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Thema: Russland leidet unter der Wirtschaftskrise: Die fetten Jahre sind vorbei.

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    Russland leidet unter der Wirtschaftskrise: Die fetten Jahre sind vorbei.

    Russland leidet unter der Wirtschaftskrise: Die fetten Jahre sind vorbei.

    Mit dem Boom an den internationalen Rohstoffmärkten rollte in Russland lange der Rubel. Nun macht sich Ernüchterung breit. Vor allem das schwache Wirtschaftswachstum bremst das Interesse an Westwaren. Die „wilden Jahre“ am russischen Messeplatz sind vorbei.

    MOSKAU. Russlands Messeveranstalter ächzen unter der Wirtschaftskrise. Nach Einschätzung von Beobachtern ist der Markt im vergangenen Jahr um 40 Prozent eingebrochen – nach einer langen Zeit des stürmischen Wachstums. Obwohl auch die deutschen Veranstalter den Einschnitt fühlen, sehen sie die Krise auch als ein Korrektiv für den jungen Markt in Russland. „Es findet endlich die nötige Bereinigung statt“, sagt Eugen Alles von der Messe Frankfurt.

    Kaum ein Markt hat in der Vergangenheit so stark geboomt wie der russische, mit für Aussteller recht unangenehmen Nebenwirkungen. Der mit großem Abstand wichtigste Messestandort ist weiterhin Moskau vor St. Petersburg. Andere regionale Zentren haben dagegen bisher kaum Bedeutung erlangt. Dafür ballen sich die Veranstaltungen in der Hauptstadt. Nicht selten kommt es vor, dass zwei Messen mit gleichem Schwerpunkt zur gleichen Zeit stattfinden, was die Entscheidung über die Präsenz erschwert. Lange Zeit galt der russische Markt als der wettbewerbsintensivste der Welt.

    Auch die Standmieten schossen in Moskau in den Boomjahren in die Höhe und haben sich erst jetzt wieder dem westeuropäischen Niveau angenähert. Messemanager Alles erwartete, dass sie weiter fallen werden.

    Damit sind die „wilden Jahre“ vorbei. Zudem hat sich eine Infrastruktur entwickelt, die mit dem Weltstandard mithalten kann. Viel dazu beigetragen hat der Unternehmer Aras Agalarow. Der in Aserbaidschan geborene Multimillionär hat vor den Toren Moskaus mit insgesamt 500 000 Quadratmeter Fläche eines der größten Messegelände der Welt errichtet: „Crocus Expo“.

    Das drängende Standort- und Platzproblem, das vorher herrschte, wurde damit beseitigt. Neben dem schon seit dem Jahr 1959 bestehenden Expo-Center, nur einen Steinwurf vom russischen Regierungssitz entfernt im Stadtzentrum, hatte Moskau zuvor vor allem riesige Hallen mit Sowjet-Charme und einer ebensolchen Ausstattung zu bieten. Bis vor wenigen Jahren krankten viele der Messeveranstaltungen darüber hinaus auch noch an organisatorischen Mängeln.

    Die als internationale Luftfahrtmesse eingeführte Moskauer „Maks“ beispielsweise hat inzwischen viele große Unternehmen verloren – Verkehrschaos und ein Gelände mit dem Charme eines großen Grillplatzes bei Standpreisen wie in Paris und London vermochten die Aussteller nicht zu überzeugen. Auf einigen der Ausstellungsgelände in Moskau habe man die Toiletten nur mit der Nase finden können, lästert ein Messemanager. In Russland sei in der Vergangenheit vor allem viel „für Erwartungen“ gezahlt worden.

