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Thema: KSE Vertrag, oder viel Aufregung um nichts!

  1. #1
    Avatar von Sandra
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    KSE Vertrag, oder viel Aufregung um nichts!

    Die Aussetzung des KSE Vertrages war eigentlich eine huebsche politische Geste. Man kann sich vorstellen wie sich Condi ihre Kurzhaarfrisur gerauft hat. Mehr allerdings auch nicht. Nun koennen entweder die US Truppen nicht in Bulgarien stationiert werden und theoretisch gibt es keine Raktenschilder in Polen (und nach deren Reaktion zu ersehen geht es da wohl um sehr viel Geld um dass sie nun fuerchten)und der Tschechei, mehr aber als theoretisch ist dies aber nicht.
    Den was ist fuer den Westen schon dabei diesen Vertrag nicht umzusetzen? Nichts, genau! Russland hat schon aus reinen finanziellen Gruenden laengst seine Streitkraefte reduziert und bis auf Georgien und einige anderen kleinen Pheriephere Staaten sind sie auch nirgends mehr gross im Ausland vertreten. Polen werden die Russen morgen auch nicht gerade als Einmaschrziel waehlen . Zumindest das Sommerloch wuerde etwas aufgeppept und zu jeder anderen Jahreszeit haetten wohl die meisten Leute nur gefragt "KSE was?".

  2. Nach oben   #2

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    Wenn Usa, GB und Polen "bedauern", kann das doch nur bedeuten, dass sie sich haendereibend freuen. Putin kann es innenpolitisch instrumentalisieren und sich am baltischen Zittern erfreuen.

    Ansonsten ist es doch die normalste Sache der Welt ein Vertragswerk auszusetzen, dass der andere Partner nicht unterschreiben will.

    (Der Westen kam zu spät mit der Unterschrift und wird nun vom Leben "bestraft"; Russland ist mit seiner Unterschrift zu früh gekommen und muss dementsprechend zu Erika Berger. )


  3. Nach oben   #3
    Avatar von Sandra
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    Zitat Zitat von Julius
    Russland ist mit seiner Unterschrift zu früh gekommen und muss dementsprechend zu Erika Berger. )
    soviel wir am TV hoeren hat Polen nicht bedauert sondern mit entsetzen reagiert . Ob das Baltikum in Russland ausgeschlachtet wird da zweifle ich, noe noe das werden sich die Balten selber innenpolitisch zu nutze machen. Wieder einmal ein Beweis wie gefaehrlich und unberechenbar Russland ist

  4. Nach oben   #4
    Avatar von Tauroggen
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    Das Entsetzen ist den Polen von Herzen gegönnt!

  5. Nach oben   #5

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    Rüstungskontrolle. Präsident Wladimir Putin hat eine Kalte-Kriegs-Debatte angestoßen.

    MOSKAU. Es sollte betont wie „business as usual“ wirken. Lediglich auf der Website des Kreml (www.kremlin.ru) veröffentlichte der russische Präsident Wladimir Putin seinen Ukas vom Wochenende, in dem er den Ausstieg Russlands aus dem Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) in 150 Tagen ankündigte. Aufgrund von „außergewöhnlichen Umständen, die die Sicherheit der Russischen Föderation berühren und sofortiges Handeln erforderlich machen“, sehe er sich zu diesem Schritt gezwungen.

    Ein TV-Kommentator bezeichnete Putins Schritt als „hart, aber notwendig“. Die Nato habe sich längst an die Landesgrenze geschlichen, die USA wollten „größere Truppenkontingente“ nach Rumänien und Bulgarien verlegen, die geplante neue US-Raketenabwehr in Tschechien und Polen habe das militärische Gleichgewicht in Europa nachhaltig zerstört. Moskau habe keine Wahl, als den KSE-Vertrag aufzukündigen.

    „Einmaliges Vorgehen“Das Außenamt, in jüngster Zeit nicht um pathetische Äußerungen verlegen, sprach von einem „in der neuesten Geschichte Russlands einmaligen Vorgehen“.

