+ Auf Thema antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 30 von 48

Thema: Michail Sergejewitsch Gorbatschow

  1. #1

    Dabei seit
    11/2004
    Beiträge
    728

    Michail Sergejewitsch Gorbatschow

    Am 11.3.1985 wurde Gorbatschow zum Generalsekretär der KPdSU gewählt, bzw. er wurde auf "Empfehlung" des politbüro ins AMt gehoben. Große änderungen sollten dem Land bevor stehen. wer kennt nicht die Begriffe perestroika, Glasnost und Uskorenie. Diese drei Wörter die so schicksalhaft für die Geschichte Der Sowjetunion und russlands waren. 20 jahre ist wohl ein angemessener Zeitraum um Entwicklungen der postmodernen Geschichte einzuschätzen, jedoch herrscht in russland immer noch uneinigkeit über dieses Thema. Wer war Gorbaschow. War er ein Idealist, ein Träumer, ein Narr, ein Befreier oder gar amerikanischer Spion. Erfahrungsgemäß wird man in Russland all diese ansichten vorfinden . Doch was hat seine politik gebracht oder was hat seine politik nicht gebracht bzw verschuldet. Hat die Perestroika gewonnen, ist sie abgeschlossen oder steht Russland erst am Anfang des wegs. Hätte die sowjetunion weiter existieren können wenn es keine Perestroika gegeben hätte? Wohl kaum , denn dies war selsbt der KP klar, was einer der GRünde war warum Gerbatschow mit seinem Programm überhaupt fußfassen konnte Gorbatschow ist in Russland sehr unbeliebt auch wenn die westliche Medien nie begreifen werden können warum.
    ER hat versucht zu reformieren was nicht zu reformieren war und darüber war er sich nicht im Klaren. Oder ht er gezielt versucht die sowjetunion zu zerstören? War es vllt sogar richtig dieses land zu zerstören weil es dem Untergang geweiht war, allein schon durch all das was in den 70 Jahren vor gorbatschew passiert ist? Was waren seine fehler? was hat der amnn richtig gemacht?
    Fragen über die bis heute noch große meinugunterscheide herrschen nicht nur zwischen West und ost sondern auch in russland selbst. Das einzige was alle vereint ist der Fakt dass Gorbatschews wirken wohl das Schicksal von den meisten Menschen in der Sowjetunion, in Oteuropa und auch von vielen in westeuropa beeinflusst hat.

  2. Nach oben   #2
    Avatar von Sandra
    Dabei seit
    10/2004
    Ort
    Moskau
    Alter
    47
    Beiträge
    1.104
    Gorbatschow wird im Westen ganz anders bewertet als in Russland selbst. Waehrend im der Westen immer wohl gesonnen war und zugejubelt hat, sind die Russen alles andere als Begeistert.
    Bei naeherer Betrachtung Gorbatschows, kommt man tatsaechlich nicht darum herum fest zu stellen, Gorbatschow hat vorallem das gemacht was der Westen wollte.
    Fehler hat er dabei zu haufe gemacht (die den Chinesen nicht unterlaufen) so hat er das riesige Land vorallem zerfallen lassen.
    Allerdings ist dies nicht unbedingt Gorbatschow anzulasten, als er den Posten uebernahm, war das Land wirtschaftlich in einem desolaten Zustand (dank der Amerikaner). Er setzte letztlich nur den Grabstein auf das Grab, die Leiche lag schon drinn.
    Sein Fehler ist, er gab alles letztlich ziemlich billig an den Westen ab, was dieser haben wollte und hatte dabei die Interessen der zukuenftigen Generationen absolut ausser acht gelassen. Er handelte wie jemand, fuer den es ein Morgen nicht gab.
    Gorbatschow haette mit dem Westen selbstbewusster verhandeln muessen. Und vorallem vielleicht auch weniger auf diesen Hoeren. Es reicht nicht Leuten Paesse in die HAnd zu geben und die Grenzen zu oeffnen und ein Wahlverfahren einzufuehren und schon sind die Leute eins zwei drei Demokraten und Gluecklich. Hier hat der Westen geirrt, Demokratie benoetigt eine Zivilgesellschaft und Zivilcourage, Demokratie ist ein historischer Prozess der wachsen muss. Mit Verordnungen macht man Menschen nicht zu Demokraten. Mit dem Model Marktwirtschaft a la USA hat man zudem die Leute nun langfrstig frustriert, dies Dank der Leute die Gorbatschow ins Haus nach Moskau gehollt hat.
    Die groesste Fehlleistung Gorbatschows war, sich keine Gedanken darueber zu machen was nach dem Ende der Sowjetunion mit dieser geschehen soll und vorallem durch wenn dieses Land in eine Demokratie gefuehrt werden sollte. Jelzin hat sich Gorbatschow letztlich ins Haus gehollt. Ebenso Leute wie Jawlinski die mit Programmen wie "in 52 Wochen in die Marktwirtschaft" geglaenzt haben. Die Tuer zum Ausverkauf durch Billigpreise und Ladendiebstahl hat sich Gorbi zuzuschreiben.
    Als Supermarktleiter hat er genau betrachtet total versagt und waere bei Aldi schnell entlassen worden Die Idee war gut, nur die Umsetzung war eine Katastrophe.

  3. Nach oben   #3

    Dabei seit
    12/2004
    Beiträge
    636

    Der Versuch, Geschichte aufzuarbeiten

    Ich halte es fuer unvollstaendig, eine Person der Geschichte nur an Hand seiner Handlungen zu bewerten, so lange man die Rahmenbedingungen ausser acht laesst. Gorbatchov in reiner schwarz-weiss-Malerei darzustellen, somit in die eine oder andere Propaganda-Schreiberei zu verfallen, ist die Muehe des Geschriebenwerdens nicht wert.

    Dies stellt hier nur den Versuch dar, in grossen Linien ein wenig Objektivitaet in die Betrachtung einfliessen zu lassen.

    Die Ausgangssituation zur Amtsuebernahme Gorbatchovs stellte sich wie folgt dar:
    Zwei Jahre nach Amtsuebernahme (16.6.77) Breshnews wurde der Salt II-Vertrag unterzeichnet (18.6.79) und ein weiteres halbes Jahr später erfolgte der Nato-Doppelbeschluss. Am 20.1.1981 übernahm in den USA Ronald Reagan die Praesidentschaft. Seine Politik zielte von Beginn an auf Konfrontation mit der Sowjetunion, 1983 verkündete er das Programm der Strategic Defense Initiative (SDI), ein extrem kostspieliges Programm orbitalgestuetzter Verteidigungssatelliten. Außerdem zielte die Politik Reagans auf ein Eleminieren saemtlicher Sowjet-freundlicher Regierungen in allen Laendern der Dritten Welt., weitestgehend durchgefuehrt durch Vernon Walters (CIA). Behilflich war dabei bereits Breszinski mit seiner Strategie des Geopolitical Chess Game, verbunden mit dem Silk Road Strategy Act, der darauf abzielte, den Sueden Russlands aufzubrechen und die Sowjetunion so zu zerstoeren.
    Nachdem Afghanistan vom Koenigreich zur Republik transformeirt wurde, gewann 1978 die Kommunistische Partei die Wahlen und wurde sehr bald von den Mudjaheddin (Gotteskrieger) in bewaffnete Konflikte gestuerzt. Zwanzig Jahre spaeter ruehmte sich Breszinski, durch die Unterstuetzung der Mudjaheddin gegen die Kommunistische Regierung die Sowjetunion gezielt in den Konflikt hineingezogen zu haben. In der Tat ging Breshnew in die von Breszinski gestellte Falle – und liess Ende Dezember 1979 sowjetische Truppen zur Unterstuetzung der Regierung in Afghanistan einmarschieren. Nach USA-Interpraetation handelte es sich um eine Invasion – nach Sowjet-Interpraetation handelte es sich um Beistand fuer ein Land mit befreundeter Regierung. Die Mudjaheddin wurden unterstuetzt duch Pakistan (durch den ISI – Pakistans Geheimdienst, der mit Unterstuetzung und Leitung der CIA auch Shamil Basajew ausbildete). Die Mudjaheddin wurden unterstuetzt durch Pakistan, Saudi Arabien und direkt durch die USA. Erst durch die Lieferung der Stinger Boden-Luft-Raketen seitens der USA auf dem Weg ueber Pakistan konnten den Soldaten der Roten Armee schwerste Verluste zugefuegt werden. Am 10. November 1982 starb Breshnew, Andropov wird neuer Generalsekretaer. Zweieinhalb Jahre später stirbt Andropov, ihm folgt Tshernenko, der seinerseits ein Jahr später stirbt. Ein juengerer Generalsekretaer sollte benannt werden. Zu diesem Zeitpunkt war der sowjetische Staatshaushalt durch das Wettruesten mit den USA auf das Aeusserste angespannt, die Verluste in Afghanistan haeuften sich immer weiter.

