewundert wurde. Deswegen gleich alle Regierungen der Welt als US-Marionette zu beschimpfen, halte ich Ihrer, sonst sehr sachlichen und fachlich fundierten, Argumentation fuer unwuerdig. Es fand eine Wahl statt und Sarkozy hat gewonnen. Sie haben dadurch den Rechtsstaat Frankreich, das franzoesische Volk und desen schweren Weg bis zu dieser Etappe beleidigt. In Frankreich kann der Buerger ohne Korruption leben, in Russland nicht! Russland ist aber politisch gesehen sehr jung, daher ist dies temporaer akzeptabel. Geradeeinmal 20 steinige Jahre zaehlt der Weg in die russische Demokratie, daher sollten solche Vergleiche eher nicht gestellt werden. Auch Deutschlands Demokratie konnte nach dem Scheitern der Weimarer Demokratie aufgrund der Weltwirtschaftskriese und (zugegebener Weise) destabilisierenden US-Einfluessen, nach einem Inferno 1945 neu starten und brauchte immerhin gut 50 Jahre, um sich zumindestens selbst zu finden. Russland's wirtschaftliche, innere und weltpolitische Situation heute ist mit der frueheren Deutschlands vergleichbar, die Frage ist nur, welches Jahr zwischen 1900 und 1970? Ich wuensche uns allen, dass es 1970 ist! Und vielleicht kommt noch soetwas wie ein Kniefall in Warschau, ein Erergnis, dass viele nach 50/60 Jahren versoehnen wuerde. Russland's Befreiung vom Faschismus endete schliesslich fuer viele europaeischen Staaten in 60 Jahren Ausbeutung und Unterdrueckung. Diese sind natuerlich fuer US-Interessen leicht empfaenglich! Und ein "Tag des Sieges", koennte man nach nunmehr 67 Jahren auch als "Tag der Befreiung vom Faschismus" etwas weniger militaerisch feiern. Viele solcher Punkte wuerden Russland, ohne viel Aufwand, endlich ins richtige Licht ruecken, denn militaristisches Gehabe und Gedrohe steht der Zukunft Russlands nur im Weg.

  20. Nach oben   #20

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    Wen Beate Klarsfeld als nächstes Ohrfeigen sollte...

    Ein weiterer Beitrag in der Serie "absurde Projektionen", diesmal ohne Verschwörungstheorie:

    Liebe Beate,

    hier eine Namensliste von Personen die es als nächstes zu Ohrfeigen gilt (die Reihenfolge der Namen ist ohne Belang):

    Friedrich Merz, Guido Westerwelle, Herr Doktor? zu Guttenberg, und natürlich Josef Fischer.

    Viel Erfolg Beate...

  21. Nach oben   #21

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    Eine Entschuldigung

    Ich möchte mich beim Russischen Volk entschuldigen für den aus München stammenden Film "Die vierte Macht". Die strammsten Nazis kamen und kommen aus München. Nicht alle Menschen in Deutschland denken so wie in diesem Film dargestellt. Russland von München aus derart mit Dreck zu bewerfen ist einfach ekelerregend. Moritz Bleibtreu, was bin ich enttäuscht von dir...
    Dahinter steckt mal wieder (damals wie heute) der ethisch zutiefst gesunkene Geldadel. Doch G-tt ist stärker als jene verdorbenen Elemente, auch wenn diese bockigen und wiederspenstigen dies nicht glauben.