    Die staatliche Nachrichtenagentur Interfax meldete sich der frühere Sowjetpräsident Michail Gorbatschow, der den KSE-Vertrag 1990 in Paris unterzeichnete, zu Wort: Putin habe Recht. „Es kann nicht angehen, dass Russland das einzige Land ist, das sich an den KSE-Vertrag hält, während die andere Seite ihn nicht einmal ratifiziert hat.

    Was die Medien verschweigen
    Darüber, dass sich in einem Folgeabkommen 1999, das die neuen Gegebenheiten nach dem Ende des Kalten Krieges berücksichtigt, Russland verpflichtet, seine Truppen aus Georgien und Transnistrien abzuziehen, aber dazu keine Anstalten unternimmt, ist in den russischen Staatsmedien indes kein Wort zu erfahren.

    Die staatliche „Rossijskaja Gazeta“ las sich wie in alten Zeiten. Russland habe dem Westen „noch eine, möglicherweise die letzte Chance gegeben, sich nicht bloß mit Worten, sondern mit Taten für die Sicherheit in Europa einzusetzen“. Nachdem fast ein Jahrzehnt lang der Westen keine Rücksicht auf Russlands Versuche genommen habe, die Fragen rund um KSE zivilisiert zu lösen, seien nun die USA und die sogenannten Jung-Nato-Staaten „vor Unverständnis explodiert“.

    Etwas kritischer bewertete Russlands freie Presse die Ankündigung Putins. „Nun sind unsere Panzer ohne Aufsicht. Russland sieht sich frei von Verpflichtungen bei konventionellen Waffensystemen“, schrieb die Wirtschaftszeitung „Vedomosti“. Eine Zuspitzung der Lage bis hin zu einem militärischen Konflikt mit der Nato sei jedoch nicht zu erwarten. „Russland glaubt, dass das Moratorium die Nato-Staaten aufwecken und sie dazu bewegen wird, bei der Reform des Vertrages entgegen zu kommen.“

    Massive Umgruppierungen der russischen Streitkräfte, in deren Modernisierung vor allem der strategischen Atomstreitmacht Milliardensummen fließen, sind jedoch nicht zu erwarten. „Es besteht keine Notwendigkeit, jedenfalls derzeit nicht, unsere Truppenstärke an der europäischen Flanke zu vergrößern. Alles andere wird die Zukunft weisen. Die Politik der Nato wird jedenfalls immer unberechenbarer“, zitierte Interfax einen hochrangigen Vertreter des Verteidigungsministeriums.
    http://www.diepresse.at/home/politik...17489/index.do
    Guter Artikel, außer das mit den "verschwiegenen Staatsmedien".

  6. Nach oben   #6

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    naja auch der teil stimmt ja...

  7. Nach oben   #7

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    Maxim, auch wenn die sogenannten Kremlmedien was verschweigen sollen, sollte man sie lieber Oligarchenmedien nennen, meinetwegen GAZPROMmedien, doch nicht Staatsmedien.
    Als Staatsmedien kann man ARD und ZDF bezeichnen. Was wäre, wenn ich Spiegel oder Deutschlandfunk als Staatsmedien bezeichne, selbst wenn sie vom Ausland gesteuert und bezahlt werden?

  8. Nach oben   #8

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    naja rossijskaja gazeta ist ein staatsmedium RIAN ist eine staatliche Agentur... und gazprom ist wohl den staatsinteressen unterworfen. aber das spielt eigentlich keine rolle, denn der KSA vertrag war schon immer ein witz. und es ist genauso ein witz dass sich der westen drüber aufregt wie dass putin das ding so großmundig aussetzt. weil der vertrag sowieso schon geschichte war

  9. Nach oben   #9

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    Zitat Zitat von Sandra
    soviel wir am TV hoeren hat Polen nicht bedauert sondern mit entsetzen reagiert . Ob das Baltikum in Russland ausgeschlachtet wird da zweifle ich, noe noe das werden sich die Balten selber innenpolitisch zu nutze machen. Wieder einmal ein Beweis wie gefaehrlich und unberechenbar Russland ist
    Die USA werden das zum Vorwand nehmen und Kernwaffen in Polen und dem Baltikum stationieren.

    Gruß

    Costa


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