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Thema: Auf eine Zigarette

  1. #1
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    Auf eine Zigarette

    Keine Ahnung ob es schon hier irgendwo war. Ist aber lesenswert.

    http://www.zeit.de/2007/23/Zigarette-Helmut-Schmidt

    Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt

    Jede Woche bezieht der Altbundeskanzler und ZEIT-Herausgeber im ZEITmagagzin LEBEN Stellung zu einem aktuellen politischen Thema. Teil 2: Müssen wir Russland fürchten?


    Altbundeskanzler und ZEIT-Herausgeber Helmut Schmidt


    Lieber Herr Schmidt, müssen die Deutschen wieder Angst haben vor den Russen?

    Die Antwort ist: Nein. Russland ist eine große Macht, aber seit der Implosion der Sowjetunion haben die Russen ihre Grenzen niemals überschritten. Das hatten sie früher am laufenden Band getan.

    Sie bewundern Russland!

    Die Russen sind und bleiben ein großes Volk, eine große Nation mit einigen Parallelen zu den europäischen Nationen. Eine liegt auf dem Feld der Musik und der Literatur, ob Sie Tschaikowsky nehmen oder Prokofjew. Oder nehmen Sie Dostojewskij oder Tolstoj, Turgenjew oder Solschenizyn. Die sind Teil der europäischen Kultur. Eine andere Parallele ist der Kolonialismus. England, Frankreich, Spanien, Portugal und Deutschland haben Kolonialreiche errichtet in Asien, in Südamerika, in Afrika. Die Russen haben zur gleichen Zeit ein Kolonialreich in Sibirien errichtet. Gleichwohl, in einem wichtigen Punkt gibt es keine Parallele: In Europa hat sich weitgehend die Aufklärung durchgesetzt – zum Beispiel Menschenrechte und Demokratie. Russland aber hat sich verschlossen gegenüber der Aufklärung, und diejenigen Intellektuellen, die sich dafür empfänglich zeigten, mussten das Land verlassen oder wurden gerade noch geduldet. Diese Tradition setzt sich fort bis heute.

    Verklären Sie Russland nicht? Es gibt so viele Gründe, das Land noch zu fürchten: die Steuerung der ethnischen Konflikte im Baltikum, die Schikane bei der Erdgaszulieferung, die Kujonierung von Oppositionellen bis hin zur Ausschaltung jeder freien Presse.

    Die Behinderung der freien Presse ist kein Grund zur Begeisterung, aber wir müssen Russland deswegen nicht fürchten, auch nicht wegen der anderen unerfreulichen Punkte, die Sie nennen. Ich denke nicht daran, Russland zu verklären, doch wir brauchen normale Beziehungen zu diesem wichtigen Nachbarn.

    Aber das Verhältnis zu Europa war unter Gorbatschow, dem Vielgeliebten, und auch unter dem trinkenden Jelzin besser als unter Putin.

    Anders als ihre sowjetischen Vorgänger haben weder Gorbatschow noch Jelzin, noch Putin mit ihren Soldaten die russischen Grenzen überschritten. Gorbatschow wurde in Europa geliebt, nicht in Russland. Ein Regierender, der zu Hause keine Basis hat, kann nichts bewirken. Jelzin hat eine vorsichtige Außenpolitik betrieben, während im Inneren seines Landes Tohuwabohu herrschte. Jetzt erleben wir wieder eine straffe Regierung in Moskau. Putin ist nicht so diktatorisch wie die letzten Zaren und jedenfalls sehr viel weniger diktatorisch als Lenin und später Stalin oder dann Chruschtschow.

    Gilt denn für Sie immer: Stabilität in einem Land und in den Beziehungen zu den Nachbarn ist besser als die Einhaltung der Menschenrechte?

    Die Einhaltung der Menschenrechte ist überall wünschenswert. Es ist genauso wünschenswert, dass auswärtige Mächte sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines Staates einmischen.

    Das kann vielleicht der Politiker Schmidt sagen, dem ZEIT-Herausgeber müsste schon allein das Schicksal unserer Kollegen von der »Nowaja Gaseta« am Herzen liegen, für die auch die ermordete Journalistin Anna Politkowskaja schrieb.

    Ich muss das auch als ZEIT-Herausgeber allen Ernstes sagen. Dass Journalisten oder politische Gegner behelligt werden, ist keine russische Spezialität. Denken Sie an Watergate – dergleichen finden Sie in Afrika, in Lateinamerika, auch in Europa.

    Das macht es nicht erträglicher.

    Seit tausend Jahren wird Russland autoritär und diktatorisch regiert. Die politische Kultur Russlands besteht aus Diktatur.

    Und das wird auch so bleiben?

    Das ist wirklich zu befürchten.

