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Thema: Kaliningrad - Ausrichterstadt der Fußball-Weltmeisterschaft 2018

  1. #1
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    Kaliningrad - Ausrichterstadt der Fußball-Weltmeisterschaft 2018

    Die Entscheidung, dass Russland Ausrichterland der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 wird, ist schon längst gefallen. Dann mußten die Ausrichterstädte ausgewählt werden. Im September 2012 fiel dann die fieberhaft auch in Kaliningrad erwartete Entscheidung. Immerhin gab es 16 russische Bewerberstädte und 11 werden nur benötigt. Während wir Kaliningrader zum großen Teil davon überzeugt waren, dass es keinen Zweifel an unserer Teilnahme gibt, kamen doch kurz vor der Entscheidung Meldungen auf, die uns "zittern und bangen" ließen. Aber es steht fest: Wir gehören zu den Ausrichterstädten. Unser Vorteil ist, dass wir die am weitesten westlich gelegene Ausrichterstadt sind - direkt an der Ostgrenze der Europäischen Union und vermutlich - so der jetzige Erkenntnisstand - werden 3 - 4 Spiele in Kaliningrad ausgetragen.
    Bis 2018 wird in Kaliningrad "kein Auge trocken bleiben", kein Stein auf dem anderen bleiben. Sowohl Kaliningrad wie auch die Föderation investieren viel Geld in die Vorbereitung dieses Ereignisses. Für Kaliningrad eine einmalige Chance, alles in die Bahnen zu lenken, die es für eine glückliche Zukunft braucht.

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    Wir werden an dieser Stelle berichten, was es Neues und Interessantes gibt und hoffen auf Ihr Interesse.
    Uwe Niemeier

  2. Nach oben   #2

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    Eine kleiner Überblick dazu:

    Russland wird in den kommenden Jahren eine Reihe von Sportevents ausrichten, unter anderem die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, 2018 die Fußball-Weltmeisterschaft und 2017 den Confederations Cup.

    Alle diese sportlichen Höhepunkte stellen Russland vor große Herausforderungen, da viele Voraussetzungen für ihre Durchführung erst noch geschaffen werden müssen. Während in Sotschi und Kasan die Bauarbeiten längst begonnen haben bzw. schon abgeschlossen wurden, stehen die Vorbereitungen für die Fußballweltmeisterschaft noch relativ am Anfang.

    Bis zur Fußball-WM 2018 in Russland sind es noch fünf Jahre. Doch die Vorbereitungen für das Großereignis laufen bereits auf Hochtouren. Besonders große Investitionen fließen neben dem Stadionbau in dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Die 11 Austragungsorte planen Hotels, Straßen, Brücken und Trainingsplätze neu zu bauen bzw. die vorhandenen Objekte zu modernisieren.

    Nachdem Russland im Dezember 2010 den Zuschlag für die Fußball-WM bekommen hatte, überschlugen sich russische Medien mit Schätzungen des nötigen Investitionsvolumens. Damals war von rund 35 Milliarden Euro die Rede. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass diese Summe kaum ausreichen wird. Der Freude über die Vergabe folgte auch sofort die Realität - es standen Fragen zur nachhaltigen Nutzung der Objekte, zum Baustil und zur Finanzierung ganz oben auf der Agenda.
    Alle Experten sich einig, dass eine große und starke Brücke zwischen allen beteiligten Behörden gespannt werden muss. Für die infrastrukturelle Entwicklung der Veranstaltungsorte während der WM 2018 müssen das Wirtschaftsministerium, das Sportministerium und die regionalen Behörden ganz fest zusammenarbeiten und gemeinsam in einem Boot sitzen, damit eine erfolgreiche Strategie erarbeitet werden kann.

    Damit Russland im Jahr 2018 einen „Urlaub“ für die ganze Welt ausrichten kann, muss ein ganz klarer Kontext zwischen allen Beteiligten stattfinden, um eine nachhaltige Nutzung der Objekte zu gewähren, unter Berücksichtigung aller umwelttechnischen Gesichtspunkte. Dieses, damit auch von Russland diese große Chance zur Verbesserung der Infrastruktur im gesamten Land konsequent genutzt wird.

    Von den russischen Stadtplanern wurden die Austragungsorte der Fußball-WM 2018 in drei Kategorien unterteilt: Kleine-Städte, Millionen-Städte und Sport-Städte.

    Zu den Kleinen-Städten zählen Kaliningrad und Saransk. In Kaliningrad wird ein neues Stadion gebaut, neue Straßenbahnlinien errichtet, das Straßennetz erweitert und derzeitig über eine neue Eisenbahnlinie zum Flughafen laut nachgedacht. Da dieses alles für Kaliningrad eine sehr große Herausforderung darstellt haben Polen und Litauen eine Zusammenarbeit angeboten.
    In Saransk hat der Stadionbau bereits begonnen. Das neue Stadion wird fast im Stadtzentrum errichtet. Östlich von dem Stadion wird eine neue Mikro-Stadt entstehen. Weiterhin soll ein neuer Flughafen entstehen, auch damit eine bessere Anbindung an die Nachbarregionen erfolgen kann.

