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Thema: KRIEG auch gegen RUSSLAND ... um Oel

  1. #241

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    @Giftschleuder

    Zitat Zitat von Rumpelstilz1
    So gesehen stehe ich zu meiner Aussage: "Nur ein t... Amerikaner ist ein guter Amerikaner" (betrifft nicht die Amerikaner, die friedlich in ihrem Land leben) - betrifft aber JEDEN Soldaten oder Regierungsangestellten ausserhalb der USA.
    Und weiter ausbauend stehe ich zu meiner Aussage, dass Sie, in verantwortlicher Stellung, ein brutaler, menschenverachtender zu politischen Morden neigender Geselle waeren. Dazu gaebe es taeglich stundenlange Litaneien mit endlosen Wiederholungen.
    Dies ist ein Russlandforum, und Ihre Russland auf das CFR reduzierenden Kommentare grenzen fast an Beleidigung. Russland ist mehr als der kleine David, der sich gegen den boesen Goliath CFR zu Wehr setzen muss.
    Empfehle Ihnen zwecks Teufelsaustreibung den Lebensabend in Belorussia oder Kuba zu verbringen. Schon mal was von Allmachtsphantasien gehoert?
    Grrrrrr-ulius

  2. Nach oben   #242

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    @ Grrrrrrrrrrrrrrrr ...

    Also mir zu unterstellen, dass ich behauptete "nur ein theomorpher Amerikaner sei ein guter Amerikaner" wuerde schon dazu fuehren dass ich mich eines Tages im Grab drehen wuerde, wie ein Ventilator.

    Dann doch eher "nur ein toleranter Amerikaner ist ein guter Amerikaner" ---
    Hôni soît, qui mal y pense !

    Aber so zumindest ist ersichtlich, welcher Gedankengang der Naechstliegendste ist. Aber vielleicht war der Lapsus absichtlich provoziert

    ABER:

    Es stimmt, wenn ich angebe, dass das US-Militaer in Jugoslawien Uran-angereicherte Munition verschossen hat - und damit das Land auf zigtausend Jahre hinaus verseucht hat. Es stimmt das Clinton dazu die Order gab, genau so wie Clinton gesagt hatte, dass Russland in seine Einzelstaaten zerstueckelt werden muss. Bush macht in diesem Sinne nur weiter. Beide jedoch dienen dem selben Herrn. Tatsachen soll man nicht leugnen ! ! !

    Und nach Havanna oder nach Minsk will ich nicht unbedingt. Jedoch schaetze ich Praesident Putin, weil er sein Land vor derartigen Einfluessen aus den USA zu schuetzen sucht ... zumindest glaube ich das, und etliche erlassene Gesetze, etliche Handlungen durch ihn bestaerken mich in meiner Annahme.

    Ich moechte nicht, dass Russland eines Tages unter der Knechtschafft einer GLOBALISIERENDEN KASTE verkuemmert. Und dafuer trete ich ganz entschieden ein.

    Ich moechte nicht, dass Russland eines Tages unter der Tutelle eines US-Praesidenten steht, es genuegt schon, wenn in der Ukraine ein Juschtschenko sein Land in eine geographisch unlogische Abhaengigkeit gebracht hat. Und jedes Land der Erde nur ein Stern auf der US-Flagge widerstrebt mir einfach.

    Ich wuensche mir fuer Russland eine wirtschaftliche Properitaet, mit damit einhergehenden abnehmenden administrativen Einschraenkungen. Stelle ich den Vergleich Deutschland - Russland an, so fuehle ich mich in Russland wohler. Und wenn die Auslaender-Gesetze geaendert wurden, so stoert mich das nicht, ich weiss, dass sie nur dem Schutz des Landes dienen. Macht nichts, dann ist es eben ein bisschen mehr Lauferei, aber da ich weiss, weshalb die Gesetze existieren, so faellt das sich Fuegen nicht schwer.

    Dennoch wuensche ich mir, dass es zu einer kontinentalen Kooperation kommt: vom Atlantik bis hin zum Pazifik.


  3. Nach oben   #243

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    Uranmunition usw.

    Schließe mich von Herzen an, Herr Rumpelstilz.

    Allein der Punkt Uranmunition, und das unverschämte Leugnen, das darüber bei unseren Politikern im Schwange ist, könnte mich zur Weißglut treiben. Haben wir denn überhaupt keine Ehre? Wo bleiben hier die Grundzüge auch nur des Schamgefühls? Von Ehrfurcht vor Schöpfung und Schöpfer oder Mitgefühl einmal ganz zu schweigen. Ich begreife einfach nicht, wie solche Dinge möglich sind, und dröhnendes Schweigen ernten. „Messer, Gabel, Schere, Licht ...“ bringt man jedem kleinen Kind bei; aber jetzt ist die Bundesrepublik ja „erwachsen geworden“, und so sind wir auch endlich wieder dabei, wenn es darum geht, sich als Nation wie ein – entschuldigung, aber so ist es doch – genau wie ein Pack verkommener Dreckschweine zu benehmen – und sich auch noch unschuldig dabei zu fühlen.

    (A propos Leugnen: Ich erinnere mich, wie Scharping, zur Zeit des Jugoslawienkrieges Verteidigungsminister, in dreister Offensichtlichkeit abgelenkt hat, indem er von „kleinen Atombomben“ gewitzelt hat, die er den Kritikern der Uranmunition-Verwendung in den Mund legte, ihm vorgeworfen zu haben. Ich bin heute noch empört über den fehlenden Aufschrei. Aber damals lag die freie Presse eben schon in Agonie. Dennoch: Dergleichen geht an unserm Volk zu sehr vorbei. Schande bleibt Schande.)

  4. Nach oben   #244
    Avatar von Sandra
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    Verleugnen

    Ich bin mit Ihnen Quenzojr einig, es wird gerne verniedlicht oder verleugnet und ich bin mit Rumpelstilz insofern einig, als ich die USA fuer aeusserst gefaehrlich halte.
    Jedoch, ich bin auch mit Julius einig, dies ist ein Russlandforum und die ewig gleichen Litaneien einiger Leute gehen einem etwas auf den Wecker.
    Es waere wirklich nett wenn auch Rumpelstilz mal etwas ganz anderes zum Thema Russland beisteuert . Es gibt tatsaechlich noch andere Themen.
    Uebrigens Julius der Preis fuer Strom ist 3.35 cent (US).Kw-h in Russland. Habe mal versprochen den Preis nach zu liefern. Na ja, einige Sachen sind zum Glueck bei uns billig

  5. Nach oben   #245

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    Jetzt muß ich aber mal zurückfragen

    Liebe Sandra und Julius; ich verstehe ja durchaus, dass Sie als Administratoren dieses Forum bei seinen Themen halten müssen und dürfen, aber ich finde andererseits auch, dass dieser Thementhread hier doch tatsächlich genau so überschrieben ist, dass Rumpelstilz‘ Verschwörungskunde am Platze ist.

    Sie haben mich auf Ihrer Seite, wenn es darum geht, ihn höflich zu ersuchen, er möge sich doch weniger mit emphatischen Passagen in zweideutiger Weise äußern, aber ich für mein Teil bin ausgesprochen froh, dass ich hier Informationen (oder auch Wertungen ) lesen kann, die ich sonst nirgends bekomme.

