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Thema: Der Preis fuer den WTO Beitritt die Erste Weissrussland

  1. #1
    Avatar von Sandra
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    Der Preis fuer den WTO Beitritt die Erste Weissrussland

    Gasprom hat nun Lukaschenko angeboten innert 4 Jahren auf den Gaspreis fuer Westeuropa zu kommen. Eine Frage bleibt, braucht man solche Freunde und Verbuendete? Diese Frage stellt sich Wutschnaupend auch Lukaschenko. Weiss der Kremel nicht, dass man mit seinen Verbuendeten anders umgehen sollte?
    Natuerlich wissen sie es (jetzt haben wir sogar Mediamarkt und sind nicht mehr bloed). Ich vermute mal, dies war eine der Abmachungen (die wir alle noch immer nicht genau kennen)die Gref mit den Amis getroffen hat, fuer den Eintritt in die WTO. Einer der Preise, weitere werde Folgen.

  2. Nach oben   #2
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    Aus Russland kommen Friedensangebote im Gasstreit mit Weißrussland

    http://russland.ru/mainmore.php?tpl=...and&iditem=588

    interessant dürfte werden, wenn die leitung abgestellt wird, was die deutsche presse dann bringt.
    das flaue argument wie bei der ukraine oder georgien, dass es nur politische gründe sind, dürfte bei lukaschenko ja wohl nicht funktionieren.

    immerhin ist der westen ja auch dabei:
    Die von der EU angekündigten Wirtschaftssanktionen, die im kommenden Frühjahr in Kraft treten sollen, wie auch das amerikanische Embargo könnten der weißrussischen Wirtschaft Verluste in Höhe von 250 bis 300 Millionen Dollar bringen.


  3. Nach oben   #3
    Avatar von Sandra
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    Zitat Zitat von Gunnar
    [url]
    Die von der EU angekündigten Wirtschaftssanktionen, die im kommenden Frühjahr in Kraft treten sollen, wie auch das amerikanische Embargo könnten der weißrussischen Wirtschaft Verluste in Höhe von 250 bis 300 Millionen Dollar bringen.
    Der Imageverlust fuer Russland fuer andere Staaten die sich Russland als Verbuendeten vorstellen koennten waere jedoch enorm! Nichts waere duemmer was Russland machen koennte. Nein, was hier geschieht oder geschehen koennte waere ein Imageschaden fuer Russland der die naechsten Jahrzehnte nicht mehr gut zu machen waere! Weiss das Gref und Gasprom wirklich nicht? Ein bisschen weniger WTO und ein wenig mehr Verbuendetenunterstuetzung waere tatsaechlich angebracht. Russland hat schon so nicht mehr all zu viele Freunde, die Paar die Sie haben sollten sie auch wie Freunde und nicht nur wie Geschaeftskunden behandeln.

  4. Nach oben   #4
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    nun tut russland trotzdem gut dran, sich nicht ausgerechnet lukaschenko anzubiedern.
    ausserdem ist es nicht verantwortlich, wenn im inland die preise höher sind als für weissrussland. da gasprom mit seinen einnahmen auch für den staatshaushalt zu sorgen hat, sollen die auch vernünftige profite haben. warum sollen die russischen bürger mit ihrem geld weissrussland helfen, vor allem, weil weissrussland jeden kompromiss ablehnt und sich wie ein trotziges kind verhält.
    sich "freunde" zu kaufen hat noch nie geklappt.

  5. Nach oben   #5

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    Oel-Kampagnen

    Im sponline-forum schreibt ein AlexN über den 'Denkfehler der Außerachtlassung der Opportunitätskostenbetrachtung.'

    "Opportunitätskosten sind Kosten der entgangenen Gewinne im Vergleich mit dem Wahrnehmen alternativer Optionen.

    Für die zentralasiatischen Staaten gibt es infrastrukturbedingt keine andere Option, als ihr Gas über Russland an den Endverbraucher zu bringen. Deswegen beruhen ihre Verhandlungen mit Russland auf einer ganz anderen Grundlage. Die Preise bei ca. der Hälfte des Endpreises, auf die man sich einigt, sind spieltheoretisch absolut erwartungsgemäß, da beide Seiten ein Interesse daran haben, den jeweils anderen angemessen zu beteiligen, denn beim Abspringen des einen Partners würden beide leer ausgehen. Das ist keine Frage der Moral (die es weltweit in der Wirtschaft sowieso kaum gibt), sondern der Spieltheorie und des rationalen und gewinnmaximierenden wirtschaftlichen Agierens.

    Im Falle mit Georgien sieht die Sache ganz anderes aus. Da Russland das in den Kaukasus verkaufte Gas direkt nach Westeuropa umleiten könnte, wo die Preise über 250 $ liegen, entstehen ihm direkte Opportunitätskosten. Diese Verluste jahrelang stillschweigend hinzunehmen widerspricht jeglicher wirtschaftlicher Rationalität.

    Die gleiche Situation betraf auch die Ukraine. Wenn man sich das klar macht, begreift man das ganze Ausmaß an Heuchelei des Westens, wenn es sich über russische Preiserhöhungen im GUS-Raum aufregt. De-facto will der Westen Russland die allgemein akzeptierte wirtschaftliche Rationalität nicht zugestehen und zu Russlands Grundrechten gehörenden Handlungsspielraum einschränken.

