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Thema: Gegenseitige Sanktionen - Wirtschaftskrieg - Zollgebühren

  1. #1
    Avatar von Dagobert Duck
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    Gegenseitige Sanktionen - Wirtschaftskrieg - Zollgebühren

    Meinung
    Russland und Saudis driften vom US-Dollar und Euro hin zum Yuan
    Publicado: 13 Jun 2024 | 21:25 Uhr
    Russland und Saudis driften vom US-Dollar und Euro hin zum Yuan
    Russlands entfernt sich mehr und mehr von Euro und Dollar. Das jüngste Verbot des Handels mit Euro und US-Dollar an der russischen Börse markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung wirtschaftlicher Unabhängigkeit. Die Zukunft des russischen Handels liegt in China.


    Der russische Aktienmarkt sieht sich einem erheblichen Abschwung entgegen, da er am Donnerstag, dem 13. Juni, nach der Ankündigung erweiterter US-Sanktionen öffnet. Diese Sanktionen betreffen wichtige Finanzinstitutionen wie die Moskauer Börse, das National Clearing Center (NCC) und das National Settlement Depository (NSD). Infolgedessen wurde der Börsenhandel mit Dollar und Euro eingestellt, und die Zentralbank von Russland legt nun deren Wechselkurse auf Basis außerbörslicher (OTC) Transaktionen fest.

    Der Börsenhandel mit Dollar und Euro wird bald eingestellt. Allerdings hat das OFAC (Office of Foreign Assets Control) eine Frist bis zum 13. August gesetzt, um alle Geschäfte und Positionen abzuwickeln. Das bedeutet, dass die Russen noch zwei Monate Zeit haben.

    Wir haben lange in einer Situation gelebt, in der es in Russland keinen Börsenhandel mit Währungen gab. Und es scheint, dass wir wieder für eine gewisse Zeit so leben werden. Der Handel wird nicht an der Börse, sondern außerbörslich (OTC) stattfinden.

    Moskauer Börse setzt den Handel mit Euro und US-Dollar aus
    Moskauer Börse setzt den Handel mit Euro und US-Dollar aus
    Wer in dieser Situation definitiv profitieren wird, sind die Banken. Ihre Einnahmen werden durch die Ausweitung der Spreads und die höheren Kommissionen bei außerbörslichen Geschäften steigen.

    Es ist wahrscheinlich, dass mehrere Wechselkurse entstehen: der Kurs der Zentralbank, der Interbankenkurs, der Kurs für verschiedene Transaktionen, einschließlich Futures, sowie der Schwarzmarktkurs.

    Die Frage ist nur, wie stark diese Kurse voneinander abweichen werden. Das wissen wir noch nicht, aber bald werden wir auch das herausfinden.

    Währungsmarktdynamik:

    Der Rubel erreichte am Dienstag Jahreshöchststände von 87,37 Rubel pro Dollar, 94,60 Rubel pro Euro und 12,09 Rubel pro Yuan. Aufgrund der Sanktionen wurde der Handel mit Dollar, Euro und Hongkong-Dollar an der Moskauer Börse ausgesetzt.

    Die Haupt-Trading-Session für Währungen beginnt neu um 10.00 Uhr Moskauer Zeit. Zukünftig werden die Wechselkurse für Dollar und Euro, einschließlich Derivate, durch OTC-Transaktionen festgelegt und von der Zentralbank von Russland veröffentlicht. Der Yuan-Rubel-Wechselkurs wird nun als primärer Benchmark für Marktteilnehmer dienen.

    Globale Währungshandelspraktiken:

    Weltweit werden Währungen hauptsächlich außerbörslich (OTC) gehandelt, nicht an großen Börsen wie NYSE, Nasdaq, LSE und Deutsche Börse, die sich auf Indizes, Futures, Aktien und andere Finanzinstrumente konzentrieren.

    In Russland fand der Währungshandel traditionell an der Moskauer Börse statt, im Gegensatz zum globalen Standard der OTC-Plattformen. Die Moskauer Interbank Currency Exchange (MICEX), die später zur Moskauer Börse wurde, monopolisiert den Währungshandelsmarkt im Land. Also kommt es jetzt zu einer sogenannten Befreiung.

  2. #2
    Avatar von Dagobert Duck
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    Bank-Run und Börsen Stopp: So hart treffen die neuen US-Sanktionen Russland


  3. #3
    Avatar von Dagobert Duck
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    Ukraine...