    Ich meine wir haben andere Threads, „Essentielle Probleme“ oder zu Minsk/Kiew, und da spielt dann auch im großen und ganzen der CFR nur eine Neben- oder überhaupt keine Rolle (na ja, vielleicht bis auf Kiew). Nichts für ungut, aber ich bin irritiert.



  6. Nach oben   #246

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    Ein jeder kann ja einen THREAD oeffnen ...

    Zitat Zitat von Sandra
    ...Jedoch, ich bin auch mit Julius einig, dies ist ein Russlandforum und die ewig gleichen Litaneien einiger Leute gehen einem etwas auf den Wecker.
    Es waere wirklich nett wenn auch Rumpelstilz mal etwas ganz anderes zum Thema Russland beisteuert . Es gibt tatsaechlich noch andere Themen.
    Also hier antwortet: "einiger Leute".

    Dass ich mich in besonderem Masse dem Bereich Aussenpolitik widme, gerade weil es Wirtschaftspolitik ist, sollte bei einem Oekonomen nicht besonders erstaunen. Ich gebe zu, von Theater oder von Blumenzucht herzlich wenig zu verstehen - ausser eben die Blume blueht ... etc.

    Nur sehe ich, seit das Thema Globalisierung aktuell geworden ist, dass es vornehmlich aus einer Richtung betrieben wird - und leider mit Gewalt, d.h. mit kriegerischen Mitteln. Die Bedrohung ist eben ECHT. Die Kutschergaeule vor hundert Jahren hatten noch Scheuklappen, aber muessen wir unbedingt ihre Nachfolge antreten ?

    Wenn hier ein angehender Abiturient fragt, ob es denn seit 1990 noch einen kalten Krieg gibt, so zeigt dies doch, wie sehr dies aus den Medien wegzensiert wird (wobei ich unserem Abiturienten nicht empfehle, die Wahrheit zu schreiben, er bekommt (Anordnung des Kultusministeriums) nur ein schlechte Note. Etwas in Deutschland gegen die USA zu schreiben, wird als Anlass genommen, moeglichst den Zugang zur UNI zu verwehren.)

    Und dass der Krieg nicht nur KALT ist, zeigt doch Beslan, Nalchik, die Attentate auf die beiden Flugzeuge, auf das Moskauer Theater - Tchetchenien mit all seinen Pipelines ist fuer die USA viel zu interessant, als dass dort Ruhe einkehrte. Und der "offene Brief an Praesident Putin" ihn habe ich auf den CFR-Seiten wiedergefunden - und Frau Sandra, haben nicht Sie selbst gegen Pflueger gewettert (er war neben dem Vorsitzenden der Gruenen Buetigkofer Mitunterzeichner des offenen Briefes). Und die Medienkampagne wegen einer angeblichen! Lieferunzuverlaessigkeit beim Gas durch Russland, oder jetzt die Kampagne wegen der Buergschaft, all das sind doch Mittel des Kalten Krieges - PsyOp: Verleumdung !

    Und dass die Grenze zu einem nicht mehr Kalten Krieg bedenktlich nahe gerueckt ist, zeigt doch die Veroeffentlichung, dass die CIA einen Bericht an die Bush-Junta lieferte, die einen kriegerischen Akt (bei im Iran stationierten russischen Luftabwehrraketen - nebst Personal) als unkalkulierbares Risiko wegen modernster Waffen lieferte, daraufhin die imminenten Kriegsplanungen (Mitte Februar 2006) aufgeschoben wurden.

    Und ich glaube nicht, dass die USA so schnell ihre Basen fuer die Air-Force in Turkmenistan aufgeben werden. Turkmenistan hat schliesslich Erdgas. Der Bericht der Cheney Energy Task Force gibt sehr genau an, WO WELCHE Vorraete an Erdgas und Erdoel sind (uebrigens unter Moskau gibt es auch welche, wenn auch nur klein ), und ich habe den vollstaendigen Bericht nun einmal auf einer Datenbank gespeichert (nicht auf meiner eigenen!).

    Wo die gesamten Vorkommen liegen, war im groben auch vorher bekannt. Oder glauben Sie, dass "The geopolitical chess-game" von Breszinski nur deshalb geschrieben wurde, weil er irgendwo Gebiete fuer Ackerbau und Viehzucht suchte ? ?

    Ist es denn VERBOTEN heutzutage noch die Wahrheit offen auszusprechen ?

    Uran-Munition ist ein Verbrechen an der Menschheit. Darf man aus lauter political-correctness einen Verbrecher nicht mehr Verbrecher nennen ?

    Wenn Sie also einen Thread ueber Blumenzucht oeffnen moechten, dann liefere ich Ihnen auch gerne einen Beitrag dazu - wenigstens weiss ich wo Strelitzien am besten gedeihen, wo Palladium, wo Porzellanrosen, aber diejenigen, die sich dafuer interessieren, duerften hier unter den Lesern wohl die Minderheit darstellen. Das alleine zeigt die Anzahl der Hits.

    Aber solange Russland seitens der USA mit allen Mitteln attackiert wird, solange werde ich auch Foren finden, um die Attacken - sei es durch die Medien, sei es auch mit terr*ristischen Mitteln (Bassajew) oder durch offene Kriegshandlungen, oeffentlich kund tun, bloss stellen und auf das Heftigste kritisieren. Eine Meinungsgleichschaltung ist fuer mich nicht akzeptabel. Mit politcal correctness kriminelle Handlungen schoenzureden, ist nicht meine Art.

    Und es entspricht nun einmal meiner Meinung, dass Russland unter dem jetzigen Praesidenten sehr wohl sehr gut verteidigt wird.






    P.S. Mit den ewig gleichen Litaneien werde ich SOFORT aufhoeren, sowie ich feststelle, dass sich die USA mit dem dazugehoerigen CFR zum Christlichen Verein Junger Maenner (CVJM) gewandelt haben. Aber solange sie weiterhin den "boesen Buben" spielen, spiele ich auch denjenigen, der mit political uncorrectness sich bemueht alles blosszustellen.


  7. Nach oben   #247
    Avatar von Sandra
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    Richtig

    Was Du Schreibst ist Richtig, aber es gibt eben wirklich auch noch andere Themen uebrigens auch und gerade Russland und Aussenpolitik.
    ZB. China und Russland, Indien und Russland oder Japan . Das die Aussenpolitik staerker diskutiert wird liegt auf der Hand, die meisten Leser sind damit vermutlich auch besser bedient und Russland leistet in der Aussenpolitik eigentlich in den letzten Jahren auch gute Arbeit.

