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Thema: Auswandern nach Russland

  1. #31

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    Russlands größter Vorzug

    Ein'Hallo',an Alle!
    ich bin neu im Forum,aber ich gebe Beltaine recht,den Fehler der Natur, Schwuhl oder Lespisch zu sein ,noch zu hofieren und das als Wertevorstellung ,unserer westlichen sogenannten Demokratie unbedingt an Russland weiter zu geben , halte ich für den größten Fehler ,der Regierung Merkel und Co.

    Wie gesagt ich bin auch ein Fan von Rußland! Mir kommen die Politik Sendungen in den russischen Medien ,den Bürger gegenüber ,ehrlicher und nicht so verlogen vor !

    Wie sagt man so schön im ARD und ZDF, "eine gute Nachricht über Russland", ist eine schlechte Nachricht!

    Gruß olli

  2. Nach oben   #32
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    Also, da wäre ich dann doch sehr vorsichtig. Homos*xualität ist nichts "Entartetes", kommt nicht selten in der Natur vor, dürfte also im genetischen Bauplan aller Lebewesen irgendwo drin sein.
    Homophobie ist ein gesellschaftliches Problem. Es gibt ohne weiteres und es gab Gesellschaften, wo Homos*xualität kein Problem war.
    Homos*xualität ist auch weder ansteckend, noch kann man jemanden, der nicht homos*xuell veranlagt ist, dazu verführen.
    Aber zur allgemeinen S*xualaufklärung gehört Homos*xualität nun mal mit dazu und gerade im Zeitalter von Aids sollte offen darüber gesprochen werden.
    Wie offen sollte einer gesellschaftlichen Toleranz geschuldet sein. In Deutschland hat es da in den letzten Jahrzehnten, trotz katholischer Kirche, Gott sei Dank mehr Toleranz gegeben, in Russland ist diese Toleranz gesellschaftlich bedingt leider nicht vorhanden.
    Da sehe ich es auch als einen Fehler an, dass der russische Staat dieses Fass ohne Not aufgemacht hat, bloß um irgendwelche Ereiferer ruhig zu stellen.
    Hätte der russische Staat gar nichts gemacht, dann wäre das überhaupt kein Thema geworden, denn Russland hat wirklich andere Probleme.

  3. Nach oben   #33

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    Auswandern nach Russland

    „Schön das es dir in Sankt Petersburg auch so gut gefällt, ich finde sie die schönste Stadt auf der Welt und ...“

    Sehe ich genauso!
    Aber wie kann man Piter verlassen? Я люблю Санкт-Петербург! und keiner würde mich mehr von dort wegbringen! Allein die Theater, Museen, die Weißen Nächte, Peterhof, Tsarskoe Selo, Pavlovsk, die russische Folklore - nee!
    1974 war ich zum ersten Mal dort. Seit dem sehne ich mich nach Piter wie nach einer geliebten Frau! (ist das zu persönlich?)

    Na ja, ich bin Wassermann! Und wenn du schreibst: „Menschen des Sternzeichens Jungfrau wird allgemein nachgesagt das sie sehr dem Realismus verfallen sind und nicht irgendwelchen Hirngespinsten und von wegen "... die Welt ist wie sie mir gefällt".“, so muss ich mich manchmal zum Realismus „ermahnen“.

    Ja, ich habe leider auch erfahren müssen, das in Russland eine Entwicklung in Gange gekommen ist, die nichts Gutes bringen kann. Bis etwas 1996, 2000, war die Gastfreundschaft, die Herzlichkeit, die Freundlichkeit, „das Lachen unter Tränen“ und „das Weinen beim Lachen“ kurz die großzügige Menschlichkeit der sowjetischen Menschen, weit verbreitet. Das hat sich leider, unter den gegebenen Bedingungen, geändert. Ich will nicht sagen, dass sie ganz verschwunden ist, zu mindestens nicht bei den älteren Menschen, bei der Jugend und dem mittleren Alter auf jeden Fall. Trotzdem, da ich nur in Kreisen „meines Alter“ verkehre, bemerkt man das nur am Rande.

    Ja aber, es ist nicht nur die Politik die mir Angst macht, vor allen Dingen ist es die menschliche Kälte in Deutschland die mich stört! Es gibt keine Toleranz, keine Akzeptanz des andern mehr, keine Achtung vor dem anderen. Deine Aussage: “wie du lesen kannst, dass kann nicht jeder und wird lieber ausfallend anstatt sich auf anständige Art auseinander zu setzen wie es sich unter zivilisierten Menschen gehören sollte.“ kann ich nur zustimmen.

    LG
    Peter Paul

    PS: Was war am 1.05.1960? Meinst du den U-2-Abschuss?


  4. Nach oben   #34

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    Zum Kommentar von Gunnar

    Zuerst sollte man die Begrifflichkeit auseinanderhalten:

    „Homos*xuelles Verhalten, homos*xuelles Begehren und die s*xuelle Identität fallen nicht zwingend zusammen und werden deshalb in der Forschung unterschieden.“

    „In der Umgangssprache werden diese Aspekte jedoch häufig vermischt oder miteinander gleichgesetzt.“

    „Gleichgeschlechtliche Liebe und Lust sind in allen Gesellschaften und historischen Epochen durch entsprechende Quellen nachweisbar.“

    „Dagegen gilt die Entstehung der s*xuellen Identität - im Sinne einer klaren Festlegung des Individuums auf eine bestimmte s*xuelle Orientierung - heute als das Resultat von Entwicklungen der modernen Gesellschaft.“

    Punkt!

    Du schreibst: "Homos*xualität ist auch weder ansteckend, noch kann man jemanden, der nicht homos*xuell veranlagt ist, dazu verführen."

