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Thema: Import nach Russland - Kalkulation und Risiken

  1. #1

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    Import nach Russland - Kalkulation und Risiken

    Hallo,

    anbei einige Informationen zum Import nach Russland, sowie den Kalkulationsansaetzen, gerade fuer Beginner im Russlandgeschaeft:

    Alle Angaben entsprechen meinen persoenlichen Erfahrungen und Eindruecken nach 4 Jahren Import nach Russland, sind aber ohne Gewaehr, Garantie oder Haftung.

    Die Entzollungsstelle sollte immer in der Naehe der eigenen Filiale/Firma geschehen, oft muessen zusaetzliche Dokumente nachgereicht werden - deren Bedarf weder nachvollziehbar noch durch irgendein Gesetzt gedeckt ist, man kommt aber trotzdem nicht herum, ansonsten steht die Ware erst fuer 2, dann fuer 6 Monate und dann ist man sie los. Guter Draht zum dt./euopaeischen Lieferanten ist unabdingbar! Alle Lieferdokumente muessen in Russisch sein, ich empfehle dt/engl/russ. Bei der ersten Entzollung sollte ein Vertreter des Lieferanten mit beim Broker sein, zwei Wochen einplanen, dann kann man schnell reagieren und Dokumente schnell nachreichen - danach hat man ein Schema, was und wie der Zoll braucht und kann die Dokumente entsprechend in Dt./Europa vorbereiten. Da hilft ein Gespraech mit dem Broker. Russ. Broker geben zwar ungern bis nie verbindliche Aussagen, waren mit mir mit den Problemen bestens vertraut und haben mich immer kompetent beraten - Trotz der ganzen Schwierigkeiten.

    Der Transport erfolgt meist in Lkw's, wobei orientierungsmaessig aus Deutschland ca. 4'000 Eur nach Moskau und Sankt Petersburg anfallen. "Russland"-Speditionen gibt es eine Menge und die Preise lassen sich leicht vergleichen. Achtung, wichtiger als Fahrkosten sind in Russland die Standgelder im russ. Zoll! Man sollte im Mittel mit einer Woche Standzeit bei Waren mit 15%-offiziellen Zollsatz rechnen und 2 Wochen bei 5%-Waren. 0%-Waren gibt es nicht!

    Die Vertragsgestaltung mit dem Endkunden sollte wirklich immer Standzeiten im Zoll als "Force Major" deklarieren, da die Waren durchaus grundlos 2 Monate stehen koennen. Spaetestens dann zahlt sich eine Abladung ins privat gefuehrte Zolllager aus. Kosten ca. 0,01 US$/kg*Tag bei 20to-Lieferungen, waehrend Lkw's bis zu 300 Eur/Tag kosten, Bei guten "Kontakten" sind die ersten 5 Tage frei und man kann auch bei laengerem Aufenthalt, groesser ein Monat, mal mit der Zolllagerfirma reden. Hat bisher immer zu einem Rabatt gefuehrt, da die privat, teils sogar auslaendische Firmen, sind und natuerlich keine Kunden verlieren wollen und defacto keine Kosten entstehen, wenn die Waren nur lagen.

    Kalkulation:

    20'000,- Warenwert in Deutschland

    10'000,- Ware 1, gemaess Zollauskunft zu 5%-Entzollung
    10'000,- Ware 2, gemaess Zollauskunft zu 15%-Entzollung
    4'000,- Transportkosten

    12'000,- Warenwert 1
    12'000,- Warenwert 2

    12'600,- inkl. offizieller Zollsatz 5%
    13'800,- inkl. offizieller Zollsatz 15%

    Die "Zollwertkorrektur" setzt den Rechnungswert als Bemessungsgrundlage des Zollwertes ausser Kraft, wenn der Importwert der Waren gem. russischer Zollstatistik hoeher liegt als der Rechnungswert. Dies hat nichts mit den Marktpreisen in Russland zu tun oder Preisen der nichtrussischen Konkurenz. Nicht bei asiatischen Waren, daher umgangssprachlich Strafzoll genannt.
    13'200,- inkl. Warenwertkorrektur 1
    15'600,- inkl. Warenwertkorrektur 2

    Die "Brokerberatung" benoetigt man bei jedem Import, auch wenn man eintausendmal die gleichen Waren importiert, boese Zungen sprechen da auch von verdeckter Korruption, aber soetwas kann ich natuerlich nicht erkennen! Schliesslich fuellt dafuer der Broker auch ein Importformular gemaess der europaeischen Exportdeklaration EX1 aus und dass sind 1-2 Seiten A4!
    13'575,- inkl. anteilige Brokerberatung, ca. 1'000,- US$ pro Deklaration
    15'975,- inkl. anteilige Brokerberatung, ca. 1'000,- US$ pro Deklaration

    Die "Brokerdienstleistung" umfasst fuer ca. 1'000,- US$ das Durchreichen der Importdeklaration durch das Fenster des Zollbeamten. DIe selbst zu probieren habe ich mehrfach aufgrund der imensen Kosten probiert, leider hatte fuer mich nie ein Beamter Zeit, war dafuer nicht zustaendig etc.
    13'950,- inkl. anteilige Brokerdienstleistung, ca. 1'000,- US$ pro Deklaration
    16'350,- inkl. anteilige Brokerberatung, ca. 1'000,- US$ pro Deklaration

    Die "Zolllagergebuehren" fallen infolge der privaten Zolllager an, je nach Zolllager zwischen 20-50 Euro/Tag&Lkw, bei Containern deutlich weniger, auf Lagertrailer geladenen Waren ca. 5-10 Euro/Tag*20to. Bei 10 Tagen Standzeit also 250 Euro pro Lkw, also 125 Euro fuer jede Ware.
    14'075,- Euro inkl. Zolllager Ware 1
    16'475,- Euro inkl. Zolllager Ware 2

    Hatte man die Waren noch Abgeladen bzw. einen Container kommen nochmals 500-1000 Euro fuer die Abholung hinzu. Wenn man vom Moskauer Zoll den Lkw zum Ural fahren laesst, sind es aber ca. 2'500 Euro/Lkw.