    Das Gespräch führte Giovanni di Lorenzo

  2. Nach oben   #2
    Avatar von Sandra
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    War es nicht Schmidt der Bundeskanzler war als Klar fuer einen Mord bestraft wurde, den er nicht begangen hat und die Polizei und Staatsanwalt das dekte? Er hat wohl sicherlich auch nichts davon gewusst! Vielleicht sollte er das Rauchen aufgeben, obwohl eigentlich schadet Rauchen den Lungen aber hier anscheinend auch dem klaren Denken! Bis zu Brand waren die Sozis noch Sozis, dann kam Schmidt und damit eigentlich auch das Ende einer Partei, da sie glaubte Philosophie stoere nur die wirkliche Aufgabe einer Partei, naemlich die Interessen der Wirtschaft zu stuetzen...


  3. Nach oben   #3

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    auf eine Zigarre zu den "Philadelphiern"

    heute in der faz:
    (lang aber gut)

    Geschichte des Anarchismus

    Bakunin und die Freimaurer des „Grand Orient“

    Von Lorenz Jäger

    Im neunzehnten Jahrhundert bestanden zwischen den Protagonisten der radikalen, demokratischen und sozialistischen Bewegungen einerseits und den Freimaurern andererseits enge Beziehungen. Sieht man es von der Seite der Politisch-Oppositionellen her, die meist auch scharf antiklerikal eingestellt waren, dann bot die internationale Gemeinschaft der Freimaurer eine europaweite, bis nach Russland reichende Infrastruktur der Kommunikation, die ihnen die Kontaktaufnahme zu möglichen Sympathisanten, sei es in Italien, in Polen, in Frankreich oder in Großbritannien, erlaubte. Zwischen Gemäßigten und Radikalen in der Freimaurerei gab es ein weites Feld von Optionen, maurerische Kontakte waren in jedem Falle nützlich für die Revolutionäre.


    Unter diesen war keiner, und zwar zeitlebens, tiefer in die Sphäre der Geheimgesellschaften eingetaucht als Michail Bakunin. Als es im Dezember 1825 zur Adelsverschwörung der Dekabristen („Dezembristen“) kam, war einer der fünf Konspirateure, die man nach der Niederschlagung der Revolte erhängte, ein Cousin von Bakunins Mutter Varvara; zwei weitere ihrer Cousins gehörten der Geheimgesellschaft an, die die Erhebung vorbereitet hatte. Die Anfänge der Dekabristen, so lesen wir in Richard Pipes’ „Russian Conservatism and its Critics. A Study in Political Culture“ (Yale University Press, 2005), waren zunächst unauffällig: „Etwa zweihundert Offiziere . . . gründeten 1816 die ,Union der Rettung‘, eine geheime Organisation, sehr ähnlich der Freimaurerei, mit der viele ihrer Mitglieder verbunden waren.“ Man kann es als sicher annehmen, dass allein dies beim jungen Michail Bakunin eine gewisse Sympathie für revolutionäre Verschwörungen begünstigte – erklärte er doch später, in Russland sei es die „kleine Sekte der Freimaurer“ gewesen, die „im Verborgenen die heilige Flamme der Liebe zur Menschheit bewahrte“.


    Bei seinem ersten Paris-Aufenthalt 1845 trat er der in Frankreich bedeutendsten Großloge des „Grand Orient“ bei, die sich noch heute seiner Mitgliedschaft rühmt. Zwar wusste man von dieser Zugehörigkeit wenig – das Verschwiegenheitsgebot der Freimaurer wirkte auch hier, und selbst enge Weggefährten scheinen manchmal nichts geahnt zu haben – aber sein Biograph, der britische Historiker E. H. Carr, stellte in seinem Buch über den berühmtesten Revolutionär Europas fest, dass die Beziehungen zwischen „fortgeschrittenem politischem Denken“ und Freimaurerei traditionell stets eng gewesen seien.


    Man verfüge über keine genaueren Informationen, so schrieb Carr weiter, berief sich aber auf ein Dokument im Dresdner Staatsarchiv, aus dem hervorgehe, dass Bakunin für drei Jahre Mitglied in der Schottischen (das heißt: Hochgrad-) Loge des „Grand Orient“ in Paris war. Wolfgang Eckhardt, der gegenwärtig wohl beste Kenner (und Herausgeber) Bakunins, hat in Dresden das fragliche Dokument nicht ausfindig machen können. Eine indirekte Bestätigung, so teilt er mit, sei indes ein Brief des Grafen Heliodor von Skórzewski, Stuhlmeister der Freimaurer, Veteran der napoleonischen Armee, an Bakunin vom 9. Oktober 1848, der sich in den Dresdner Akten erhalten hat: „Ich freue mich, in dir einen Bruder zu kennen; dein Diplom werde ich dir recht bald zukommen lassen und schreibe heute nach Paris, um die Besorgung zu beschleunigen“, schreibt er darin, das deute zumindest auf Paris und Bakunins dortige Mitgliedschaft hin. Bakunin, aus Preußen ausgewiesen, hatte sich den Bart abgeschnitten und war im September 1848 nach Breslau gefahren; pessimistisch, was die deutsche Revolution anging, optimistischer aber für die slawischen Völker, vor allem für die Polen.


