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Thema: langfristig nach Russland ausreisen

  1. #1

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    langfristig nach Russland ausreisen

    Hallo liebe Russlandreisende!

    Ich habe den Wunsch, in Russland ein paar Jahre zu leben und zu arbeiten. Ich stelle es mir so vor: ich fahre nach Russland, suche mir vor Ort eine Arbeitsstelle und bleibe dann auf unbestimmte Zeit im Land. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Obwohl ich viele nützliche Infos auf verschiedenen Webseiten gelesen habe, weiß ich leider immer noch nicht, wie meine Schritte im Einzelnen sein sollen.

    Wie muss ich "visumstechnisch" überhaupt vorgehen, um in Russland arbeiten und wohnen zu dürfen?

    Ist das korrekt so, wenn ich z.B. mit einem Privat- oder Arbeitsvisum einreise und sofort einen Antrag auf die zeitweilige Aufenthaltserlaubnis stelle? Da die Sachbearbeitung im Normalfall etwa 6 Monate in Anspruch nimmt, muss ich dann Russland wieder verlassen und in Deutschland auf die Entscheidung abwarten. Bei positiver Entscheidung kann ich in Russland 3 Jahre lang wohnen und arbeiten. Ist die Vorgehensweise richtig so oder habe ich einen Denkfehler?
    Gibt es hier Menschen, die nach Russland ausgereist sind? Ich brauche dringend Tipps, wie das ganze Ausreiseverfahren aussieht.

    Stimmt das, dass die zeitweilige Aufenthaltserlaubnis nur von Ausländern, die sich bereits in Russland befinden, beantragt werden kann?

    Viele Grüße
    Nikita

    Vorweg: Studentenvisum und das Rückkehrerprogramm kommen für mich nicht in Frage.

  2. Nach oben   #2
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    Zitat Zitat von Nikita Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Russlandreisende!

    Ich habe den Wunsch, in Russland ein paar Jahre zu leben und zu arbeiten. Ich stelle es mir so vor: ich fahre nach Russland, suche mir vor Ort eine Arbeitsstelle und bleibe dann auf unbestimmte Zeit im Land. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Obwohl ich viele nützliche Infos auf verschiedenen Webseiten gelesen habe, weiß ich leider immer noch nicht, wie meine Schritte im Einzelnen sein sollen.

    Wie muss ich "visumstechnisch" überhaupt vorgehen, um in Russland arbeiten und wohnen zu dürfen?

    Ist das korrekt so, wenn ich z.B. mit einem Privat- oder Arbeitsvisum einreise und sofort einen Antrag auf die zeitweilige Aufenthaltserlaubnis stelle? Da die Sachbearbeitung im Normalfall etwa 6 Monate in Anspruch nimmt, muss ich dann Russland wieder verlassen und in Deutschland auf die Entscheidung abwarten. Bei positiver Entscheidung kann ich in Russland 3 Jahre lang wohnen und arbeiten. Ist die Vorgehensweise richtig so oder habe ich einen Denkfehler?
    Gibt es hier Menschen, die nach Russland ausgereist sind? Ich brauche dringend Tipps, wie das ganze Ausreiseverfahren aussieht.

    Stimmt das, dass die zeitweilige Aufenthaltserlaubnis nur von Ausländern, die sich bereits in Russland befinden, beantragt werden kann?

    Viele Grüße
    Nikita

    Vorweg: Studentenvisum und das Rückkehrerprogramm kommen für mich nicht in Frage.
    Das Hauptproblem dürfte der Job sein. Einreisen solltest du mit einem Touristen- oder Businessvisum. Zu bekommen in vielen Visumservice Firmen und dann erstmal einen Job suchen und eine Wohnung.
    Ansonsten ist alles sehr gut bei Uwe beschrieben http://kaliningrad-domizil.ru/portal...-and-besucher/


  3. Nach oben   #3

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    Grüß Euch,

    Ich habe leider auch ein Problem.

    Meine Frau ist Russin, ich deutscher Staatsbürger, und wir sind schon seit fast 5 Jahren verheiratet. Wir haben uns jetzt entschieden für immer nach Russland zu gehen. Sie ist dort gemeldet und hat somit bereits eine Wohnadresse.

    Um überhaupt einreisen zu können brauche ich ein Visum. Danach müßte ich eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen.

    Meine Frage wäre jetzt: Wie lange beträgt die Bearbeitungszeit hierfür in Russland. Und muß ich eventuell während der Entscheidungsperiode (vielleicht weiß jemand über die Dauer bescheid) wieder ausreisen, falls mein Visum abgelaufen sein sollte? Oder ist das sogar nicht relevant, da meine Frau russische Staatsbürgerin ist?

    Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar.