  8. Nach oben   #248

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    Ping Pong spielen

    Zitat Zitat von Sandra
    Was Du Schreibst ist Richtig, aber es gibt eben wirklich auch noch andere Themen uebrigens auch und gerade Russland und Aussenpolitik.
    ZB. China und Russland, Indien und Russland oder Japan . Das die Aussenpolitik staerker diskutiert wird liegt auf der Hand, die meisten Leser sind damit vermutlich auch besser bedient und Russland leistet in der Aussenpolitik eigentlich in den letzten Jahren auch gute Arbeit.
    Und Dir gebe ich wiederum recht. Ball hin - Ball her. Selbstverstaendlich tut sich gerade jetzt sehr viel zwischen Russland und China - und auch Indien ist nach wie vor ein eminenter Partner in der russischen Aussenpolitik. Japan ? Japan ist nicht nur in zwischenstaatlichen Vereinbarungen praesent, sondern auch stark wirtschaftlich in Rusasland engagiert !

    Und Politik ist das im Grossen, was wirtschaftliche Interessen sind. Russland, so meine ich, wird eines Tages die (als dazwischen liegendes Land) die Mittlerrolle zwischen Westeuropa und Asien einnehmen, sofern eben Praesident Putin mit seiner besonnenen Politik fortfaehrt - und ich sehe keinen Grund dies nicht zu tun.

    Aber - hmm - dummerweise heisst der Thread nicht "Aussenpolitik mit den Asiatischen Staaten", sondern KRIEG auch gegen RUSSLAND ... um Oel. In der Schule haette ein Lehrer dann die Note ... gegeben, mit der Bemerkung: Thema verfehlt.

    Und ... sooo abwegig ist doch die Themenwahl nicht. Wie selbst zugegeben, ist die Bedrohung echt. Sie verlaeuft in permanenter Bedrohung entweder als Kalter Krieg - oder eben leider durch "personne interposée" als Terr*rismus, oder mit der Stationierung von US-AirForce Basen in Turkmenistan sogar schlichtweg als Besetzung des Territoriums der ehemaligen CCCP, oder als Rosen- und als Orangene Revolution.

    Dieses Thema ist permanent, ist aktuell und vor allen Dingen R E A L.

    Natuerlich gibt es andere Themen, es genuegt einen entsprechenden Thread zu oeffnen. Aber es fragt eben ein angehender Abiturient nach, ganz einfach weil in westlicher Presse das Thema Kalter / Heisser Krieg voellig totgeschwiegen wird. Presse parliert nur von angeblicher Lieferunzuverlaessigkeit Russlands bei Gas. Es wird SO VIELES FALSCH und TENDENZIOES dargestellt, dass es einfach eines Threads bedarf, in dem die Dinge wieder ins rechte Licht gerueckt werden.

    Also Sandra, wenn demnaechst kein Thread von "Russlands Beziehungen zu Asien" geoeffnet wurde, so werde ich dies tun. Aber hier werde ich auch weiter Beitraege zum Thema schreiben, weil eine kriegerische Bedrohung ganz einfach in seiner Bedeutung nicht verniedlicht werden darf.


  9. Nach oben   #249

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    Danke, Herr R.

    Ich freue mich auf diesen Thread. Gerade das Thema Japan interessiert mich besonders aus drei Gründen:
    1. Japan hat eine der effizientesten Wirtschaften der Welt, und wohl weltweit am meisten für die Zeit der global abnehmenden Ressourcen-Verfügbarkeit vorgesorgt.
    2. Japan hat den Unterschied zwischen (besser: die Nicht-Deckungsgleichheit der zwei Konzepte) „Marktwirtschaft“ und „Kapitalismus“ verinnerlicht; es verbindet ganz selbstverständlich kollektive, quasi „sozialistische“ Elemente mit marktwirtschaftlicher Berufs- und Gewerbefreiheit. Ersteres geht so weit, dass Energiesparen bis in den Alltag hinein, quasi als „Volkssport“, als Sache der nationalen Ehre gesehen wird. Das ist (beim Heizen) sicher für zahllose (ältere) Menschen hart, aber letztlich doch sympathisch, weil hier einmal ein Land die Lage so ernst nimmt, wie sie eben ist.
    3. Japan hat als (bisher !? ) einziges Land die Folgen von A-Bombenangriffen durchlebt, und einen bemerkenswerten Wandel von einer der kriegerischsten zu einer pazifistischen Nation mitgemacht. Ich vermute/hoffe/denke, dass daran auch einzelne unbelehrbare Politiker sowie die Tendenzen der Remilitarisierung nichts Grundsätzliches geändert haben.

    Leider vermisse ich bei Japan (genau wie bei Deutschland, als ich noch nicht ahnte, WIE kohl-rumpiert wir bereits sind - oder Filbingerisiert immer waren (?)), dass es sein traditionelles Kapitalismusmodell dem angelsächsischen Liberalismus selbstbewußt entgegenstellt. Klar, die Gründe müssen in der Militär- und Ressourcenfrage liegen, aber eben: Tieferer Einblick würde guttun. (auch zu den Zweifeln unter Punkt 3)

    Eine konkrete Frage hätte ich aber noch:

    Zitat Zitat von Le Monde diplomatique
    Bain de Sang en Ouzbékistan, Oct. 05

    Ces troubles politiques en Ouzbékistan ont coïncidé avec des changements géopolitiques. Le groupe de Shanghaï, organisme interétatique qui rassemble la Chine, la Russie et quatre pays d’Asie centrale, appelait début juillet au retrait des bases militaires américaines en Asie centrale. Le 29 juillet, les autorités ouzbèkes ont remis une note à l’ambassadeur américain à Tachkent, signalant aux Etats-Unis qu’ils disposaient de six mois pour évacuer la base aérienne de Khanabad, qui joua un rôle important lors de l’invasion américaine de l’Afghanistan en 2001 et qui sert encore lors d’opérations militaires en Asie centrale. Avant le massacre d’Andijan, craignant que Washington n’encourage un « changement de régime » de façon non violente comme en Géorgie ou en Ukraine, ou au moyen d’une invasion massive du pays comme en Irak, les autorités de Tachkent prenaient déjà leurs distances avec la politique américaine. Début mai, Tachkent avait annoncé que le pays quittait le GUUAM, une organisation régionale dirigée par l’Ukraine et encouragée par les Etats-Unis, qui rivalise avec l’influence russe dans l’espace postsoviétique. En Ouzbékistan, le changement géopolitique a montré les limites de l’influence de Washington en Asie centrale à un moment où l’armée américaine se heurte à une résistance croissante en Afghanistan.
    Kommt der Rückzug aus Usbekistan voran, oder hat er „Terminschwierigkeiten“?


  10. Nach oben   #250
    Avatar von Sandra
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    Oje

    Quenzior waren Sie jemals in Japan? Wenn Nein unbedingt nachhollen. Japan hat die hoechste Selbstmordrate von weissen Europaern (kein Witz) Sie sind klug, darum werden Sie innert zwei Wochen auch dahinter kommen warum. Ausser Tokio bitte auch ins Bergland fahren, als Einzeltourist (und nicht mit TUI).
    Was Sie so toll finden ist vollkommene Unterdrueckung von oben nach unten. Wirtschaftlich genau so wie im taeglichen sozialen Umgang. Die Wirtschaft Japans ist eigentlich auf klauen von teurer High Tech aufgebaut. Wer seine Wirtschaft zusammenklaut muss nicht in die Entwicklung bezahlen und kann dann spaeter Geld fuer die Weiterentwicklung geben. Uebrigens Japan und die USA verstehen sich Wirtschaftspolitisch bestens (Innenpolitisch sieht es etwas anders aus).
    Einen Friedensvertrag zwischen Russland und Japan gibt es uebrigens bis Heute nicht.
    Ich moechte auch sehen was Sie von einer Firma halten bei der Sie jeden morgen die Firmenhyme singen duerfen, einem Land das Ihnen eine Woche Urlaub im Jahr zubilligt und Arbeitsgesetzen die es der Firma ermoeglichen Sie jederzeit und sofort auf die Strasse zu schmeissen. Das sind die Erungenschaften auf denen die japanische Wirtschaft aufgebaut ist.