    Doch man kann!

    Zu diesem Thema gibt es genügend Forschungen die alle diese Aussage, zur s*xuellen Identität, bestätigen. Manche Wissenschaftler gehen sogar davon aus, das die frühkindliche Bindung nicht nur ausschlaggebend für die s*xuelle Orientierung des Kindes ist, sondern auch für die Beziehungsfähigkeit! Erlebt ein Kind ein harmonisches Miteinander der Eltern ist es selbst in der Lage im Erwachsenenalter eine harmonische Beziehung zu führen. Ist es nicht so, (Mutter alleine, Vater alleine, 2 Mütter als Eltern, 2 Väter als Eltern, Vater mit vielen wechselnden Partnerinnen, und auch umgekehrt) so versagt das erwachsene Kind in den meisten Fällen in Punkto: Beziehungen!

    Russland tut also gut daran, dem Treiben mit der öffentliche Zurschaustellung der s*xuellen Identität, wie sie im Westen, aus politischen Gründen, zur Mode geworden ist, entgegen zu treten.

    S*xuelle Identität, homos*xuelles Begehren und Verhalten sind private Angelegenheiten und haben nicht in der Öffentlichen zu suchen.

    Zum Schluss ein Zitat von Papst Franziskus:
    „Die Lehre der katholischen Kirche besage "eindeutig, dass wir diese Menschen nicht ausgrenzen dürfen". Sie sollten vielmehr "in die Gesellschaft integriert werden". Homos*xuelle Neigungen seien keine Sünde, homos*xuelle Akte aber schon, schränkte er ein. Er fügte auch hinzu, es sei nicht problematisch, "diese Tendenz zu haben", sondern öffentlich dafür zu werben.“

  5. Nach oben   #35
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    Zitat Zitat von Peter Paul Beitrag anzeigen

    Zu diesem Thema gibt es genügend Forschungen die alle diese Aussage, zur s*xuellen Identität, bestätigen. Manche Wissenschaftler gehen sogar davon aus, das die frühkindliche Bindung nicht nur ausschlaggebend für die s*xuelle Orientierung des Kindes ist, sondern auch für die Beziehungsfähigkeit! Erlebt ein Kind ein harmonisches Miteinander der Eltern ist es selbst in der Lage im Erwachsenenalter eine harmonische Beziehung zu führen. Ist es nicht so, (Mutter alleine, Vater alleine, 2 Mütter als Eltern, 2 Väter als Eltern, Vater mit vielen wechselnden Partnerinnen, und auch umgekehrt) so versagt das erwachsene Kind in den meisten Fällen in Punkto: Beziehungen!
    Das gilt für das Sozialverhalten in den Beziehungen, aber keinesfalls auf Homos*xualität.
    Immerhin gibt es auch im Tiereich genug Homos*xualität, egel wie das mit den Eltern ist.

    Zitat Zitat von Peter Paul Beitrag anzeigen
    Zum Schluss ein Zitat von Papst Franziskus:
    „Die Lehre der katholischen Kirche besage "eindeutig, dass wir diese Menschen nicht ausgrenzen dürfen". Sie sollten vielmehr "in die Gesellschaft integriert werden". Homos*xuelle Neigungen seien keine Sünde, homos*xuelle Akte aber schon, schränkte er ein. Er fügte auch hinzu, es sei nicht problematisch, "diese Tendenz zu haben", sondern öffentlich dafür zu werben.“
    Als überzeugter Atheist halte ich nun gerade überhaupt nichts von irgendwelchen Kirchenoberen, daher ist mir das auch sehr egal, was das vatikanische Staatsoberhaupt sagt.

  6. Nach oben   #36

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    Re: Sozialverhalten und Homosexualität

    "Das gilt für das Sozialverhalten in den Beziehungen, aber keinesfalls auf Homos*xualität."

    Wie das? Was ist Homos*xualität? Kein Sozialverhalten?

    Was bitte schön ist denn die S*xualität im Allgemeine und Homos*xualität im Besonderen, dann? Die S*xualität gehört zum Sozialverhalten eines Menschen. Mann kann das Sozialverhalten eines Menschen gar nicht ohne S*xualität definieren.

    "Immerhin gibt es auch im Tiereich genug Homos*xualität, egel wie das mit den Eltern ist."

    Dein Bezug auf das Tierreich ist unwissenschaftlich! Es gibt im Tierreich auch keine gesellschaftlichen Entwicklungen, die Einfluss nehmen auf das Sozialverhalten. Für eine Maus stehen doch nur 2 Dinge im Vordergrund: 1. Habe ich genügen zu fressen und 2. Wie kann ich mich fortpflanzen!

    Wir Menschen sind da wohl doch etwas "komplizierter"!

    Aus der Zwillingsforschung (Untersuchungen an Eineiige-Zwillinge) ist bekannt, das die Herkunft eines Menschen so gut wie keine Rolle spielt, für das Sozialverhalten, sonder das Umfeld eines Menschen in dem er aufwächst! Ein Neugeborenes ist ein Neutrum und e r s t die gesellschaftlichen Verhältnisse entscheiden was aus dem Kind wird! (s.a. Marx und Engels). Es ist egal, ob er hochintelligent oder strohdumm ist - beide können zu Massenmörder werden, wenn es die gesellschaftlichen Bedienungen es zulassen.

    Folgt man deiner Diskussion so landet man zwangläufig bei der Rassenideologie! Die Herkunft entscheidet, was auch dem Menschen wird! Ein Schwarze ist immer ein Sklave und ein Weißer ein Herrenmensch! Was das angerichtet hat dürfte wohl bekannt sein.