    Liebe Grüße
    Dejan

  4. Nach oben   #4
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    Ständiger Aufenthalt in Russland

    Hallo und Guten Tag Dejan,

    ... es ist alles nicht so schlimm, wie es immer erzählt wird. Um alles korrekt abzuwickeln benötigen Sie aus Deutschland Ihre Original-Geburtsurkunde und ein polizeiliches Führungszeugnis mit doppelter Apostille und nicht älter als sechs Monate. Sie beantragen zuerst das Zeitweilige Wohnrecht, welches Sie nach sechs Monaten erhalten, sofern keine Versagungsgründe vorliegen. Das Zeitweilige Wohnrecht beinhaltet bereits die Arbeitsgenehmigung. Nach Ablauf von weiteren sechs Monaten können Sie schon den Antrag auf eine Aufenthaltsgenehmigung stellen, die dann ebenfalls nach sechs Monaten erteilt wird. Die in Russland beizubringenden Dokumente (ärztliche Untersuchungen, Unterkunftsnachweis, Einkommensnachweis usw.) sind nicht schwierig zu erlangen. Bei entsprechender guter "Logistik" ist der gesamte Vorgang innerhalb von einer Woche in aller Ruhe zu schaffen. Sie können sich auch gerne auf unserer Internetseite kundig machen. Hier haben wir ein ganz ausführliches Info-Material zu dieser Problematik erarbeitet.


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    Uwe Niemeier

  5. Nach oben   #5

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    Hallo Herr Niemeier,

    vorab vielen Dank für Ihre Information. Mich beunruhigt und irritiert nur diese Passage von Ihnen:

    "Sie beantragen zuerst das zeitweilige Wohnrecht, welches Sie nach sechs Monaten erhalten."

    Somit stellt sich für mich die Frage wie ich mich innerhalb der ersten sechs Monate in Russland verhalte bis zur Bewilligung des kurzzeitigen Aufenthaltrechts.
    Darf ich schon arbeiten oder bin ich ein halbes Jahr zum "Däumchendrehen" verurteilt? Welches Visum müßte ich dann überhaupt einholen? Muß ich sogar Russland kurzzeitig verlassen und wieder einreisen?

    Liebe Grüße

    Dejan

  6. Nach oben   #6
    Kaliningrad-Domizil.RU
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    ... alles braucht seine Zeit

    ... so auch das Zeitweilige Wohnrecht. Sie lassen sich einladen, z.B. von Ihrer Frau und beantragen ein Visum mit dem Zweck "der ständigen Wohnsitznahme in Russland". Das zuständige Konsulat wird Sie entsprechend beraten. Während der 6-monatigen Bearbeitung können Sie natürlich reisen, denn Sie haben ein Visum in dessen Rahmen Sie sich bewegen können.
    Arbeiten dürfen Sie während dieser sechs Monate nicht, es sei denn, Sie haben einen Arbeitgeber der Sie eingestellt hat und für Sie eine Arbeitsgenehmigung erhalten hat. Wenn Sie sich selbständig machen wollen steht diesen Arbeiten nichts entgegen. Man kann schon vieles erledigen, ohne das dies als "arbeiten" ausgelegt werden kann.
    Um den Stempel "Zeitweiliges Wohnrecht" zu erhalten, brauchen Sie nicht auszureisen. Sie erhalten eine Benachrichtung, melden sich beim zuständigen Migrationsdienst, die stempeln dann Ihren Reisepass und damit können Sie dann bis zu drei Jahren in Russland leben (bitte nicht vergessen sich jedes Jahr einmal mit einer Anwesenheitsbestätigung beim Migrationsdienst zu melden)
    Uwe Niemeier

  7. Nach oben   #7

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    Zitat Zitat von domizil Beitrag anzeigen
    ... so auch das Zeitweilige Wohnrecht. Sie lassen sich einladen, z.B. von Ihrer Frau und beantragen ein Visum mit dem Zweck "der ständigen Wohnsitznahme in Russland". Das zuständige Konsulat wird Sie entsprechend beraten. Während der 6-monatigen Bearbeitung können Sie natürlich reisen, denn Sie haben ein Visum in dessen Rahmen Sie sich bewegen können.
    Arbeiten dürfen Sie während dieser sechs Monate nicht, es sei denn, Sie haben einen Arbeitgeber der Sie eingestellt hat und für Sie eine Arbeitsgenehmigung erhalten hat. Wenn Sie sich selbständig machen wollen steht diesen Arbeiten nichts entgegen. Man kann schon vieles erledigen, ohne das dies als "arbeiten" ausgelegt werden kann.
    Um den Stempel "Zeitweiliges Wohnrecht" zu erhalten, brauchen Sie nicht auszureisen. Sie erhalten eine Benachrichtung, melden sich beim zuständigen Migrationsdienst, die stempeln dann Ihren Reisepass und damit können Sie dann bis zu drei Jahren in Russland leben (bitte nicht vergessen sich jedes Jahr einmal mit einer Anwesenheitsbestätigung beim Migrationsdienst zu melden)
    Uwe Niemeier
    Hallo Herr Niemeier