  11. Nach oben   #251

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    Okay, registriert

    Nein, Sandra, ich war noch nicht in Japan, und ich habe oben ohne Zweifel die positiven Seiten herausselektiert.

    Ich nehme Ihre Schilderung zur Kenntnis, bitte aber um Verständnis, dass ich mir ein eigenes Bild erst zusammentragen muß. Sicherlich hat sich Japan genauso wenig wie Deutschland nach 1945 völlig neu erfunden, und insofern erscheint es mir glaubwürdig, dass ein Kriegervolk nach einer vernichtenden Niederlage sich dann eben im wirtschaftlichen Hierarchiewesen weiter „austobt“. Vom ins Religiöse spielenden Nationalismus weiß man ja sowieso.

    Dennoch, – dass alles nur zusammengeklaut sein soll ... Kann man sich auf die Art wirklich so lang an der Weltspitze halten?




    P.S.: Andererseits, das mit der Selbstmordrate: Nur zwei Gegengedanken: Mord- und Selbstmordrate sind auch in Rußland hoch. Japan steht am Ende einer langen wirtschaftlichen Krise (okay, erklärt nicht alles, „Seppuku“ war schon immer sehr „beliebt“)

  12. Nach oben   #252

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    Diebstahl systematisch ...

    Zitat Zitat von Quenzjor
    Dennoch, – dass alles nur zusammengeklaut sein soll ... Kann man sich auf die Art wirklich so lang an der Weltspitze halten?
    Eine Erstentwicklung kostet bekanntlich Geld, viel Geld. Bekannt begehrte Kopierobjekte waren Leica (Photoapparate), Grundig (TV und HiFi) aber auch General Motors (Motor).

    Waehrend Erstentwickler noch am Ursprungskonzept "kleben", hat der Kopist diese Bindung nicht, kann ohne Vorkostenlast billiger produzieren und Maerkte erobern und aus diesen Ertraegen weiterentwickeln.

    Aber nicht nur Japan kopiert, ich erinnere nur an den Fall, bei dem ein US-Hersteller sich der Dienste der CIA bediente, um die technisch ueberlegenen Windraeder aus Deutschland zu kopieren um den Auftrag fuer Deutschland zunichte zu machen.

    Dass Know-How jedoch nur selten freiwillig weitergegeben wird, sehen wir am Beispiel von General Motors und Автоваз, lediglich mit einem "neuen" alten Motor ausgestattet, kostet der leider nicht mehr "Lada"Niva nun das Doppelte. So etwas haette man in Russland vermeiden koennen - eben mit vernuenftigem Management - statt Fuehrungspositionen nur im Kreis der Freunde und Bekannten zu vergeben. Hier liegt der Fehler noch im System !

    Und dieser Systemfehler kommt Russland sehr, sehr teuer zu stehen. Zwar hat dann der Freund oder Bekannte eine Zeit lang ein gutes Gehalt, aber eben zum Preis des Ruins des Unternehmens. Was immer noch fehlt, das ist eben die lange Erfahrung mit dem marktwirtschaftlichen System.

    Zwar gibt es ueberaus positive Beispiele, wie z.B. РусАл, aber da ist eben ein Firmenchef mit schon frueh gezeigten Leistungen, Zielstrebigkeit, das Unternehmen weiter auszubauen (siehe Vorhaben etliche Werke zu erweitern bzw. Neue zu bauen, und auch mit dem Kauf eines Werkes in China international zu acquirieren). Aber er ist eben eine Ausnahmeerscheinung.

    Bei Lada einen Motor mit hoeherem Wirkungsgrad zu kopieren und weiterzuentwickeln waere billiger gekommen, statt sich General Motors, dessen US-Management ja ohnehin nur faehig ist Verluste einzufahren, anzudienen. Und sooo toll sieht der neue Niva nicht aus, der Alte hatte mehr Charakter - und Design ist nun wirklich nicht eine Staerke der USA. Also dem Chevy-Niva sage ich voraus, dass er ein Flop wird.

    Ich vertrete ganz entschieden die Auffassung, dass die Hypothek der russischen Staatsbetriebe mit einem vernuenftigen Management nicht Hypothek bleiben muss. Betriebe koennen Russisch bleiben und muessen nicht uebernommen werden - und vor allen Dingen, sie koennen dann auch zu Preisen produzieren, die fuer den Russen auch erschwinglich sind.


  13. Nach oben   #253

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    Wie "ehrlich und unschuldig" die USA sind ...

    Aus russland.RU folgende Nachricht:


    Repräsentantenhaus fordert von Bush Blockierung des WTO-Beitritts von Russland


    Dem US-Repräsentantenhaus liegt ein Resolutionsentwurf vor, der die Bush-Administration auffordert, "Russlands Bemühungen um einen Beitritt zur WTO zu blockieren, solange (Moskau) nicht konkrete Maßnahmen im Kampf gegen die Fälschung von Gütern ergreift, die per Urheberrecht geschützt sind".

    Der demokratische Kongressabgeordnete Adam Schiff, Verfasser des Entwurfs, verweist in einer in Washington verbreiteten Erklärung darauf, dass eine analoge Resolution vom republikanischen Senator Gordon Smith und dem demokratischen Senator Joseph Biden in den US-Senat eingebracht wird. (NB von Rumpelstilz: Joseph Biden ist weit oben im CFR angesiedelt)

    Schiff fordert in seiner Erklärung von der amerikanischen Regierung Maßnahmen, um dem Diebstahl der Arbeit von Amerikanern ein Ende zu setzen und zu verhindern, dass Unternehmen der USA wirtschaftlich benachteiligt werden.

    Schiff macht außerdem fünf weitere Länder, und zwar China, Mexiko, Kanada, Indien und Malaysia, für den Diebstahl geistigen Eigentums verantwortlich. Sie sind am Mittwoch auf die Schwarze Liste des zuständigen Ausschusses im US-Kongress, Congressional International Anti-Piracy Caucus, gesetzt worden. Ihm gehören 73 Gesetzgeber aus beiden Kammern des Kongresses an, darunter 12 Senatoren und 61 Abgeordnete des Repräsentantenhauses.