    "Als überzeugter Atheist halte ich nun gerade überhaupt nichts von irgendwelchen Kirchenoberen, daher ist mir das auch sehr egal, was das vatikanische Staatsoberhaupt sagt."

    So kann man natürlich auch diskutieren. Auch als Atheist sollte man Menschen einfach nur zuhören, vielleicht sagen sie ja doch was Wertvolles. Einfach eine Aussage wegwissen, nur weil sie von dem und dem gesagt wurde, zeugt (ein offenes Wort): von ideologischer Verblendung und Geringschätzigkeit dem anderen gegenüber. So etwas ist mir bisher nur im Real-Existierenden Sozialismus passiert.

    Noch einmal: Russland ist auf dem richtigen Weg!

    PS: Diskussion sollte man führen, in dem man die Argumente der anderen widerlegt, und nicht so einfach vom Tisch wischt!
    Noch eins! Diese Diskusion läuft unter dem Titel: Auswandern nach Russland. Ich schlage vor eine neue Uberschrift zu wählen!

  7. Nach oben   #37
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    Zitat Zitat von Peter Paul Beitrag anzeigen

    Wie das? Was ist Homos*xualität? Kein Sozialverhalten?
    Nein, das ist ein Trieb. Es ist eine Form der S*xualität, die bei einem nicht unwesentlichen Teil der Wirbeltiere vorkommt.


    Zitat Zitat von Peter Paul Beitrag anzeigen
    So kann man natürlich auch diskutieren. Auch als Atheist sollte man Menschen einfach nur zuhören, vielleicht sagen sie ja doch was Wertvolles. Einfach eine Aussage wegwissen, nur weil sie von dem und dem gesagt wurde, zeugt (ein offenes Wort): von ideologischer Verblendung und Geringschätzigkeit dem anderen gegenüber. So etwas ist mir bisher nur im Real-Existierenden Sozialismus passiert.
    Mir geht es eher darum, dass ich Aussagen des vatikanischen Staatsoberhauptes nicht als sonderlich wissenschaftlich empfinde und erst recht nicht als Aussage von einem, der davon Ahnung hat.

    Zitat Zitat von Peter Paul Beitrag anzeigen
    Ich schlage vor eine neue Uberschrift zu wählen!
    Richtig

  8. Nach oben   #38

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    Gunnar

    Ich werde hier nicht mehr antworten, obwohl ich noch viel zu sagen hätte!

  9. Nach oben   #39

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    Zitat Zitat von Peter Paul Beitrag anzeigen
    Ich werde hier nicht mehr antworten, obwohl ich noch viel zu sagen hätte!
    Dann bleibts einfach bei der Aussage : Russland sei auf dem richtigen Weg !


    Verglichen mit dem was hier im Westen spez. in den direkten Sklavenkolonien der USA und den USA selbst abgeht, bestimmt.


    Es ist immer schwer einen Austausch über Themen zu führen, bei denen gewaltige Interessen (Geld, Macht ) im Hintergrund "schieben".

    Das Zitieren von Wissenschaftlern ( ich weiss sehr genau wovon ich da rede) ist oft nicht wirklich zielführend. Denn, Wissenschaftler werden bezahlt von Interessengruppen und für deren Interessenuntermauerung. Geisteswissenschaftler dürfen eh tun und denken was sie wollen :-) - und Naturwissenschaftler sind leider auch nicht die wahren Könner, Wisser, edlen Forscher, die nur die Wahrheit suchen und ihre eigenen Grenzen kennen und respektieren !

    Russland hat ja geniale Menschen in seiner Geschichte, aktuell wie auch früher. Die Frage ist aber auch da, wie gut können sie sich dem WAHN widersetzen, "sie müssten eine BESSERE Welt bauen ". Alchemiethese n. C.v. Werlhof !

    Wir kommen aus dem Paradies und gehen in die Hölle, wenn der Wahn der Menschen so weitergeht. In einem großflächigen vielfältigen Land wie Russland könnte es ja noch eine Chance geben, genau diesen Wahnsinn zu stoppen. Viel verlangt ! Man müsste einen großen Führer wie Putin mit solch einer Idee begeistern ... naja und nicht nur ihn . Und gleichzeitig müsste man die "Wahnsinnigen" eindämmen.
    Viel verlangt vom russischen Bären. Aber auch "nur" mal so ein Gedanke !

    Ein Wechsel auf die richtige Spur kann aber (leider?) immer nur aus einer Position der Stärke heraus passieren oder am fast absoluten Nullpunkt, das hieße "nach dem großen Crash " .

    War das jetzt neutral genug ? :-) Völker stürzen nicht nur wegen einem Fehler oder einer Thematik ( H/S ) ab ! Die Natur bietet viele Sicherheitsmechanismen und Warnlampen an, ehe sie auf RESET geht!

    Alles Gute!

  10. Nach oben   #40

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    Auswandern nach Russland

    Zitat Zitat von Beltaine Beitrag anzeigen
    Dann bleibts einfach bei der Aussage : Russland sei auf dem richtigen Weg !
    Da hast du etwas falsch verstanden! Natürlich bleibe ich bei der o.g. Aussage.

