+ Auf Thema antworten
Ergebnis 1 bis 3 von 3

Thema: 25 Jahre nach Reaktor-Unglück von Tschernobyl

  1. #1

    Dabei seit
    07/2006
    Beiträge
    16

    25 Jahre nach Reaktor-Unglück von Tschernobyl

    Hallo

    morgen (26.04.) ist das Reaktor-Unglück von Tschernobyl genau 25 Jahre her.

    Irgendwie traurig, dass es erst ein Fukushima brauchte, um die richtigen Lehren daraus zu ziehen. Zu lange war der Westen naiv genug, zu glauben, seine eigenen Anlagen seien sicherer, weil anders als der Reaktor-Typ in Tschernobyl. Welch Irrtum!

    Was geht euch dabei durch den Kopf?

    http://www.youtube.com/watch?v=h0QYS65-aIM

  2. Nach oben   #2
    Avatar von SaxoniA
    Dabei seit
    02/2011
    Ort
    Dresden
    Alter
    37
    Beiträge
    21
    Aufgrund der aktuellen Ereignisse in Japan, möchte in an dieser Stelle sagen, dass mir die Menschen in Japan wirklich leidtun und ich, das ihnen noch bevorstehende Schicksal, sehr bedauere.
    Jedoch muss ich auch sagen, dass das Unglück damals in Tschernobyl ein noch größeres Ausmaß hatte als es heute in Japan der Fall ist.
    Und Fakt ist: seit Tschernobyl kennen wir das Risiko. Es wurde jedoch billigend in Kauf genommen und da war es, meiner Meinung nach, nur eine Frage der Zeit bis das nächste Unglück irgendwo passiert.

    Das Problem ist jedoch ganz einfach zu formulieren. Man kann nicht einfach alle Reaktoren von heute auf morgen abschalten um dann komplett auf die alternativen Energieformen umsatteln. Die Sache ist verzwickter als die meisten Menschen glauben. Die Atomenergie liefert ca. 16% der weltweit genutzten Energie. Frankreichs Energiehaushalt z. b. baut schon allein zu 80% auf Atomenergie auf.

    Die Atomkraftwerke sind gefährlich, dass ist jedem klar. Bis jetzt gibt es aber noch keine effektive alternativen Methode Energie zu gewinnen um den komplett benötigten Bedarf (Europas u. der restl. Kontinente) zu decken.

    Das denke ich darüber...


  3. Nach oben   #3
    Avatar von Tauroggen
    Dabei seit
    03/2007
    Ort
    Nordpfälzer Bergland
    Alter
    79
    Beiträge
    432
    Wodka schreibt: "Was geht Euch dabei durch den Kopf?"

    Na ja, aus den Medien war zu entnehmen:
    1. die Notstromversorgung sollte planmäßig aus dem öffentlichen Netz erfolgen;
    2. der Hauptfilter der Kühlwasserversorgung war verstopft.

    zu 1. Die Notstromversorgung für die Kühlung der Anlagen aus dem öffentlichen Netz ist eine geradezu groteske Fehlplanung unter der Voraussetzung, dass in einem Erdbeben gefährdeten Gebiet das öffentliche Netz intakt bleibt. Dem war nicht so! Erst der Antransport mobiler Notstromaggregate hat hier Abhilfe geschaffen und die Kühlung wieder in gang gebracht.

    zu 2. Ein verstopfter Hauptfilter der Kühlwasserversorgung ist ein geradezu atemberaubender Hinweis auf eine unglaubliche Schl*mperei bei den Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.

    Im übrigen stimme ich SaxoniA zu, wo soll die Energie für eine Industrienation wie Deutschland herkommen, wenn überhastet und unüberlegt bei uns die Kernkraftwerke vom Netz genommen werden? Ich persönlich habe keine Lust, "bei Dunkelheit mit kaltem Hintern zu überwintern"...

+ Auf Thema antworten

Ähnliche Themen

  1. Tschernobyl und nichts kapiert!
    Von Sandra im Forum Allgemeines Russlandforum
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 04.02.2014, 03:17
  2. Reisen nach Tschernobyl
    Von Sandra im Forum Reisen nach Russland
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 18.05.2013, 11:30
  3. 15 Jahre August 1991
    Von Sandra im Forum Russland Politik
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 23.08.2006, 19:26
  4. Perestroika, 20 Jahre danach
    Von maxim im Forum Russland Politik
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 29.07.2005, 21:21

Lesezeichen für 25 Jahre nach Reaktor-Unglück von Tschernobyl