    Ein nachtraegliches Risiko zur Zolltarifnummernkorrektur besteht immer! Und auch wenn man Hausschuhe importierte, kann der Zoll diese als Werkzeuge nachtraeglich deklarieren und die Zollsatz- und Zollwertdifferenz mal eben per Kontopfaendung eintreiben. Dies kann man nur umgehen, wenn die russ. Firma knapp bei Kasse ist (max. zwei Monatslohnkosten auf dem Konto) und diese per Gericht stoppt und dann dagegen klagt, dass kann aber durchaus 6-10 Monate dauern, ist kostenintensiv und es ist nicht ausgeschlossen, dass ein dann doch Hausschuhe waren. Wer einmal gegen ein Zollamt klagt, und sei es weil diese "aus versehen eine falsche Kontonummer zur Ueberweisung der Zollgebuehren nannten", muss mit Zollsatz- und Zollwertkorrekturen aller Importe ueber dieses Zollamt rechnen. Man muss also abschaetzen koennen, ob man dies mit dem Risiko weiterer und nachtraeglicher Korrekturen eingeht und zahlt oder der Konfrontation "sucht". Mir sagte der Zoll dazumal, wenn ich das "falsch ueberwiesenen Geld wiederhaben moechte, schliesst der Zoll meine Firma." Prozesse laufen derzeit ca. 58 und es kommen noch knapp 50 dieses Zollamtes hinzu. Es lohnt sich also ueber einen Broker ueber mehrere Zollaemter zu entzollen, um das Risiko zu splitten. Wenn einen dann ein Broker aus Angst vor dem Verlust der 1 Mio US$ teuren Brokerlizens verlaesst, ist man wirklich verlassen. Da man eine Empfehlung eines guten Zollanwalts braucht. Auf Hilfe aus Deutschland kann man nicht bauen, alle Aemter taetigten die Aussage, dies waere nicht in ihrem Aufgabenbereich und Sache Russland, egal ob AHK, Botschaft oder Wirtschaftsdelegationen. Einzig der dt. Zoll bestaetigte Dokumente, die aber leider trotz notariellen Uebersetzungen ignoriert wurden. Zollgutachten der russischen TPP(IHK) und Gost-R's koennen nicht schaden, werden aber im Konfliktfalle sowieso ignoriert. Naja, wenn es zu einem Ergebnis kommt, melde ich mich. Nichtsdestotrotz, muss man das Risiko fuer die Ware 1 & 2 abschaetzen und mit Kalkulieren, Eintrittswahrscheinlichkeit 20 bzw. 5%. Ab dem dritten Jahr kommt man in eine erweiterte Statistik, nach mehrfachen Aussagen bekommt man dann diese Probleme automatisch und sollte entweder die Firma gleich schliessen und eine neue eroeffnen oder die Sache durchstehen und dann eine stabile russ. Firma besitzen.

    14'840,- Euro = 14'075,- + 20% * (2*10%*14'100+1'000Anwalt) Euro inkl. Zolllager Ware 1
    16'610,- Euro = 16'475,- + 5% * (10%*16'475+1'000Anwalt) Euro inkl. Zolllager Ware 1

    Standgelder, 250 Euro/Tag*10Tage/2 Waren
    16'090,- Euro inkl. Standgelder Spedition
    17'860,- Euro inkl. Standgelder Spedition

    Aus einem Warenwert von 20'000,- Eur in D werden also ohne Risiko und ohne Vertriebsmarge 33'950,- Eur. Eine in Russland bekannt Handformel heisst, Warenpreis in Russland = 2 x Preis in Europa, denn so kommt es dann meist inkl. Vertriebsmarge von 10% plus 5% Risiko auch beim Kunden an.

    Die MWSt-Ist auf den Zollwert zu entrichten, nicht ganz unwichtig, da man dafuer Cash braucht, also
    12'600,-*2*18%=4'536,- gleich 17'136,-
    13'800,-*2*18%=4'968,- gleich 18'768,-

    Wenn man mit Zoellnern spricht, so haben die meist Freunde oder selbst Firmen, ueber die sie entzollen. Die Angebote sind vielfaeltig, aber riskant. Aus der Mundpropaganda erfahren habe ich, dass dann oft die Korrekturen von Zolltarifnummern oder Zollwerten etc. nach 2-3 Jahren kommen. Wenn dabei der europaeische Warenursprung "verloren geht", handelt es sich immer um illegale Importe. Das ist quasi die Fangfrage bei allen Brokern, Importdienstleistern etc. und sollte man niemals vergessen, wenn man sich fuer einen Broker entscheidet. Man sollte immer nur ueber einen Broker entzollen, da Rivalitaeten zwischen den Brokern infolge deren unterschiedlichen Kontakten zum Zoll schnell fuer einen selbst das Hauptproblem beim Import werden koennen.

    Noch ein Tipp, sollte man nicht gerade direkt mit Gazprom&Co arbeiten, immer 100% Vorauskasse. Die Firmenlandschaft flukturiert hier sehr stark und regelmaessig. Ist man die Waren erstmal los, kann man durchaus nicht nur den Ansprechpartner verlieren. Aufgrund von Problemen, welcher Art auch immer, haben einige Firmen soganannte Puffer, die sich regelmaessig erneuern und ueber die die Geschaefte abgewickelt werden. Diese "Puffer" sichern den Fortbestand der Hauptfirma, Durchhaftung gibt es in Russland aber nicht, egal welche Dokumente man erhaellt. Das Argument ist nicht sehr beliebt, wird aber akzeptiert, dass man mit der Hauptfirma andere Zahlungskonditionen machen kann, als mit den Puffern.

    Schoenen Gruss
    KC

  2. Nach oben   #2
    Avatar von Tauroggen
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    Zwar habe ich nicht vor irgendetwas nach Russland zu importieren, aber die Lektüre dieses Beitrages hat mir doch ein wenig die Sprache verschlagen. Auf Herrn Putin als hoffentlich nächsten Präsidenten kommen weitere gewaltige Aufgaben zu.


  3. Nach oben   #3

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    Beim russischen Zoll gibt es sicher einige, die es gut meinen und einfach nicht besser wissen. So z.B. dass Zollbeschraenkungen Gift fuer die Wirtschaft sind und nur Arbeitsplaetze und Wohlstand kosten. Auf der anderen Seite gibt es auch Vorkommnisse, die auf Korruption im ultimativen Stil hindeuten.

    Man nehme einmal an, Importe nach Russland pro Jahr:
    200'000'000'000 US$
    20'000'000'000 US$ offizieller Zoll bei ca 10% mittlerem Zollsatz inkl. der ganzen staatl.Nebenkosten
    10'000'000'000 US$ bei 2'000 US$ Drittkosten je Import je 40'000 US$ Warenwert
    2'500'000'000 US$ durch die privat gefuehrten Zolllager
    2x2'500'000'000 US$ die 10 Mrd. fuer Zollwertkorrekturen teilen wir in 2,5 Mrd. tatsaechlich gezahlte und 7,5 Mrd gesparte und dafuer 2,5 Mrd. als Drittkosten gebucht, d.h.:

    Der russsiche Zoll sollte pro Jahr 22,5 Mrd. US$ einnehmen, die Drittkosten, nennen wir sie Zollmafia, Korruption und/oder andere Nebenkosten, nimmt 15 Mrd US$ ein.

    Die Empfaenger dieser Drittkosten haben sicher kein Interesse an einem rechtsstaatlichem Russland oder der Umsaetzung von Zollverfahren, d.h. es wird bald sichtbar, wer die Macht hat und ob man mit 15 Mrd. US$ auch einen Presidenten stuerzen kann. Nicht umsonst taenzelt Russland seit Jahren, um einen Eintritt in die WTO auszuweichen. Ob sich der President (so die allgemeine Stimmung) ueberhaupt davon lossagen kann, ist fraglich, denn das russ. Budget kann sich den Ausfall der theoretisch anfallenden 22,5 Mrd. US$ nicht leisten. Doch kommen wenigstens diese 22,5 Mrd. US$ beim russischen Staat an?