    Skórzewski nun war der Verbindungsmann zwischen den Polen, die auf russischem Staatsgebiet lebten, und der polnischen Emigration in Paris. Carr berichtet von dieser Episode: „Durch ein geheimes Zeichen erkannte Skórzewski in Bakunin einen Freimaurer, führte ihn in die örtliche Loge ein . . . und forderte ihn auf, sich um den Meistergrad zu bewerben, für den er die nötigen Qualitäten besitze. Aber all dies war schnell vergessen. Schon in der ersten Woche nach Bakunins Ankunft führte die Aufdeckung seiner Identität durch die Polizei zu einem Ende dieser seiner Intrigen und Hoffnungen.“


    Ähnlich wie in dieser missglückten polnischen Revolutionsepisode des Jahres 1848 war es sechzehn Jahre später auf einem anderen europäischen Schauplatz. Bakunin hatte eine lange Haftstrafe verbüßt, war aus der sibirischen Verbannung geflohen und nach dieser abenteuerlichen Odyssee vom Willen erfüllt, die Revolution wieder voranzubringen. Er begab sich nach Italien. Hier war die lange und verwickelte Geschichte des Risorgimento, des italienischen Einigungskampfes, zu einem ersten entscheidenden Erfolg gekommen, der Staatsbildung. Aber noch fehlten Venetien, das unter der Herrschaft der Habsburger geblieben war, und der Kirchenstaat, nun auf Rom beschränkt. Der Held des Risorgimento war Giuseppe Garibaldi.


    Am 22. Januar 1864 schrieb Garibaldi an Giuseppe Dolfi: „Mein lieber Dolfi, Ich empfehle Ihnen unseren Bakunin, dessen Name den Demokraten der ganzen Welt zur Ehre gereicht. Er ist bereits unser Freund, ich bin sicher, dass Sie füreinander Sympathie empfinden werden, wenn Sie ihn sehen.“ (Gespräche mit Bakunin. Gesammelt von Arthur Lehning, Leipzig 1991) „Nach seiner Ankunft in Florenz“, so merkt Lehning an, „besuchte Bakunin Caprera mit der Absicht, Garibaldi zu treffen, der ihn bei Giuseppe Dolfi einführte, einem der Anführer der florentinischen Demokratie und Freimaurerei.“ Garibaldi war wie Dolfi Freimaurer, ja Großmeister der italienischen Großlogen, die sich später zum „Grande Oriente d’Italia“ vereinigten, und wie schon in Polen war es diese internationale Bruderschaft, die als erstes Netzwerk des Revolutionärs Bakunin dienen sollte.


    Angelo de Gubernatis, Dichter und Sprachwissenschaftler, der später eine Nichte Bakunins heiratete, berichtet von einem Treffen im Januar 1865 in Florenz: „Bakunin erhob sich bald, näherte sich mir und drückte mir die Hand, indem er mich etwas geheimnisvoll fragte, ob ich kein Freimaurer wäre? Ich antwortete, dass ich es nicht sei und nicht sein möchte, da ich einen Widerwillen gegen jede geheime Gesellschaft hätte . . . Bakunin sagte mir, dass ich recht hätte, auch er empfinde keine große Achtung vor der Freimaurerei, doch verschaffe sie ihm Mittel, etwas anderes vorzubereiten.“ Tatsächlich gründete Bakunin 1864 eine geheime Gesellschaft, die „Internationale Bruderschaft“, die eine soziale Revolution ins Auge fasste. Und in diesem Zusammenhang entstanden Bakunins Schriften zur Reform der Freimaurerei („Fragments d’écrits sur la Franc-Maçonnerie. Fragment A-G, été-automne 1865“, in: Michel Bakounine, Œuvres complètes sur CD-ROM. Amsterdam 2000).


    Statuiert wird darin eine symbolische Ordnung der Freimaurerei, bei der an oberster Stelle die „Vernunft“ (Raison) zu stehen kommt, darunter folgt die Trias von „Freiheit“, „Gleichheit“ und „Solidarität“, schließlich „Gerechtigkeit“ (Justice). Damit wende sich die Freimaurerei gegen die symbolische Ordnung der Theologie, die an die Stelle von Vernunft Offenbarung setze, an die von Freiheit, Gleichheit und Solidarität das „Privileg“ und den „Despotismus“, den „Egoismus“ und die „Sklaverei“ plaziere und an der Stelle der Gerechtigkeit die „Gnade“ habe. Schließlich gehört zu diesen Oppositionspaaren noch das von „Arbeit“ (Travail) in der säkularen Ordnung der Maurer, „Mildtätigkeit“ (Charité) in der religiösen.