    Am 11. Maerz 1985 wird Michail Gorbatchov neuer Generalsekretaer Ein Jahr spaeter, am 26. April 1986 brennt Block 4 der Kernkraftanlage Tchernobyl durch. Nach kurzer Zeit der strikten Geheimhaltung wird aufgrund des Drucks durch die westeuropaeischen Laender die Nachrichtensperre aufgehoben. Anlass dafuer waren die stark angestiegenen Werte von Radioaktivitaet, die ueber die Luftstroemung erst gen Norden ueber Russland, Finnland, Schweden auch die Westlaender Europas erreichte. Es war der Anlass zu Глазность - Glasnost – Transparenz. Im Frühjahr 1988 verschaerfen sich die Auseinandersetzungen um Berg-Karabach und stellen den Aftakt zur Ausweitung der Nationalitaetenprobleme dar.
    Im Mai 1988 beginnt der Abzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan. Im Herbst nehmen die „Volksfronten“ in den baltischen Laendern ihre Aktivitaet auf.

    Durch die im Unglueck von Tchernobyl begruendete Glasnost und die begonnene Perestroika regen sich nicht mehr unterdrueckte Widerstaende in den einzelnen Sowjetrepubliken. Insgesamt entstanden 76 Schauplaetze von Nationalitaetenkonflikten. Der Umbau von der Sowjetunion alter administrativer Struktur mit der Wahl eines Volksdeputiertenkongresses und ueberall aufflammender Konflikte, beginnt auch in der bis dahin treu ergebenen DDR ein Urlaubstourismus in die befreundeten sozialistische Laender – mit Ziel West-Deutscher Botschaft.

    Zur Koordination der entstehenden Transformationen in Mitteleuropa wurde der Vize-Direktor der CIA Vernon Walters im Maerz 1989 nach Bonn (BRD) als US-Botschafter entsandt. Waehrend dessen bemuehte sich noch der Chef der Deutsche Bank Herrhausen um eine Stuetzung der Wirtschaften im Osten ueber die Gruendung einer Osteuropa- Entwicklungsbank Die Ankuendigung der Gruendung war fuer den 4.12.1989 vorgesehen. Am 30.11.1989 wurde der Dhef der Deutsche Bank durch die CIA unter aktiv billigender Mithilfe des Kanzlers Kohl (BRD) ermordet. Damit wurde eine finanzielle Hilfe fuer den Ostblock vereitelt.

    Mit Beginn der Praesidentschaft von Ronald Reagan in den USA begann eine heisse Phase des Krieges gegen die Sowjetunion mit den Mitteln des Kalten Krieges. Der Beginn des Falls der Sowjetunion liegt in der Amtszeit von Leonid Breschnew. In die Amtszeit Gorbatchovs faellt jedoch der Aufbau des Radikal-Reformers Jelzin. Wenn hier jemand aufklaererisch beitragen kann, die Zusammenhaenge zwischen CIA und Jelzin zu dokumentieren, so waere dies der Geschichtsschreibung aeusserst dienlich. In die zeit Jelzins faellt das Verschenken ganzer Insustriesparten an die USA, der Aufbau Chodorkovkis zwecks Diebstahl der sibirischen Oelfelder im Auftrag der Exxon-Mobil-Rockefeller. Die Tochter Jelzins wurde mit ganzen Koffern voller Milliarden Dollar Bestechungsgelder am Flughafen New York auffaellig, Summe bestimmt zur Einzahlung auf die Bank Rockefellers: Chase Bank.

    Gorbatchov war lediglich das letzte Glied in einer Kette, bevor die USA hemmungslosen Zugriff auf die Sowjetunion und ihren Besitz erhielten. Die eigentliche Urheber-Gruppe lag bei Breszinski und Kissinger, die ihre Strategie zur Zerstoerung der Sowjetunion der Bruderschaft der Skull & Bones zur Verfuegung stellte, die ihrerseits ueber die CIA und deren USA bestimmt. Die bislang einzige Fehleinschaetzung, die der CIA unterlaufen ist, lag in der Zustimmung fuer den Nachfolgepraesidenten von Jelzin, indem Putin Praesident werden konnte.

    Es darf keinesfalls uebersehen werden, dass das Ziel der USA weiterhin die unumschraenkte Weltherrschaft ist, und dazu gehoert auch Russland, solange Russland noch eine einzige Ressource an Bodenschaetzen hat, Arbeitskraefte hat, ueberhaupt noch existiert.


  4. Nach oben   #4

    Dabei seit
    11/2004
    Ort
    Düsseldorf
    Beiträge
    210
    Hatte Gorbatschew einen Plan?
    Was für einen?
    Das war ein unfähiger Parteifunktionär,der keine Ahnung weder von Wirtschaft,noch Politik hatte.Schlimmer noch,er hat die Experten von Reformen abgehalten.Wäre der 5oo-Tage Plan von Jawlinski rechtzeitig umgesetzt,dann hätten wir herute eine wohlhabende und demokratische Sowjetunion.Und der Westen hätte in die Sowejetunion investiert,und nicht in China.
    Ein Spion war er auch nicht,-dafür wäre er viel zu doof.

  5. Nach oben   #5

    Dabei seit
    12/2004
    Beiträge
    636

    So einfach kann man es sich nicht machen . . .

    Gorbatchov war Erbe einer Sitaution, die er von seinen Vorgaengern uebernommen hatte. Auch ich billige ihm keine herausragenden Faehigkeiten zu, aber ein Land, das nach Lenins NEP ueber ein halbes Jahrhundert eine Planwirtschaft hatte, das ueber keine Kultur eines Unternehmertums oder der Privatinitiative verfuegte, einen Wandel innerhalb von 500 Tagen zu oktroyieren halte ich fuer Phantasterei und voellig illusorisch.
    Im Gegenteil verlief der Umbau sogar zu schnell, parallel zum alten System haette langsam eine Erziehung zu mehr Initiative gehoert, demokratische Strukturen zu erlernen - aber nicht 76 Regionalkonflikte zuzulassen, das Zerfallen der Sowjetunion zuzulassen, die DDR zur Annektion durch die BRD freizugeben -- statt einen allmählichen sanften Umbau zu initiieren.

    Weil es zu schnell ging, machte sich das Baltikum selbstaendig, zerfiel die DDR-Struktur ohne positive Errungenschaften mit in ein gesamtes Deutschland einzubringen. Deshalb konnte auch ein Jelzin waehrend Gorbatchovs Kurzurlaub die Macht in Moskau uebernehmen. So etwas funktioniert NICHT OHNE Unterstuetzung der USA und deren Dienste. Das haette eigentlich klar sein sollen.

    Amerika ist KEIN positives Beispiel - Amerika ist nicht das Land des American Dream, es gibt dort keine gleiche Chance, nur selten gelingt einem Individuum der wirtschaftliche Durchbruch. Die USA werden seit langem nicht durch starke Politiker regiert, sondern von einer Kaste skrupelloser Kapitaleigner und Wirtschaftsbosse. Als Abraham Lincoln versuchte, gegen die sich etablierenden Strukturen des Grosskapitals anzugehen, wurde er im Land der locker-sitzenden-Pistolen nach Wild-West-Manier erschossen - ermordet.

    Amerika ist ein Land der Gewalt, in dem Reichtum zumeist nur durch Raub und Mord seinen Anfang nahm.

    Dagegen gilt es Russland zu bewahren.

  6. Nach oben   #6

    Dabei seit
    06/2005
    Beiträge
    246
    Zitat Zitat von maxim
    Am 11.3.1985 wurde Gorbatschow zum Generalsekretär der KPdSU gewählt, bzw. er wurde auf "Empfehlung" des politbüro ins AMt gehoben. Große änderungen sollten dem Land bevor stehen. wer kennt nicht die Begriffe perestroika, Glasnost und Uskorenie. Diese drei Wörter die so schicksalhaft für die Geschichte Der Sowjetunion und russlands waren. 20 jahre ist wohl ein angemessener Zeitraum um Entwicklungen der postmodernen Geschichte einzuschätzen, jedoch herrscht in russland immer noch uneinigkeit über dieses Thema. Wer war Gorbaschow. War er ein Idealist, ein Träumer, ein Narr, ein Befreier oder gar amerikanischer Spion. Erfahrungsgemäß wird man in Russland all diese ansichten vorfinden . Doch was hat seine politik gebracht oder was hat seine politik nicht gebracht bzw verschuldet. Hat die Perestroika gewonnen, ist sie abgeschlossen oder steht Russland erst am Anfang des wegs. Hätte die sowjetunion weiter existieren können wenn es keine Perestroika gegeben hätte? Wohl kaum , denn dies war selsbt der KP klar, was einer der GRünde war warum Gerbatschow mit seinem Programm überhaupt fußfassen konnte Gorbatschow ist in Russland sehr unbeliebt auch wenn die westliche Medien nie begreifen werden können warum.
    ER hat versucht zu reformieren was nicht zu reformieren war und darüber war er sich nicht im Klaren. Oder ht er gezielt versucht die sowjetunion zu zerstören? War es vllt sogar richtig dieses land zu zerstören weil es dem Untergang geweiht war, allein schon durch all das was in den 70 Jahren vor gorbatschew passiert ist? Was waren seine fehler? was hat der amnn richtig gemacht?
    Fragen über die bis heute noch große meinugunterscheide herrschen nicht nur zwischen West und ost sondern auch in russland selbst. Das einzige was alle vereint ist der Fakt dass Gorbatschews wirken wohl das Schicksal von den meisten Menschen in der Sowjetunion, in Oteuropa und auch von vielen in westeuropa beeinflusst hat.