    Die Kritik zielt darauf ab, dass Russland die Ukraine, Georgien und andere weiterhin zu seinem eigenen Nachteil sponsert. Es entsteht jedoch die berechtigte Frage, warum nicht diejenigen, die die anti-russisch angehauchten bunten Revolutionen in der Ukraine und Georgien organisierten und bezahlten, diesen beiden Ländern die Differenz der Energiepreise zu europäischen Durchschnittspreisen finanzieren, wie es früher Russland gemacht hat.

    Man kommt zu dem Ergebnis, dass es den Organisatoren lediglich darum ging, diese Länder dem fremden Einflußbereich zu entreißen und sein Fähnchen draufzusetzen. Die wirtschaftliche Versorgung dieser Staaten analog zu Russland zu übernehmen, liegt dagagen in niemands Interesse. Dagegen lässt sich aber sehr wohl die aktuelle Situation unter Verdrehung und Verschweigung der wesentlichen Sachverhalte propagandistisch gegen Russland ausnutzen."

    Ein Ulrich lr fährt fort:

    "Der deutsche Verbraucher zahlt brutto das Dreifache des Einkaufspreises.

    Die Frage stellt sich in der Tat: Wie kommt es, dass die Förderung, Aufbereitung und der Transport des Gases über viele tausend Kilometer bis nach Deutschland offenbar weniger kosten als die Verteilung innerhalb unseres schönen Landes über wenige Kilometer bis zum Verbraucher?

    Wer ist hier der Strolch? Vor wem sollten wir uns fürchten?"
    ...
    Ziehen die Amis Russland über den Tisch? Putin den Luka oder der Luka den Putin? Ziehen Luka und Putin in einer inszenierten Kampagne gemeinsam Europa über den Tisch?

    Dem Informationskrieger Luka ist einiges zuzutrauen. Und was 'ne richtige Kampagne wert ist, hat der Kreml doch inzwischen auch gelernt?

  6. Nach oben   #6
    Avatar von Sandra
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    Es geht letztlich eigentlich nur darum, dass niemand genau weiss was fuer den WTO Beitritt ausgehandelt wurde. Das Szenario "dafuer muesst Ihr Weissrussland ignorieren". Waere typisch US Geschmack aber schlecht fuer Russland. Auch wenn es nur eine Farce sein sollte, mich als eventuellen Verbuendeten Russlands wuerde so etwas abschrecken! Niemand braucht Freunde die sich nicht fuer einen offiziel einsetzen.

  7. Nach oben   #7
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    Zitat Zitat von Sandra
    Niemand braucht Freunde die sich nicht fuer einen offiziel einsetzen.
    also die freundschaft zwischen minsk und moskau ist doch seit des seeligen jelzins zeiten beerdigt.
    heute wird minsk von moskau doch eher als ein verwandter betrachtet, der einem am liebsten ist, wenn er schnell wieder abreist.
    spätestens seit der grössenwahnsinnige lukaschenko putin angeboten hat, beide länder doch als zwei gleichberechtigte zusammenzulegen und ihm putin da mal ne landkarte gezeigt hat und lukaschenko abruppt moskau verlassen hat, ist es mit der freundschaft entgültig hin.
    da brauchte es keine weiteren aufforderungen von den usa. das hat lukaschenko schon alleine versaut.

  8. Nach oben   #8

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    russland.RU vermeldete gerade:

    Weißrusland plant totales Informationsverbot für russische Medien ab 1.Januar


    Die weißrussische Staatsführung plant, ab dem 1. Januar 2007 eine umfassende Informationsblockade für alle russischen Medien einzuführen. Das erfuhr RIA Novosti aus gut informierten Quellen in der weißrussischen Hauptstadt.

    WTO-bedingt, EU-bedingt oder China-bedingt?

  9. Nach oben   #9
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    Zitat Zitat von Julius
    oder China-bedingt?
    also das mit china hat ja die dame von rosbalt ins spiel gebracht.
    nun halte ich oft nicht viel von russischen politologen, aber was die dame von sich gelassen hat, lässt echte ökonomie total aussen vor.

    ausserdem aus der sicht gesehen, dass weissrussland mit russland 1 zu 1 zusammengehen könnte. auch die chinesische karte dürfte russland besser spielen können als weissrussland. die chinesen denken nämlich total in kapitalistischen denkweisen. da ist bruder oder nicht vollkommen uninteressant.


    Gaskrise treibt Weißrussland in Richtung China


    St.Petersburg. Es wäre naiv zu glauben, dass Gazprom auf eigene Faust Weißrussland erpresse und es nur um den Preis gehe. In letzter Zeit nimmt die russische Politik immer stärker die Züge des früheren Imperialismus an.

    Weißrussland ist ein krasses Beispiel dafür. Das Russland von heute kennt keine rein ökonomischen Ansätze, sondern nur polit-ökonomische. Ginge es in der Gaskrise es nur um rein wirtschaftliche Interessen, wäre alles in den Hinterzimmern geklärt worden. Wir hätten im Nachhinein von dem neuen Gaspreis erfahren.
    Was will Russland von Weißrussland?