  22. Nach oben   #22
    Avatar von GrauWolf
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    Sie brauchen nichts zu enschuldigen. Zwar habe ich nur Trailer vom Film gesehen. Aber Idee ist klar. Solche Art des Denkens ueber Rusland ist nicht bei manche Deutschen sonder auch bei manche Teil von unsere eigene Bevolkerung anhaftend. Besonders bei denene die von USA -Westen beeiflusst sind. Nichts zu machen. Der kalte Krieg setzt sich vort. Informationskrieg - ist die neuzeitliche Form des kalten Kriges. Und "Die vierte Macht" ist die Vergeltungswaffe aus München gegen Putins Ansprache an 10.02. 2007 die er waerend Konferenz in München ausgesagt hat. Für die Deutschen, die glauben dass mit Russland koennte mann sich zu einen Bund gegen USA zusammenschließen der Film ist Geheimzeichen - Russland ist zu wild und heimtückisch um als Subjekt der Internationalen Beziehungen zu sein. Nur als Objekt der Eroberung oder Verwaltung von "ausen" zu gunsten Westen. Besonders fuer Period der neuen Presidentschaft von W.Putin. Darum dieser Film ausgerechnet in München und ausgerechnet in 2012 entstanden ist.

  23. Nach oben   #23

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    Also ich habe bis jetzt nichts von soeinem Film gehoert, also ist er vermutlich nicht einmal einer echten Kritik wuerdig und das nirgendwo. Es gibt ueberall schlechte provozierende Filme, auch in Russland, sonst wuerden wir die guten doch auch garnicht zu schaetzen wissen.

    Die oberen Riegen der russischen Politik sind sauber und verlaesslich, davon bin ich fest ueberzeugt. Was braucht es mehr?

    Natuerlich gibt es stoerende Korruption und aeussere Einflusse in ungeheuren Ausmassen, aber die wirken nur noch in den "unteren Etagen" der ausfuehrenden Organe, nicht in der Regierung.
    Das Wichtigeste ist fuer mich Rechtsstaatlichkeit. Wobei ich, ganz klar den russischen Gerichten Rechtsstaatlichkeit bescheinigen kann. Natuerlich bin/war ich mit einigen Entscheiden nicht einverstanden und hin und wieder gab es Fehler, aber die Urteile waren immer nachvollziehbar - und das zaehlt! Mehr darf niemand von einem so jungen und schnell wandelndem Staatsapparat derzeit verlangen.
    Polizei und Zoll kriegt Putin auch noch hin, da sind es schliesslich "nur" noch die letzten Auswuechse und kein Vergleich zu vor 10 Jahren, die sicher auch noch korrigiert werden.

  24. Nach oben   #24
    Avatar von Tauroggen
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    Großmufti kann ich nur beipflichten, zwar habe auch ich nur den Trailer zu diesem Film gesehen, aber die Stoßrichtung ist klar: Propaganda pur gegen das heutige Russland! Es scheinen tatsächlich alle Klischees bedient zu werden, um "Klein-Mäxchen" in seinem von der Westpropaganda vorgegaukelten Russland-Bild zu bestätigen. Für mich ist der Streifen einfach nur widerlich und vor allen Dingen dumm. Letzteres wird in Deutschland wahrscheinlich leider zu wenig wahrgenommen, weil schon Schiller wußte: "Verstand ist stets bei wenigen nur..."

    Und auch Grauwolf ist zuzustimmen, das was hier abgeht ist eine Fortsetzung des kalten Krieges mit den Mitteln der Propaganda, in diesem Fall in Form eines Filmes. Der reißerisch gemachte Film wird leider seine Zuschauer finden und damit der Masse als Bild des heutigen Russland implementiert werden. Freunde in Russland und in Deutschland haltet dagegen und stellt euch die Frage: "Wem nützt es?", dann wird vieles gleich klarer.

    Auch der Hinweis auf die Putin-Rede vom 10.02.2007 geht nicht fehl, denn hier hat endlich mal einer der Großen in der Weltpolitik Klartext gesprochen. Deshalb wurde und wird diese Rede auch in den gelenkten deutschen Medien totgeschwiegen.

  25. Nach oben   #25

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    Welches verdammte Problem hat Herr Gauck mit Russland?