    Ich habe die Diskussion abgebrochen weil ich der Meinung war und bin, dass eine Diskussion über Homos*xualität nichts unter der Überschrift "Auswandern nach Russland" zu suchen hat. Wenn schon, dann unter einer anderen Überschrift.
    Und da hätte ich noch vieles zu sagen

  11. Nach oben   #41
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    Auswandern nach Russland

    Zitat Zitat von herlitjan Beitrag anzeigen
    Auswandern? Du möchtest also in Russland leben - als Deutscher? Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass dies so gut wie aussichtslos ist, wenn Du keine verwandschaftlichen Beziehungen hast.
    ... der Beitrag (Zitat) ist schon etwas älter (März 2011), aber um auf das Thema zurückzukommen vielleicht doch gut geeignet.
    Ich bin Deutscher und bin seit 1992 weg aus Deutschland. Nach einem kurzen "Zwischenstopp" in der Ukraine lebe und arbeite ich problemlos, zufrieden und glücklich seit 1995 in Kaliningrad. Ich habe weder Verwandte noch Beziehungen. Ich hatte nur den Wunsch in Russland meine weitere Zukunft zu gestalten - zuerst als angestellter Mitarbeiter einer russischen Firma und seit nun rund 13 Jahren als selbständiger Unternehmer. Wie sagt ein Auto-Werbespruch (in abgewandelter Form): "Nichts ist unmöglich ... Russland"
    Uwe Niemeier

  12. Nach oben   #42

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    Zum Thema Auswandern nach Russland

    Ich lebe nun neun Jahre in Russland und möchte ein paar Punkte festhalten, die für Auswanderungswillige in Russland wichtig sind:

    - Auswandern nach Russland braucht ZEIT. Ich empfehle jedem, der nach Russland wechseln möchte, zuerst für einige Monate provisorisch nach Russland zu kommen, bevor er die Zelte in der Heimat abbricht. Es gibt einige Dinge hier, die anders funktionieren als im Westen, das hat Vor- und Nachteile. Es ist aber wichtig, sich darüber klar zu werden, ob man mit dem Lebensrhytmus und den Wertvorstellungen hier einverstanden ist, und es kann unter Umständen sehr schön sein, einfach wieder ins Nest zurückzukehren, wenn man merkt, dass man sich geirrt hat, was bekanntlich menschlich ist, besonders im Fall von Russland. Russland ist das Land der Potemkinschen Dörfer, der Kulissen und des Scheins in vielen Bereichen. Man muss versuchen, einen Blick hinter die Maske zu bekommen, bevor man sich entscheidet.

    - Auswandern nach Russland braucht GELD. Ohne übertreiben zu wollen, möchte ich daran erinnern, dass auch hier das Leben Geld kostet - vor allem in Moskau und St. Petersburg, wo die Preise in vielen Bereichen bereits Westniveau erreicht haben. Geld braucht in erster Linie natürlich jemand, der noch kein festes Einkommen hat. Geld braucht, wer noch keine Aufenthaltsbewilligung hat und sich daher privat krankenversichern muss. Geld braucht, wer keine eigene Wohnung besitzt und ein Zimmer oder eine Wohnung mieten muss. (Das Leben als Mieter in Russland ist ein schwieriges Kapitel für sich). Auf jeden Fall lohnt es sich, vor dem Auswandern eine gewisse finanzielle Reserve zu sparen.

    - >>> Diese ersten beiden Punkte zusammengefasst: Auswandern nach Russland braucht VIEL GEDULD und einen LANGEN ATEM.

    - Auswandern nach Russland braucht einen JOB. Die wenigsten, die heute in Russland leben, hatten bei der Einreise einen festen Job. Das heisst nicht, dass es schwierig sein muss, hier einen guten Job zu finden. Aber meistens spielen da ZUFALL und SCHICKSAL mit - mehr als in anderen Ländern, denk ich. Auch ein schönes Stück GOTTVERTRAUEN gehört zum Auswandern nach Russland, das werden sogar überzeugte Atheisten bestätigen. Einen Job zu finden, wird jedoch immer wichtiger, denn es ist neben dem Wohnsitz das Hauptkriterium für die Einwanderungsbehörde. Wer keinen Job findet, muss eine gewisse Summe an Geld vorweisen können, wenn er den Antrag für eine Aufenthaltsbewilligung stellt.

    - Darum braucht es zum Auswandern nach Russland vielleicht MEHR ALS EINEN VERSUCH. Als mögliches Szenario könnte man zum Beispiel an seiner Stelle im Ursprungsland ein paar Monate Urlaub nehmen und in Russland einen Sprachkurs besuchen. Für diese Zwecke werden heute auch längere Visa vergeben. Während dieser Zeit kann man sich in Ruhe umsehen und sich mit der Atmosphäre im Land vertraut machen. Wer sich interessiert und aktiv ist, kann hier durchaus Arbeit und sein Glück finden, aber es braucht etwas Durchhaltevermögen und Glück.

    - Auswandern nach Russland braucht GUTE RUSSISCHKENNTNISSE. Zwar ist Russland bezüglich Fremdsprachenkenntnisse in der Bevölkerung in den letzten Jahren vorwärts gekommen, aber noch immer sind gute Russischkenntnisse für eine Auswanderung nach Russland unabdingbar. Mehr als in westlichen Ländern ist man hier auf mündliche Kommunikation auf Russisch angewiesen. Englisch oder Deutsch wird noch immer nur in Ausnahmen gesprochen. Behördenstellen gehen klar davon aus, dass sich Immigranten auf Russisch verständigen können. Aus diesem Grund lohnt es sich, in Kurse zu investieren.

    - Auswandern nach Russland braucht einen WOHNSITZ - zumindest mit der Zeit. Keine Panik, natürlich ist Wohneigentum keine Bedingung, um nach Russland auszuwandern, aber es ist eine Frage, die man relativ bald in Angriff nehmen muss. Einerseits ist die Existenz als Mieter wie bereits beschrieben, teuer, unstabil und bisweilen mühsam. Andererseits muss, wer hier ansässig werden will, eine feste Registrierung, die so genannte "Propiska" vorweisen, die nicht so einfach zu kriegen ist, wenn man keine Wohnung besitzt. In Russland ist es üblicher, nicht zu mieten, sondern eine Wohnung zu kaufen. Je nachdem kann der Kauf einer Wohnung durch Geld aus einer Pensionskasse im Ursprungsland finanziert werden. In meinem Fall konnte ich Geld aus meiner Pensionskasse, das mir bei der Abmeldung ausgezahlt wurde, in eine kleine Wohnung investieren. Aber auch hier: In Russland braucht alles Zeit - man sollte auf keinen Fall überstürzt eine Wohnung kaufen. Dafür braucht es die nötige Vorsicht und wie so oft in Russland - Insiderwissen, um nicht betrogen zu werden.