    Der russische Zoll hat sich ja ein hohes Ziel gesteckt, 100 Mrd. Rubel will er in 2012 mehr an das staatliche Budget ueberweisen und das in einer Kriesenzeit - evt. sieht dort ja jemand ein, dass er teilen muss ;-)

  4. Nach oben   #4

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    Hallo KrasnoeSelo und alle anderen,

    kann mir jemand bitte helfen?
    Meine Firma (Lebensmittelproduktion) will nach Russland ihre Ware verkaufen. Wie läuft das überhaupt? Kann ich direkt an Einzelhändler verkaufen (es gibt einige Lebensmittelhandelsketten) oder muss ich über Importeure gehen, die dann die Ware in den Markt streuen? Kann ich die Importeure vermeiden?
    Bin dankbar für jeden Hinweis...

  5. Nach oben   #5

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    Hallo Ainora,
    fuer Lebensmittel benoetigt man als erstes u.a. Hygienezertifikate, Importzertifikate(Gost-R) und russische Warenbeschriftungen, entweder in Form eines Zusatzettikettes (Schwarz-Weiss-Aufkleber) oder in Form von Hauseigenen Labels, da gibt es unzaehlige Vorschriften, was da zu stehen hat. Am besten mal ein Glas identische Importware in Russland kaufen, dann hat man einen Ueberblick, da von dem Aufkleber einiges ersichtlich ist. Nachdem man dies alles geklaert hat, gilt es den Importweg abzuklaeren. Entweder man nutzt russ. Importfirmen oder der Kunde bzw. die eigene russ. Firma importiert. Importiert man stets die gleiche Zolltarifgruppe, empfiehlt sich dringenst die Feststellung der Zolltarifnummer(n). Vom deutschen Zoll (deutsche IHK war sehr behilflich) gibt es Empfehlungen oder ein Gutachten (dauert lange) und von der russischen IHK, ebenfalls sehr kompetent, kann man ein Gutachten erstellen lassen. Erst danach sollte man die Gost-R's erstellen lassen, diese kann man hier an jeder Ecke fuer wenig Geld kaufen. Dort ist oft deutlich weniger Kompetenz vorhanden - aber vielleicht hatte ich auch immer Pech. Auf jeden Fall sollte das Gost-R so erstellt werden, dass es mit den dt./rus. IHK-Gutachten konform ist. Das deutsche Schreiben gleich in Russland notariel beglaubigt uebersetzen lassen und zusammen mit dem russischen Gutachten jeder Entzollung beglaubigt beilegen. Alle Lieferdokumente sollten in dt./russ. gefasst werden. Bei der ersten Entzollung sollte man den dt.Lieferanten, Laptop und Drucker dabeihaben - egal ob ueber Importfirma, Kunden oder selbst mit Broker.
    Die Kunden sollte man in jedem Fall selbst suchen, es gibt einige grosse Ketten wie Aschan, Real, Lenta, Karusell etc. - die sind sicher innerhalb von 1-2 Wochen kontaktiert, evt. kann man die Termine sogar via Internet machen. Die haben sicher auch schon Lieferantenwege, die gut zu wissen waeren. In Russland hilft man sich oft gegenseitig, auch unter Konkurenten, da die Buerokratie und leider auch noch zu oft die Korruption schon schwierig zu ueberwinden sind.
    Achtung bei Milch und aehnlichen, es gibt meines Wissens einige Gerichtsverfahren bzgl. der Hinweise eines finnischen Milchverkaeufers, dass seine Milch auch aus Kuehen stammt - da fuehlten sich einige russ. Milchbetriebe brueskiert, da muss man schon sensibel sein.
    Schoenen Gruss

  6. Nach oben   #6

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    Hallo KrasnoeSelo,

    herzlichen Dank für die hilfreiche Antwort!

    Viele Grüße

  7. Nach oben   #7

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    Hallo KrasnoeSelo,

    Sie haben reichlich Erfahrung in der Importabwicklung in Russland gesammelt und hoffe das Sie auch mir weiterhelfen können. Seit über zwei Jahren importieren wir Ware über einen Importeur und möchten jetzt prüfen ob wir nicht selber die Importabwicklung vornehmen sollten.

    Uns ist durchaus bekannt, dass wir zuerst eine Importlizenz benötigen und die Abwicklung der Importe sehr zeitintensiv sein kann.

    Haben Sie Erfahrungen diesbezüglich und können mir mitteilen wie kosten- und zeitintensiv der Erhalt von der Importlizenz ist. Ab wann macht es Ihres Erachtens nach Sinn die Abwicklung durch eigenes Personal durchzuführen.

    Vielen Dank im Voraus

  8. Nach oben   #8

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    Hallo Eldarion,

    eine Importlizenz kostet offiziell ca. 30 Mio RUB (1 Mio US$), sie kann bei Verstoss/Verstoessen wiederrufen werden. Ich kenne einige Firmen, die sich ein kauften, dann wieder verloren. Wurde dann per A4-Schreiben vom oeberen Zolleiter Bakaleinikov o.ae. wiederrufen. Dann werden alle Importe "geprueft" und "theoretisch" der Rest ausbezahlt.

    Wenn sie selbst Importeur(Kaeufer von auslaendischen Waren) sind, benoetigen sie diese Lizens gem. akt. Gesetzeslage nicht. Sie werden jedoch schnell feststellen, dass Ihnen niemand beim Zoll die Waren abstempeln wird. D.h. Sie koennen praktisch zwar selbst Importieren (Importerklaerung stempeln - unterschriftsberechtigt sind nur Personen mit russ. Pass!), werden jedoch um einen "Berater" beim Ausfuellen der Importerklaerung und beim "Durchreichen" zum passenden Zoellner nicht umher kommen.

    Da dieser Berater bereits durch den Beratungsvertrag haftet, kann er theoretisch auch stempeln, manche machen dass auch erst nach einigen Lieferungen selbst - ist halt sicherer.

    Eine solche Lizens zu erwerben ist nicht sonderlich schwer, beim FTS in Moskau erkundigen, wo und wie die Summe hinterlegt werden muss und es sollte mit ein bisschen Buerokratie funktionieren. Eine solche Lizens zu behalten, gelingt allerdings vielen Firmen (gerade Auslaendern bzw. Firmen mit Auslaendischen Beteiligungen bzw. ohne gute Kontakte zum russ. Zoll) nur bedingt.
    Solche Lizensen sind meiner Meinung nach nur etwas fuer Brokerfirmen.