    Das Freimaurermanuskript, so schildert es Max Nettlau in seiner Geschichte des Anarchismus, „nimmt auf den berüchtigten Syllabus, die päpstliche Verdammung des menschlichen Denkens vom Dezember 1864 Bezug, und Bakunin mochte an die dadurch gesteigerte Empörung gegen das Papsttum anknüpfen, um auch die Freimaurerei oder ihren entwicklungsfähigen Teil weiter vorwärts zu treiben; er beginnt damit: um wieder ein lebender und nützlicher Körper zu werden, muß die Freimaurerei ernstlich den Dienst der Menschheit wieder aufnehmen.“


    Nun war zwischen der Kirche und der Freimaurerei schon seit den Anfängen der Bruderschaft im frühen achtzehnten Jahrhundert die entschiedenste Feindschaft gesetzt. Die Enzyklika „Quanta cura“ von Papst Pius IX. (8. Dezember 1864) hatte das Verdikt der Apostolischen Konstitutionen erneuert, „durch welche die geheimen Gesellschaften, ganz gleich, ob von ihnen der Eid auf Geheimhaltung verlangt wird oder nicht, und deren Anhänger und Begünstiger mit dem Ausschluß aus der Kirche bestraft werden“. Richtig hatte die Kirche nämlich erkannt, dass die Toleranzidee der Freimaurerei sich mit einer gewissen Konsequenz zum radikalen Laizismus entwickeln könne – zur Trennung von Kirche und Staat, zur Verdrängung vor allem aus dem Bereich der Kindererziehung.


    Genau dies sollte ja Bakunin im „Revolutionären Katechismus“ fordern – „Absolute Freiheit der religiösen Assoziationen, die übrigens keine politischen und bürgerlichen Rechte besitzen und sich nicht mit der Erziehung von Kindern werden beschäftigen können.“ (Michail Bakunin, Philosophie der Tat, Köln 1968) Man kann es als den Hauptunterschied von Marx und Bakunin ansehen: Für den Philosophen des „Kapitals“ und des „Kommunistischen Manifests“ war die Religion keine Frage mehr, die besondere Aufmerksamkeit oder Fundamentalpolemik erforderte – das hatte Ludwig Feuerbach bereits geleistet. Die sozialistische Gesellschaft würde für das Absterben der Religionen gleichsam zwanglos sorgen. Ganz anders Bakunin. Er war ein doktrinärer, sich vielfach wiederholender Religionsfeind, der noch auf dem Sterbebett, wie sein Freund Reclus berichtet, sein Leben resümiert „und ihm die letzte Weihe gibt, indem er noch einmal den Schrei des achtzehnten Jahrhunderts ausstieß: ,Ecrasons l’infame!’“ Und damit wiederum war er bei der Loge des „Grand Orient“, der auch Voltaire noch kurz vor seinem Tode beigetreten war, in seinem eigentlichen Element.


    So liegt denn der Enzyklika „Quanta cura“ durchaus ein realistisches Bild der Freimaurerei und ihrer radikaleren Adepten wie Bakunin zugrunde: „Nicht damit zufrieden, die Religion aus der Öffentlichkeit des Staates zu verdrängen, wollen sie die Religion selbst aus dem privaten Bereich der Familien fernhalten. Diese Menschen lehren den verderblichen und todbringenden Irrtum des Kommunismus und des Sozialismus . . . Mit diesen gottlosen Meinungen und Umtrieben beabsichtigen diese Betrüger, vor allem die heilbringende Lehre und die Gewalt der katholischen Kirche aus dem Unterricht und aus der Erziehung der Jugend vollständig zu verbannen, und dadurch die noch beeinflußbaren Gemüter der Jugend mit der schädlichen Irrlehre und jeglichen Lastern anzustecken und zu verderben.“


    Den Gegensatz zur Kirche genauer herauszustellen war Bakunins Hauptanliegen. Im Entwurf für einen „Catéchisme de la Franc-Maçonnerie moderne“ besagt der erste Artikel, dass alle Theologie abgeschafft sein müsse („Abolition de toute Théologie“). „Der Katechismus darf nichts anderes sein als die vollständige Exposition der Idee der Menschheit, in ihrem Gegensatz zur Idee der Gottheit.“ Die Existenz eines persönlichen, außerweltlichen Gottes, des Schöpfers und Herrn aller Dinge, sei unvereinbar mit der Vernunft und der Freiheit des Menschen. Aber auch ein pantheistischer, unpersönlicher, mit der Natur identischer Gott sei nichts als eine metaphysische Fiktion. Der zweite Artikel des „Katechismus“ fordert das „Prinzip und den Kult der Humanität“.