    Was will Russland von Weißrussland? Russland will sich Weißrussland einverleiben. Wenn nicht de-jure, dann doch wenigstens de-facto. Aber einige politische Aktionen Weißrusslands widersprechen in letzter Zeit diesem russischen Wunsch.
    Anfang Dezember fand bei Brest eine internationale russisch-ukrainisch-weißrussische Konferenz statt, die dem 15. Jahrestag des Zerfalls der UdSSR gewidmet war. Aus den Reden der weißrussischen Konferenzteilnehmer wurde deutlich, dass russischer Druck nur zu einem Ergebnis führen könne: zum Zusammenschluss der Weißrusssen um Alexander Lukaschenko herum und zur Verschlechterung der Beziehungen zu Russland. Außerdem sei in letzter Zeit eine neue außenpolitische Neigung Weißrusslands zu verzeichnen – in Richtung China.
    China taucht an der russischen Westgrenze auf

    Interessanterweise waren auf der Konferenz in Brest einige Chinesen vertreten. Einige der weißrussischen Ideologen sprachen direkt davon, dass „Weißrussland in den geopolitischen Raum Chinas“ eingetreten sei. Mit China seien einige gewichtige Wirtschaftsabkommen vereinbart worden.
    Es gab die Meinung, dass Weißrussland den Weg Kubas gehen könnte, indem es zum chinesischen Vorposten in Europa wird. Die Weißrussen betonten dabei, dass China – im Unterschied zu Russland – partnerschaftliche Beziehungen pflegt, statt die Partner „endgültig fertigzumachen“.
    Es dürfte klar sein, dass es für Russland absolut unerwünscht ist, wenn China auch noch an der russischen Westgrenze auftaucht.
    Ökonomische Okkupation der Wirtschaft Weißrusslands befürchtet

    Derweil bestätigt Russland mit seinen Aktionen die schlimmsten Befürchtungen der weißrussischen Elite, in der die Meinung weit verbreitet ist, dass die Integration mit Russland zur totalen Okkupation der weißrussischen Wirtschaft durch russische Konzerne und zur zwangsweisen Durchsetzung russischer Geschäftspraktiken führen würde. Und diese russischen Geschäftspraktiken werden im Nachbarstaat gelinde gesagt ohne sonderliche Sympathie betrachtet.
    Es sollte vielleicht auch Erwähnung finden, dass auf der Konferenz die Ergebnisse einer Meinungsumfrage vorgestellt wurden, die im Auftrag der Konferenz-Organisatoren in Russland, Weißrussland und der Ukraine durchgeführt wurde. Aus der Erhebung ergibt sich, dass der Wunsch nach Integration und Vereinigung in Russland weitaus stärker ist, als in Weißrussland.
    Nach der Gaskrise will nur noch eine Minderheit die Vereinigung mit Russland

    Für Vereinigung mit Weißrussland sind 74,7 % der Russen (dagegen 9 %, unentschieden 15,8 %). Eine Vereinigung mit Russland wollen hingegen nur 56,4 % der Bevölkerung in Weißrussland (dagegen 25,2 %, unentschieden 18,4 %). Die Differenz ist wesentlich.



    Wenn man berücksichtigt, dass die absolute Mehrheit der Weißrussen absolut nicht in marktwirtschaftlichen Kategorien denkt, sondern eher Kategorien wie „slawische Brudervölker“ anwendet, wird nach der Gaskrise die Zahl der Weißrussen, die eine Vereinigung mit Russland wollen, noch weiter abnehmen. Es ist gut möglich, dass im Neuen Jahr nur noch eine Minderheit der Weißrussen für die Vereinigung ist.
    ________________________________________
    Autorin Tatjana Tschesnjakowa lebt in St. Petersburg. Sie ist Politologin, Journalistin und Analystin bei der Nachrichtenagentur Rosbalt.

    Die Umfrage wurde vom Zentrum für soziologische Untersuchungen an der Moskauer Lomonossow-Universität durchgeführt. Befragt wurden 1.064 Russen in 19 Föderationssubjekten und 1.225 Weißrussen aus sechs unterschiedlichen Gebieten und 61 Städten.

  10. Nach oben   #10
    Zitat Zitat von Gunnar
    spätestens seit der grössenwahnsinnige lukaschenko putin angeboten hat, beide länder doch als zwei gleichberechtigte zusammenzulegen und ihm putin da mal ne landkarte gezeigt hat und lukaschenko abruppt moskau verlassen hat, ist es mit der freundschaft entgültig hin.
    da brauchte es keine weiteren aufforderungen von den usa. das hat lukaschenko schon alleine versaut.
    Zwar kenne ich keine Einzelheiten dieses Treffens, doch ich halte es für mehr als legitim, dass Luka entschieden Weißrusslands Interessen vertritt und sich nicht als Konkursverwalter für Weißrussland in russischen Diensten gebärdet. Dafür wurde er schließlich auch in Weißrussland gewählt. Und noch dazu hat er auch keinerlei Grund wie Weißrusslands Entwicklung seit Zerfall der SU gezeigt hat. Im Gegenteil, da kann ich mir sehr lebhaft vorstellen, wie russische Großkonzerne nach den Filetstücken von Weißrusslands Wirtschaft gieren.