    Tja, ich würde die Rolle Gorbatschows nicht überschätzen, er war ein schwacher Politiker, der sich der Realität angepasst hat, anstatt sie aktiv zu gestalten. Ein Anderer an seiner Stelle hätte gleiches gemacht(Entspannung, Perestroika) oder wäre einfach untergegangen, weil die Sowjetunion Afghanistankrieg und vom Reagan aufgezwungene neuer militärischer Wettbewerb nicht mehr aushalten konnte. Trotzdem ist Gorbatschow mir sehr sympathisch, weil er versucht hat stalinistischer Kommunismus durch den demokratischen Sozialismus zu ersetzen, das hat leider nicht geklappt und die UDSSR ist zusammengebrochen, was zum Siegeszug des oligarchisch-korruppten Raubtierkapitalismus geführt hat. Dafür sollte aber nicht Gorbatschow, sondern Jelzin und seine Clique mitsamt anderer Republikführungen verantwortlich gemacht werden. "Befreier" würde ich ihn auch nicht nennen, weil er mit seinem Programm im Endeffekt scheiterte und was daraus schließlich geworden ist, war für meine Familie und für die Mehrheit der Bevölkerung, die nicht zur bürokratischen Elite angehörte, alles andere als Befreiung.

  7. Nach oben   #7

    Dabei seit
    06/2005
    Beiträge
    246
    Gorbatschow wird im Westen ganz anders bewertet als in Russland selbst. Waehrend im der Westen immer wohl gesonnen war und zugejubelt hat, sind die Russen alles andere als Begeistert.
    Ist nicht verwunderlich, denn die Russen dürften der Raubtierkapitalismus auf eigenem Leib erfahren, für den Westen jedoch war er ein wahrer Befreier, er hat das Beenden des kalten Krieges und damit die Abbau der militärischen Strukturen auch im Westen ermöglicht,was für die Menschen hier nicht schlecht war, abgesehen von den westdeutschen Steuerzahler, die die hinzugekommene Ossis durchfüttern müssen.

    Bei naeherer Betrachtung Gorbatschows, kommt man tatsaechlich nicht darum herum fest zu stellen, Gorbatschow hat vorallem das gemacht was der Westen wollte.
    Wenn es um Entspannung geht, hat er alles richtig gemacht, allerdings ist im innenpolitischen Bereich kläglich gescheitert.

    Fehler hat er dabei zu haufe gemacht (die den Chinesen nicht unterlaufen) so hat er das riesige Land vorallem zerfallen lassen.
    Er hat es nicht tun wollen. Zerfall der Sowjetunion war das Ergebnis des Aufkommens nationalen Bewegungen in Estland, Lettland, Litauen, Moldawien, Georgien und Armenien, aber auch das Ergebnis vom Jelzins Machtgier, er hätte 1991 von 9 Republiken ein neues Bündnis schmieden können, hat aber nicht gemacht, weil er als Führer der RSFSR, keine große Rolle in der neuen Union spielen könnte.

    Allerdings ist dies nicht unbedingt Gorbatschow anzulasten, als er den Posten uebernahm, war das Land wirtschaftlich in einem desolaten Zustand (dank der Amerikaner). Er setzte letztlich nur den Grabstein auf das Grab, die Leiche lag schon drinn.
    Was haben die Amis mit dem desolatem Zustand der sowjetischen Wirtschaft zu tun? Unsinniger kalter Krieg wurde auch vom Ostblock geführt und Millionen für die Bewaffnung ausgegeben, außerdem setzte man im wirtschaftlichem Bereich auf die Entwicklung der Schwerindustrie, um der Westen zu "aufholen und überholen", das Ergebnis: Der niedrige Lebenstabdard des Volkes, während die Amis Militarismus und schicke, bunte Westprodukte leisten konnten, ohne für das Klopapier in die schlange stehen zu müssen.


    Sein Fehler ist, er gab alles letztlich ziemlich billig an den Westen ab, was dieser haben wollte und hatte dabei die Interessen der zukuenftigen Generationen absolut ausser acht gelassen. Er handelte wie jemand, fuer den es ein Morgen nicht gab.
    Gorbatschow haette mit dem Westen selbstbewusster verhandeln muessen
    Sorry, aber worüber sollte Gorbatschow mit dem Westen selbstbewusster verhandeln? Über die sowjetische Innenpolitik?


    Und vorallem vielleicht auch weniger auf diesen Hoeren. Es reicht nicht Leuten Paesse in die HAnd zu geben und die Grenzen zu oeffnen und ein Wahlverfahren einzufuehren und schon sind die Leute eins zwei drei Demokraten und Gluecklich. Hier hat der Westen geirrt, Demokratie benoetigt eine Zivilgesellschaft und Zivilcourage, Demokratie ist ein historischer Prozess der wachsen muss. Mit Verordnungen macht man Menschen nicht zu Demokraten. Mit dem Model Marktwirtschaft a la USA hat man zudem die Leute nun langfrstig frustriert, dies Dank der Leute die Gorbatschow ins Haus nach Moskau gehollt hat.
    Die groesste Fehlleistung Gorbatschows war, sich keine Gedanken darueber zu machen was nach dem Ende der Sowjetunion mit dieser geschehen soll und vorallem durch wenn dieses Land in eine Demokratie gefuehrt werden sollte. Jelzin hat sich Gorbatschow letztlich ins Haus gehollt. Ebenso Leute wie Jawlinski die mit Programmen wie "in 52 Wochen in die Marktwirtschaft" geglaenzt haben. Die Tuer zum Ausverkauf durch Billigpreise und Ladendiebstahl hat sich Gorbi zuzuschreiben.
    Als Supermarktleiter hat er genau betrachtet total versagt und waere bei Aldi schnell entlassen worden Die Idee war gut, nur die Umsetzung war eine Katastrophe.
    Gorbatschow hat all damit nichts zu tun, Sowjetunion war noch 1991 kein kapitalistisches Land.

  8. Nach oben   #8

    Dabei seit
    12/2004
    Beiträge
    636
    Zitat Zitat von Buratino
    Gorbatschew hat die Experten von Reformen abgehalten.Wäre der 5oo-Tage Plan von Jawlinski rechtzeitig umgesetzt,dann hätten wir herute eine wohlhabende und demokratische Sowjetunion.Und der Westen hätte in die Sowejetunion investiert,und nicht in China.
    Gorbatchov uebernahm die CCCP in einem bereits desolaten Zustand. Der Reaktorunfall von Tchernobyl hatte Gorbatchov zu einer offeneren Informationspolitik gezwungen - und er war damit bereits demokratischer als West-Regierungen, wie die USA, die derartige Unfaelle, wenn auch bescheideneren Ausmasses, einfach verschweigt.
    Folge der unfallbedingten offeneren Berichterstattung (Glasnost) war, dass die gewonnenen Freiheiten mit Aufstaenden in diversen Sowjetrepubliken einhergingen. Es sollte jedoch in Russland heute nachzuvollziehen versucht werden, inwieweit Breszinskis Doktrin und under-cover Aktionen der CIA, so wie mit Unterstuetzung von Sia Ul Hacq / ISI - Pakistanischer Geheimdienst / der auch in den Balkan-Konflikten mit Unterstuetzung der CIA mit Truppen und Waffen aktiv war / bei den Aufständen in der Sowjetunion (bis zu 76 Konflikte !) ursächlich war. Es war und ist bis heute ein Krieg der USA gegen Russland und den Rest der Welt, um eine brutale Hegemonie herzustellen. Das verbrecherisch-terr*ristische Regime der USA "beglueckt" kein Land der Erde mit seinem Wirtschaftssystem oder seinen Investitionen - die USA sind ein Krebsgeschwuer, dessen Metastasen sich rapide ausbreiten.