    Je Zollamt/-bereich nur ein Broker, die sind auch nicht zimperlich mit ihren Konkurenten. Wenn sie weniger als 50 Importe durchfuehren, empfiehlt sich ein fester Broker. Mehr als 50 Importe bei einem Zollamt/-bereich halte ich generell fuer riskant, dann sollte man mehrere Wege oeffnen. Wenn es ein (selbst kleinstes) Problem mit diesem Zollamt gibt, ist dort fuer mindestens 12 Monate nicht mehr zu entzollen.
    Evt. sind es bei Ihnen nicht 50 Entzollungen, es ist eine reine Risikoberechnung:
    50 Entzollungen/Jahr, 40'000 eur/Ladung
    50 x 1'000eur Anwaltskosten fuer gerichtliche Verfuegung der Kontopfaendung bzgl. nachtraeglicher Zolltarifnummernaenderung
    50 x 1'000eur Anwaltskosten fuer Klage gegen Zolltarifnummernentscheid
    50 x 40'000eur x 10% Risiko, dass Zoll trotzdem pfaendet, angenommen Zolltarif mit 10% mehr
    50 x 3 Jahre x 1'000eur Anwaltskosten fuer gerichtliche Verfuegung der Kontopfaendung bzgl. nachtraeglicher Zollwertaenderung
    50 x 3 Jahre x 50% x 40'000 x 5% Zollwertkorrektur i.H.v. 50% des Warenwertes, bei 5% Zolltarif
    = maximaler Kapitalbedarf zur Abwehr der Schliessung der Firma durch den Zoll: 600'000eur
    Jetzt liegt es an Ihnen, die Summe zu bewerten, aus dem Bauchgefuehlt sollten es schon 1/3 davon sein.
    Evt. erschreckt es sie, und sie liefern lieber ueber Dritte oder sie liefern jedes Jahr ueber eine andere Firma. Dieses Schema ist sehr beliebt bei russischen Firmeninhabern und sicher - garantiert aber nahezu, dass sie bei staatlichen Ausschreibungen nicht beachtet werden.

    Viel Glueck mit dem russischen Zoll - Sie werden es brauchen!


    Alle Info's nach bestem Wissen und Gewissen, allerdings ohne Gewaehr.

  9. Nach oben   #9

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    Ich empfehle, die Ratifizierung des WTO Beitritts Russlands im Juni/Juli abzuwarten, da werden sich einige Sachen grundlegend aendern und die Karten komplett neu gemischt - hoffentlich zum besseren!

  10. Nach oben   #10

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    Zitat Zitat von KrasnoeSelo Beitrag anzeigen
    Hallo Eldarion,

    eine Importlizenz kostet offiziell ca. 30 Mio RUB (1 Mio US$), sie kann bei Verstoss/Verstoessen wiederrufen werden. Ich kenne einige Firmen, die sich ein kauften, dann wieder verloren. Wurde dann per A4-Schreiben vom oeberen Zolleiter Bakaleinikov o.ae. wiederrufen. Dann werden alle Importe "geprueft" und "theoretisch" der Rest ausbezahlt.

    Wenn sie selbst Importeur(Kaeufer von auslaendischen Waren) sind, benoetigen sie diese Lizens gem. akt. Gesetzeslage nicht. Sie werden jedoch schnell feststellen, dass Ihnen niemand beim Zoll die Waren abstempeln wird. D.h. Sie koennen praktisch zwar selbst Importieren (Importerklaerung stempeln - unterschriftsberechtigt sind nur Personen mit russ. Pass!), werden jedoch um einen "Berater" beim Ausfuellen der Importerklaerung und beim "Durchreichen" zum passenden Zoellner nicht umher kommen.

    Da dieser Berater bereits durch den Beratungsvertrag haftet, kann er theoretisch auch stempeln, manche machen dass auch erst nach einigen Lieferungen selbst - ist halt sicherer.

    Eine solche Lizens zu erwerben ist nicht sonderlich schwer, beim FTS in Moskau erkundigen, wo und wie die Summe hinterlegt werden muss und es sollte mit ein bisschen Buerokratie funktionieren. Eine solche Lizens zu behalten, gelingt allerdings vielen Firmen (gerade Auslaendern bzw. Firmen mit Auslaendischen Beteiligungen bzw. ohne gute Kontakte zum russ. Zoll) nur bedingt.
    Solche Lizensen sind meiner Meinung nach nur etwas fuer Brokerfirmen.

    Je Zollamt/-bereich nur ein Broker, die sind auch nicht zimperlich mit ihren Konkurenten. Wenn sie weniger als 50 Importe durchfuehren, empfiehlt sich ein fester Broker. Mehr als 50 Importe bei einem Zollamt/-bereich halte ich generell fuer riskant, dann sollte man mehrere Wege oeffnen. Wenn es ein (selbst kleinstes) Problem mit diesem Zollamt gibt, ist dort fuer mindestens 12 Monate nicht mehr zu entzollen.
    Evt. sind es bei Ihnen nicht 50 Entzollungen, es ist eine reine Risikoberechnung:
    50 Entzollungen/Jahr, 40'000 eur/Ladung
    50 x 1'000eur Anwaltskosten fuer gerichtliche Verfuegung der Kontopfaendung bzgl. nachtraeglicher Zolltarifnummernaenderung
    50 x 1'000eur Anwaltskosten fuer Klage gegen Zolltarifnummernentscheid
    50 x 40'000eur x 10% Risiko, dass Zoll trotzdem pfaendet, angenommen Zolltarif mit 10% mehr
    50 x 3 Jahre x 1'000eur Anwaltskosten fuer gerichtliche Verfuegung der Kontopfaendung bzgl. nachtraeglicher Zollwertaenderung
    50 x 3 Jahre x 50% x 40'000 x 5% Zollwertkorrektur i.H.v. 50% des Warenwertes, bei 5% Zolltarif
    = maximaler Kapitalbedarf zur Abwehr der Schliessung der Firma durch den Zoll: 600'000eur
    Jetzt liegt es an Ihnen, die Summe zu bewerten, aus dem Bauchgefuehlt sollten es schon 1/3 davon sein.
    Evt. erschreckt es sie, und sie liefern lieber ueber Dritte oder sie liefern jedes Jahr ueber eine andere Firma. Dieses Schema ist sehr beliebt bei russischen Firmeninhabern und sicher - garantiert aber nahezu, dass sie bei staatlichen Ausschreibungen nicht beachtet werden.

    Viel Glueck mit dem russischen Zoll - Sie werden es brauchen!


    Alle Info's nach bestem Wissen und Gewissen, allerdings ohne Gewaehr.

    Hallo KrasnoeSelo,

    vielen Dank für Ihre Antwort die meine Skepsis ein Stückweit bestätigt hat. Wir haben aktuell ca. zwei Importe monatlich mit einem durchschnittlichem Warenwert von ca. EUR 180.000, gemäß Ihrer Kalkulation würde da ein doch sehr stolzer Betrag zusammenkommen um eine mögliche Schließung der Firma durch den Zoll abzuwehren.

    Ich werde dies mit in unsere Entscheidung einfließen lassen und die Kosten die uns aktuell für den Import entstehen in Relation stellen.

    Haben Sie Erfahrungswerte wie viel Importeure für die Abwicklung verlangen? Aktuell werden uns zwischen 3 % und 4 % vom EXW Wert in Rechnung gestellt. Ist dies OK?

    Nochmals vielen Dank für Ihre Antwort.

  11. Nach oben   #11

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    Hallo Eldarion,

    Broker, die mit % arbeiten, sind mir ueberhaupt nicht bekannt. Kosten pro Deklaration derzeit ca. 2 x 30'000rub plus Zolllager.