    - Auswandern nach Russland braucht einen VERTRAUENspartner. In meinem Fall war es so, dass ich mit meiner ersten Frau nach St. Petersburg ausgewandert bin. Einen Partnerin oder Partner zu haben, die/der mit den russischen Gepflogenheiten vertraut ist, ist sicher die einfachste Lösung. Falls man allein ist, wird die Sache auf jeden Fall schwieriger. Es gibt tausende von Möglichkeiten, als Ausländer betrogen und ausgenommen zu werden. Darum ist es in jedem Fall wichtig, hier Freunde zu haben, auf die man sich verlassen kann. Russland kann wunderschön sein, aber es ist auf keinen Fall einwandererfreundlich - nur wem es wirklich gefällt, der bleibt auch hier.

    Viel Glück!

  13. Nach oben   #43
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    Auswandern nach Russland

    ... schurik, ich bin beeindruckt. So wie Sie es darlegen ist es von "A" bis "Z" so, wie ich es auch formulieren würde. Sehr gut fand ich Ihren Vorschlag erst einmal "Probe-Leben" in Russland durchzuführen. Ich selber habe in meiner Informationsagentur auch eine ganze Reihe von Informationsmaterial für Übersiedler/Auswanderer nach Russland verfaßt. Also wer weitere Informationen benötigt - www.kaliningrad-domizil.ru
    Uwe Niemeier

  14. Nach oben   #44

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    Zitat Zitat von Peter Paul Beitrag anzeigen
    Da hast du etwas falsch verstanden! Natürlich bleibe ich bei der o.g. Aussage.

    Ich habe die Diskussion abgebrochen weil ich der Meinung war und bin, dass eine Diskussion über Homos*xualität nichts unter der Überschrift "Auswandern nach Russland" zu suchen hat. Wenn schon, dann unter einer anderen Überschrift.
    Und da hätte ich noch vieles zu sagen
    Denke nicht, dass ich da viel falsch verstanden habe - kann ja lesen ! :-)

    Ich stimme Dir aber auch in Sache "andere Überschrift" zu ... saubere Threads sind das A und O eines Forums.


    Ansonsten könnte ich zum alten Thema auch einiges, vielleicht auch mal -landläufig- völlig neue Aspekte einbringen. Aber da sieht Russland faktisch nicht besser aus als der Westen, da es um möglicherweise chemische Ursachen ... geht. Und da nehme ich an, dass Russlands Umwelt nicht weniger geschunden ist als die hiesige westliche. Außerdem dürfen wir ja nach russ. Recht glücklicherweise nicht über jeden Schrottthema öffentlich "offen" herumformulieren.

    Unsereiner kann sich zwar ein sauberes Russland WÜNSCHEN - ansonsten sich einmischen dürfen wir uns hier in Deutschland - so wir hier leben. :-)

  15. Nach oben   #45

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    Zitat Zitat von domizil Beitrag anzeigen
    ... schurik, ich bin beeindruckt. So wie Sie es darlegen ist es von "A" bis "Z" so, wie ich es auch formulieren würde. Sehr gut fand ich Ihren Vorschlag erst einmal "Probe-Leben" in Russland durchzuführen. Ich selber habe in meiner Informationsagentur auch eine ganze Reihe von Informationsmaterial für Übersiedler/Auswanderer nach Russland verfaßt. Also wer weitere Informationen benötigt - www.kaliningrad-domizil.ru
    Uwe Niemeier
    Danke für die Blumen, Herr Niemeier. Ihr Portal ist übrigens wirklich gut. Der "Herold" durfte ja netterweise auch schon Texte von Ihnen abdrucken, die sicher gut gelesen werden - vielen Dank auch dafür!

  16. Nach oben   #46
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    Ich bin 1991 ausgewandert mit allen Hindernissen, die man sich nur in den Weg legen konnte.
    Als "Wessi" habe ich nie auch nur einen Buchstaben russisch gelernt und von der russischen Kultur wusste ich nur das, was "Ossis" mir erzählten und was in den russischen Klassikern steht.
    Nach Monaten rumreisen in der damaligen UdSSR ( war es 1991 noch ) gefiel mir das Land und die Leute so gut, dass ich mehr davon wollte.
    Ohne Sprachkenntnis, aber mit ein bisschen Geld ( wirklich ein bisschen ) ausgestattet und mit einem alten goldenen Volvo 264GL machte ich mich auf die Tour, erstmal nach Moskau.
    In den nächsten Jahren habe ich viele Freunde gefunden, echte und unechte.
    1994 wollte ich mangels weiterer Perspektive wieder zurück. Dann habe ich meine jetzige Frau getroffen ( nun also schon fast 20 Jahre zusammen ), die auf keine Fall aus Russland raus wollte.
    So blieb ich hier und musste mir selber was aufbauen.