    So richtig kann ich mir auch noch kein allumfassendes Bild von dem weißrussisch-russischen Gastheater machen. Nach letzten mir bekannten Angaben bietet Gasprom 105 Dollar pro 1000 Kubik - und das jetzt auch ganz ohne Beltransgas-Anteile.
    http://de.rian.ru/business/20061229/58074280.html
    Das scheint mir schon fair zu sein, auch aufgrund der vergangenen weißrussischen Zugeständnisse für die Pipeline Jamal-Europa. Mich würde wirklich mal näher die weißrussische Seite mit Einzelheiten zu diesem Konflikt interessieren, denn ich kenne zumeist nur die russische mit russischen Quellen. Evtl. will/wollte Weißrussland damit seine Gaspreise auf dem russischen Niveau halten.

    Der Knackpunkt scheint mir da auch tatsächlich in den WTO-Vereinbarungen zu liegen. Vor allem dann auch in der zukünftigen Preisentwicklung in den nächsten 4 Jahren. Ansonsten kommt mir das irgendwie als viel Theater um nichts vor. Vielleicht wird das tatsächlich nur deshalb so hochgekocht. Es gäbe schon einige Gründe dafür. Eine Einigung wäre doch da in nullkommanix machbar, ... und scheint jetzt wohl auch nach neuesten Meldungen in Sichtweite.
    http://de.rian.ru/business/20061229/58093021.html

    Sehr aussagekräftig ist bei diesem Thema auch die relativ neutrale Haltung der deutschen Presse. Vor einem Jahr wurde ja die Ukraine kräftigst bemitleidet und Russland als Ausgeburt der Hölle präsentiert. Ich weiß nicht, ob ich mich täusche, doch ich höre von der deutschen Mainstreampresse immer nur das Eingangsangebot Gasproms von 200 Dollar pro Kubik - auch gerade eben wieder, doch nie von den 105 Dollar pro Kubik, egal ob mit oder ohne Beltransgas. Naja, vielleicht ist mir da auch was entgangen oder es liegt auch daran, dass ich beim deutschen Mainstream aufgrund deren mittlerweile permanenten Unglaubwürdigkeit meist sowieso nur noch mit halbem Ohr hinhöre...

  11. Nach oben   #11

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    Zitat Zitat von saratoga
    So richtig kann ich mir auch noch kein allumfassendes Bild von dem weißrussisch-russischen Gastheater machen... Ansonsten kommt mir das irgendwie als viel Theater um nichts vor ... hochgekocht.
    Das geht mir aehnlich. Erinnere mich an eine Meldung von RIA vor Wochen, nach der Luka Ru aufforderte, im Informationskrieg besser zusammen zu arbeiten. 'Campaigning' duerfte doch nicht nur eine im Westen bekannte Kunst sein.

    Ein inszenierter Rosenkrieg als 'Basisarbeit' fuer eine deftige Preiserhoehung gen EU... ?!?

  12. Nach oben   #12
    Avatar von Sandra
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    Zitat Zitat von Julius
    Ein inszenierter Rosenkrieg als 'Basisarbeit' fuer eine deftige Preiserhoehung gen EU... ?!?
    Eine nette Idee aber ich vermute die Preise sind vorlaeufig fest gesetzt! Insbesondere wird die EU nicht von der gleichen Pipline bedient. Schon eher nochmals eine Werbemassnahme fuer die Pipline durch die Ostsee! Schliesslich Polen und die baltischen Staaten sind noch immer in Trotzstimmung deswegen. Denoch der WTO Betritt und die Unterschrift der USA war sicherlich nicht kostenlos zu bekommen. Den Preis kennt im Detail offiziell niemand!

  13. Nach oben   #13

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    Zitat Zitat von Sandra
    Unterschrift der USA
    Die unterschreiben doch nur das, was Europa und Asien entzweit.

    Zitat Zitat von Sandra
    Den Preis kennt im Detail offiziell niemand!
    Uns Ich-will-da-rein-Gerhard muesste es doch wissen, oddae?

  14. Nach oben   #14
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    Lukaschenko sucht nach Ideen!

    Bereits gestern hat Lukaschenko versucht froehlich Ideen zum Ausgleich fuer den Gaspreis zu finden. Wirklich schade fuer ihn aber man kann auf Transitgas und Oel keinen Zoll erheben! Ob er Landpacht fuer die Leitungen verlangen kann, nun dies kommt wohl einfach auf die Vertraege an. Einen Ausgleich sicherlich. Es wird spannend was sich Minsk jetzt einfallen lassen wird!
    Julius ich vermute bei Gerhard hat sich schon Putin fuer ein Rentnerplaetzchen angemeldet

  15. Nach oben   #15

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    Zitat Zitat von Sandra
    Julius ich vermute bei Gerhard hat sich schon Putin fuer ein Rentnerplaetzchen angemeldet
    Das waer doch was? Walodja als Fuehrungskraft bei E.on, Basf oder Telecom.