    Ich melde mich die Tage nochmal, da derzeit sich etwas im Sankt Petersburger Raum im Bezug auf Zoll veraendert. Es wird sich heute entscheiden, wie die Zollverwaltung Nord-West arbeitet. Um Sie aufzuklaeren, es gibt einige - wahrscheinlich - zehntausende von Gerichtsverfahren gegen das baltische Zollamt. Heute prueft die Zollverwaltung Nord-West einen der ersten Betroffenen, hinsichtlich WTO sins alle sehr auf das Ergebnis gespannt, ob die Zollverwaltung Nord-West einen Zolltarifentscheid es der EU bestaetigt oder anfechtet.

    Faellt der Entscheid identisch EU-Zoll und russ. Gutachten, wird sich Sankt Petersburg als Drehscheibe fuer den Handel EU-RF ueber Nacht etablieren. Faellt er dagegen aus, wird man in Sankt Petersburg wohl eine Abwanderung sonder gleichen erleben.

    Schoenen Gruss

    Edit:
    Habe telefoniert, %-Gebuehren sind nur ueblich, wenn sie die Zollabgaben nicht direkt, sondern sie an ihren Broker und der an den Zoll zahlt. Evt. ist dies bei solchen Warenwerten pro Deklaration ueblich - damit kenne ich mich aber nicht aus, bei mir sind es max 40'000 pro Deklaration.

  12. Nach oben   #12

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    Zitat Zitat von KrasnoeSelo Beitrag anzeigen
    ...

    Ich melde mich die Tage nochmal, da derzeit sich etwas im Sankt Petersburger Raum im Bezug auf Zoll veraendert. Es wird sich heute entscheiden, wie die Zollverwaltung Nord-West arbeitet. Um Sie aufzuklaeren, es gibt einige - wahrscheinlich - zehntausende von Gerichtsverfahren gegen das baltische Zollamt. Heute prueft die Zollverwaltung Nord-West einen der ersten Betroffenen, hinsichtlich WTO sins alle sehr auf das Ergebnis gespannt, ob die Zollverwaltung Nord-West einen Zolltarifentscheid es der EU bestaetigt oder anfechtet.

    Faellt der Entscheid identisch EU-Zoll und russ. Gutachten, wird sich Sankt Petersburg als Drehscheibe fuer den Handel EU-RF ueber Nacht etablieren. Faellt er dagegen aus, wird man in Sankt Petersburg wohl eine Abwanderung sonder gleichen erleben.

    ...
    Bisher haellt man aller Lieferungen auf, prueft und prueft. Alle sind gespannt, ob ein russisches Zollamt entgegen allen anderen russ. Zollaemtern einen Handelskrieg RF-EU ausloesen kann. Der genaue Zusammenhang ist mir leider noch immer nicht ganz klar.

    Was ich bisher rausgefunden habe: Es geht um Entzollungen von deutschen Waren u.a. fuer russische Staatsprojekte, wo ein einziges Zollamt Waren ueber 2 Monate blockierte. Das gab dann wohl Aerger und das Zollamt brauchte eine Rechtfertigung fuer sein Vorgehen. Dieses Zollamt aenderte dann oder vorab (gegestaendliche Darstellungen) einfach den HS-Code der Waren(Teil der WCO und WTO)! Russische und Europaeische Gutachten ignorierte dieses Zollamt. Das Zollamt pfaendete das Konto der Firma und die Sache landete in gut 30 Faellen vor Gericht (sieht man im Internet ;-) Der Importeur hat wohl aktuell 9 Verfahren gewonnen - mehr Verfahren habe ich im Internet noch nicht gefunden. Also da kann man Russland nur gratulieren, selbst wenn der europaeische Zoll, russische Gutachten und der Importeur recht haben, waeren wohl einige dennoch von einer Entscheidung gegen den Importeur und zugunsten dieses Zollamtes ausgegangen. Ich inklusive - ein sehr gutes Zeichen fuer den Wirtschaftstandort Russland!

    Die Brisanz fuer Russland an der Geschichte neben Verfaelschung von HS-Code, Bruch von WCO- und WTO-Regeln: Russland exportiert diese Waren zu 0% Importsteuer in die EU in ca. 1000mal hoeherem Umfang/Wert und das Baltische Zollamt fordert ein Umklassifizierung des HS-Codes und 15% Importzoll anstatt der 5%. D.h. wenn davon der europaeische Zoll Wind bekommt, gibt's wohl richtig Aerger.

    Info's folgen.

  13. Nach oben   #13

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    Endlich Neuigkeiten!

    Das Baltische Zollamt aenderte "einfach" den HS-Code. ist mir neu, dass soetwas ueberhaupt geht...

    Der Importeur hatte dann ueber ein anderes Zollamt mehrere Importe, die dann vom Baltischen Zollamt aber aufgespuert wurden.

    Es gibt also auf der einen Seite fuer die Version des Baltischen Zollamtes:
    - die Entscheidung dieses Zollamtes

    und auf der anderen Seite fuer die Version des Importeurs:
    - zehn Gerichtsentscheide (update, die Info habe ich erst im Laufe des Tages bekommen)
    - jahrelange Deklaration mit diesem Code
    - europaeische Exportdeklarationen EX1
    - Gutachten der russischen IHK aus 2011
    - deutsches Zollgutachten
    - Uebereinstimmungszertifikat aus 2011
    - Uebereinstimmungszertifikat aus 2010
    - Uebereinstimmungszertifikat aus 2007 nur fuer die gleiche Gruppe, da noch ohne HS-Code-Harmonisiereung

    Und was macht der Zoll? ;-)
    Richtig, er korrigiert lustig weiter auf seine Version und blockiert Lieferungen.

    Daher aktuell die Warnung vor dem russischen Zoll in der Region Nord-West:
    Bitte aktuell auf keinen Fall ueber das Nord-West Gebiet entzollen, da herrscht scheinbar Anarchie!


    Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen aber ohne Gewaehr.

  14. Nach oben   #14

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    Hallo KrasnoeSelo,

    vielen Dank für die ausführliche Berichtserstattung :-)

    In der Tat bezahlen nicht wir, sondern unser Importuer die Zollabgaben. Selbstverständlich werden sämtliche Kosten, wenn nicht schon mit der vereinbarten Gebühr gedeckt von uns übernommen. Wenn wir es genau nehmen, haben wir heute ein rundumsorglos Paket, denn wir beziehen die bereits importierten und verzollten Güter direkt von unserem Importeur in Moskau. Daher bin mit der Lösung sehr glücklich, nur hat dieses Paket natürlich seinen Preis.

    Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es Sinn macht die Importabwicklung selber durchzuführen - bei den von Ihnen beschriebenen Risiken. Heute sind wir in der angenehmen Situation, dass wir jederzeit gegenüber unserer Kunden lieferfähig sind.

    Bin diese Woche in Moskau um mit meinen Kollegen vor Ort dieses Thema zu erörtern, halte Sie auf dem Laufenden.

    Grüße

  15. Nach oben   #15

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    Hallo Eldarion,

    "rundumsorglos" ist es sicher nicht.