    Betrachtet man die ganzen Staebe, die planmaessig an der Machtuebernahme der Welt arbeiten, mit einer Armada an Wirtschaftsbetrieben, gestützt bis an die 90 Militaerbasen, die seit 2001 neu ueber die Welt verteilten wurden, sogar in Bayern (BRD) eine Basis mit 20 000 "Anti-Terr*r" Soldaten, so hatte Gorbatchov in der damaligen Situation ueberhaupt KEINE Chance sich diesem planmaessigen Vorgehen zu erwehren. Jelzin war als Nachfolger gestuetzt und gekauft von den USA. Eine Wirtschaftsreform fuer die Sowjetunion, wie von Jawlinski beabsichtigt, haette fuer Russland noch katastrophalere Folgen gehabt. Im Rahmen der Moeglichkeiten, die dem Jelzin-Nachfolger seitens der USA eingeraumt wurden, hat Praesident Putin seine Aufgabe zu Gunsten Russlands, bravouroes geleistet. Die Verhaftung Ходорковского war das richtige Zeichen zum richtigen Moment !

    Herr Buratino, amerikanisches Kapital ist kein Vorteil, es ist wie eine Virusinfektion, ihr den Weg zu ebnen, heisst mit dem Teufel zu paktieren, jegliche Hoffnung auf Zukunft aufzugeben. Deshalb sind Investitionen in einem Land eben nicht UM JEDEN PREIS willkommen - sie koennen auch der Fuss in der Tuer einer Wirtschaft sein. Daher ist jeder to... Amerikaner ein guter Amerikaner.

  9. Nach oben   #9

    Dabei seit
    11/2004
    Ort
    Düsseldorf
    Beiträge
    210
    Und ich dachte früher:Geld stinkt nicht.Ob amerikanisches oder russisches Geld,wo ist der Unterschied?
    Es ist nur wichtig,dass alles sinnvoll gestaltet wird,dass z.B. eine an Ausländer verkaufte Fabrik nicht dicht gemacht wird,/so wie Amerikaner mit russischen Hubschrauberwerken versucht haben,sie aufzukaufen,um zu schließen und damit Konkurrenten aus dem Weg räumen./
    Wenn also eine gekaufte Fabrik gut funktioniert,Gewinne bringt,in die neue Anlagen investiert wird,Arbeitsplätze geschaffen werden,was kann daran falsch sein?
    Man muss eben solche Gesetze schaffen,die eine solche Situation,wie die mit Hubschrauberwerken verhindert.

  10. Nach oben   #10

    Dabei seit
    12/2004
    Beiträge
    636
    Zitat Zitat von Buratino
    Und ich dachte früher:Geld stinkt nicht.Ob amerikanisches oder russisches Geld,wo ist der Unterschied?
    Es ist nur wichtig,dass alles sinnvoll gestaltet wird,dass z.B. eine an Ausländer verkaufte Fabrik nicht dicht gemacht wird,/so wie Amerikaner mit russischen Hubschrauberwerken versucht haben,sie aufzukaufen,um zu schließen und damit Konkurrenten aus dem Weg räumen./
    Buratino, Sie haben doch gerade selbst geschrieben, dass Geld stinkt - wenn es aus den USA kommt. Es ging nicht einmal darum, dass ein Konkurrent aus dem Weg geraeumt wird, es ging darum Russland zu zerstoeren ! ! !

    Helicopter sind ohnehin die Waffe der Wahl in kuenftigen Konflikten, sie springen ueber Hecken, verstecken sich hinter Baeumen, lediglich eine Kamera am Mast uebt die Spaehfunktion aus, die Bewaffnung der вертолетов wird fuer jede panzergestuetzte Armee toedlich. Die Hubschrauber-Fabrik aufzukaufen, diente nicht der Ausschaltung eines Konkurrenten, sondern einzig der Schwächung der russischen Streitkraefte - das Land als verteidigungsloses Opfer vorzubereiten.

    Das Ziel amerikanischen Geldes ist, Russland gaenzlich zu vernichten.
    Buratino, Ihre Erkenntnis, Geld stinke nicht ist ueberholt, Geld ist zur Waffe geworden - drum

    pekunia olet !

    Buratino, sehen Sie sich mal die web-site an:
    http://www.newamericancentury.info

    und dann sagen Sie mir, ob Ihnen Geld von denen willkommen ist, ob Ihnen diese "Freiheit" willkommen ist. Die US-Propaganda dreht den Sinn eines JEDEN Wortes um.

    Buratino, ich wuensche mir eine starke, omnipraesaente und effiziente Rote Armee als Bastion gegen weiteres Hegemonie-Denken der USA. Es geht nicht anders ! ! !

    Durch die kuerzlich erfolgten Anschlaege wird wieder in allen Medien ueber Terr*rismus gesprochen, aber wer sagt Ihnen denn, Herr Buratino, dass der Sprengstoff C4, der verwandt wurde, nicht mit Genehmigung der CIA an die Moslems verteilt wurde, dass nicht die 2000 Kaempfer fuer den Kosovo-Krieg weiter ueber England fuer weitere Anschlaege zur Verfuegung stehen - - -

    um dem dummen Durchschnittsbuerger eine Bedrohung zu suggerieren, die ihm die Zustimmung fuer den weltweiten Krieg der USA zur Sicherung der Bodenschaetze der Welt zugunsten der USA, abringt.


  11. Nach oben   #11

    Dabei seit
    12/2004
    Beiträge
    636
    Zitat Zitat von Buratino
    Wenn also eine gekaufte Fabrik gut funktioniert,Gewinne bringt,in die neue Anlagen investiert wird,Arbeitsplätze geschaffen werden,was kann daran falsch sein? Man muss eben solche Gesetze schaffen,die eine solche Situation, ...
    Buratino, es ist einfach, in strategische Interessen duerfen Auslaender nicht investieren, Auslaender duerfen nur mit Beteiligung von Landesbuergern investieren . . . Ja glauben Sie denn, Sie duerften in den USA Raythorpe oder Lockheed oder andere kriegswichtige Industrien aufkaufen ? Schon McKotz, bzw ich meinte McDonalds ist eigentlich unzulaessig, weil McKotz der Gesundheit der Bevoelkerung schadet - ebenso wie CocaCola. Oder - darf die Citi-Bank in Russland Kredite vergeben, wenn bei der Auflösung der Vereinbarung willkuerliche Gebuehren erhoben werden und so der Bevoelkerung schaden.

    Denken Sie doch darueber nach, wie sich die US-Regierung verhalten wuerde, investierten und ueberschwemmten Russen Alaska mit Menschen und Investitionen. Sie werden sehr schnell feststellen, dass die Toleranz der US-Regierung eher inexistent ist.

    Aber es ist unabdingbar, Amerika auf eigenem Terrain zu stoeren, eventuell auch eine eigene Lobby bis hin zum Governor aufzubauen - Sie werden sehen, wie schnell die Nationalgarde dann vor dem Gouverneurspalast steht. Sehen Sie doch ein, dass Amerika ein totalitaerer und imperialistischer Staat ist.


  12. Nach oben   #12
    Avatar von Sandra
    Dabei seit
    10/2004
    Ort
    Moskau
    Alter
    47
    Beiträge
    1.104

    Zerstoerung des Gleichgewichtes

    Zuerst zu Freidenker, die UDSSR wurde auch durch die Preispolitik im Oelsektor und z.B.Gold zerstoert. Preisabsprachen die die USA mit der OPEC im Stillen ausgehandelt haben. Diese Preisabsprachen bedeuten nicht nur billiges Oel fuer die Welt sondern Devisenmangel fuer den Osten. Sehen Sie sich die Preisentwicklung 65 bis 88 mal als saubere Statistik an. Die UDSSR ging viel mehr gerade an Devisenmangel unter.
    ZU Buratino, ihr Optimismus in Ehren aber kein Land der Erde finanziert seine Konkurrenz. Ressourcen werden als Ziel zuersteinmal so verteuert, dass dieses Problem vom Tisch ist (siehe zB. Bulgarien) Illiescu (Rumaenien) war klug genug einige Jahre auf das Geld der Weltbank zu verzichten, dabei ging es den Rumaenen tatsaechlich zum ersten Mal einigermassen gut und die Preise in den Geschaeften entsprachen den Loehnen.
    Rumpelstilz, einverstanden von Geldern der Weltbank sollte man die Finger lassen. Interessant warum dann Gref und Kudrin trotz hoher Reserven so wild drauf sind.
    Es wird immer vergessen, Europa hatte genuegend Zeit seine innere Wirtschaft in aller Stille zu entwickeln, in Osteuropa wurde diese Wirtschaft zuerst vorallem zerstoert und heute befindet sich vieles nicht mehr unter inlaendischer Kontrolle. Der Einstieg von Russland in die WTO wird das Problem noch mals richtig schoen aufzeigen.
    Ich wuensche mir keine starke Rote Armee, ich wuensche mir weisse europaeische Politiker die Verstehen koennen ohne Russland hat Europa ein Problem und dieses Problem ist garnicht so lustig. Die USA kaempfen Heute nicht mehr gegen den Ostblock, heute kaempfen die USA vorallem einfach nur um Weltkontrolle und Macht. Der Biomethrische Pass gehoert dazu und ist eine hysterische Erfindung der USA.
    Was soll man von einem Land halten das Meteoriten untersucht? Alle schauen zu und keiner sagt Finger weg. Irgendwann zahlen fuer den Groessenwahnn der Amis alle auf diesem Planeten aber besonders die Europaer.