    Zu den Millionen-Städten gehören: Samara, Wolgograd, Rostow am Don, Jekaterinburg, Nischni Nowgorod, Kasan und Sotschi.
    In Samara soll das Stadion an dem Stadtrand verlegt werden, mit einer direkten Verbindung zum Hauptbahnhof. Das Metro- und Hotelnetz wird verstärkt erneuert und ausgebaut werden. So entstehen eine neue Metro-Linie und auch eine neue Straßenbahn-Linie, damit der Flughafen besser angebunden ist. Das gesamte Stadtzentrum wird für das Fan-Festival restauriert.
    Die Stadt Wolgograd verläuft über 90 Kilometer entlang an der Wolga. Dieses erweist sich sehr positiv für den An- und Abtransport von Baustoffen. In Wolgograd soll das vorhandene Stadion umgebaut werden, gleiches gilt für den Flughafen. Wolgograd gilt als Geburtsstadt der Schnell-Tram-Bahnen. Das gesamte Tram-Netzt in Wolgograd soll modernisiert werden. Weiterhin ist eine Umgehungsstraße geplant damit das Stadtzentrum vom Verkehrsaufkommen entlastet wird.
    Der jetzige Flughafen in Rostow soll geschlossen werden und ein neuer Airport gebaut werden. Auch ein neues Fußballstadion entsteht in Rostow und über eine Schwebebahn wird noch verhandelt. Vielleicht entsteht in Rostow sogar eine neue Metrolinie. Rostow ist auch die einzige russische Stadt, wo für das Straßenbahnnetz die europäische Spurbreite verwendet wird. Neben Samara soll auch Rostow als Zugpferd für die gesamte Region dienen.
    Jekaterinburg ist die östliche Austragungsstadt der WM 2018 in Russland. Hier wird ein neues Stadion direkt im Stadtzentrum entstehen. Weiterhin hat der Bau vieler neuer Hochhäuser schon begonnen. Der Flughafen soll eine Bahnanbindung zum Stadtzentrum erhalten. Zur komfortablen Unterbringung der Fußball-Fans sind etliche neue Hotels geplant.
    Nischni Nowgorod bekommt zwei neue Metrolinien und 30 neue Hotels. Weiterhin wird auch in Nischni ein komplettes neues Fußballstadion gebaut werden. Das gesamte Gebiet um dieses Stadion ist ein „Riesenprojekt“ - Wohnhäuser, Einkaufszentren und ein Innovationspark sollen dort entstehen.
    In Kasan fand dieses Jahr die Sommeruniversiade statt und in Sotschi im nächsten Jahr die Olympischen Winterspiele, deshalb sind in diesen beiden Städten die infrastrukturellen Maßnahmen und Bauarbeiten bereits fast abgeschlossen.

    Moskau und St. Petersburg wurden von den russischen Stadtplanern bei den Sport-Städten eingeordnet.
    Das neue Fußball-Stadion in St. Petersburg für die WM 2018 soll am 15. Dezember 2015 eingeweiht werden. In der Zwischenzeit wird an diesem Stadion auch bereits seit 2006 gebaut, gleiches gilt für den neuen Flughafen. Eigentlich sollte das Stadion 225 Millionen Dollar kosten, jetzt ist die Rede von 34 Milliarden Rubeln (850 Millionen Euro), damit ist dieses Stadion eines der teuersten Stadien der Welt. Eine Metro-Linie soll ebenfalls in St. Petersburg gebaut werden. Da aber die Metro in St. Petersburg sehr tief ist, wird diese neue Linie ebenfalls sehr teuer werden.
    In Moskau wird in zwei Stadien die WM 2018 ausgetragen – im Luschniki-Stadion und im neuen „Dynamo-Stadion“. Die Metro in Moskau wird auch modernisiert und erweitert. Weitere Hotels stehen auch ganz oben in der Stadtplanung.

    Unterschiedlich ist die geplante Finanzierung der Bauprojekte: die soll zum Teil aus staatlichen, zum Teil aus regionalen und auch aus privaten Mitteln erfolgen. Die Regionen Jaroslawl, Kaluga, Uljanowsk, weitere Regionen werden noch folgen, haben bereits ihre Zusage bei der Unterstützung mit Übernachtungsmöglichkeiten gegeben.


  3. Nach oben   #3
    Kaliningrad-Domizil.RU
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    ... der Fischer un sin Fru ... hoffentlich trifft das nicht ein

    ... ja, alles sachlich völlig richtig. Neben dem sachlichen Teil der zu organisierenden Weltmeisterschaft, kommt natürlich auch der emotionale Teil. Jede Stadt versucht nun die Versäumnisse der Vergangenheit mit einem "mächtigen Schlag" auszugleichen und bei der Planung sind viele Dinge natürlich schön, aber in Anbetracht der Finanzlage natürlich unreal. Gut ist, das es für die Städte die Chance gibt, einige Dinge schneller voranzutreiben, aber man sollte (trotz allem Lokalpatriotismus, den ich mir auch unterstelle) nicht vergessen, dass es auch noch ander Regionen in Russland gibt, die unter solchen Schwerpunktfinanzierungen nicht leiden sollten.
    Ich wünsche mir für Kaliningrad ein Maximum des Möglichen. Hier in Kaliningrad ist außer "bewegte Diskussionen" noch nichts real spürbar. Und das noch fünf Jahre Zeit sind - ist kein beruhigendes Gefühl - denn die Zeit vergeht viel zu schnell und wir wissen ja, dass alles das, was mit "bauen" zu tun hat, niemals nach Plan verläuft.
    Uwe Niemeier

  4. Nach oben   #4

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    Das die Städte bereits gut für die WM vorbereitet sind haben wir ja schon bei diesem Confed Cup miterleben dürfen. Ich freue mich schon drauf!


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