    Sie importieren dabei ja fuer sich selbst, d.h. sie exportieren und importieren ueber eine juristische Person (bzw. ueber zwei miteinander verknuepfte (leitende Angestellte arbeiten doppelt, Invest groesser 20% etc.) - dass ist in Ru das Gleiche).
    Rein juristisch fuehren Sie evt. dabei unwissentlich einen kriminellen Grauimport ueber eine dritte juristische Person durch und wenn immer alles sorglos geht, heisst das sicher, dass man dann evt. noch jemand etwas dabei "nachhilft". Das klingt nach einer heissen Kiste!

    In Moskau wurden einige Zollaemter geschlossen, die solches nicht ahndeten - hoffentlich geht das gut.
    In Petersburg gab es diese Kontrollen leider noch nicht.

    Empfehlenswert ist fuer den Exporteur, auch zu exportieren. Entweder an den Kunden direkt oder an eine Handelshaus - das kann ja auch aus Europa sein. Ich halte von solchen "Dreiecksgeschichten" nicht viel, bei soetwas muss man bis zu 10 Jahre danach noch mit Aerger rechnen - da sind Ihre russischen "Importeure" schon laengst zu und Sie sind dran, denn in Russland greift die Durchhaftung. Im Allgemeinen gilt, Zollwert ein Jahr, Zolltarif drei Jahre und Dreieck 10 Jahre rueckwirkend und auch mit Warenverfolgung (Kunde1-Kunde2-Kunde3). Der Zoll prueft sicher nicht von allein, soetwas ist dann immer innitziiert und ist immer unschoen. Datenschutz gibt es hier in Bezug auf das nicht, da wird in alles reingeschaut. Und selbst wenn sie Recht haben, selbst vor Gericht, heisst das noch lange nicht, dass der Zoll sich an die Urteile haelt oder Ihnen nicht ein Importverbot aus Rache ausspricht - Willkommen in Russland!

    SG

  16. Nach oben   #16
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    Hallo KrasnoeSelo und alle zusammen!
    Ich habe die Lektion gelesen und habe jetzt auch etwas mitzuteilen:

    Zuerst wollte ich eigentlich schreiben: "Hey Leute, warum so kompliziert?..."))))

    Alles, was Sie geschrieben haben, klingt in einem Satz wie: " Ich will von Geschäften nach Russland abraten".

    Ich hoffe, meine Erfahrung wird für einige hier auch hilfreich sein, denn Ich habe mit dem Thema täglich zu tun und es ist nicht so kompliziert wie es KrasnoeSelo hier darstellt. Ich bin Hamburger, organisiere täglich Transporte nach Russland und mache auch Verzollungen vor Ort.

    1..."Die Entzollungsstelle sollte immer in der Naehe der eigenen Filiale/Firma geschehen, oft müssen zusätzliche Dokumente nachgereicht werden - deren Bedarf weder nachvollziehbar noch durch irgendein Gesetzt gedeckt ist, man kommt aber trotzdem nicht herum, ansonsten steht die Ware erst fuer 2, dann für 6 Monate und dann ist man sie los."

    Meine Version: Das kann man nicht so verallgemeinern. Wenn es um Komplettladungen geht, wird meistens wirklich in der Nähe der eigenen Filiale entzollt, weil die Importeure da bereits einen eingearbeiteten Broker haben, das Schema sitzt und man kann im Zweifelsfall auch vor Ort sein und „mithelfen“. Wenn man aber in Teilpartien importiert (i.S.v keine komplette LKW-Ladung, sondern mit fremden Sendungen zusammen), empfehlen sich als Entzollungsstellen sehr stark aus Kostengründen Städte wie Moskau, Smolensk, Brjansk, S. Petersburg mit anschließender Umladung auf einheimische Transportträger und Zustellung zum Empfänger.

    WICHTIG: Abstrahieren Sie sich von der Idee, selbst zu entzollen, zeitlich und kostentechnisch lohnt es sich nicht, wenn jemand Interesse hat, kann ich eine Liste von für die Entzollung benötigten Dokumenten zusenden.

    NEHMEN SIE SICH LIEBER EINEN GUTEN ZOLLBROKER, der ALLES mit dem Zollamt regeln kann, das spart Geld, Zeit und Nerven.

    Krasneselo schreibt 2. Alle Lieferdokumente müssen in Russisch sein, ich empfehle dt/engl/russ. Bei der ersten Entzollung sollte ein Vertreter des Lieferanten mit beim Broker sein, zwei Wochen einplanen, dann kann man schnell reagieren und Dokumente schnell nachreichen - danach hat man ein Schema, was und wie der Zoll braucht und kann die Dokumente entsprechend in Dt./Europa vorbereiten. Da hilft ein Gespräch mit dem Broker. Russ. Broker geben zwar ungern bis nie verbindliche Aussagen, waren mit mir mit den Problemen bestens vertraut und haben mich immer kompetent beraten - Trotz der ganzen Schwierigkeiten."

    ENTSCHEIDEND in diesem Zusammenhang ist auch, wie GUT Ihr Zollbroker ist: Broker MUSS verbindlich handeln, wenn nicht, ist es ein Diletant und Sie müssen einen anderen suchen.
    Um mögliche Schäden und Gerichtsverhandlungen auszuschließen, vereinbaren Sie alles schriftlich, stellen Sie klare Fragen:
    Sehr geehrter Herr Zollbroker, welche Unterlagen benötigen sie von mir, damit die Entzollung reibungslos verläuft…
    wenn Sie eine Käseantwort mit vielen Wenn-Sätzen und Verständnislücken kriegen, fragen Sie den nächsten Anbieter.
    Ein guter Broker ist nicht derjenige, der seine Ausbildung zum Zollbroker exzellent abgeschlossen hat, SONDERN einer der gute Kontakte zu Zollbeamten hat.
    In Russland läuft es eben so, das muss man erst verinnerlichen.

    Der gute Zollbroker macht nichts anderes, als dasselbe beim verantwortlichen und befreundeten Zollbeamten anzufragen:
    Nämlich. „lieber Zollbeamte, was muss ich darlegen, damit diese Sendung ohne Komplikationen entzollt wird?“
    Die Antwort vom Zollbeamten formuliert der Zollbrocker zu einer VERBINDLICHEN Auskunft: „Sehr geehrte Kunde, für die Verzollung benötige ich folgendes:“
    1. Handelsrechnung
    2. Packliste
    3. Spezifikation
    4.
    5.

    3. „Die Vertragsgestaltung mit dem Endkunden sollte wirklich immer Standzeiten im Zoll als "Force Major" deklarieren, da die Waren durchaus grundlos 2 Monate stehen koennen…“

    Force majeur gibt es immer und überall, ABER wenn vorher, also noch vor dem Start alles vorbereitet wird, gemeint sind Unterlagen, Urkunden usw., und wenn Ihr Broker diese Angelegenheit mit dem Zollbeamten klärt, und Zollbeamte sagt, OK ich bin zufrieden, dann kann es mit dem Transport begonnen werden.
    DAMIT können Sie sich Ihre Nerven sparen,
    DAMIT vermeiden Sie Standgelder beim Frachtführer
    Damit vermeiden Sie Kosten für Zolllager
    DAMIT vermeiden Sie obengenannte „Zollwertkorrektur“

    Ihr Logistikdienstleiter macht auch die Entzollung für Sie, der ist dann doppelt bemüht, die Entzollung reibungslos durch zu führen, weil er sonst als Frachtführer Strafen für die Nichteinhaltung der Fristen zur TIR-Schließung (Transitdokument für nichtverzollte Waren), Lagergelder am Zollamt und andere Probleme riskiert, die er wegen falscher Entzollung bewältigen müsste.