  13. Nach oben   #13

    Dabei seit
    12/2004
    Beiträge
    636

    Fuer ein unabhaengiges EUROPA

    Zitat Zitat von Sandra
    Rumpelstilz, einverstanden von Geldern der Weltbank sollte man die Finger lassen. Interessant warum dann Gref und Kudrin trotz hoher Reserven so wild drauf sind.
    Es stimmt Sandra, es stimmt als Fakt - und es stimmt traurig, dass trotz entsprechender Reserven ein Gref fuer die Aufnahme von Krediten spricht. Aber glauben Sie mir, dass Praesident Putin laengst weiss, welch faules Ei in seinem Nest liegt.
    Ich kann nur NOCHMALS eindruecklich nachstehend benannte Literatur empfehlen:
    1) "Die Schatten der Globalisierung" Joseph Stiglitz, ISBN 3-442-15284-4
    2) "Global Brutal" Michel Chossudovsky, Verlag www.zweitausendeins.de

    Zitat Zitat von Sandra
    Es wird immer vergessen, Europa hatte genuegend Zeit seine innere Wirtschaft in aller Stille zu entwickeln, in Osteuropa wurde diese Wirtschaft zuerst vorallem zerstoert und heute befindet sich vieles nicht mehr unter inlaendischer Kontrolle. Der Einstieg von Russland in die WTO wird das Problem noch mals richtig schoen aufzeigen.
    Die WTO ist eine Organisation unter US-Kotrolle. Die Mitgliedschaft ist KEINE Notwendigkeit - es genuegt, dass sich ein Staat nach rechtsstaatlichen Prinzipien gegenueber in rechtlich einwandfreiem Rahmen unternommenen Investitionen verhaelt - was jedoch bei den US-"Investitionen" (zum Grossteil Diebstahl) nicht der Fall war. Ходорковски als Strohmann aufzubauen, um sich die sibirischen Oelfelder anzueignen, ist kein rechtlich einwandfreier Weg. Ätsch - und Pech fuer Rockefeller, dass die Gier Ходорковского mit der Steuerhinterziehung einfach zu gross war.

    Zitat Zitat von Sandra
    Ich wuensche mir keine starke Rote Armee, ich wuensche mir weise europaeische Politiker die Verstehen koennen ohne Russland hat Europa ein Problem und dieses Problem ist garnicht so lustig. Die USA kaempfen Heute nicht mehr gegen den Ostblock, heute kaempfen die USA vorallem einfach nur um Weltkontrolle und Macht.
    Liebe Sandra, ich wuensche mir nicht nur WEISE europaeische Politiker, sondern auch europaeische Politiker, die die UNABHAENGIGKEIT besitzen, gegen die USA zu entscheiden. Diese Entscheidung jedoch durchzusetzen, erfordert zwangslaeufig eine starke Rote Armee, um den USA ein gewaltsames Durchsetzen ihrer Gier ein unkalkulierbares Risiko entgegenzusetzen. Natuerlich muessen europaeische Politiker mitziehen. Es sind letztendlich auch IHRE KINDER, die eines Tages in diesem Europa leben muessen - oder duerfen - das haengt von den Entscheidungen der JETZT kommenden Zeit ab. Den USA eine magistrale Abfuhr zu erteilen, ein Zeichen zu setzen, wie es Praesident Putin mit der Verhaftung von Ходорковского in Novosibirsk gezeigt hatte , waere die einzige Rettung fuer Europa.

    Eine Alternative zu einem Zusammengehen West-Europas mit Ost-Europa gibt es nicht.

  14. Nach oben   #14
    Avatar von Hasi
    Dabei seit
    11/2000
    Ort
    Schweiz
    Beiträge
    258

    Die Perestrojka im Urteil der Russen, 20 Jahre nach der Wahl Gorbatschows


  15. Nach oben   #15
    Avatar von Sandra
    Dabei seit
    10/2004
    Ort
    Moskau
    Alter
    47
    Beiträge
    1.104

    Interessante Studie

    Danke Hasi fuer den Link! Sehr interessante Umfrage. Nur das der kalte Krieg beendet ist, den Eindruck hat man eigentlich nicht mehr. Die Mittel dafuer haben sich lediglich geaendert.

  16. Nach oben   #16

    Dabei seit
    12/2004
    Beiträge
    636

    Einschätzung erfolgt nach Informationsgrad

    Ich bedanke mich ebenfalls. selbstverstaendlich bestand ein Informationsbeduerfnis in der Bevoelkerung, dem durch Glasnost Rechnung getragen wurde. Ebenso verstaendlich ist, dass an Jelzin KEIN EINZIGES gutes Haar gelassen werden kann.

    Diese Studie zeigt aber auf, dass eben noch Informationsbedarf besteht. Ohne Praesident Putin haette Exxon-Mobil seine Hand ueber sibirischen Oelfeldern - was durch die Verhaftung Khordorkovskys vereitelt wurde. Alleine schon dafuer kann die Bevoelkerung Putin nicht genug dankbar sein.

    Dies sollte auch der einfachste Geist begreifen - so sehr wie sich Amerika bis heute ueber den Fall Ходорковского aufregt, muss sie dieser Verlust dessen, was ihnen nicht gehoert, schmerzen. Jeden anderen sollte es jedoch mit Freude und Schadenfreude erfuellen. Investitionen in Russland, die aus den USA stammen, sollten SEHR SEHR kritisch betrachtet werden !

  17. Nach oben   #17

    Dabei seit
    10/2006
    Ort
    Westliche Bananenrepublik
    Beiträge
    1.288

    Gorbatschow ist ein Verräter, im genauen Sinne des Wortes

    ALEXANDER SINOWJEW:
    "Gorbatschow ist ein Verräter, im genauen Sinne des Wortes."

    Hamburger SPIEGEL, nachdem 1976 im Westen ALEXANDER SINOWJEWS Buch „Gähnende Höhen" erschienen war. Der Roman brachte seinem Autor den Ausschluß aus dem Philosophie- Institut der UdSSR-Akademie und der Moskauer Universität ein. 1978 dann wurde er, der als einer der bedeutendsten Logiker unseres Jahrhunderts gilt, aus der Sowjetunion ausgebürgert. Der 1922 Geborene ließ sich daraufhin in München nieder und arbeitete weiter. was das Zeug hielt.

    1988 erschien das Buch „Katastroika"
    Gorbatschows Potemkinsche Dörfer", indem er schlicht fragte: Für welche Schichten der Sowjetbevölkerung ist die „Perestroika“ von Vorteil und für welche ist sie es nicht? Weichen Nutzen bringt das Ganze dem Land? - Die ernüchternden Antworten und Sinowjews vernichtendes Urteil über Gorbatschows Politik wollte in der Medienöffentlichkeit der Bundesrepublik kaum noch jemand hören.

    Sie sind 1978 ausgebürgert worden. Nachdem Gorbatschow Parteichef wurde, holte er Leute wie Sacharow aus der Verbannung. Sie jedoch wurden auch in der Ära der „Glasnost“ in ihrer Heimat nicht einmal gedruckt. Wie erklären Sie sich das? Die Helden meines ersten li-terarischen Werkes "Gähnen- de Höhen" waren genau die Leute, aus denen Gorbat-schow und Jelzin ihre Mann-schaft rekrutierten. Als ich das Buch schrieb, waren diese Leute noch nicht an der Macht. Mit Gorbatschow wurden sie zu Hauptfiguren der Politik. Der Fisch begann, wie man im Russischen sagt, am Kopf zu stinken. Die höherer) Schichten in Partei und Staat. wurden relativ reich, hatten viel Macht und Privilegien, die sie behalten wollten. Die Kinder der Parteibeamten hatten alle Dissidentenbücher, konnten westliche Filme sehen, alles. In diesen Kreisen hat man sich am Westen orientiert und begann das Land zu verraten.

    Und sehen Sie, was passiert jetzt in Deutschland? Die Bundesrepublik hat aus Ostdeutschland 17 Millionen Menschen dazugekommen. Deren Lebensniveau war hoch, höher als in 80 Prozent der Länder der Welt. Nur 17 Millionen Menschen - und was sehen wir jetzt: eine katastrophale Lage. Westdeutschland, das reichste Land in der Welt ist unfähig, diese 17 Millionen zu integrieren. In der Sowjetunion nahm zur Zeit Chruschtschows und Breschnews die Bevölkerung um 106 Millionen zu. Und da waren die Bedürfnisse auch in der UdSSR schon viel höher als in meiner Jugend, als ich nicht mal von einer eigenen Wohnung zu träumen gewagt hatte. Kein westliches Land wäre fähig eine solche Situation zu überleben. Die Sowjetunion hat das damals überlebt, dank des kommunistischen Systems.