    Was wichtig ist und war.
    Trotz vieler gegenteiliger Ansichten, es ging immer ohne Schmiergeld. Einiges dauerte dann vielleicht länger, aber es ging. ( Erst recht als Ausländer solltest du dich nie auf Schmiergeld einlassen. Schon zu deiner eigenen Sicherheit. Sonst wärest du für immer erpressbar. )

    Ein eigenes Heim in Russland ist Gold wert, weil die Mieten in keinem Verhältnis stehen. ( Das liegt an der typischen russischen Wohnungssituation, man mietete und mietet nicht, sondern man verkauft und tauscht. Für Deutsche etwas ungewohnt, aber in Europa nicht unüblich, wenn man sich die Immobiliensituation in Südeuropa oder Nordeuropa anschaut. )

    Ein guter Partner ist in Russland sehr wichtig, einer der sich auskennt und der auch viele kennt. ( Aber Vorsicht, da laufen viele herum die eher Blender sind. Auch ich habe zu Anfang Lehrgeld zahlen müssen, obwohl derjenige, der mich am meisten betrogen hat, ausgerechnet ein Westdeutscher war. Im Laufe der Jahre habe ich sehr gute Freunde gefunden, denen ich auch 150% vertrauen kann. )

    Die russische Kultur sollte man verstehen lernen, es dauert, weil sie doch sehr anders ist. Das heisst nicht, dass man selber auch so werden muss. Ich denke, ich habe meine Identität behalten, aber verstehe trotzdem die russische Kultur mit allen ihren, für uns, sonderbaren Sachen. Aufregen nützt nichts.

    Vorsicht vor Alkohol, jeder Russe verträgt mehr. Aber ich musste feststellen, dass das extreme Gesaufe doch schon deutlich abgenommen hat.

    Raus aus den Metropolen. Moskau ist nicht viel anders als andere Metropolen in der Welt und Moskau ist nicht Russland. Raus aufs Land, in die kleineren Städte, Da lebt sichs besser, gesünder, billiger und der öffentliche Nahverkehr ist in Russland gut. ( Aus meiner Kleinstadt, in der ich lebe – 120km von Moskau – gibt es Pendler, die in Moskau arbeiten. )

    Das mal als ein paar Tipps. Ansonsten hat Schurik das wirklich sehr gut beschrieben. Jetzt ist eben nicht mehr Anfang der 90er. ( Ich habe damals für mein Haus noch 6000 US-Dollar bezahlt mit 1000qm Grund im Zentrum von Tarusa. Heute wäre das locker das 40 Fache )

  17. Nach oben   #47

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    Zitat Zitat von Gunnar Beitrag anzeigen
    ...

    Raus aus den Metropolen. Moskau ist nicht viel anders als andere Metropolen in der Welt und Moskau ist nicht Russland. Raus aufs Land, in die kleineren Städte, Da lebt sichs besser, gesünder, billiger und der öffentliche Nahverkehr ist in Russland gut. ( Aus meiner Kleinstadt, in der ich lebe – 120km von Moskau – gibt es Pendler, die in Moskau arbeiten. )
    Danke, ein wichtiger Aspekt - weg von den beiden stolzen (und eifersüchtigen) Schwestern Piter und Moskau. In der Provinz laufen momentan die interessantesten Dinge - in der Provinz liegt die Zukunft Russlands. Moskau und Petersburg sind in vieler Hinsicht dekadent, aufgeblasen und vor allem überteuert. Es gibt bereits einige "Provinzstädte", die in den letzten Jahren massiv vorwärts gemacht haben - Jekaterinburg, Rostow am Don. Auch kleinere Orte, wie zum Beispiel Nowgorod Weliki oder Wyborg haben etwas "Fett" abgekriegt und sind deutlich näher gerückt. Dort kann man noch was aufbauen, und die Leute sind oft zugänglicher.

  18. Nach oben   #48
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    Zitat Zitat von schurik Beitrag anzeigen
    ...Ihr Portal ist übrigens wirklich gut. Der "Herold" durfte ja netterweise auch schon Texte von Ihnen abdrucken ...
    ... ja, wir starten ja erst. Der "Herold" hat ja schon einen Stand in Petersburg und einige interessante Informationen aus der Hauptstadt der Nord-West-Region, in der Kaliningrad ja auch eingegliedert ist, haben wir auch schon übernehmen können ... versuchen wir als "Ausgewanderte" also das russische Leben "den Anderen" mit unseren Erfahrungen etwas näher zu bringen...

    Zitat Zitat von Gunnar Beitrag anzeigen
    Ich bin 1991 ausgewandert mit allen Hindernissen, die man sich nur in den Weg legen konnte...
    ... tja Gunnar, was soll ich sagen - auch Ossis sollen schon nach Russland gegangen sein und dort Fehler gemacht haben (ich bin übrigens Ossi).
    Ansonsten kann ich nur das unterstreichen, was Du gut zu Schurik ergänzt hast. Wichtig ist von Anfang an eine konsequente eigene Linie zu fahren, sich natürlich im russischen Alltag gut zu orientieren, aber nicht unbedingt bedingungslos anzupassen. Gerade die Frage des "Schmiergeldes" - Korruption - hier sollte man sich schlicht nicht anpassen. Ich habe diese Frage ein für alle Mal 1995 für mich entschieden (nicht zu zahlen) und lebe gut damit. Zwischenzeitlich ist mein Standpunkt in Kaliningrad bekannt - und akzeptiert.


    Zitat Zitat von schurik Beitrag anzeigen
    ... Es gibt bereits einige "Provinzstädte", die in den letzten Jahren massiv vorwärts gemacht haben - Jekaterinburg, Rostow am Don. Auch kleinere Orte, wie zum Beispiel Nowgorod Weliki oder Wyborg haben etwas "Fett" abgekriegt und sind deutlich näher gerückt. Dort kann man noch was aufbauen, und die Leute sind oft zugänglicher.
    ... darf ich in meiner zurückhaltenden Art auch den Ort "Kaliningrad" mit in diese Liste aufnehmen?