    Der Kongressabgeordnete Schiff ist in Personalunion Kovorsitzender des Kongressausschusses für den Kampf gegen internationales Piratentum und der Arbeitsgruppe der Demokraten für nationale Sicherheit. Vor seiner Wahl in den Kongress war Schiff als stellvertretender Staatsanwalt von Los Angeles im Bundesstaat Kalifornien tätig.
    Ja, ja, das boese, boese Russland ... und die ehrlichen, guten, guten USA.
    Wer weiter glaubt, dass ueberhaupt irgend etwas positives von den USA ausgeht, moege doch nur noch einmal nachstehenden Artikel lesen:

    Zitat von Die Zeit
    http://www.ZEIT.de/tag/aktuell/199940.nsa_2_.html
    Nr. 40/1999


    Verrat unter Freunden

    Wie die NSA, Amerikas größter und verschwiegenster Geheimdienst, deutsche Firmen ausspioniert und dabei einen Milliardenschaden anrichtet Von Oliver Schröm

    Die Spionin kam aus der Kälte. "An der Außenwand des Turms kletterte ich auf einer schmalen Leiter 42 Meter hoch", beschreibt Ruth Heffernan ihren waghalsigen Spionageeinsatz bei null Grad und eisigem Wind auf einem Acker in der Nähe des ostfriesischen Städtchens Aurich. Bei Wind und Wetter hatte sie an jenem Märztag 1994 ihr Leben riskiert, um in die modernste Windkraftanlage der Welt einzudringen.

    Das Objekt ihrer Neugierde hieß schlicht: E40. Der ostfriesischen Enercon GmbH war es gelungen, mit der E-40 eine Windmühle zu präsentieren, die der Konkurrenz technisch um Jahre Ganz fest ist Geheimdienstkoordinator Ernst Uhrlau davon überzeugt, dass die USA in Deutschland keine Wirtschaftsspionage betreiben
    voraus war. Die Anlage wurde zum Verkaufsschlager: Bis heute haben die Auricher weltweit über 1650 Stück davon verkauft.

    1994 wollte Enercon auch auf dem US-Markt Fuß fassen. Die Firma verhandelte mit zwei amerikanischen Interessenten, die ihre Windparks in Texas mit der E-40 bestücken wollten. Doch statt eines Millionenauftrags bekam die Enercon-Geschäftsleitung Anfang 1995 zwei unangenehme Briefe zugestellt - einen vom Distriktgericht im kalifornischen San José, den anderen von der Verwaltungsbehörde des US-Handelsministeriums in Washington, D. C. In beiden wurde das ostfriesische Unternehmen einer Patentverletzung bezichtigt.

    Hinter den Verfahren, so stellte sich heraus, steckte die amerikanische Konkurrenz: Kenetech Windpower Inc. Mit den Verfahren wollte das Unternehmen aus dem kalifornischen Livermore sich die Wettbewerber vom Leibe halten. Enercon-Geschäftsführer Aloys Wobben wurde vorgeladen und zwei Wochen lang in Washington vernommen. Dann bekamen Wobben und seine amerikanischen Anwälte - möglicherweise aus Versehen - das Beweismaterial der Gegenseite zu Gesicht. Neben einer Vielzahl von Fotos, die das komplette Innenleben der E-40 zeigten, befand sich auch der achtseitige Spitzelbericht von Ruth Heffernan. Darin schildert sie detailliert, wie sie zusammen mit ihrem holländischen Kenetech-Kollegen Robert "Bob" Jans und dem Oldenburger Ubbo de Witt die Enercon-Anlage ausspionierte: "Verließ Groningen am frühen Montag, 21. 3. 94, mit Bob Jans. Fuhren nach Oldenburg, holten Ubbo ab, einen Physiker und Meterologen, der für uns als freier Mitarbeiter tätig ist. Er hatte Kontakt zu dem Bauern, der eine Enercon-40 besitzt und im Einsatz hat."

    Das Spionagetrio ging in die Bodenstation, setzte das Sicherheitssystem außer Kraft und rief, nachdem ein Code eingegeben wurde, Displays ab. Dann stellten sie die Maschine ab. Die 40 Meter großen Rotorblätter kamen zum Stehen. Jetzt erst wagten die drei den Aufstieg zur Kabine an der Spitze des Windrades, dort, wo sich das Herzstück der E-40 befindet. "Wir verbrachten über 60 Minuten da oben, redeten über die Maschine und machten Fotos."

    Der Enercon-Geschäftsführer konnte es nicht fassen. Da war der Beweis, dass Spione seine E-40 ausgeforscht hatten. Doch wie hatten Heffernan, Jans und de Witt an jenem Tag die Computercodes geknackt und das Sicherheitssystem lahm gelegt?

    Da gab ein WDR-Journalist dem Windkraft-Manager einen Tipp: Ihm hatte ein amerikanischer Geheimdienst-Mitarbeiter offenbart, dass seine Organisation einen großen Lauschangriff auf die Auricher verübt habe. So seien Firmenkonferenzen über die Telefonleitungen abgehört, Sicherheitscodes und geheime Forschungsunterlagen abgefangen und der amerikanischen Konkurrenz von Kenetech zugespielt worden. Den Namen jenes Geheimdienstes, der per Telefonleitung in seine Firma eingebrochen sein soll, hatte Wobben noch nie gehört: National Security Agency (NSA).

    Stop-and-go auf dem Baltimore-Washington-Parkway in der US-Bundeshauptstadt. Zwischen acht Uhr und neun Uhr ist Rush-Hour. "Da vorne müssen wir links rein", sagt der Fahrer, wechselt ruckartig die Spur, biegt am Schild mit der Aufschrift "National Security Agency" ab und fährt vorbei an einem Parkplatz, der so groß und so voll ist wie der des Münchner Olympiastadions beim Heimspiel des FC Bayern. Die Zahl der Autos ist der einzige Weg, eine Vorstellung von der Größe des größten und geheimsten der amerikanischen Geheimdienste zu erhalten. Rund 20 000 Fahrzeuge hat man auf dem Parkplatz gezählt. In Wirklichkeit dürfte die Zahl der Mitarbeiter weit höher liegen - allein im Bundesstaat Maryland soll die NSA 40 000 Beschäftigte haben. Rund um den Globus kommen noch etliche tausend hinzu. Die Mehrheit der Amerikaner konnte jahrzehntelang mit dem Kürzel NSA nichts anfangen. Lange Zeit wurde es mit "No Such Agency" übersetzt - ironisch für die überaus erfolgreiche Geheimhaltung des riesigen Apparates 30 Kilometer vor Washington.

    Die NSA ist eine Art riesiger Staubsauger, der alle elektronische Kommunikation aufsaugt: Telefongespräche, Faxe, E-Mails. Beinahe das, was Kinder sich unter dem lieben Gott vorstellen: Einer sitzt über den Wolken und hört jedes Wort. Wenn Zeilen aus geheimen diplomatischen Gesprächen bekannt werden, wenn die USA detailgenaue Satellitenaufnahmen von Massengräbern in Bosnien zeigen oder die Vereinten Nationen Beweise für Giftgaslager im Irak sammeln - Zuträger der Informationen ist fast immer die NSA. Geheimdienst-Experten schätzen, dass die CIA nur mehr fünf Prozent aller Erkenntnisse beschafft. 95 Prozent liefere die NSA.