    Dieser Versuch einer Reform der Freimaurerei war nur eine Station auf dem Weg Bakunins, auf dem die Geheimgesellschaften einander beständig ablösen, auf dem „Allianzen“ entstehen und innerhalb dieser wieder innere Komitees, verborgen vor den Genossen des äußeren Kreises – wer Bakunins Organisationsgedanken schildern wollte, käme auf das russische Muster der Puppe in der Puppe. Oft blieben diese Bünde reine Produkte von Bakunins Einbildungskraft, oder es wurden zu Werbezwecken Mitgliedsausweise vergeben, die phantastisch hohe Nummern trugen und so eine große Verschwörerzahl suggerieren sollten. Aber weiterhin blieb für Bakunin die Freimaurerei das Hauptnetzwerk seiner Projekte. Als 1867 der erste Kongress der „Friedens- und Freiheitsliga“ in Genf tagte, auf dem man die „Vereinigten Staaten von Europa“ ins Auge fasste, wurde er von dem späteren, erst 1874 der „Grand Loge de France“ beigetretenen Freimaurer Jules Barni eröffnet. „Inmitten der hier versammelten internationalen Demokratie“, so berichtet Grigorij Vyrubov, fühlte sich Bakunin „wirklich in seinem Element: Er organisierte Versammlungen, hielt Reden, verfasste Projekte, Programme, Proklamationen.“


    Und die erhebendste Szene ist die, in der sich zwei maurerische Brüder wieder in die Arme schließen: Als Bakunin, so fährt Vyrubovs Bericht fort, „mit schweren, ungeschickten Schritten die Treppe zum Podium, auf dem das Büro saß, erklomm – wie immer schlampig gekleidet, in einer Art grauem Kittel, unter dem man kein Hemd, sondern ein Kamisol aus Flanell sah –, ertönte der Schrei ,Bakunin!‘ Garibaldi erhob sich von seinem Präsidentenstuhl, machte einige Schritte auf ihn zu und warf sich ihm in die Arme. Diese Begegnung zweier alter, erfahrener Kämpfer für die Revolution hinterließ einen außergewöhnlichen Eindruck. Obwohl es in dem riesigen Saal nicht wenige Gegner gab, sprangen alle auf, und der begeisterte Applaus nahm kein Ende.“ Garibaldis Resolutionsentwurf sah unter Punkt 6 vor: „Das Papsttum als gefährlichste aller Sekten wird als abgeschafft erklärt.“


    Bakunin agierte schon im Schatten der von Marx gegründeten „Internationalen Arbeiter-Assoziation“. Das bedeutete für ihn, dass sozialistische Ziele mehr in den Vordergrund treten sollten. Beim sehr viel weniger besuchten zweiten Kongress der „Friedens- und Freiheitsliga“ im September 1868 ließ er es deshalb zum Bruch mit der „bürgerlichen“ Mehrheit kommen. Albert Richard, zeitweise Bakunins Weggefährte, berichtet darüber: „Die Sozialisten bildeten auf dem Kongress eine starke Minorität: fünf Franzosen, Elisée Reclus, Victor Jaclard, Aristide Rey, ein Pariser Arbeiter namens Bedouche und ich, der russische Revolutionär Zukovskij, der Positivist Vyrubov, der italienische Abgeordnete Fanelli, ein ehemaliger Oberst im Heer Garibaldis, und seine Landsleute Tucci und Gambuzzi. Bakunin organisierte die Gruppe.“ Man nannte sich „Groupe genevois de l’Alliance de la démocratie socialiste“.


    Unter diesen waren Freimaurer: Elisée Reclus, der Geograph (offenbar indes nur für kurze Zeit), ebenso Victor Jaclard. Der schon erwähnte Philosoph Grigorij Vyrubov wurde erst später Mitglied des „Grand Orient“, in den siebziger Jahren, als französische Logen, die nach dem schottischen Ritus arbeiteten, vermehrt russische Emigranten aufnahmen, er bekleidete den 33. Grad, den höchsten also. Giuseppe Fanelli gehörte zu einer Loge, auch Carlo Gambuzzi. Saverio Friscia, von Richard nicht erwähnt, zählte gleichfalls zu dem Kreis, er war ein homöopathischer Arzt aus Sizilien, Hoch-Freimaurer des 33. Grads – dies berichtet George Woodcock in seinem Standardwerk „Anarchism“ (zuletzt 2004, Broadview Press). Und natürlich Bakunin selbst. Das sozialistische Netzwerk der Liga war also zugleich ein in seiner Mehrheit brüderlich-maurerisches.