    Ich muß Ihnen sagen, dass man sich glücklich schätzen kann wenn man an Sie gerät. Sie haben uns wirklich sehr geholfen. Natürlich habe ich mich auch anderweitig schlau gemacht. Leider war alles sehr halbwissend und man braucht deshalb mehrere Anlaufstellen um das zu erfahren was man von Ihnen aus einer Hand äußerst sachkundig erfährt.

    Ich bedanke mich an dieser Stelle sehr herzlich für Ihre Hilfe.

    Dejan

  8. Nach oben   #8
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    ... keine Ursache ...

    ... als ich nach Russland kam, hatte ich auch viele, sehr viele Fragen und es war niemand da, der sie mir beantworten konnte. Also meine Vorstellung reicht aus, wie es bei anderen aussieht, wenn sie denn eine Übersiedlung nach Russland planen. Und wenn man helfen kann so sollte man es auch tun. Ich habe in Kaliningrad viele gute Bekannte, die mir bei der Bewältigung des täglichen Lebens helfen und ich versuche einfach nur andere auch von dieser Hilfsbereitschaft der Russen profitieren zu lassen. Außerdem leite ich eine Informationsagentur - wir leben von unserem Image...
    Uwe Niemeier

  9. Nach oben   #9
    Avatar von Struppi
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    Ich habe eine Frage zum Status des staedigen Aufenthaltes. Welche rechtlichen Aenderungen gehen mit einer unbefristeten Aufentaltsgenemigung einher? Meine Sachbearbeiterin die fuer mich meine Visumangelegenheiten geregelt hat (Spe. Expart) sagte mir das dadurch mehr Abgaben an den russischen Staat anfallen (ueber den 13%). Ist das richtig?

  10. Nach oben   #10
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    ... zuerst eine kleine Korrektur: Es gibt keine ständige Aufenthaltsgenehmigung für Russland (leider). Es gibt eine Aufenthaltsgenehmigung für 5 Jahre. Sechs Monate vor Ablauf der Aufenthaltsgenehmigung sollte ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden, wenn dies denn so gewünscht wird.

    Die Aussage, dass mit der Aufenthaltsgenehmigung für die Firma mehr Kosten anfallen ist nicht richtig. Als Inhaber einer Aufenthaltsgenehmigung sind Sie Resident und zahlen so wie alle anderen Russen 13 Prozent Lohnsteuern. Die Sozialabgaben sind die gleichen wie für Russen auch. Der Vorteil für die Firma ist, dass Sie keine gesonderte Arbeitsgenehmigung brauchen und nicht unter die Quotenregelung fallen.

    Der Erhalt einer Aufenthaltsgenehmigung ist an sich relativ einfach - sofern man die Voraussetzungen erfüllt, die in der russischen Gesetzgebung dafür genannt sind. Nur einfach arbeiten zu wollen in Russland ist dafür nicht ausreichen. Wichtig ist, dass der Lebensmittelpunkt sich in Russland befindet, d.h. mindestens 183 Tage im Jahr Aufenthalt in Russland.

    Uwe Niemeier
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  11. Nach oben   #11
    Avatar von Struppi
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    Danke fuer die schnelle Antwort. Das heisst also, ich muss alle 5 Jahre zum Arzt um mich fuer ein Visum untersuchen zu lassen? Z.Z als special expart habe ich ein Visum inc. green card von 3 Jahren. Alle Unterlagen wurden von meinem Arbeitgeber vorbereitet, ich musste das eine oder andere unterschreiben und nur noch das abholen unterlag meiner Verantwortung ( in der Naehe der Metrostation Taganka-Moskau).

    Fals ich das machen lasse, kann ich diesen Genehmigungsprozess von einer dritten Person ausfuehren lassen, oder muss ich selbst zum Amt?

  12. Nach oben   #12
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    ... Sie müssen nur einmal alle ärztlichen Untersuchungen durchführen lassen. Bei der Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung sind keine wiederholenden ärztlichen Untersuchungen nötig. Natürlich können Sie Dritte mit einbeziehen in den gesamten Antragsprozess - aber ansonsten ist Ihre Anwesenheit beim Migrationsdienst bei der Abgabe der Unterlagen schon notwendig, da auch Ihre Fingerabdrücke abgenommen werden.
    Uwe Niemeier

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