    Eine Spezialität der NSA ist nach Ansicht deutscher Experten die Wirtschaftsspionage. Amerikanische Firmen benutzten den Geheimdienst, um sich unliebsamer ausländischer Konkurrenz zu erwehren. Aus offenem Wettbewerb sei längst ein Wirtschaftskrieg geworden. Doch schuld sind nach amerikanischer Lesart vor allem die anderen. CIA und NSA haben ein Image aufgebaut, wonach nicht die NSA die Hoheitsrechte anderer, freundlich gesinnter Staaten verletzt, sondern lediglich die eigene Wirtschaft schützt. Die Clinton-Administration hat Industriespionage zur nationalen Bedrohung erklärt und bereits im Juni 1995 in einem als "geheim" klassifizierten Bericht an den Kongress behauptet, dass Frankreich, Israel und Japan amerikanische Unternehmen ausspionierten. Auch Deutschland, England und Kanada seien aktiv: "Diese Länder haben wirtschaftliche und technische Informationen in den USA im Visier, obwohl sie mit den USA freundschaftliche Beziehungen pflegen."

    Die Kunde vom Wirtschaftskrieg unter Freunden ist längst auch nach Deutschland gedrungen, wo Wirtschaftsspionage einen Schaden von schätzungsweise 20 Milliarden Mark jährlich anrichtet. Bereits 1991 schrieb der Bundesnachrichtendienst in einer vertraulichen Analyse: "Die amerikanischen Nachrichtendienste sollen verstärkt Wirtschaftsspionage betreiben und so zur wirtschaftlichen Sicherheit der USA beitragen." Während die Deutschen so etwas offiziell nicht tun (es gibt dazu keinen Auftrag des Parlaments), hat Clinton seinen Geheimdiensten ein größeres Engagement bei der Beschaffung von Wirtschaftsdaten verordnet.

    Beim Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln pflegt die Spionageabwehr - zumindest offiziell - noch das alte Feindbild: Die Agenten kommen aus dem Osten. Das Ausspionieren deutscher Unternehmen durch "befreundete" Dienste wie die NSA ist für die Verfassungsschützer ein Tabuthema. Auch Ernst Uhrlau, seit November 1998 Geheimdienst-Koordinator im Kanzleramt, will nicht an eine gezielte Spähaktion glauben. "Ich bin der festen Überzeugung, dass die USA in Deutschland keine Wirtschaftsspionage betreiben", sagte er der ZEIT. Auf die Raubzüge amerikanischer Agenten im Bereich der so genannten "ökonomischen Aufklärung" reagieren die Verfassungsschützer bislang mit Appellen an die deutsche Wirtschaft, "mehr Problembewusstsein" zu entwickeln. Nur hinter vorgehaltener Hand fordern die Chefs einiger Landesämter für Verfassungsschutz, die "Abwehrarbeit neu zu strukturieren". Es dürfe "keine Verengung des Blickfeldes nach Osten geben".

    Stuttgart, Ende Juni 1999. Im Haus der Wirtschaft sitzen hinter verschlossenen Türen Geheimdienstler und Sicherheitschefs deutscher Unternehmen. Das Thema: Spionageabwehr. Die Verfassungsschützer aus Baden-Württemberg, Gastgeber des Symposiums, reden Klartext. Nicht nur Russen, Chinesen oder Iraner seien die Gegner, verkündet Harald Woll, Leiter der baden-württembergischen Spionageabwehr. Beim Thema Wirtschaftsspionage seien auch die Geheimdienste befreundeter Staaten zu beachten. Allen voran die NSA.

    Im zwanglosen Gespräch zwischen Schlapphüten und Sicherheitsmanagern fällt immer wieder ein Name: NSA. Nahezu hinter jedem Spionageskandal der vergangenen Jahre stecke der Geheimdienst, heißt es bei Pils und belegten Brötchen. Beispielsweise im Fall López, der zum Krieg zwischen zwei Autokonzernen eskalierte. General Motors hatte den Manager beschuldigt, er habe bei seinem Weggang zu VW geheime Unterlagen mitgenommen. Bei der Beweisführung war dem amerikanischen Konzern offenbar ein Lauschangriff behilflich. Die NSA, erzählt ein Geheimdienstler, habe Videokonferenzen von VW mit López abgehört und den Inhalt der Gespräche General Motors zugespielt.

    Genüsslich zitiert ein anderer Geheimdienstler in der Runde den San Francisco Chronicle. Danach hat der europäische Flugzeugriese Airbus 1994 nur deshalb einen Sechs-Milliarden-Mark-Auftrag aus Saudi-Arabien nicht bekommen, weil der amerikanische Erzkonkurrent Schützenhilfe von der NSA bekam. Der Geheimdienst-Gigant soll alle Faxe und Telefonate zwischen Airbus und den Saudis aus dem Äther gefischt und an Boeing weitergegeben haben. Somit war es für die Flugzeugbauer aus Seattle ein Leichtes, den Saudis ein günstigeres Angebot zu unterbreiten.

    Fast schon legendär der Fall, den ein anderer zum Besten gibt: 1995, bei den Genfer Verhandlungen über Autoexporte von den USA nach Japan, soll die Hotelsuite der japanischen Handelsdelegation abgehört worden sein. Jeden Morgen habe der US-Verhandlungsführer quasi zum Frühstück die nächtlichen Beratungsergebnisse der japanischen Seite serviert bekommen. Die betroffenen Unternehmen selbst wollten sich zu den Vorfällen nicht mehr äußern.

    Alle genannten Fälle haben eins gemein: Es gibt nur Indizien für NSA-Aktivitäten, stets fehlt der letzte Beweis. So auch im Fall Enercon, der beim Geheimdienstler-Symposium heiß diskutiert wurde. "Das Problem ist, dass wir es mit technischer Spionage zu tun haben", klagt Helmut Rannacher, Präsident des baden-württembergischen Verfassungsschutzes. "Diese Art der Spionage ist lautlos, wir haben keine festgenommenen Personen, wir haben im Zweifel nur entsprechende Folgen. Der faktische Nachweis der Spionage kann kaum geführt werden."

    Aber wie kommen die Informationen der NSA zu den amerikanischen Firmen? Den Informationsfluss regele das US-Wirtschaftsministerium, das Erkenntnisse der CIA und der NSA an die Unternehmen weiterleite, weiß einer aus der Stuttgarter Runde zu berichten. Dafür gebe es im Ministerium eigens ein Verbindungsbüro, Zimmer 6854: Office of Intelligence Liaison.

    Offiziell bestreitet die NSA, der amerikanischen Wirtschaft zuzuarbeiten. Fest steht jedoch, dass Unternehmen und Geheimdienst seit Anfang der neunziger Jahre immer näher zueinander fanden. Nach dem Ende des Kalten Krieges musste die NSA ihren Vier-Milliarden-Dollar-Etat kürzen. Viele ehemalige Geheimdienstler fanden besser bezahlte Jobs in der Wirtschaft - auf ihre Expertise kann sich die NSA heute genauso verlassen, wie es die Unternehmen ihrerseits auf die Hilfe des Geheimdienstes können. Selbst jene, die vor aktiver Wirtschaftsspionage warnen, sind sich einig, dass man "zufällig" abgehörte Informationen ruhig an die einheimische Industrie weitergeben könne. In der Praxis wird allerdings nicht allzu viel dem Zufall überlassen. Zusammen mit Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien haben die USA seit Ende der vierziger Jahre ein Abhörsystem aufgebaut, mit dem sie die ganze Welt belauschen können: Echelon.