    Mit der sozialistischen Gruppe wollte sich Bakunin maßgeblichen Einfluss in der Marxschen Internationale verschaffen – während diese das Fußvolk der revolutionären Armee stellen sollte, glaubte Bakunin für sich und seinen Kreis an die Rolle eines Generalstabs. So jedenfalls sieht es Bakunins Biograph Carr, während die inneranarchistische Legende von einem Kampf des „freiheitlichen“ Bakunin“ gegen den „autoritären“ Marx spricht. Nun stand allerdings auch die Internationale von Beginn an unter dem Einfluss der „Loge des Philadelphes“, einer Gründung französischer Emigranten in London (Boris I. Nicolaevsky, „Secret Societies and the First International“, in: „The Revolutionary Internationals 1864-1943“, Stanford University Press 1966).


    Der Anteil der „Philadelphier“ bei der Gründung der Internationale sei enorm gewesen, schreibt Nicolaevsky, vor allem erwähnt wird Victor Le Lubez, der die Sitzung des 28. September 1864 organisierte, bei der der Generalrat der Internationale gewählt wurde. Bei alldem sei nicht zu verkennen, dass die verschwiegene Praxis der Loge beibehalten wurde, auch innerhalb des neuen, größeren Organisationsrahmens der Arbeiterbewegung. Die Philadelphier hätten, wo immer es ihnen möglich war, ihre eigenen Leute in die führenden Positionen der Internationale gebracht: „Der Generalrat . . . war von Le Lubez ausgewählt worden, er schloß eine große und einflußreiche Gruppe von Philadelphiern ein.“ Von den zunächst acht nichtenglischen Mitgliedern gehörten sechs zur Loge, von den später neun Franzosen acht.


    Es war also alles andere als ein leerer verschwörungstheoretischer Wahn, wenn die päpstliche Enzyklika von Kommunismus, Sozialismus und Gottlosigkeit als den zeitgenössischen Hauptgefahren im Zusammenhang mit den „geheimen Gesellschaften“ sprach. Vielmehr kann man darin eine Momentaufnahme jener Epoche der sechziger Jahre des neunzehnten Jahrhunderts sehen, zu der Bakunins italienische Konnexionen und seine Freimaurermanuskripte ebenso gehören wie die Gründung der „Internationale“ und die konspirativen Versuche in der Genfer Friedensliga.

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    auf´n Orakel aus Berlin

    taz vom 9.6.2007, S. 10, 166 Z. (Kommentar), WLADIMIR KAMINER

    Wer ist Deutschland?

    Eigentlich wollte sich unser Autor mit Wolfgang Schäuble über die deutsche Identität unterhalten. Der Innenminister aber war im Geiste schon anderswo und erzählte ihm "die Wahrheit von Rostock"

    von WLADIMIR KAMINER

    Als ich vor drei Jahren die deutsche Staatsangehörigkeit samt Personalausweis errang - zusammen mit meiner Frau und den Kindern -, bekamen wir mehrere Merkblätter mit auf den Weg, deren Empfang wir quittieren mussten. Das erste Merkblatt hieß "über den Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit". Warum sollen wir sie verlieren, wenn wir sie doch gerade erst bekommen haben?, wunderte ich mich. Weil in Deutschland keine doppelte Staatsangehörigkeit geduldet wird. Meine Frau und ich, wir sind aus der Sowjetunion nach Deutschland ausgewandert.

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    Unsere sowjetischen Pässe wurden uns noch von der letzten DDR-Regierung, die uns aufgenommen hatte, entzogen. Wir haben seitdem zwar nie wieder einen russischen Pass angestrebt, waren aber juristisch gesehen nach unserem Herkunftsland russische Bürger geblieben. Deswegen mussten wir, um in Deutschland eingebürgert zu werden, einen Austritt aus der russischen Staatsangehörigkeit beantragen, die wir gar nicht mehr besaßen. Die Botschaft der Russischen Föderation sagt den Betroffenen in solchen Fällen, sie sollen "nach Hause fahren" und sich dort an das russische Innenministerium wenden.

    Diejenigen, die hier als Kontingentflüchtlinge anerkannt wurden, können sich die Mühe sparen, einen Nachweis ihrer Staatenlosigkeit zu erbringen. Sie werden als Staatenlose behandelt und können in Deutschland nach Erfüllung einiger anderer notwendiger Kriterien eingebürgert werden. Dazu bekommen sie das Merkblatt "über den Fortbestand der bisherigen Staatsangehörigkeit". Wenn sie im Ausland jemals in Schwierigkeiten geraten, sollten sie sich nicht an die deutschen Behörden wenden, sondern an die ihres ursprünglichen Heimatlandes. Sie müssen unterschreiben: "Wenn mir mein Recht auf Wiederausreise verwehrt wird, sind die deutschen Auslandsvertretungen nicht in der Lage, wirksamen deutschen Rechtsschutz zu leisten …", sie werden also gleich am ersten Tag als Bürger 2. Klasse abgetan, die nicht einmal mit dem deutschen Rechtsschutz im Ausland rechnen dürfen.