    Während der Boomphase konnte sich Crocus-Expo-Eigentümer Agalarow dafür über rund 20 Messen im Jahr freuen. Doch damit ist es vorbei. „Wenn Crocus nun auf vier bis fünf kommt, dann können sie schon froh sein“, sagt ein internationaler Branchenvertreter. Inzwischen gibt es in Moskau ein deutliches Überangebot an Flächen. Die Messe Frankfurt sieht daher die Zeit reif für eine Konsolidierung und für Übernahmeaktivitäten. Sieben Messen veranstalten die Frankfurter in Russland, darunter die Automechanika. „Wir hatten bisher fünf Konkurrenzveranstaltungen“, sagt Messe-Manager Alles. Ziel sei es nun, als alleiniger Ausrichter übrig zu bleiben. Derzeit richtet die Frankfurter Messe sieben Veranstaltungen in Russland aus. Und bleibt für diese optimistisch gestimmt: „Wir haben gute Nischen gefunden.“

    Auf dem russischen Messewesen lastet – wie auf der ganzen Volkswirtschaft – der Fluch der Rohstoffkonjunktur. Russland stellt wenig selbst her: Von Maschinen bis hin zu einfacheren Konsumgütern wird das meiste importiert.

    Messen sind daher weniger ein Schaufenster für die heimische Industrie, als eine Verkaufsshow der großen Exportländer. So lange der Petrorubel rollte und die Kassen der Unternehmen voll waren, konnte westliche Ware gar nicht oft genug feil geboten werden. Mit dem Einbruch des Wirtschaftswachstums ist dies vorbei.

    Auch andersherum ist es schwierig, sagt Irina Weißhaar von der Deutschen Messe AG in Hannover. Russische Unternehmen zu finden, die in Deutschland ausstellen wollen, sei zurzeit nahezu unmöglich. In der Vergangenheit waren vor allem Firmen und Institute aus dem Bereich Forschung und Technologie an einer Messepräsenz in Deutschland interessiert. Viele haben aber eine staatliche Beteiligung und der Staat hat die Budgets jetzt kräftig gekürzt. Dennoch hofft die Deutsche Messe in Russland ein Pendant zur Hannover Messe in diesem Jahr auf die Beine stellen zu können. Ob und wann diese tatsächlich stattfinden kann, ist aber noch offen.

    http://bc3.handelsblatt.com/ShowImag...mg=2611965&l=1

    Millionärsmesse in Moskau: Die fetten Jahre sind vorbei. Quelle: ap

    http://www.handelsblatt.com/unterneh...rise%3B2516259

  2. Nach oben   #2

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    Auch in Russland tickt Bombe

    MOSKAU. Die knappen Kassen
    des einstigen Boom-Emirats
    Dubai rücken auch den milliardenschweren
    Schuldenberg
    russischer Unternehmen wieder
    ins Blickfeld.
    Ungeachtet der Sorge vor
    Zahlungsausfällen haben
    Russlands Konzerne seit April
    Auslandskredite im Gesamtumfang
    von rund 21 Mrd.
    Dollar (14,3 Mrd. Euro) aufgenommen.
    Nach Ansicht von
    Bankern könnte Russland
    künftig Schwierigkeiten bei
    der Aufnahme von Darlehen
    bekommen, wenn seine Unternehmen
    sich nicht um eine
    Umschuldung der Verbindlichkeiten
    kümmerten. Zudem
    erhöhe der Mangel an Regeln
    bei den Verhandlungen mit
    ausländischen Geldgebern das
    Ausfallrisiko.
    Die Schulden russischer Unternehmen
    im Ausland wuchsen
    von April bis Oktober auf
    441,2 Mrd. Dollar.

    http://www.sutterluety.at/WNBinaryWeb/51/3062328.pdf


  3. Nach oben   #3

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    Putin fährt mit deutschem Motor - Außen Lada, innen Opel -

    Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin fährt einen Lada Niva, um damit ein Bekenntnis für die heimische Autoindustrie abzulegen. Allerdings schlägt in dem Geländewagen ein deutsches Herz.

    "Ich verhehle es nicht: Der Wagen, den ich gekauft habe, hat einen Opel-Motor", sagte Putin heute vor Studenten in der Stadt Tscheboksary. Putin beeilte sich zu versichern, dass der Lada Niva ein guter Kauf sei. "Sie sind nach europäischen Verhältnissen relativ billig, und die Qualität ist nicht schlecht", sagte er.

    Putin hatte den in Tarnfarben lackierten Geländewagen im vergangenen Sommer gekauft. Er zeigte sich in den russischen Medien gerne mit dem Fahrzeug in der Hoffnung, damit die Absatzzahlen des russischen Produkts trotz Finanzkrise steigern zu können.

    http://orf.at/ticker/355810.html

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