    4. „Die "Brokerdienstleistung" umfasst fuer ca. 1'000,- US$ das Durchreichen der Importdeklaration durch das Fenster des Zollbeamten. DIe selbst zu probieren habe ich mehrfach aufgrund der imensen Kosten probiert, leider hatte fuer mich nie ein Beamter Zeit, war dafuer nicht zustaendig etc.“

    Glauben Sie mir, lieber 1.000 Euro für guten Broker statt 1.000 $ für irgendeinen Broker, und Sie vermeiden all die Kosten (Standgelder,Zollagerkosten,Korrektur usw.)

    Viele Grüße aus Hamburg
    Nikolaj

  17. Nach oben   #17

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    Importeur Kalkulation

    Hallo RollBo und KrasnoeSelo,

    vielen Dank für Eure Infos!

    Ich habe z.Z. ein kleines Problemchen und hoffe, dass mir jemand dazu was sagen kann. Und zwar; Ich arbeite in einer Firma die in über 65 Länder exportiert. Zu meinen Verantwortungsgebieten gehört u.a. auch das schöne Russland.

    Ich habe einen Partner der unsere Produkte importiert und vertreibt. Dieser macht alles über seinen Broker.

    Bei uns in der Firma kennt sich überhaupt niemand mit dem russischen Zoll aus (ist auch die Aufgabe des Partners). Jedoch ist es wichtig für mich die Abläufe zu verstehen.

    So, jetzt komme ich zum Punkt.

    Bei einer aktullen Preiskalkulation stoße ich bei meinem Chef auf Unverständnis im Bezug auf die Marge des Partners.

    Mein Partner meint, dass er diese auf die Gesamtkosten NACH der Verzollung draufschlagen muss und nicht auf den Warenwert vor der Verzollung.

    Hierzu ein Beispiel:

    Mein Rechenweg:

    Warenwert 50.000,00 € + Transport u. Broker 7.400,00 € + 18 % MwSt 11.660,00 € (Zoll entfällt ausnahmsweise :-) )

    = 69.060,00 €. + seine Marge (20% von 50.000,00 €) 10.000,00 € = Endpreis 79.060,00 €

    Sein Rechenweg ist im Prinzip der gleiche mit der Ausnahme, dass er seine 20% nicht vom Warenwert nimmt (50.000,00 €), sondern von den 69.060,00 €. Ergibt dann 13.812,00 €. Das sind dann natürlich 3.812,00 €, die das Produkt verteuern.

    Meine Frage ist nun: Muss er das so berechnen (er behauptet das) oder will er hier einfach mehr verdienen?

  18. Nach oben   #18
    Avatar von RollBo
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    Zitat Zitat von herbert-01 Beitrag anzeigen
    Hallo RollBo und KrasnoeSelo,

    vielen Dank für Eure Infos!

    Ich habe z.Z. ein kleines Problemchen und hoffe, dass mir jemand dazu was sagen kann. Und zwar; Ich arbeite in einer Firma die in über 65 Länder exportiert. Zu meinen Verantwortungsgebieten gehört u.a. auch das schöne Russland.

    Ich habe einen Partner der unsere Produkte importiert und vertreibt. Dieser macht alles über seinen Broker.

    Bei uns in der Firma kennt sich überhaupt niemand mit dem russischen Zoll aus (ist auch die Aufgabe des Partners). Jedoch ist es wichtig für mich die Abläufe zu verstehen.

    So, jetzt komme ich zum Punkt.

    Bei einer aktullen Preiskalkulation stoße ich bei meinem Chef auf Unverständnis im Bezug auf die Marge des Partners.

    Mein Partner meint, dass er diese auf die Gesamtkosten NACH der Verzollung draufschlagen muss und nicht auf den Warenwert vor der Verzollung.

    Hierzu ein Beispiel:

    Mein Rechenweg:

    Warenwert 50.000,00 € + Transport u. Broker 7.400,00 € + 18 % MwSt 11.660,00 € (Zoll entfällt ausnahmsweise :-) )

    = 69.060,00 €. + seine Marge (20% von 50.000,00 €) 10.000,00 € = Endpreis 79.060,00 €

    Sein Rechenweg ist im Prinzip der gleiche mit der Ausnahme, dass er seine 20% nicht vom Warenwert nimmt (50.000,00 €), sondern von den 69.060,00 €. Ergibt dann 13.812,00 €. Das sind dann natürlich 3.812,00 €, die das Produkt verteuern.

    Meine Frage ist nun: Muss er das so berechnen (er behauptet das) oder will er hier einfach mehr verdienen?
    Moin Herbert!
    Ich habe eine Antwort eines Politikers)) ES KOMMT DARAUF AN )))
    Eigentlich handelt es sich um Selbstkostenwert und zwar in Russland. Warenwert in Deutschland kann man 50.000 euro sein, in Russland kann aber nach der Verzollung dieselbe Ware 100.00,-eur kosten (abhängig von Zolltarifnummer und  Zollsatz). Deshalb hat er einerseits Recht, er muss von Selbstkostenwert in Russland ausgehen. Andere Frage ist, ob er erfolgreich in Russland ist oder nur gelegentlich die Geschäfte macht.
    Es kommt aber darauf an, ob Sie EXW verkaufen, also Frei Haus oder DDP (Verkauf+Transport+Verzollung übernehmen Sie als Verkäufer)
    Beispiel: Selbstkostenwert in Russland für Ihre Ware könnte niedriger sein, weil z.B. LKW von BRD(z.B Köln) nach Moskau z.Z.3500,-EUR kostet, Zollbroker+Zollterminalkosten könnten 2.000 EUR kosten(wiederum es kommt darauf an wie viel Zolltarifnummer, was für Ware, ob zertifierungsbedürftig ist usw.). Das bedeutet im Endeffekt, dass die Endsumme inklusive Mwst. weniger wird.
    Ihr Entscheidungsspielraum liegt darin, ob Sie selbst Transport+Zollkosten vergleichen möchten und demzufolge Gewinne erneut, aber selbst berechnen.
    DDP kann ich oder KrasnoeSelo organisieren , also Reklame ))))
    Grüß aus Hamburhhh

  19. Nach oben   #19

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    Hi RollBo,

    wir liefern EXW. Kunde bestellt jede 2 - 3 Monate 1 - 2 volle LKWs. Ist also in meinen Augen relativ erfolgreich bzw. am Wachsen.

    Wir haben eigentlich ein gutes Geschäftsverhältnis, sodass ich nicht davon ausgehe, dass da was falsch läuft. Auf der anderen Seite kann man das natürlich nicht wissen.

  20. Nach oben   #20

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    Verstaendnisfrage

    Zitat Zitat von KrasnoeSelo Beitrag anzeigen
    Endlich Neuigkeiten!