    Als deutscher Bürger schäme ich mich ein wenig für diese Gesetzgebung, die jedes Maß an krümelkackerischer Bürokratie und rücksichtsloser Unmenschlichkeit übersteigt. Letzte Woche musste ich dann wieder hin. Mein Vater wurde eingebürgert. Nachdem er 15 Jahre in Deutschland und Europa mit einem blauen "Alienpass" für Staatenlose gelebt hatte, einem Pass, auf den die Grenzbeamten aller Länder wie Fliegen auf ******* reagieren, beschloss mein Vater, sich mit 74 Jahren einbürgern zu lassen. Weil er behindert ist, musste ich ihm bei diesem Abenteuer helfen. Die Einbürgerung verlief schnell und unbürokratisch und kostete ungefähr 400 Euro.

    Der neuerliche Besuch der Einbürgerungsstelle hat mich zum Verfassen dieses Textes bewegt. Die Sache war nämlich: In ein paar Tagen musste ich mich mit dem Innenminister zu einem Gespräch zum Thema "Wer ist Deutschland" treffen, organisiert von einer christlichen Zeitschrift. Ich dachte, wenn ich ihm diese Geschichte erzähle, wird er wahrscheinlich lächeln und sagen: "Wir leben in einer Demokratie. Es gibt hier eine Verfassung, jede Menge Gesetze, und diese Gesetze sind doch nicht von bösen Menschen ausgedacht, um den guten das Leben zu erschweren! Diese Gesetze sind Deutschland, in ihnen wurde der Wille des Volkes formuliert. Auch wenn sie nicht immer an der richtigen Stelle greifen, ist es noch lange kein Grund zu meckern, und wenn es dir nicht gefällt, mein Junge, geh doch nach Russland. Da handhabt es Putin bestimmt besser, haha." Vielleicht aber wird er ganz was anderes sagen, aus diesen Politikern werde ich nie schlau.

    Das Innenministerium erinnerte stark an das Staatsangehörigkeitsamt, Bezirksamt oder Arbeitsamt. Irgendwie sind alle Ämter in Deutschland gleich, lange Korridore, merkwürdige abstrakte Malerei an den Wänden und Türen mit Schildchen bis an den Horizont. Wir gingen einen nicht enden wollenden Korridor entlang, auf der Suche nach dem Büro des Ministers, an einem Schild stand bescheiden "Schäuble".

    Der Minister konnte mit dem Thema "Wer ist Deutschland" nicht viel anfangen, er war im Geiste ganz in Rostock.

    "Was wäre, wenn die Polizei nicht vor den Demonstranten stünde? Dann hätten die Gewaltbereiten keinen Feind mehr. Wohin würden sie dann ihre Steine schmeißen?", fragte ich den Minister: "Die jungen Leute üben Kapitalismuskritik, sie werden doch nicht plündern" - "Plündern ist auch Kapitalismuskritik", erwiderte Schäuble. "Hören Sie zu, ich erzähle Ihnen die Wahrheit von Rostock. Die Polizei war nämlich anfangs sehr zurückhaltend, die Demonstranten zogen an einem Fünfsternehotel vorbei, da flogen die ersten Steine. Heute ist jede Straße in Deutschland ein Hort der Globalisierung, überall finden sie Banken, Sparkassen, Hotels" - "Am schlimmsten sind die Ämter!", mischte ich mich ein, blieb aber unverstanden.

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    auf 'ne Currywurst mit Guk

    war doch nicht so gut ... hier immerhin das Ende. (Es geht an sich um Schröder und Nordstream)

    „Sollen sie es doch kaufen, wo sie wollen, wir drängen ihnen das russische Erdgas ja gar nicht auf. Sie nehmen es, weil es das beste Gas in der Welt und auch das billigste ist und zudem reibungslos geliefert wird. Russland ist eine Region der geopolitischen Stabilität, das ist nicht der Nahe Osten.“
    Wie der Parlamentarier sagt, besitzt Russland auch noch andere Absatzgebiete. Flüssiggas wird in die USA geliefert. England will die russischen Erdgas-Importe von 4 Milliarden Kubikmeter bis auf 10 Milliarden Kubikmeter zum Jahr 2010 steigern. Im Kommen sind auch Südostasien, China, Japan, Korea, Indien. „Wir wissen, wohin wir das Gas verkaufen können. Aber wo sie andere Quellen finden, darüber sollten sie einmal nachdenken“, resümierte Valeri Jasew.

