Minister Gref: Die Strukturveränderungen in der russischen Wirtschaft ziehen sich bis zum Jahr 2011 hin

Die Strukturveränderungen in der russischen Wirtschaft werden nicht vor dem Jahr 2011 abgeschlossen. Diese Prognose ist in den Thesen eines Berichtes von Minister German Gref enthalten, der am Freitag auf der Tagung des Föderationsrates über die soziale und wirtschaftliche Entwicklung Russlands sprach.

Die bestehende Wirtschaftsstruktur und das System der ökonomischen Institute lässt kein Wachstum über 5 - 6 Prozent jährlich zu, heißt es in dem Material.

Der Anteil der Wirtschaftszweige, die ein Wachstumstempo von mehr als 7 Prozent aufweisen können, beträgt in der Struktur der Industrieproduktion weniger als ein Drittel. Zu ihnen gehören die Nahrungsmittelindustrie, die Chemie, die Forstwirtschaft, Baustoffindustrie, Teile des Maschinenbaus, Hochtechnologien, Bauwirtschaft und Fernmeldewesen.

Die Branchen, die in der Produktionsstruktur dominieren (Energiewesen, Metallurgie und Agrar-Industrie-Komplex), können nicht mehr als um 5 Prozent anwachsen.

Solange der Anteil der ersten Gruppe nicht dominierend wird, wird das allgemeine Wirtschaftswachstum nicht über 7 Prozent liegen, heißt die Schlussfolgerung in diesem Material.

Gref verbindet die Verdoppelung des Bruttoinlandsprodukts mit der Notwendigkeit der Entwicklung der klein- und mittelständischen Unternehmen. Sie spielen ihm zufolge vor allem in den Wirtschaftszweigen eine Rolle, die ein Wachstumstempo von mehr als 7 Prozent im Jahr aufweisen.

"Ohne die Entwicklung der klein- und mittelständischen Unternehmen ist die Aufgabe (einer Verdoppelung des BIP) nicht realisierbar", sagte Gref. "Darum muss der Entwicklung der klein- und mittelständischen Unternehmen mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden."

Der Minister teilte mit, dass schon eine Vorlage für die Regierung vorbereitet wurde, die fünf Mechanismen zur Förderung von Kleinunternehmen enthält. Ein entsprechender Erlass soll in diesem Jahr ergehen. Zu den Mechanismen gehört laut Gref ein System von Kleinkrediten und die Schaffung von sogenannten Business-Inkubatoren. Sie sollen, wie German Gref sich ausdrückte, "Treibhausbedingungen" für das Unternehmertum schaffen. (RIA)