  16. Nach oben   #16
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    Lukaschenko scheint im Moment sein eigenes Grab zu schaufeln und sich nun auch noch ganz mit einem der letzten Unterstuetzer zu verfeinden. Kann er wirklich so dumm sein, zu glauben die Piplines zu sperren gehe an ihm spurlos vorbei in diesem Falle waere er reif fuer die Psychiatrie und die Rechnung der USA aufgegangen. Ach Russland, sehr klug war dieses Gasmanoever wirklich nicht! Sieht nach einem gut plazierten Stolperplaetzchen fuer das Regime in Weissrussland aus. Nur sollte man sich nicht durch die USA zu solchen Aktionen verleiten lassen. Ohne Lukaschenko in Schutz nehmen zu wollen, aber als Stachel im Fleisch der Wirtschaftsgewinner und Weltenpolizisten hat er durchaus seine Rolle zufriedenstellend gespielt.

  17. Nach oben   #17

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    R. braucht nicht so aufzupassen. Die USA werden früher oder später meckern oder Ärger machen. Man muss den Weg der Konfrontation suchen und im passenden Moment zuschlagen. Der Klau der Satellitenstaaten wird nur den Ostseepipelinebau rechtfertigen. Ein weiterer Beweis für die Weitsicht von Alex Miller & Co. Die EU wird sich nicht so schnell nach Osten erweitern.

  18. Nach oben   #18

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    Handelskrieg zwischen Moskau und Minsk- Gespräche erst nach Aufhebung von Transitzoll
    MOSKAU, 08. Januar (RIA Novosti). Die Verhandlungen mit Weißrussland würden erst dann aufgenommen, wenn Minsk den unrechtmäßigen Zoll für den Transit von russischem Öl aufgehoben habe.

    Das sagte der Staatssekretär und stellvertretende Wirtschafts- und Handelsminister Russlands Andrej Scharonow am Montag in einem Interview mit dem Radiosender „Echo Moskaus“.

    Der Minister schloss nicht aus, dass die Entscheidung über die Verhandlungen „noch heute Abend auf der Ebene der Regierungschefs getroffen werden kann“.

    „Weißrussland ist zu weit gegangen, indem es mit der Erdölentnahme nach der Weigerung Russlands, den unrechtmäßigen Zoll zu zahlen, begonnen hat. Dies sieht nach einem Handelskrieg aus“, sagte Scharonow.

    Zuvor am Montag hat Polen mitgeteilt, dass die Zufuhr von russischem Erdöl durch die Druschba-Pipeline auf weißrussischem Territorium gestoppt worden sei.

    Der Chef des russischen Öltransportunternehmens, Semjon Wainschtok, verwies darauf, dass Weißrussland seit vergangenem Sonnabend der Pipeline russisches Erdöl entnehme, das für Westeuropa bestimmt sei.
    http://de.rian.ru/world/20070108/58648760.html

  19. Nach oben   #19

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    Es ist ein Handelskrieg!

    Die weißrussische Regierung zeigt doch momentan nur ihre Hilflosigkeit, die sollen zahlen, sonst ist das ein Vertragsbruch und kostet die weißrussische Wirtschaft noch mehr Geld. Die europäische Propaganda wird jetzt R. und WR. die Schuld geben. Im Radio hört man von einer "Blokade". Doch sie können ja nur hilflos zuschauen wie die beiden Seiten verhandeln und dazu in Hysterie verfallen. Der Westen hat schon längst ihre kapitalistische Prinzipchen vergessen.
    Die Mehrheit der Grünen im Bundestag hätte viellecht noch vorher was ausrichten können, doch die Grünen sind auch keine schlauen Politiker. Deutschland wird mehr Kraftwerke bauen müssen. Aber das hatte die Regierung auch sowieso vorgehabt.

  20. Nach oben   #20

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    Zitat Zitat von Gunnar
    http://russland.ru/mainmore.php?tpl=...and&iditem=588

    interessant dürfte werden, wenn die leitung abgestellt wird, was die deutsche presse dann bringt.
    das flaue argument wie bei der ukraine oder georgien, dass es nur politische gründe sind, dürfte bei lukaschenko ja wohl nicht funktionieren.

    immerhin ist der westen ja auch dabei:
    Die von der EU angekündigten Wirtschaftssanktionen, die im kommenden Frühjahr in Kraft treten sollen, wie auch das amerikanische Embargo könnten der weißrussischen Wirtschaft Verluste in Höhe von 250 bis 300 Millionen Dollar bringen.
    Gunnar scheint die Situation richtig eingeschätzt zu haben.
    Weißrussland wird nieder gemacht. Deshalb hat Kreml Luka schon länst wie eine heiße Kartoffel fallenlassen.
    Doch die EU will ihren Hammervertrag mit Russland durchsetzen, egal was es kostet. Deshalb hat Merkel ihre Meinung schon geändert: "Deutschland droht keine Engpässe" zu "EU fordert von Russland den Versorgungsvertrag zu unterschreiben". Es wird absichtlich Panik verbreitet, obwohl der Streit in ein paar Tagen zu Ende ist.