  6. Nach oben   #6

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    Zitat Zitat von Gunnar Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung ob es schon hier irgendwo war. Ist aber lesenswert.

    http://www.zeit.de/2007/23/Zigarette-Helmut-Schmidt

    Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt

    Jede Woche bezieht der Altbundeskanzler und ZEIT-Herausgeber im ZEITmagagzin LEBEN Stellung zu einem aktuellen politischen Thema. Teil 2: Müssen wir Russland fürchten?


    Altbundeskanzler und ZEIT-Herausgeber Helmut Schmidt


    Lieber Herr Schmidt, müssen die Deutschen wieder Angst haben vor den Russen?

    Die Antwort ist: Nein. Russland ist eine große Macht, aber seit der Implosion der Sowjetunion haben die Russen ihre Grenzen niemals überschritten. Das hatten sie früher am laufenden Band getan.

    Sie bewundern Russland!

    Die Russen sind und bleiben ein großes Volk, eine große Nation mit einigen Parallelen zu den europäischen Nationen. Eine liegt auf dem Feld der Musik und der Literatur, ob Sie Tschaikowsky nehmen oder Prokofjew. Oder nehmen Sie Dostojewskij oder Tolstoj, Turgenjew oder Solschenizyn. Die sind Teil der europäischen Kultur. Eine andere Parallele ist der Kolonialismus. England, Frankreich, Spanien, Portugal und Deutschland haben Kolonialreiche errichtet in Asien, in Südamerika, in Afrika. Die Russen haben zur gleichen Zeit ein Kolonialreich in Sibirien errichtet. Gleichwohl, in einem wichtigen Punkt gibt es keine Parallele: In Europa hat sich weitgehend die Aufklärung durchgesetzt – zum Beispiel Menschenrechte und Demokratie. Russland aber hat sich verschlossen gegenüber der Aufklärung, und diejenigen Intellektuellen, die sich dafür empfänglich zeigten, mussten das Land verlassen oder wurden gerade noch geduldet. Diese Tradition setzt sich fort bis heute.

    Verklären Sie Russland nicht? Es gibt so viele Gründe, das Land noch zu fürchten: die Steuerung der ethnischen Konflikte im Baltikum, die Schikane bei der Erdgaszulieferung, die Kujonierung von Oppositionellen bis hin zur Ausschaltung jeder freien Presse.

    Die Behinderung der freien Presse ist kein Grund zur Begeisterung, aber wir müssen Russland deswegen nicht fürchten, auch nicht wegen der anderen unerfreulichen Punkte, die Sie nennen. Ich denke nicht daran, Russland zu verklären, doch wir brauchen normale Beziehungen zu diesem wichtigen Nachbarn.

    Aber das Verhältnis zu Europa war unter Gorbatschow, dem Vielgeliebten, und auch unter dem trinkenden Jelzin besser als unter Putin.

    Anders als ihre sowjetischen Vorgänger haben weder Gorbatschow noch Jelzin, noch Putin mit ihren Soldaten die russischen Grenzen überschritten. Gorbatschow wurde in Europa geliebt, nicht in Russland. Ein Regierender, der zu Hause keine Basis hat, kann nichts bewirken. Jelzin hat eine vorsichtige Außenpolitik betrieben, während im Inneren seines Landes Tohuwabohu herrschte. Jetzt erleben wir wieder eine straffe Regierung in Moskau. Putin ist nicht so diktatorisch wie die letzten Zaren und jedenfalls sehr viel weniger diktatorisch als Lenin und später Stalin oder dann Chruschtschow.

    Gilt denn für Sie immer: Stabilität in einem Land und in den Beziehungen zu den Nachbarn ist besser als die Einhaltung der Menschenrechte?

    Die Einhaltung der Menschenrechte ist überall wünschenswert. Es ist genauso wünschenswert, dass auswärtige Mächte sich nicht in die inneren Angelegenheiten eines Staates einmischen.

    Das kann vielleicht der Politiker Schmidt sagen, dem ZEIT-Herausgeber müsste schon allein das Schicksal unserer Kollegen von der »Nowaja Gaseta« am Herzen liegen, für die auch die ermordete Journalistin Anna Politkowskaja schrieb.

    Ich muss das auch als ZEIT-Herausgeber allen Ernstes sagen. Dass Journalisten oder politische Gegner behelligt werden, ist keine russische Spezialität. Denken Sie an Watergate – dergleichen finden Sie in Afrika, in Lateinamerika, auch in Europa.

    Das macht es nicht erträglicher.

    Seit tausend Jahren wird Russland autoritär und diktatorisch regiert. Die politische Kultur Russlands besteht aus Diktatur.

    Und das wird auch so bleiben?

    Das ist wirklich zu befürchten.

    Das Gespräch führte Giovanni di Lorenzo
    Haben wir in Österreich wirklich Medienfreiheit und Menschenrechte. Wenn mich wer überfällt und ich hau den auf die Schnauze, bin ich der Schläger. Ratet wer Menschenrechte genießt.


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