    Freue mich auf weiterhin unverkrampfte und unvoreingenomme Diskussionen im Forum

    Uwe Niemeier

  19. Nach oben   #49

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    Auswandern nach Russland

    Hallo Tanja,

    heute muss ich mich mal wieder einmal melden. Wie du mitbekommen hast, habe ich mich aus diesem Form zurückgezogen. Mir sind hier zuviel Wendehälse aufgetaucht und ich habe keine Lust, mit denen in einem Form zu sein. Haben sie in der ehemaligen DDR nur ihr Privilegien und ihre Karriere im Kopf und hätten auch dafür Vater und Mutter verkauft, so verkaufen sie heute wieder die Mensche, für ihr Profitgier!

    Das nur nebenbei.

    Sicher willst du erfahren wie weit meine Auswanderungspläne sind. Nun, am Wochenende bin ich in eine kleine 1-Raum-Wohnung gezogen. In dieser Wohnung will ich meinen Hausstand aufbewahren (für alle Fälle). Dann war ich in der Russ. Botschaft und habe mich beraten lassen. (Bei mir ist es einfach, ich beziehe schon Rente und brauche deshalb keine Arbeit). Zunächst habe ich ein 1-Jahresvisum beantragt, mit der bestätigten Vorstellung von mir, es zu verlängern oder auch umzuwandeln. Meine Freunde haben mir das empfohlen. Bei denen kann ich auch wohnen und mir in der Zeit eine eigene Wohnung suchen (hoffentlich reicht mein Ersparte) oder auch alles abbrechen. Sowie das Visum da ist geht es los.

    Soviel in aller Kürze.

    Alles Gute und Grüße.

  20. Nach oben   #50

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    Zitat Zitat von domizil Beitrag anzeigen
    ...


    ... darf ich in meiner zurückhaltenden Art auch den Ort "Kaliningrad" mit in diese Liste aufnehmen?

    Freue mich auf weiterhin unverkrampfte und unvoreingenomme Diskussionen im Forum

    Uwe Niemeier
    Natürlich, auf jeden Fall - ich habe einfach die Städte erwähnt, in denen ich schon gewesen bin und einen eigenen Eindruck erhalten habe. Leider ist Kaliningrad noch nicht dabei, obwohl ich ein grosser Fan dieser Gegend bin und sie mir zumindest von polnisch-litauischer Seite bereits ausgiebig angeschaut habe. Aber nach Kaliningrad komm ich auf jeden Fall noch, das ist nur eine Frage der Zeit.

  21. Nach oben   #51
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    Wer zu spät kommt ...

    "wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" - soll Gorbatschow 1989 gesagt haben. Also den Kaliningrad-Besuch nicht auf die lange Bank schieben - vielleicht haben dann schon die anderen Millionenn Neugierige alles Interessante weggeschaut ...
    Uwe Niemeier

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    Foto: Das neue Zentrum Europas - oder auch EuropaCenter genannt - natürlich im Zentrum Kaliningrads

  22. Nach oben   #52

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    Keine Angst - die Stadt steht wirklich ganz oben auf der Prioritätenliste. Ich denke, in diesem Fall ist die Geschichte ein bisschen geduldiger.

  23. Nach oben   #53

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    Auswandern nach Moskau

    Hallo allerseits!

    Ich hätte da mal 'ne Frage bezüglich der Perspektive. Ich würde gern nach Rußland, nach Moskau auswandern. Meine Gründe dafür sind eigentlich sehr banal. Ich habe zwei mal einen mehrmonatigen Studienaufenthalt dort verbracht, habe einige Freunde dort und bin seit meinem ersten Aufenthalt verrückt nach dieser Stadt. Ich fühle mich einfach wohl in dieser Stadt, und ja, ich weiß dass kurze Aufenthalte und ein Leben dort zwei verschiedene Dinge sind, ich würde es dennoch liebend gern probieren.

    Nun sieht es so aus, dass ich so ein typischer, deutscher Langzeitstudent war, sprich zweiter Bildungsweg Abitur, danach 11 Jahre Studium der Germanistik, allerdings mit summa cum laude abgeschlossen. Während meines Studiums hab ich hauptsächlich in Banken gearbeitet, allerdings im Front Office (Call Center), eine richtige Karriere hab ich also nicht gemacht, mich eher über Wasser gehalten. Ich spreche fließend Russisch und noch einige weitere Sprachen, daran sollte es also nicht scheitern.

    Meinen Informationen nach, ist es sehr schwierig an einen "normalen" Arbeitsplatz als Ausländer zu kommen, denn der Aufwand, den man um das Arbeitsvisum betreibun muß lohnt sich für viele Firmen erst ab der Position eines Direktors oder höher. Außerdem sollte man, der Aussage einer Kollegin nach, ungefähr 60.000 RUB netto verdienen, um in Moskau über die Runden zu kommen.

    Meine Frage an die Community ist nun: Haben solch zwielichtige Typen wie ich eurer Meinung nach eine Chance auf eine Anstellung in dieser schönen Stadt? Bringt es etwas, sich als Ausländer (noch) ohne gültiges Arbeitsvisum auf Anzeigen in Stellenbörsen, so wie hh.ru zu bewerben? Habt ihr Tips, Ratschläge, Warnungen oder ähnliches?

    Ich bin für jede Antwort dankbar!

  24. Nach oben   #54
    Kaliningrad-Domizil.RU
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    ... also ich glaube ...