  21. Nach oben   #21

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    Russland ist der wichtigste Öllieferant für Deutschland, wie diese Tabelle zeigt.
    http://imagesup.de/1u231d7775zr.gif

  22. Nach oben   #22

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    Russisches Öl fließt wieder nach Westeuropa

    Nach gut zweitägiger Unterbrechung fließt wieder russisches Öl durch die "Druschba"-Pipeline nach Westeuropa. Weißrussland nahm den unterbrochenen Transport am Abend wieder auf, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten. Zuvor hatte die Regierung in Minsk nach eigenen Angaben die umstrittenen Transitgebühren für Öl aus dem Nachbarland aufgehoben, die die Blockade der "Druschba"-Pipeline am Montag mit veranlasst hatten.

    Die Öldurchleitung sei entsprechend der zwischen Russland und Weißrussland erzielten Übereinkunft wieder aufgenommen worden, zitierte die russische Nachrichtenagentur RIA-Nowosti den Chef der Pipeline-Betreibergesellschaft, Alexej Kostjuschenko. Die weißrussische Regierung hatte zuvor erklärt, sie habe die umstrittenen Transitgebühren für russisches Öl wieder gestrichen. Diese Gebühren waren Teil des Streits zwischen Minsk und Moskau, der zur Pipeline-Blockade geführt hatte.

    Die Anlage in Schwedt sowie die Großraffinerie in Spergau bei Leuna mussten am Mittwoch ihre Produktion wegen der Blockade der Pipeline deutlich drosseln. In Schwedt wurden nur noch rund 60 Prozent des üblichen Volumens von etwa 31.000 Tonnen pro Tag verarbeitet. In Spergau wurden rund 70 Prozent der üblichen Rohölmenge verarbeitet.

    Deutschland hat nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes im Jahr 2005 insgesamt 112,2 Millionen Tonnen Rohöl importiert. Davon kamen 38,3 Millionen Tonnen aus Russland, von denen wiederum 23,4 Millionen Tonnen über die weißrussische Pipeline "Druschba" flossen.
    http://de.news.yahoo.com/11012007/28...esteuropa.html
    ------------------------------------------------------------------
    Jetzt werden einige Atombefürworter enttäuscht sein, dass es schon vorbei ist.

  23. Nach oben   #23

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    Lukaschenkos letzte Waffe gegen Putin

    MOSKAU Der weißrussische Öl-Lieferstopp in die EU soll heute vollständig beendet werden. Eine entsprechende Vereinbarung trafen gestern Präsident Alexander Lukaschenko und der russische Staatschef Wladimir Putin. Putins Geduld mit seinem Nachbarn ist aber erschöpft.


    Zwischen Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko ist "eine Katze durchgelaufen", wie ein russisches Sprichwort sagt - und damit die tiefe Verstimmung zwischen beiden Präsidenten deutlich macht. Im Energiestreit sah sich der international isolierte Lukaschenko von seinem Kollegen Putin angegriffen. Russland ersticke an Petrodollars und wolle jetzt auch noch an Weißrussland verdienen, zürnte Lukaschenko. Nach der erzwungenen Zustimmung Weißrusslands zu höheren Gaspreisen zog er seine schärfste Waffe: Die Blockade der "Freundschafts"-Ölpipeline traf die russische Wirtschaft und führte Putin als unzuverlässigen Energielieferanten vor.

    Doch der Stopp des russischen Öltransits dürfte zugleich auch die letzte Waffe des international isolierten Autokraten aus Minsk gewesen sein. Die Krise könnte der Anfang vom Ende seiner Herrschaft sein. Jahrelang hatte Russland Lukaschenko gestützt, doch damit ist es vorbei. "Mit einem undemokratischen Herrscher kann es keine Freundschaft geben", sagte der Außenpolitiker Michail Margelow vom russischen Föderationsrat.

    Der nüchterne Putin und der Hitzkopf Lukaschenko konnten noch nie miteinander, schon deshalb blieb der vereinbarte Unionsstaat ihrer ostslawischen Brudervölker nur auf dem Papier. Der Sowjetnostalgiker Lukaschenko hatte die Union 1996 mit dem damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin vereinbart. Der Weißrusse drängte auf Vereinigung und sah sich angeblich schon als Nachfolger des kranken Jelzins im Kreml als Präsident eines neuen gemeinsamen Staates. Stattdessen bekam Lukaschenko es ab 2000 mit Putin zu tun - ebenso jung, sportlich und beliebt.

    Im Sommer 2002 kehrte Putin den Spieß um. Nun drängte er auf eine schnelle Vereinigung mit Weißrussland zu russischen Bedingungen, und Lukaschenko bekam kalte Füße. Seitdem verficht er die weißrussische Souveränität. "Die Unabhängigkeit ist ein zu kostbares Gut, um sie zu verhökern", sagt Lukaschenko. Billiges Öl und Gas aus Russland nahm er trotzdem gern an, weil er damit einen bescheidenen Lebensstandard und ein politisches Stillhalten seiner zehn Millionen Landsleute sichern konnte. Zähneknirschend unterstützte der Kreml Lukaschenkos Wiederwahl für eine dritte Amtszeit im März 2006, auch wenn das gewaltsame Vorgehen gegen Demonstranten in Minsk einen Schatten auf den ersten russischen G8-Vorsitz warf. Russland braucht den Nachbarn auch aus militärischen Gründen: Das System der russischen Luftabwehr gegen die Nato beginnt in Weißrussland.