    Zur Absage Gaucks nach Kiew zu reisen wegen Timoschenko
    (Der wahre Grund der Absage: Die Ukraine steht wieder den Russen näher)

    So wie Günter Grass den Juden wegen Auschwitz nicht vergeben mag, so mag der -deutsche- Bundespräsident Gauck Russland wegen der von der Wehrmacht ermordeten 25 Millionen (!) Russen nicht verzeihen. Insofern ist Herr Gauck der falsche Mann auf dem Posten des Bundespräsidenten. Er steht einer wahren deutsch russischen Aussöhnung störend im Wege. Zum pastoralem Verständnis eines Herrn Gauck gehört es nicht der russischen Opfer zu Gedenken. Und zum freiheitlichen Weltbild eines Herrn Gauck gehört es nicht, dass Verbrecher vor Gericht gestellt und verurteilt werden wie im Falle Timoschenko.

  26. Nach oben   #26
    Avatar von Tauroggen
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    Hallo Großmufti!

    Ihre rhetorische(?) Frage: Welches verdammte Problem hat Herr Gauck mit Russland? klärt sich sofort, wenn Sie sich folgendes deutsches Sprichwort vor Augen führen: "Wes Brot ich eß, des Lied ich sing!" Und dann schauen sie mal auf den Titel dieses Themas... alles klar?

    Gruß
    Tauroggen

  27. Nach oben   #27

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    Bündnis 90/ die Grünen: Terror, Unterdrückung, Verfolgung...

    Es ist wahrscheinlich keine Partei in Deutschland so ekelerregend faschistisch wie Bündnis 90/die Grünen! Nach der NSDAP die widerlichste Partei in Deutschland? Antwort: Die Grünen! Neuerlicher Anlaß für diese Feststellung: Die Sendung Hart aber Fair vor ein paar Tagen zum Thema Syrien Konflikt. Grünen Chefin (und SS-Chefideologin) Claudia Roth legitimiert die, wohl gemerkt von aussen ins Land getragene Gewalt in Syrien. Es ist dies ein weiterer Tabubruch der Grünen. Das mehr als die Hälfte der syrischen Bevölkerung hinter Assad steht, davon kein Wort. Es handelt sich nicht um einen Aufstand von innen, sondern um einen wohlkalkulierten Terr*r von aussen. Warum Frau Roth nennen Sie nicht wahren schuldigen? Die Botschaft ist klar: Bündnis 90/die Grünen setzen auf die Karte der Gewalt! Nicht überraschend, nachdem die Grünen ja schon per Gesetz dafür gesorgt haben, dass deutsche Truppen wieder im Ausland kämpfen können (Josef Fischer)!
    Es ist Russland dringend zu empfehlen, ebenfalls Waffen nicht nur nach Syrien, sondern am besten auch gleich nach Deutschland zu liefern. Die verderbte faschistische Politik, die die Grünen in Deutschland Ende der 90er Jahre eingeführt haben, wird unweigerlich in Zukunft auch hierzulande zu Gewalt führen.

  28. Nach oben   #28

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    Eine Lobrede auf die Lebenden

    Sarah Wagenknecht und Frau Prof. Gabriele Krone Schmalz

    Sarah Wagenknechts äußere Schöhnheit wird noch übertroffen von ihrer inneren, antifaschistischen Schöhnheit. Bitte Sarah, mach weiter so und schimpf den verkommenen Geldadel aus!

    Wer in Deutschland eine seriöse Berichterstattung über Russland haben möchte, kommt an Frau Prof. Gabriele Krone Schmalz nur schwer vorbei. Sie ist intelligent, und hat sich immer als wahre Freundin Russlands erwiesen, danke. Von Frau Krone Schmalz kann man sich auch erklären lassen, warum Russland in der Aussenpolitik für den Westen manchmal einen unangenehmen Kurs fährt.