    Das Baltische Zollamt aenderte "einfach" den HS-Code. ist mir neu, dass soetwas ueberhaupt geht...


    Der Importeur hatte dann ueber ein anderes Zollamt mehrere Importe, die dann vom Baltischen Zollamt aber aufgespuert wurden.

    Es gibt also auf der einen Seite fuer die Version des Baltischen Zollamtes:
    - die Entscheidung dieses Zollamtes

    und auf der anderen Seite fuer die Version des Importeurs:
    - zehn Gerichtsentscheide (update, die Info habe ich erst im Laufe des Tages bekommen)
    - jahrelange Deklaration mit diesem Code
    - europaeische Exportdeklarationen EX1
    - Gutachten der russischen IHK aus 2011
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    - Uebereinstimmungszertifikat aus 2007 nur fuer die gleiche Gruppe, da noch ohne HS-Code-Harmonisiereung

    Und was macht der Zoll? ;-)
    Richtig, er korrigiert lustig weiter auf seine Version und blockiert Lieferungen.

    Daher aktuell die Warnung vor dem russischen Zoll in der Region Nord-West:
    Bitte aktuell auf keinen Fall ueber das Nord-West Gebiet entzollen, da herrscht scheinbar Anarchie!


    Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen aber ohne Gewaehr.
    Hallo!

    Irgendwie versteh ich den Artikel nicht. Einerseits schreibst du von merkwürdigen Vorgängen beim baltischen Zollamt. Andererseits gibst Du eine Warnung vor dem russischen Zoll. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

  21. Nach oben   #21

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    Bioprodukte Exportieren

    Guten Tag zusammen,
    leider sind die Einträge schon etwas älter. Nun wollte ich fragen, ob diese noch gültigkeit haben.

    Ich arbeite auch für ein Unternehmen, welches nun gerne Bioprodukte nach Russland exportieren möchte. Mit Russland haben wir noch keinerlei Erfahrung.

    Was muss man nacheinander tun um diese Lebensmittel-Produkte einzuführen? Welche Tipps könnt Ihr mir geben?
    Wohin muss ich mich für was wenden? Könnt Ihr mir in diesem Zusammenhang Brooker empfehlen?

    Vielen Dank und Grüße

  22. Nach oben   #22
    Avatar von RollBo
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    Moin,
    falls es sich um Bioprodukte handelt, dann müssen Sie auf jedem Fall
    1) Ursprungszeugnisse
    2) Hygiene Certifikat haben.
    Ihre Produkte müssen in Russland sertifiziert werden. Was ist Ihre vertragliche Verpflichtung, ich meine Lieferung auf DDP, DDU oder...? Wer ist Ihr Importeur? aus Moskau, S.Petersburg oder Sibirien?

  23. Nach oben   #23

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    Broker gesucht

    Morgen zusammen,

    ich hoffe das Thema ist noch aktuell!

    Vor fünf Jahren begonnen wir mit exporten nach Russland. Vieles lief bisher über die für uns "bessere" FCA Variante. Nun kommen öfter Anfragen über DDP Lieferungen. Wir können diese zwar über Speditionen anbieten und haben bereits auch einige Aufträge so realsiert, nur gibt es immer wieder Probleme mit den Zolltarifnummern. Jetzt ist es nicht so das wir 1000 unterschiedliche Produkte hätten, vielmehr sind es genau 3 Unterschiedliche . Da Speditionen selbst ja auch mit Brokern zusammen arbeiten, würde ich nun gerne direkten Kontakt zu Diesen aufnehmen um den Export etwas mehr in der Hand zu haben und einen Kontaktweg sparen zu können.

    Gibt es guten Rat Eurerseits? Ist vielleicht jemand unter Euch der Interesse hätte? Infos gerne auch per PM.

    Danke und Gruss
    WAST

  24. Nach oben   #24

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    Hallo Zusammen,

    das Thema ist stellenweise wirklich komplex. Wir haben uns seit Jahren genau darauf spezialisiert und bedienen bereits namenhafte Unternehmen und Speditionen mit unseren Dienstleitungen der Zollabwicklung. Gerne können wir auch Ihnen ein maßgeschneidertes "Rund-um-Sorglos-Paket" anbieten, sodass Sie als Kunde tatsächlich keine Mehrarbeit gegenüber einem Geschäft innerhalb der EU haben.

    Kontaktdaten werden gerne auf Anfrage mitgeteilt.

    MfG, Kicos

  25. Nach oben   #25

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    Russland Embargo?

    Hallo zusammen,

    das ist ja wirklich ein hartes Pflaster mit der Verzollung nach Russland! Seit dem Russland-Embargo gibt es ja noch weitere Einschränkungen was den Import/Export aus und nach Russland angeht. Hat sich da in der Zwischenzeit etwas getan?

    Grüße,

    Transalex

  26. Nach oben   #26

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    Export aus Serbien nach Russland

    Hallo,

    wie ich sehe gibt es ganz viele Menschen die helfen wollen.
    Nun brauche ich auch Hilfe und zwar habe ich ein Consulting in Belgrad Serbien und arbeite jetzt an einem Projekt und zwar möchte ich einen Lebensmittelhersteller aus Serbien in Russland plasieren.

    Er produziert Suppen, Tees, Puding, Microwave Popcorn, Gewürze, Stärkemittel für Lebensmittel, Instantsuppen etc..
    Ich habe schon Deutschland, Schweiz, Austria angeschrieben, auch von Holland habe ich positives bekommen.

    Meine grösste Herausforderung wäre Russland. Serbien hat es viel einfacher nach Russland zu exportieren als andere Länder, daher habe ich einen Vorteil. Ich benötige allerdings Adressen, an die ich mich wenden kann. Ich muss Grosshandlungen, Lebensmittelketten etc. finden.

    Hat jemand direkte Adressen von Aschan, Real, Lenta, Karusell und anderen?

    Könnt ihr mir da bitte weiterhelfen?
    Auch vielleicht andere Länder.

    Die Firma hat alle Zertifikate, auch für Emirate und dort schon geliefert, eine sehr seröuse Firma mit 250 Angestellten im inneren von Serbien.

    Danke

  27. Nach oben   #27

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    Zitat Zitat von Kicos Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,

    das Thema ist stellenweise wirklich komplex. Wir haben uns seit Jahren genau darauf spezialisiert und bedienen bereits namenhafte Unternehmen und Speditionen mit unseren Dienstleitungen der Zollabwicklung. Gerne können wir auch Ihnen ein maßgeschneidertes "Rund-um-Sorglos-Paket" anbieten, sodass Sie als Kunde tatsächlich keine Mehrarbeit gegenüber einem Geschäft innerhalb der EU haben.

    Kontaktdaten werden gerne auf Anfrage mitgeteilt.

    MfG, Kicos
    Das wäre für mich interessant wenn ich dann Yumis in Russland schaffe zu plasieren, das ihr die Zollabwicklung macht

  28. Nach oben   #28

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    Fernab von den ganzen bürokratischen Hürden solltest du immer den Wechselkurs zwischen Rubel und Euro im Blick haben! Der ist zur Zeit ja sehr volatil, was eine Kalkulation des ganzen deutlich schwieriger gestaltet...


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