    ... das Sie keine Chance haben, als Ausländer, egal in welcher Stadt, eine Arbeit zu finden. Ausnahme wäre eben die, die Sie selber schon erwähnt haben: gesuchter Top-Spezialist auf einem Gebiet sein. Meine Empfehlung ist immer, wenn man seine Zukunft in Russland gestalten will, sich in Russland selbständig zu machen und aus dieser Position sein Leben zu organisieren und zu finanzieren.
    Uwe Niemeier
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  25. Nach oben   #55

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    Zunächst einmal danke für Ihre Antwort.

    Sie sind also der Meinung, dass es keine Migration von gewöhnlichen Arbeitnehmern nach Rußland gibt? Oder bezogen Sie Ihr Argument nur auf mich? Ich bin nicht leicht zu entmutigen. Mit der Selbstständigkeit habe ich es nicht so, ich habe weder eine Geschäftsidee noch Startkapital, und ich bin im allgemeinen eher der Typ, der lieber für andere arbeitet.

  26. Nach oben   #56
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    ... nein, man muss das Thema ...

    ... etwas differenzierter sehen. Natürlich gibt es Ausländer die in Russland arbeiten, auch in Positionen, die man nicht als TOP-Position bezeichnen würde. Aber da sah es dann so aus, dass die Firma selber gesucht hat und aus irgendwelchen Gründen eben unbedingt einen Ausländer wollte - das sind aber Ausnahmen. Ansonsten, da haben Sie völlig richtige Informationen, scheuen die Arbeitgeber den hohen bürokratischen Aufwand und natürlich auch die Mehrkosten. Für die Mehrkosten wollen sie natürlich auch einen Mehrerlös und den bringt ein Ausländer eigentlich nur in TOP-Positionen, wo kein russisches Äquivalent zur Verfügung steht.
    Russland vergibt jedes Jahr sogenannte Migrationsquoten. Die sind nach Regionen aufgeteilt und die Arbeitgeber müssen sehr rechtzeitig in der Region ihren Bedarf anmelden, damit sie bei der Verteilung der Quoten berücksichtigt werden können. Und bevor eine Quote für einen Ausländer vergeben wird, prüft natürlich der russische Staat, ob für diese Position kein russischer Arbeitnehmer zur Verfügung steht ...
    Uwe Niemeier
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  27. Nach oben   #57

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    Sind Sie der Meinung, ...

    ... dass es helfen würde, bzw. möglich wäre, die Kosten für das Visum selbst zu tragen? Sollte man so etwas direkt im Anschreiben anbieten, damit die Bewerbung nicht sofort im Papierkorb landet? Alles was man dann bräuchte, wäre ja nur die Einladung des Arbeitgebers und ein wenig Geduld. Ich suche mir auch schon Stellen heraus, die aufgrund meiner sprachlichen Fähigkeiten auf mich zugeschnitten sind (ich möchte glauben, dass es nicht so viele multilinguale Menschen auf dem Arbeitsmarkt gibt ), dass ich keinen Job bekomme, den jeder hiesige besetzen könnte ist mir schon klar.

  28. Nach oben   #58
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    ... die Kosten für ein Visum ...

    ... sind nicht so wichtig - das sind die kleinsten Ausgaben und werden keinen Arbeitgeber beeindrucken. Die gesamte Bürokratie der Einstellung eines Ausländers, die Besonderheiten in der Arbeit mit einem Ausländer, die Besonderheiten in der Art der Bezahlung von Gehältern (Stichwort Umschlag) ... es gibt so viele Dinge, die einen russischen Arbeitgeber abschrecken, einen Ausländer einzustellen, wenn es durchaus eine russische Alternative gibt. Also ehrlich - ich will Sie nicht abschrecken, versuchen Sie es ruhig, aber ich habe meine Zweifel, dass Sie eine für Sie interessante Stelle zu vernünftigen Bedingungen finden ...
    Uwe Niemeier
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    PS. Da ich als Selbständiger in Russland arbeite, muss ich nun langsam meinen eigenen Arbeitsplan anfangen für den heutigen Tag umzusetzen. Weitere Antworten können also erst am Nachmittag kommen.

  29. Nach oben   #59

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    Probieren, probieren, probieren, ...

    Die Visakosten sind das eine, noch viel mühsamer ist der bürokratische Aufwand, den Sie dem Arbeitgeber nicht abnehmen können. Daher wäre es viel wichtiger, eine Firma zu finden, die bereit ist, das alles auf sich zu nehmen - ganz einfach, weil sie es will. Das wiederum erfordert eine gewisse Sympathie Ihnen gegenüber und nicht nur gegenüber ihren Fähigkeiten. Der menschliche Faktor zählt in Russland noch viel mehr als in westlichen Ländern, und man steht hier auch dazu, was ein Fehler, manchmal aber auch ein Vorteil sein kann. Wer Sie mag, wird sie auch in schwierigen Zeiten nicht einfach "wegsparen". Daher spielen Zufall und Intuition hier eine massiv wichtigere Rolle, und Sie sollten vor allem dafür sorgen, mit möglichst vielen Leuten direkt in Kontakt zu kommen, bzw. sich so viel wie möglich in Russland und unter Russen aufzuhalten. Klappts menschlich nicht, so nützt Ihnen das schönste CV nichts - umgekehrt sind Russen ohne weiteres bereit, Sie als Gärtner einzustellen, auch wenn Sie hundert Mal Dentalhygieniker sind - einfach, weil Sie ihnen gefallen. Genau das macht Russland so aufregend und unberechenbar. Darum: probieren, probieren, probieren... Viel Glück dabei!

  30. Nach oben   #60

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    Vielen Dank für die Antworten!

    Versuchen werde ich es auf jeden Fall. Ist die Einschätzung meiner Kollegin mit den 60.000 RUB netto für Moskau denn annähernd korrekt?


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