  29. Nach oben   #29

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    Zitat Zitat von Großmuffti Beitrag anzeigen
    Wer glaubt ernsthaft, dass das kleine Tschetschenien (einst 1 Millionen Einwohner) aus eigener Kraft derart fanatischen Widerstand gegen Russland leistet? Es sind mächtige Geldgeber aus dem Ausland (der Wahabitische Faschismus aus Saudi Arabien) die den Terr*r aus dem Ausland organisieren.
    Ich grüße die Runde !

    Bin neu hier, hab den Westen verstanden ... suche aber noch die Innensicht in Sachen Russland.
    Erhoffe mir also interessante Erkenntnisse über Russland und seine "Seele".

    Was den Widerstand oder jedwede "Angriffe" gegen Russland betrifft, so dürfte klar sein, wer hier LETZTendlich schiebt. Alle anderen sind nur die Handlanger oder Sklaven der Feinde Russlands. Denn ... WER ist schon Saudi Arabien ? Ein Haufen Geld ! Eine westhörige, verkommene Clique, eine Art Geldwaschanlage des Westens ?

    Ist es komisch, dass ich eigentlich Herrn Putin vom ersten Augenblick an irgendwie gemocht habe ? Ok, ich beziehe gerne die Anti Position, vor allem wenn ich merke, wie hinter den Kulissen die Fäden miserabler Geister gesponnen werden. Aber mal im Ernst ... wenn ich mir als Fremder Putin anschaue ... fühle ich einen inneren Respekt - wohlwissend, dass Putin Fehler gemacht hat, Fehler machen wird, "Fehler" machen muss, wenn er so ein Riesenreich halbwegs in eine große Zeit führen will.
    Vielleicht sollten wir uns auch hier mal Gedanken darüber machen, was wirklich die Kriege und den Terr*r fördert, erst im größeren Stil möglich macht. Papiergeld - FIAT Money ... mit Gold als ewiger Währung u.ä. wäre jegliches Kriegstreiben relativ schnell zu Ende, denn Gold / Silber u.ä. sind eben NICHT beliebig vermehrbar.

    Der Kampf/"Krieg" oder auch mal ein kommender echter Krieg gegen Russland ist dann womöglich ein Krieg Bodenschätze - gegen "Papier"geld.

    Diese Drecks-Papiergeld ist vermutlich - soweit man den Medien in Sachen Russland etwas glauben kann - auch der Hebel um die jüngeren Menschen in Russland vollkommen aus ihrer jeweiligen kulturellen Tradition herauszubrechen und einfach so verkommen zu lassen, wie es im Westen eigentlich "normal" ist mittlerweile. Irre ich ?

    Wer gegen Russland nicht mit Atomraketen gewinnen kann - der gewinnt dann eben über die Zerstörung der Kultur und des Geldsystems!

    Insofern ist der p*ssy Riot Prozess schon ein interessanter Akt. Eine verflucht geschickt aufgestellte Falle für Putin. Macht "er" nix ... zersetzt der Westen Russland immer weiter von innen - verurteilt "er" hart, geht das Propagandageschrei wg. Maßlosigkeit erst richtig los, und gibt er einen "Wink" an die Gerichte ... unterstellt man ihm, dass es eben kein wirkliches Rechtssystem in Russland gibt. Gibt es ein Rechtssystem im Westen, was funktioniert ? Etwa in Brüssel ? :-(

    Wünsche Euch eine gute Zeit!

  30. Nach oben   #30
    Avatar von Reichsadler
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    Die endlose Geschichte...

    Wie weit wird man noch gehen mit der Osterweiterung der NATO? Bis Russland und China entgültig eingekreist sind? Bild weiter unten zeigt die Osterweiterung seit 1990. Österreich ist da ausgenommen, was aber falsch ist, da sich die österreichische Politik um die im Staatsvertrag und Verfassung verankerte "immerwährende Neutralität" nicht mehr kümmert und sogar NATO Armeen auf unserem Staatsgebiet Manöver abhalten.
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