    Zwei Jahre lang musste die Ukraine auf ihre alten Schulden keine Zinsen zahlen. Im August endet dieses Moratorium. Die Regierung in Kiew und die internationalen Gläubiger werden sich aber nicht einig ? Kiew verlangt mehr als 20 Prozent Schuldenerlass.

    Seit Anfang Mai fordern Gläubiger von der Ukraine, die Zinszahlungen für alte Kredite in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar im nächsten Jahr wiederaufzunehmen. Diese waren mit Beginn der militärischen Sonderoperation Russlands für zwei Jahre ausgesetzt worden. Diese Vereinbarung endet allerdings im August.

    Problem dabei sind nicht nur die privaten Gläubiger, darunter Pimco (eine Tochter der Allianz) und BlackRock, die Zinszahlungen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar jährlich erwarten. Der Wert ukrainischer Schuldverschreibungen ist gewaltig gefallen: Ein US-Dollar Nennwert besitzt bei demnächst fälligen Anleihen nur noch einen Marktwert von 25 bis 30 Cent. Verglichen mit der tatsächlichen Frontlage ist selbst das noch optimistisch, weil es für eine Wahrscheinlichkeit von 25 bis 30 Prozent steht, dass die fälligen Kredite abgelöst werden. Ende des Jahres 2021 waren das noch 1,08 Dollar. An der Frankfurter Börse liegt die Nachfrage nach ukrainischen Staatsanleihen derzeit bei null.

    Hinzu kommt noch, dass diese ukrainischen Staatsanleihen in US-Dollar nominiert sind, der Kurs der ukrainischen Griwna aber von 0,038 US-Dollar im Januar 2022 auf derzeit 0,025 US-Dollar gefallen ist.

    Neben den privaten Gläubigern gibt es aber noch das Interesse diverser Regierungen, die im Verlauf der letzten zwei Jahre Kredite an die Ukraine vergeben haben und jetzt fürchten, gegenüber den privaten Gläubigern ins Hintertreffen zu geraten, weil sie Zinszahlungen erst ab 2027 erwarten und sich nun sorgen, dass ihre Mittel verwendet werden, um die privaten Gläubiger zu befriedigen.

    Seit zwei Wochen laufen die Verhandlungen der ukrainischen Regierung mit den Gläubigern, bisher ohne Ergebnis. 20 Prozent Verlust auf die Anleihen wurden von den Märkten ohnehin erwartet, die Forderung der ukrainischen Regierung auf Schuldenerlass liegt jedoch nach Angaben von Reuters noch weit darüber.

    Die gesamte Staatsverschuldung der Ukraine beläuft sich auf 143,6 Milliarden US-Dollar, allerdings dürften die Kredite, die jüngst etwa über die EU oder die USA vergeben wurden, darin nicht enthalten sein. Real ist kaum anzunehmen, dass in Zukunft ein ukrainischer Staat tatsächlich diese Schulden oder zumindest die Zinsen darauf bezahlt, denn erste Voraussetzung dafür wäre, dass es einen ukrainischen Staat gibt.

  4. #4

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    Selbst wenn de Krieg jetzt enden wuerde, könnte die Ukraine keinen Cent Zinsen zahlen, von Rueckzahlungen der Kredite ganz zu schweigrn.
    Das Geld wuerde ja nicht einmal reichen, um die wichtigsten Ausgaben zu tätigen, wenn man die Zahlungen an die Beamten einstellen wuerde.
    Die Ukraine ist sofort bankrott, wenn der Krieg endet, und keine Gelder mehr aus Westeuropa mehr fließen.
    Und je länger der Krieg dauert, desto größer werden die Summen, die Europa in dieses Faß gepumpt hat, und niemals wieder sehen wird.
    Dazu kommen noch die immensen Summen, die fuer die Nachruestung in Westeuropa in den nächsten Jahren kommen, bei immer schlechterer Demographie und massenweiser uwanderung von Leuten, die den Fachkräftemangel noch verstärken, statt ihn zu mildern.

  5. #5
    Avatar von Dagobert Duck
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    Genau deshalb wird die Ukraine so oder so, schnell mit einem Sonderstatus, in die Europäische Union aufgenommen...
    (Das finanzielle wird die EZB schon richten, und die Ukraine von A-Z durchfinanzieren.)

  6. #6
    Avatar von Dagobert Duck
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    Euro-Sozialhilfe Empfänger Italien lässt es krachen.


  7. #7
    Avatar von Dagobert Duck
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    Saudi-Arabien bremste G7 bei Sanktionen gegen Russland-Zentralbank aus


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