    Ja, nur Dank des Kommunismus konnte dieses Land so lange existieren. Ohne ihn wäre die Sowjetunion schon 1941
    besiegt worden. Die kommunistische Gesellschaft hatte zu wenig Zeit, um ihre Vorteile zu beweisen. In Rußland existierte dieses System nur 70 Jahre. Für die Geschichte ist das zu wenig.

    Sie müssen uns einen Widerspruch erklären. In Ihren Büchern verspotten Sie den Marxismus. Auf der anderen Seite erklären Sie, der Kommunismus sei das beste System für Rußland. Das ist kein Widerspruch. Ich bin kein Politiker, sondern Schriftsteller. Als Wissenschaftler und Schriftsteller habe ich die bessere Weltanschauung entwickelt. Anmerkung: das ist Schwachsinn das er eine bessere Weltanschauung hätte. - Meine Theorie - in Logik, Philosophie und Soziologie. Gorbatschow ist von Andropow geholt worden. Und Ligatschow hat Jelzin von Swerdlowsk nach Moskau gebracht. Ligatschow war eines der Politbüromitglieder, die die „Perestroika“ machen wollten, Und diese Leute Gromyko, Ligatschow und andere - haben Gorbatschow zum Generalsekretär erkoren. Gorbatschow hätte niemals von sich aus Anspruch darauf erheben können. So entstand die Politik der "Perestroika". Doch es war schon von Beginn an zu sehen, dass diese Politik er-folglos sein würde. Nach zwei Jahren war es auch ihnen selbst klar. Um ihre Machtposition zu bewahren, begann der Verrat der Gorbatschow- Regierung.

    Aber im Westen ist Gorbatschow sehr anerkannt.
    Ja natürlich, denn er ist ein Mann des Westens. Er arbeitete für den Westen, nicht für Rußland. Er ist ein Verräter, im genauen Sinne des Wortes. Als Gorbatschow im Jahre 1985 nach England kam, besuchte er nicht Marx‘ Grab. Damals habe ich ein Interview gegeben und gesagt, eine große Epoche des Verrates beginnt. Für mich war klar, dass Gorbatschow bereit war, den Marxismus/ Leninismus, das sowjetische System und das sowjetische Volk überhaupt zu verraten. Aber ich war damals noch überzeugt, dass es im Land genug Menschen gibt, die Gorbatschow daran hindern würden, Das war mein Fehler, Lesen Sie nach. 1985/86 bekundeten sie immer, dass sie treue Marxisten Leninisten seien.

    Gorbatschow, Jakowlew, Jelzin, Schewardnadse - alle haben sie eine Parteikarriere hinter sich gehabt und waren immer Marxisten - Leninisten. Aber plötzlich meinen sie, das kommunistische System sei ein Verbrechen gegen die Menschheit, die KP soll verboten sein.

    Vor Gorbatschow kritisierte ich Breschnews Regime. Als Gorbatschow an die Macht kam, begann ich die neue Macht zu kritisieren. Viel schärfer als das frühere System. Gorbatschow und Jelzin und alle diese Leute sind für mich Feinde, keine Freunde.

    Sie haben meine Heimat zerstört, mein Volk und mein Land verraten. Sie sind Verräter: Gorbatschow. Jakowlew, Schewardnadse, Jelzin usw,
    Gorbatschow hatte ganz allmählich begonnen, das System zu zerstören.
    Sein System war voluntaristisch. Er und seine Regierung wollten diese Reformen von oben der Bevölkerung aufzwingen.

    Redete einer von uns so über Gorbatschow, würde man ihn „Stalinist“ schimpfen.
    Ich behaupte ja nicht Gorbatschow hätte entschieden, die UdSSR zu zerstören. Infolge des Kalten Krieges entstand eine Krisensituation. Dennoch hätte das Land alle Schwierigkeiten überstehen können.

    Und: Behauptet wird, der Kommunismus habe den Wettbewerb mit dem westlichen System verloren. Das ist eine Lüge. Wahr ist. Er wurde vom Westen zerstört, der zehnmal stärker war, vor allem ökonomisch, als die vom Krieg zerstörte Sowjetunion. Der Sieg im Kalten Krieg war kein Sieg des Kapitalismus, sondern ein Sieg des Westens,

    Sie meinen damit, nicht ein System sei besiegt worden, sondern ein Land?
    Der Zusammenfall der kommunistischen Sowjetunion ist lediglich der Zusammenfall eines konkreten Landes unter konkreten Bedingungen, nicht aber der Untergang und Tod des Systems als solchem. Die kommunistische Gesellschaftsordnung in Rußland war erst ins Stadium der Reife getreten und hatte alle in ihr verborgenen Potenzen noch nicht zeigen können, hatte das Stadium des Alters und Siechens noch längst nicht erreicht. Sie verfiel in den Zustand der Krise, in einen für Jede Gesellschaftsordnung völlig natürlichen Zustand. Ihr Leben ist, künstlich unterbrochen worden die Kräfte der inneren Konterrevolution und des Westens haben sie get*tet.

    Der Behauptung, das System habe somit seine Lebensunfähigkeit bewiesen. fehlt jedoch jegliche Grundlage. Betrachtet, man die Geschichte, stellt man fest, dass lebensfähige soziale Gebilde ebensooft untergingen wie lebensunfähige und verbrauchte Systeme.

    Nun zur Effektivität. Vom sozialen Standpunkt aus gesehen - nicht vom ökonomischen - ist das kommunistische System viel effektiver als das westliche, Ich lebe hier im Westen schon 24 Jahre und beschäftige mich mit dem hiesigen System. Versuchen Sie, in den Gesetzen der westlichen Länder soziale Rechte zu finden. Es gibt keine, dafür aber Arbeitslosigkeit, Armut usw, So etwas existierte in Rußland vor der "Perestroika" nicht. Das Lebensniveau war materiell nicht so hoch, wie es für viele Leute hier im Westen ist, aber in anderer Hinsicht viel besser. Nehmen Sie nur die kostenlose medizinische Betreuung, die billigen Mieten, die ganz anders gearteten menschlichen Beziehungen.

    Ich bin kein Apologet des kommunistischen Systems. Trotzdem bevorzuge ich für mich das Leben unter dem Kommunismus, der in der Lage ist, jedem Arbeit und die Erfüllung der grundlegenden Lebensbedürfnisse zu garantieren

    Erklären Sie uns bitte, warum .das kommunistische System für Rußland das beste war.
    Rußland hat, nur zwei Möglichkeiten. Die erste heißt, das kommunistische System in dieser oder jener Form wiederherzustellen; das ist eine absolute Notwendigkeit, um zu überleben. Und die zweite Möglichkeit: Rußland wird bis auf den Grund zerstört, verteilt und in westliche Kolonien verwandelt. Das hieße, Rußlands Volk würde allmählich aus der geschichtlichen Arena verschwinden. Die Hauptabsichten des Westens verbinden sich mit der zweiten Möglichkeit. Der Kampf gegen den Kommunismus war und ist nur ein Vorwand. Man müßte doch ein Idiot sein
    zu glauben, die westlichen Länder wollen ein konkurrenzfähiges Rußland.

    "Verrat" - ist das nicht nur eine moralische Kategorie, mit der man in der Politik nicht viel weiterkommt?
    Der Begriff des Verrats ist kein bloß moralischer oder politischer, er ist auch wissenschaftlich faßbar. Stellen Sie sich nur einmal vor, Clinton würde vor seinen Wählern in den USA erklären: Der Kapitaltmus ist eine schlechte Gesellschaftsordnung, wir schaffen ihn jetzt ab. Die Republikanische Partei und die Demokraten sind ab sofort verboten, und wir führen den Kommunismus ein. Na?

    Was passierte, als Jelzin an die Macht kam? Gorbatschows Politik war absolut erfolglos. mit dem sogenannten "Putsch" vom August 1991 versuchte er, die Staatsordnung wiederherzustellen. In diesem Sinne war das kein Putsch. Gorbatschows Benehmen während dieser Sache war sehr typisch für ihn. Er wollte, dass die schmutzige Arbeit andere machen, um dann als Befreier zu kommen, mit der Aureole des Heiligen. Das aber war sein Fehler. Das Spiel hat Jelzin gemacht, denn zu dieser Zeit hatte Gorbatschow seine Bedeutung für die westlichen Regierungen schon verloren. Die haben auf Jelzin gesetzt. Und der eigentliche Putsch bestand in Jelzins Verteidigung des "Weißen Hauses".