    In Moskau kursieren zwei Sichtweisen, warum Russland nach den unfreundlich gesonnenen Nachbarn Ukraine, Georgien oder Moldawien nun auch den Bündnispartner Weißrussland mit höheren Energiepreisen überzieht. "Lukaschenko soll ein hartes Ultimatum bekommen, um endlich den gemeinsamen Staat zu schaffen", schrieb der Kolumnist Michail Leontjew in der "Komsomolskaja Prawda".

    Die andere Version geht ganz im Gegenteil davon aus, dass Russland endlich die Unabhängigkeit der früheren Sowjetrepubliken akzeptiert habe und Ausland auch als Ausland behandele. Russland wolle in Weißrussland nicht länger Einnahmen in Milliardenhöhe einbüßen, sagte auch Putin gestern.

    Lukaschenko weiß, dass ökonomische Turbulenzen seine Herrschaft in Frage stellen könnten - daher die heftige und fast verzweifelte Reaktion auf den russischen Druck. "In einem halben Jahr wird die Unzufriedenheit der Menschen mit der Staatsmacht wachsen", prognostizierte der bei Lukaschenko in Ungnade gefallene Ex-Außenhandelsminister Michail Marinitsch.
    http://www.wiesbadener-kurier.de/pol...kel_id=2669710

  24. Nach oben   #24

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    russland schafft halt auch einen anreiz und sich einen faustpfand.warum sollte lukaschenko und weißrussland zu russland beitreten, wenn sie doch sowieso schon wie ein land mit einander leben, zumindest weißrussland schon alle vorteile einer zollunion ausschöpfen konnte.
    Jetzt kann Putin sagen, ja wenn ihr euch bemüht einen Einheitsstaat zu schaffen, dann bekommt ihr wieder billiges Öl und Gas. eine sehr logische Strategie meiner Meinung nach.
    Putin arbeitet halt zielorientiert -- ganz wertungsfrei an dieser stelle

  25. Nach oben   #25

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    Mag schon sein, dass Putin auf eine Einheitsunion drägt. Mag schon sein, dass Weißrussland die letzte Bastion vor NATO ist. Doch die meisten Russen wollen keine Wiedervereinigung. Sie geben schon jetzt viel Geld für die armen Völker aus.

  26. Nach oben   #26

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    drei in einem (gestern)

    Was ist uns mit der weiteren Eskalation entgangen? Was wäre passiert, wenn es zur Ausweitung der Kampfzone gekommen wäre, wenn Moskau das neues Sanktionsgesetz an Minsk getestet hätte, wie gestern "Wedomosti" befürchtete?

    Das Gesetz über "spezielle Wirtschaftsmaßnahmen" bietet dem Staatschef die Möglichkeit, Sanktionen zu beschließen, wenn "eine dringende Reaktion auf völkerrechtswidrige oder unfreundliche Aktionen eines anderen Staates beziehungsweise dessen Institutionen oder Amtspersonen" notwendig ist.
    Gemäß diesem Gesetz darf der Präsident Wirtschaftsprogramme und das militärtechnische Zusammenwirken vorübergehend auf Eis legen, Außenwirtschafts- und Finanzoperationen stornieren und Zollgebühren ändern.

    Der Regierungssprecher in Moskau räumte ein, dass solche Maßnahmen faktisch eine vorübergehende Auflösung der Zollunion mit Weißrussland bedeuten würden.

    "Es gelingt aber nicht, sich mit Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko friedlich zu einigen", meinte ein Vertreter des Kreml-Stabs.

    Putin beauftragte am Dienstag die Regierung, eine Reihe von Maßnahmen zum Schutz der russischen Wirtschaft zu konzipieren, die alle Aspekte der Beziehungen mit Weißrussland betreffen - unter anderem in Bezug auf weißrussische Waren, die derzeit zollfrei eingeführt werden.

    Für den weißrussischen Zucker wurde bereits am 29. Dezember eine Zollgebühr beschlossen.
    Fleisch und dessen Nebenprodukte (99,9 Prozent des weißrussischen Exports dieser Waren entfallen auf Russland), Milch und Molkereiprodukte (mehr als 90 Prozent), Fernsehgeräte (rund 90 Prozent) und Möbel (mehr als 80 Prozent) können hinzukommen.
    Mit dem Zoll sollen Erzeugnisse belegt werden, die heute mehr als die Hälfte des weißrussischen Exports nach Russland (wertmäßig rund sechs Milliarden Dollar) ausmachen.

    Die Internetzeitung "Gazeta.Ru" hingegen schreibt über Möglichkeiten von Lukashenko, diese Milliarden wieder reinzuholen. Wenn der weißrussische Staatschef die Ereignisse auf der Insel Sachalin zum Vorbild nähme, könnten seine Umweltschützer den dem Konzern Gasprom gehörende Abschnitt der Gaspipeline Jamal-Europa(2003 gebaut) auf Verstöße gegen weißrussische Naturschutzgesetze prüfen.