    Die Landstrasse L 11 teilt Mietraching, Ortsteil des Kurstädtchens Bad Aibling, in zwei Welten. Auf der einen Seite oberbayerisches Einfamilienhaus-Idyll, auf der anderen Seite ein Stück Amerika: "Militärisches Sperrgebiet. Bereich der amerikanischen Streitkräfte. Fotografieren, Anfertigen von Notizen oder gar Zeichnungen verboten!" Das Schattenreich wird überragt von bis zu 20 Meter hohen, geriffelten Alukuppeln, die wie riesige Golfbälle in der Talebene liegen. Dahinter verbergen sich Parabolspiegel der NSA. Sie sind längst nicht mehr nur nach Osten gerichtet. Von Bad Aibling aus hört die NSA auch westeuropäische Konzerne ab. Dabei verwendet sie das Abhör- und Auswertungssystem Echelon, zu Deutsch: Staffelung. Die Anlage ist nach dem englischen Menwith Hill der größte NSA-Horchposten außerhalb der USA. Einem EU-Bericht zufolge ist Echelon bereits seit mehr als 20 Jahren in Betrieb. Mit diesem angeblich weltweit größten elektronischen Überwachungssystem kann der amerikanische Nachrichtendienst quasi jedes Telefongespräch, jede E-Mail und jedes Fax auf der Welt abfangen und auswerten; "die größtmögliche Invasion in die Privatsphäre", so der Kanadier Mike Frost. Er hat jahrelang beim Aufbau und Betrieb des Abhörsystems mitgearbeitet.

    Echelon besteht aus etwa 120 über den Erdball verteilten Stationen, die rund um die Uhr Telekommunikationssatelliten und Mobilfunksender abhören sowie Untersee-Telefonkabel und Mailserver anzapfen. Alles in allem, schätzt der ehemalige NSA-Direktor William Studeman, würden in einer halben Stunde wohl rund eine Million Nachrichten mitgeschnitten. Interessant sei davon im Schnitt nur eine einzige.

    Die so gewonnenen Informationen werden mithilfe des Künstliche-Intelligenz-Systems Memex anhand von Schlüsselbegriffen durchsucht und ausgewertet. Sobald ein NSA-Mitarbeiter das entsprechende Stichwort eingegeben hat, werden alle damit in Zusammenhang stehenden Telefongespräche, Faxe und E-Mails registriert und nach Wichtigkeit sortiert.
    Fortsetzung Teil 2

  14. Nach oben   #254

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    Fortsetzung Teil 2

    Zitat Zitat von Fortsetzung
    Im Sommer 1984 machte der neuseeländische Friedensaktivist Nicky Hager mit ein paar Freunden eine kleine Exkursion nach Tangimoana nördlich von Wellington, um eine neu entdeckte Abhörstation des neuseeländischen Geheimdienstes zu besichtigen. "Als niemand kam und uns wegschickte", erinnert sich Hager, "sahen wir uns um und notierten, was wir sahen." Zwölf Jahre lang hat Nicky Hager danach recherchiert. Er sprach mit 50 neuseeländischen Geheimdienstlern, wälzte staatliche Verzeichnisse, um anhand von Kfz-Kennzeichen und Mitarbeiterlisten des Verteidigungsministeriums die weltweiten Einsätze der Spione zu verfolgen. 1996 legte er sein Buch Secret Power vor, die bis dato umfassendste Analyse des Abhörsystems Echelon.

    Offiziell diente der Horchposten auf Neuseeland nur der militärischen Spionage. Hager fand jedoch heraus, dass auch private und geschäftliche Kommunikation gezielt abgehört wird. Als er sich eines Abends mit einer Kamera auf die Militärbasis Waihopai schlich, stellte er verwundert fest, dass die Anlage - bis auf einen Wachposten - völlig verlassen war. "Den stärksten Eindruck hat die Operationszentrale auf mich gemacht", erinnert sich Hager. Die Fenster waren vergittert, die Computer summten alleine vor sich hin. Überall Rechner und blinkende Lichter - Tausende Menschen wurden dort vollautomatisch abgehört.

    In der Kontrollzentrale hingen fünf Listen mit Stichworten, nach denen gesucht wurde. Eine solche Liste, schreibt Hager, gleiche einem Wörterbuch: Aufgelistet sind ein Name, ein Wort, eine Zahl, und wann immer das Suchwort in einem Gespräch auftaucht, wird dieses automatisch aufgezeichnet und - je nach Dringlichkeit - sofort zur Auswertung in die zuständige NSA-Abteilung geleitet. Die neuseeländischen Behörden, immerhin Betreiber der Anlage, hatten keine Ahnung, welche Gespräche die USA abfingen, denn der Mitschnitt wanderte direkt in die NSA-Zentrale nach Fort Meade in Maryland.

    Offiziell allerdings gibt es Echelon gar nicht - wie es auch offiziell keine Wirtschaftsspionage zwischen befreundeten Staaten gibt. Entsprechend groß war die Aufregung, als Anfang des Jahres eine Forschungsgruppe des Europäischen Parlaments, die Scientific and Technological Options Assessment (STOA), in einem Arbeitspapier darauf hinwies, dass Echelon vorrangig der Überwachung nichtmilitärischer Ziele dient - dem Abhören von Regierungen, Organisationen und Firmen.

    Die NSA verweigert jede Stellungnahme. Sie will nicht einmal bestätigen, dass sie die Abhöranlagen überhaupt betreibt. Der amerikanische Geheimdienst-Mitarbeiter Dan Smith, bis 1993 als Militärattaché an der Londoner Botschaft, betonte gegenüber der BBC, die NSA spioniere nicht im Auftrag einzelner US-Unternehmen. Er gab allerdings zu, die Ziele seien so breit ausgewählt, dass man "unvermeidlich" auch Kommunikation aufzeichne, die militärisch nicht relevant sei. Die offizielle Linie lautet also: Wirtschaftsspionage ist nicht Hauptaufgabe der NSA, sondern nur ein Zufallsprodukt.

    In Brüssel und Bonn haben sich die Politiker auf den bequemen Standpunkt verlegt, erst dann gegen die "Spionage unter Freunden" zu protestieren, wenn NSA und US-Regierung sich der Öffentlichkeit offenbaren.

    Als am 14. September 1998 im Europäischen Parlament über Echelon gesprochen wurde, verschanzte sich Martin Bangemann, damals noch EU-Kommissar, hinter einer wolkigen Erklärung: "Ich bin nicht der Meinung, dass diese Affäre Echelon, wenn es denn eine sein sollte, unsere gesamte Debatte über die Beziehungen zu den USA einnehmen sollte." Die EU solle sich nicht mit Problemen befassen, "die wahrscheinlich nicht die größten der Weltgemeinschaft sind". Die EU-Parlamentarier verstiegen sich zur grotesken Forderung, man brauche erst noch einen weiteren Bericht - einen, in dem die NSA selbst ihre Abhörmöglichkeiten aufdecke.