    Die Zukunft kann der Menschheit noch unerwartete Überraschungen bringen. Ja Venezuela, Lateinamerika ist Überraschungen. - Zudem birgt die westliche Gesellschaftsordnung die objektive kommunistische Tendenz in sich. Die siebzigjährige kommunistische Erfahrung
    Rußlands war für die Menschheit nicht umsonst. Die Spuren ihres Einwirkens sind in allen Bereichen der westlichen Gesellschaft zu spüren.

    Auf der anderen Seite aber bot, das muß man auch sehen, das kommunistische System der Sowjetunion vielen ihrer Völkerschaften die einzige Möglichkeit, den Sprung in die Zivilisation zu schaffen. Das haben sie mit der Auflösung der UdSSR verloren.

    Die waren doch alle nur höhere Beamte in der KPdSU, doch keine überzeugten Marxisten oder Leninisten. Nehmen Sie nur das Beispiel Jelzin: Bei seinem Parteieintritt leistete er noch den kommunistischen Schwur, sagte, er würde die marxistisch-leninistische Ideologie auf Gedeih und Verderb verteidigen. Nur wenige Jahre später flog er nach Washington und hielt vor dem amerikanischen Kongress eine Kampfrede gegen den Kommunismus .

    Sind Sie denn nicht selbst auch ein wenig ein Wendehals? Man werfe nur einen Blick auf Ihre Biografie: Zuerst wurden Sie als Kritiker des Sowjetsystems aus Ihrer Heimat ausgewiesen, lebten jahrelang im Exil in München und begannen dort, Kritik am westlichen System zu üben ...

    Hier unterliegen Sie einem Verständnisproblem: Ich wurde als Kritiker des Kommunismus bezeichnet, weil ich den Kommunismus wissenschaftlich erforschte, und nicht, weil ich mit ihm unzufrieden war und ihn nicht bewusst zerstören wollte. Da sind externe Beobachter immer einem Trugschluss unterlegen. Dasselbe geschah dann im Westen. Ich beobachtete die Entwicklung dort und stellte meine eigene Theorie auf. Ich erforschte ganz einfach den Westen,

    Seit meinem siebzehnten Lebensjahr bin ich ein überzeugter Antistalinist gewesen. Die Idee eines Attentats auf Stalin beherrschte meine Gedanken und Gefühle. Wir studierten die ‚technischen’ Möglichkeiten eines Attentats. Wir fingen mit den praktischen Vorbereitungen an.“

    „Wenn sie mich 1939 zum Tode verurteilt hätten, wäre das die richtige Entscheidung gewesen. Ich hatte geplant, Stalin zu t*ten und das war ein Verbrechen, oder? Als Stalin noch lebte, sah ich das anders, aber jetzt, wo ich das ganze Jahrhundert überblicken kann, sage ich: „Stalin ist die größte Persönlichkeit dieses Jahrhunderts gewesen, das größte politische Genie.

    Das Objekt meiner jetzigen Forschung ist das postsowjetische System. Warum sollte ich heute jubeln, nur weil ich das sowjetische System kritisiert habe? Ich halte mich nicht für ein Opfer des Regimes. Das Regime ist vielmehr mein Opfer. Es hatte an mir mehr zu leiden als umgekehrt. Das sagte ich noch Ende der 70er Jahre. Daraufhin hieß es, Sinowjew sei ein KGB-Mann.

    Hätte ich gewusst, dass meine Bücher Gähnende Höhen, Homo sovieticus u. s. w. gegen mein Land ausgenützt werden, dass es im Endergebnis nicht zur Zerschlagung des Kommunismus schlechthin, sondern zur Zerstörung Rußlands kommt, dann hätte ich solche Bücher nie geschrieben. Ich habe momentan ein Schuldgefühl gegenüber dem Land.

    Bei all der antisowjetischen und antikommunistischen Propaganda im Westen möchte man mit den Worten aus der Bibel ausrufen: Du siehst den Dorn im Auge des anderen, bemerkst aber nicht den Balken im eigenen Auge."
    http://www.forumromanum.de/member/fo...d=2&onsearch=1
    Wenn es stimmt, was hier über Gorbatschew geschrieben wird, hat dann Gorbatschew versucht, den Kommunismus oder RU zu zeschlagen

  18. Nach oben   #18
    Avatar von Sandra
    Dabei seit
    10/2004
    Ort
    Moskau
    Alter
    47
    Beiträge
    1.104
    Ich bin tatsaechlich der Meinung das Gorbatschow eine gewollte Katastrophe war. Eine gewollte, weil nicht Gorbatschow der Verraeter war oder unfaehig, er hat gemacht was er machen konnte. Die Verraeter wenn man so will sind unter den anderen Politbueromitgliedern und in den Ministerien zu suchen, die bewusst die Person Gorbatschow zum Abdanken eines Imperiums bestellt haben. Manche dieser Personen (zB. Andropow) haben einfach verstanden dass die UDSSR pleite war und ein Weg aus der Krise nicht in Sicht (uebrigens dank der US Politik) andere moegen auch einfach gekauft gewesen sein (wiederum von USA) und manche moegen einfach gedacht haben, er sei die einzige Alternative. Gorbatschow und insbesondere sein Charakter und auch seine Ansichten waren aber sicherlich dem Kremel bekannt. Gorbatschow war vorallem Eitel und diese Eitelkeit hat dazu gefuehrt dass er in erster Linie im Westen beliebt sein wollte. Er wollte das man ihn mag! Keine guten Eigenschaften in einem an Bodenschaetzen riesigen Land. Und genau um diese Bodenschaetze ging es den Amis auch im kalten Krieg viel mehr, als nur um die difuse Angst alle Arbeiter im Westen streiken morgen und werden zu Sowjetfreunden.

  19. Nach oben   #19

    Dabei seit
    10/2004
    Beiträge
    295
    Auf jeden Fall ein interessantes Interview. Werd mal googeln, wer er ist, der dies denkt/sagt.

    "Freies" Wohnen, Gesundheit und Bildung ... das ist eine Frage der Refinanzierung ins soziale Netz gestellter Dienstleistungen.

    Russland ist an seinem Vertikal-Syndrom gescheitert ... Gorbi und Raissa haben sich mit Ronald und Nancy verbrüdert ... und puff ... weg ist die UdSSR.

    Das spricht gegen die politische Kultur in Russland, nicht gegen den Kommunismus.

  20. Nach oben   #20

    Dabei seit
    11/2004
    Beiträge
    728
    immer dieses "dank der US politik"
    Wenn die Sowjetunion die möglichkeit gehabt hätte, dan hätte sie das auch gegenüber den USA gemacht. Also war das in einem "Kampf der Blöcke" der eigentlich kein Kampf sondern eine win win situation für beide Seiten war, völlig legitim. irgendwann witterten die amis ihre chance. Das Scheitern der Sowjetunion begann mit Chrustschew, der unfähig war die landwirtschaft auf Vordermann zu brignen und wurde it Brezhnjews Stillstand-epoche besiegelt. dann noch die beiden shnellen regierungswechsel und so war das alles besiegelt. Gorbatschew... ich weiß nicht ob er von den Amis bezahlt war oder nict. das ist mir zu viel Spekulation. er hat sich das wahrscheinlich anders vorgestellt und ich glaube nicht dass ein anderer an seiner stelle besser gewesen wär. Ds problem der Sowjetunion war, dass sie am Ende nichts mit Kommunismsu zu tu hatteund immer mehr leuten klar wurde dass Kommuismus gar nicht das Ziel der Regierung war. Das einzige ziel war im endeffekt machtausbau...Das war ein versagen des staatlichen sozialismus... Wenn die amis in der lage waren mittel Erdölpreis die Sowjetunion zu stürzen, dann tut mir mein Land leid