    Der Grundstreifen unter der Pipeline fast dreimal so breit als die Norm von 45 Meter. "Auf diese quasi legitime Weise könnte Minsk 51 Prozent der Transit-Gaspipeline bekommen." Michail Kortschemkin, Analyst von East Europan Gas Analysis, an.

    Milliardenschweren Strafen gegen Konzern Gasprom - hat Lukashenko noch starke Trümpfe in der Hand?

    Natalja Miltschakowa, Analystin der Broker-Firma Otkrytije sieht noch eine Gefahr für dem Kreml, die Karte des schwarzen Peters zu ziehen.

    “Russland wird mit dem Ziel unter Druck gesetzt, seine Unterstützung für das Lukaschenko-Regime, von dem der Westen die Nase voll hat, aufzugeben."

    Und "sollte es Moskau nicht gelingen, mit zivilisierten Methoden auf Lukaschenko einzuwirken, wird Europa eben Moskau zur Verantwortung ziehen. Dabei hat "Der Kreml das Problem der Position der Stärke.
    "Weißrussland wird im Westen als ein Teil des einheitlichen russisch-weißrussischen Wirtschaftsraums betrachtet."

    "Wird die EU weniger Öl bekommen, weil Russland seinen Druck auf Weißrussland verstärkt, wird in erster Linie Russland verantwortlich gemacht“.


    Die Tageszeitung "Moskowski Komsomolez" befüchtet, die durch den Öl- und Gas-Streit vergifteten russisch-weißrussischen Beziehungen könnten voraussichtlich die Zusammenarbeit im militärischen Bereich verschlechtern und fragt: „Verliert Russland sein Luftabwehrsystem in Weißrussland?“

    Minsk fordert nämlich Zahlungen für die auf seinem Territorium gelegenen Militärobjekte der Russischen Föderation (Radarstation Baranowitschi im Gebiet Brest und U-Boot-Leitstelle in Wilejka bei Minsk)

    In Baranowitschi ist das Raketenangriff-Frühwarnsystem "Wolga" stationiert, das die Starts ballistischer Raketen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien signalisieren soll.

    Weißrusslands Ex-Verteidigungsminister, Generaloberst Pawel Koslowski, stellt fest: "Ohne Radarstation in Baranowitschi ist Russland in Richtung Westen völlig blind."

    Die russischen U-Boote brauchen die Station in Wilejka für ihre Fernreisen. Das Weltmeer ist für die russische U-Boot-Flotte anhand mehrerer Navigationsstationen aufgeteilt. Mit dem Ausfall des Objekts in Wilejka bliebe Russland in einigen Bereichen blind.

    Der weißrussische Ex-Verteidigungsminister Pawel Koslowski meinte allerdings: "Für Russland wäre es einträglicher, Weißrussland mindestens 50 Jahre lang gratis mit Gas zu beliefern, als ähnliche Militärobjekte irgendwo bei Smolensk zu bauen."

  27. Nach oben   #27
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    Es steht eigentlich ueber diesem threat ich halte die Aktion "Weissrussland" fuer einen der Preise die Russland fuer seinen durchaus umstrittenen Beitritt in die fuer Russland unnoetige WTO zahlen muss. Russland hat sich wiedermal viel Muehe gegeben der Schwarzen PR in Europa futter zu geben. Wer die Presse aufmerksam gelesen hat der weiss, nach EU Pressemeinung ist Russland und nicht Lukaschenko schuld an den Piplineproblemen. Wo immer ein Fettnaepfchen fuer Russland international aufgestellt wird, man kann eigentlich sicher sein Russland latscht voll hinein! Die Aktion Weissrussland schadet dem Renomee Russlands mehr als das es nuetzlich ist.

  28. Nach oben   #28

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    Und was schlägst du vor?
    Man kann die westliche Presse schlecht beim Lügen erwischen, mittlererweile glauben die Journalisten selbst, dass sie die Wahrheit über Russland schreiben.
    Es spielt keine Rolle, ob es gestrige Weißrussland ist oder der unbekante Tschuktschenhalbinsel. Ein neuer wirtschaftlicher Konflikt mit einem der unzähligen Satellitenstaaten ist schon vorprogrammiert.
    Man sollte machen, wie bisher und die Interessen des Landes vertreten. Früher oder später werden die einfache Menschen die Propagandalügen erkennen.

  29. Nach oben   #29
    Avatar von Sandra
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    Vielleicht sollten einfach die so genannten einfachen Menschen lehrnen, dass nur weil etwas in einer Zeitung steht es noch lange nicht stimmen muss! Das Grunduebel liegt erstens im Glauben an Massenmedien wie Zeitungen und Fernsehen und zweitens in Journalisten die genau so viel denken wie ihre lesende Kundschaft.

  30. Nach oben   #30

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    Das ist doch Blödsinn. Wie kannst du einem Westeuropäer erklären, dass er manchmal weniger Medienfreiheit hat als der durchschnittliche Russe? Da hat schon die Gehirnwäsche gut gearbeitet. Man bringt ja ständig "neue alte" Berichte über GULAG &Co, damit bloß der durchschnittliche Westeuropäer weiter in seiner heilen Welt bleibt.


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