  21. Nach oben   #21
    Avatar von Sandra
    Dabei seit
    10/2004
    Ort
    Moskau
    Alter
    47
    Beiträge
    1.104
    Zitat Zitat von maxim
    Wenn die amis in der lage waren mittel Erdölpreis die Sowjetunion zu stürzen, dann tut mir mein Land leid
    Warum? Jedes Land, auch ein Kommunistisches braucht ab und an Devisen und die bekommt das Land ueber den Export seiner Bodenschaetze. Ausgerechnet in den 80ern war der Goldpreis tief, Diamanten billig und Oel noch billiger. Ich denke nicht dass sich Gorbi in dem Sinne (ueber das Bankkonto) mit dem Cowboy zusammen getann hat. Nach meiner Meinung war das Problem einfach der Charrakter des Mannes, allerdings nur dann ein Problem wenn man die Augen davor verschliesst, dass die UDSSR tatsaechlich pleite war. Ein Ruestungswettrennen wo einer der Teilnehmer seinen Export vorallem im Comeconraum abwickelte, musste zwangslaeufig scheitern. Irgendwann macht es auch Paff und der Dollar ist weg, grundsaetzlich koennte dies jedes Schulkind einfach selber nachrechnen. Dem Finanzsystem hatte die UDSSR nichts entgegenzusetzen, nachdem Oel und Gold manipuliert wurde. Tatsaechlich koennte man als Land mit riesigen Bodenschaetzen, klug taktiert ein Sozialparadies schafen mit all den von Julius aufgezaehlten Angeboten dafuer muesste aber die politische Kultur und Struktur anders beschaffen sein, als es der Altherrenclub im Kremel bot. Chruschow Maxim, finde ich persoenlich wird man in Russland nicht immer ganz gerecht. OK! Seine Landwirtschaftsideen waren sch...gut man soll und kann nicht ueberall Mais oder Baumwolle anbauen aber der Mann hat wenigstens noch etwas gemacht und versucht Ideen zu kreiren. Von seinen Nachfolgern konnte man dies nicht mehr behaupten. Gerade Chruschow gehoert fuer mich zu den Figuren die aeusserst ungerecht in der Geschichte bei Euch weg kommen. Aber der Altersschwache Papa der Oligarchen Breschnew dem sagt man bis Heute danke, dafuer dass er ausser seine Tocher und seinen Polizeiminister klauen lassen, nichts aber absolut garnichts gemacht. Den Afghanistankrieg ja den hat er auch noch freundlicherweise gemacht.

  22. Nach oben   #22

    Dabei seit
    11/2006
    Beiträge
    129
    Zitat Zitat von maxim
    Ds problem der Sowjetunion war, dass sie am Ende nichts mit Kommunismsu zu tu hatteund immer mehr leuten klar wurde dass Kommuismus gar nicht das Ziel der Regierung war. Das einzige ziel war im endeffekt machtausbau...Das war ein versagen des staatlichen sozialismus... Wenn die amis in der lage waren mittel Erdölpreis die Sowjetunion zu stürzen, dann tut mir mein Land leid
    Richtig das Ziel war nicht Kommunismus aber die Wirtschaft war marxistisch.
    Marx war Ökonom und hat wie alle Ökonomen sich mit der Theorie des Geldwerts beschäftigt. Genau diese Theorie aber ist es,die dem System der amerikanischen FED, eine private Institution, die 100 Dollar Noten für 1 Dollar herstellt aber für 100 verkauft, entgegensteht. Mit politischer Ideologie hat das gar nichts zu tun. Selbstverständilich ist das Ziel von RU auch Machtausbau und leider ist RU vollständig von Rohstoffen abhängig. Die unter dem Diktat der Oligarchie , wenn überhaupt, entwickelte Industrie kann nicht einmal der des kleinen Irland das Wasser reichen.
    Auch heute ist die Macht der FED viel grösser als die RUs. Es hat sich nichts geändert. Wenn die FED es will und Goldman Sachs etc. mitarbeitet, ist RU in wenigen Monaten pleite.

  23. Nach oben   #23

    Dabei seit
    10/2004
    Beiträge
    295

    @ vladimir

    schon gelesen?

    David Hoffman und die russischen Oligarchen

    Dieses Buch berichtet über die Teilnehmer eines der mannigfaltigsten und kompliziertesten Experimente, die jemals in Russland durchgeführt wurden.

    Der Titel lautet „Oligarchen“ und der Verfasser ist der amerikanische Journalist David E. Hoffman. 1995 bis 2001 war er in Russland als Chef des Moskauer Büros der Washington Post tätig.

    Hoffman hat für sein Buch mehr als 200 Interviews von verschiedenen Menschen verwendet, darunter Interviews mit den Hauptpersonen des Buches, Unternehmern und Politikern, die in Russland als Oligarchen bezeichnet werden: Boris Beresowski, Wladimir Gussinski, Alexander Smolenski, Anatoli Tschubais, Juri Luschkow und Michail Chodorkowski.

    Ende der 1990er genossen diese sechs Personen uneingeschränkte Macht, riesige Vermögen, den Befehl über eigene Armeen und konnten entscheiden, wer die Wahlen gewinnt. Diese sechs gehören zu denen, die Russland zum kolossalen Übergang vom zusammengebrochenen Sozialismus zum Oligarchen-Kapitalismus zwangen.

    Nach dem Kollaps der Sowjetunion warteten viele auf ein baldiges goldenes Zeitalter. Dieses Buch hilft zu verstehen, warum sich alles als viel komplizierter enttarnte. Der Verfasser schreibt, dass die Oligarchen viel Gutes für das Land getan, doch auch viel Schaden angerichtet haben.

    Die Weltpremiere des Buchs „The Oligarchs. Wealth and Power in the New Russia“ fand 2004 statt. Für die russische Ausgabe, die im Moskauer Verlag Kolibri erschien, schrieb David Hoffman neue Einzelheiten zum Kapitel über Michail Chodorkowski und einen Epilog über die Veränderungen der jüngsten Jahre dazu.

    Die Startauflage beträgt 10 000 Exemplare.

  24. Nach oben   #24
    Ein Service von russland.RU
    Dabei seit
    01/2012
    Beiträge
    2.738

    Gorbatschow: NATO bereitet einen echten Krieg vor

    Gorbatschow: NATO bereitet einen echten Krieg vor

    Der erste und letzte Präsident der Sowjetunion Michail Gorbatschow kommentiert das Zusammentreffen der NATO in Warschau. Er wirft den Mitgliedern der NATO vor, einen Krieg...

    Weiterlesen...

  25. Nach oben   #25
    abgemeldet
    Dabei seit
    10/2014
    Beiträge
    334
    gorbatschow weiss natürlich, dass es nicht zu einem krieg kommt, er weiss, das über 40 jahre das gegenseitige nukleare patt diesen krieg verhindern wird.
    gobatschow spielt aber auf der klaviatur und das ist sein gutes recht.

    hätte die nato wirklich einen krieg ins auge gefasst, sie hätte ihn in der ukraine haben können, nicht mit eigenen soldaten aber mit massiver unterstützung der ukr. armee.
    die usa brauchen russland für den kampf gegen die is, aktuell gegen al nusra.

    much ado about nothing.

  26. Nach oben   #26
    Avatar von Gripto
    Dabei seit
    04/2013
    Ort
    Kassel
    Alter
    62
    Beiträge
    67
    Da spricht mal wieder der Fachmann. Alle sind doof, nur toto weiß alles. Der weiß sogar was Gorbatschow weiß. Warum er so vehement bestreitet was jeder halbwegs intelligente Mensch sieht, weiß wohl nur er selbst.

  27. Nach oben   #27
    abgemeldet
    Dabei seit
    10/2014
    Beiträge
    334
    Zitat Zitat von Gripto Beitrag anzeigen
    Da spricht mal wieder der Fachmann. Alle sind doof, nur toto weiß alles. Der weiß sogar was Gorbatschow weiß. Warum er so vehement bestreitet was jeder halbwegs intelligente Mensch sieht, weiß wohl nur er selbst.
    gut erkannt, sagst es selber, du ist nur halbintelligent, ich bin es ganz.
    mist auch, ein bon mot landen zu wollen, und sich dabei blamieren

    gorbatschov hat das, was dir in der sache fehlt: wissen .
    Nein gripto, du hast keinen diskussionsstil.

  28. Nach oben   #28

  29. Nach oben   #29
    Ein Service von russland.RU
    Dabei seit
    01/2012
    Beiträge
    2.738

    „Übergang zum heißen Krieg“

    „Übergang zum heißen Krieg“

    [Marcus Klöckner] Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow geht davon aus, dass die NATO Vorbereitungen für Angriffshandlungen trifft. „Die NATO hat angefangen, sich auf den Übergang vom Kalten...

    Weiterlesen...

  30. Nach oben   #30
    abgemeldet
    Dabei seit
    10/2014
    Beiträge
    334
    ist das eigentlich noch seriöser Journalismus, was hier getrieben wird ?
    Gut, wir wissen nun, dass Gorbatschov seine Meinung durch ein Interview sagte.
    Aber darüber muss man doch nicht wieholt berichten , reißerisch, mit anderer Überschrift.
    Das ist Bildzeitungs-Jargon.

    können durch diese Art der Information leicht zu einflussende user hier manipuliert werden ?
    Ich befürchte ja, hier bereits einige user den Krieg der Nato gegen Russland schon herbeireden wollen, anders kann ich deren Beiträge nicht deuten.
    Auch drängt sich mir bei diesen usern bereits der Eindruck auf, dass deren steter Hinweis auf einen drohenden Krieg NICHT durch die Sorge um Russland geprägt ist, sondern dass der reale Krieg fast herbeigesehnt wird, aus den gleichen Gründen, wie es schon 1941 gewesen ist. Wölfe im Schafspelz.

+ Auf Thema antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Lesezeichen für Michail Sergejewitsch Gorbatschow