    Auch in Deutschland hat die Politiker offenbar der Mut verlassen. 1997 forderte die SPD-Bundestagsfraktion in einem Papier, "multi- oder bilaterale Abkommen, um den Einsatz von Geheimdiensten für die Industriespionage auszuschließen". Dieter Wiefelspütz, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, scheint es heute peinlich zu sein, zu den Unterzeichnern des Papiers zu gehören: "Unsere Anfrage damals war etwas naiv."

    Ein anderer Unterzeichner, Fritz Rudolf Körper (SPD), mittlerweile zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium aufgestiegen, beruhigte kürzlich seine Fraktionskollegin Angelika Graf. Die hatte besorgt bei Otto Schily angefragt, was an dem Gerücht dran sei, dass die USA von Bad Aibling aus, das in ihrem Wahlkreis liegt, die deutsche Wirtschaft ausspionierten. Nein, es gebe keinerlei Hinweise für Spionageaktivitäten der USA in Deutschland, antwortete Körper. Erleichtert konnte Angelika Graf ihrem Wahlkreis mitteilen: "Der US-Stützpunkt Bad Aibling trägt in nicht unerheblichem Maße zur Wirtschaftskraft der Stadt bei. Dies sollte man bedenken, wenn man derartige Anschuldigungen in die Welt setzt."

    Gerhard Schmid, Europa-Parlamentarier der SPD, der im vorigen Job noch empört gefordert hatte, die Bundesregierung, damals noch CDU-geführt, müsse dringend etwas gegen die zunehmende Wirtschaftsspionage unternehmen, sagte nun im Telefoninterview, dass es nur ein einziges Mittel gegen das Abhören gebe: alle wichtigen Nachrichten verschlüsseln. (NB v. Rumpelstilz: In Deutschland ist die Verwendung eines 256-Bit Schluessels verboten / 256-Bit Schluessel kann auch die NSA nicht knacken / also versucht doch die gelenkte ! Regierung in Deutschland die Wirtschaft zwecks Ausbeutung durch die USA absichtlich in faelschlicher Sicherheit zu wiegen.) "Und für Gebote oder wichtige Verhandlungen müssen sich Manager eben ins Flugzeug setzen. Das ist dann eben einer der Fälle, wo es sich wirklich lohnt, persönlich zu einem Termin zu fliegen."

    Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen Ubbo de Witt, der beschuldigt wird, im März 1994 Enercon ausspioniert zu haben. Viel zu befürchten hat de Witt nicht. Staatsanwalt Schäfers ermittelt nicht wegen wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit, sondern nur wegen Verdachts auf Industriespionage. Somit könnte de Witt auch nur wegen eines Verstoßes gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb haftbar gemacht werden. Dass ein fremder Geheimdienst die Finger im Spiel hatte, kann Schäfers sich nicht vorstellen. "Gibt es diese NSA überhaupt?", fragt er vorsichtig.

    Enercon hat sich gegen weitere Lauschangriffe gewappnet. Kilometerweise ließ das Unternehmen eigene Telefonstrippen durch Aurich verlegen. Jetzt sind die Enercon-Mitarbeiter zumindest bei der internen Kommunikation nicht mehr auf das öffentliche Telefonnetz angewiesen. Vertrauliche Informationen an Geschäftspartner und Kunden werden nicht mehr per Telefon, Fax oder E-Mail ausgetauscht, sondern nur noch persönlich, notfalls über Kurierdienste oder den Postweg.

    Der amerikanischen Konkurrenzfirma Kenetech, die sich gegen Enercon nur mit Spionage zu wehren wusste, konnte letztlich nicht einmal die NSA helfen. Das Unternehmen musste Konkurs anmelden, die Projekt- und Patentrechte erwarb eine Tochterfirma des in Dallas ansässigen Erdgasmultis Enron.

    Einen Tag, nachdem Kenetech das Konkursverfahren einleiten musste, wurde in Washington das Urteil im Patentschutzverfahren gegen Enercon verkündet: Wegen der Gefahr einer Patentverletzung verhängten die Richter ein generelles Importverbot für Enercon, gültig bis zum Jahr 2010. Bis heute hat die Firma durch die Spionage Umsatzverluste von 100 Millionen Mark erlitten. Und die 300 geplanten zusätzlichen Arbeitsplätze sind auch nicht entstanden.

    Mitarbeit: Thomas Schuler
    Also die USA von der WTO ausschliessen ?

    Condoleeza Rice hatte noch Aussenminister Lawrow versichert, die USA wuerden sich dem WTO-Beitritt Russlands nicht widersetzen.

    Condoleeza Rice - ebenso wie Joseph Biden - gehoeren beide dem CFR an.

    Kann man unter diesen Umstaenden der Conoleeza Rice UEBERHAUPT NOCH EIN WORT GLAUBEN - oder ist alles, was aus den USA kommt NUR LUEGE ?






  15. Nach oben   #255

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    "Aufklaerung"

    Davon hat die europaeische Aufklaerung bestimmt nicht getraeumt; dass eine aufgeklaerte Gesellschaft eine abgehoerte sein wird.

  16. Nach oben   #256

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    Programmierwettbewerb: 256-Bit-Schluessel

    Zitat Zitat von Julius
    Davon hat die europaeische Aufklaerung bestimmt nicht getraeumt; dass eine aufgeklaerte Gesellschaft eine abgehoerte sein wird.
    Auf welcher Grundlage, wenn nicht in Kenntnis der menschlichen Psyche, hatte denn Orwell sein Buch geschrieben ?

    Je mehr jemand besitzt, je unrechtmaessiger jemand seinen Besitz erworben hat, desto mehr fuerchtet er, ihn wieder zu verlieren.

    Also beginnt dieser jemand, mit Schutzmassnahmen zur Sicherung seines Besitzstandes, im Falle eines kleinen Staates beginnt er mit dem Aufbau einer Gestapo, oder eben wie bei den USA mit den technischen Mitteln, zusaetzlich noch mit dem Abhoeren der gesamten Welt - getreu dem Motto: "gibt es irgendwo irgendjemanden, der mir gefaehrlich werden koennte ?". Das "Abfallprodukt ist dann ein: Zimmer 6854: Office of Intelligence Liaison, dient es doch dem Zuwachs eigenen Besitzes unter Diebstahl beim anderen.

    Also, verwenden wir demnaechst alle einen (verbotenen!) 256-Bit-Schluessel fuer e-mails und sprechen dem das Recht auf Verbot ab, der damit ein "One World Government" beguenstigt.



  17. Nach oben   #257
    Avatar von Sandra
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    Aufklaerung

    Aufklaerung hat bekanntlich zwei Bedeutungen, in Osteuropa gibt es keine Spione nur Aufklaerer , Spione sind immer die anderen .
    Rumpelstilz man muss ganz schoen viel Dreck am Stecken haben um sich mit solchen Methoden zu schuetzen. Doch was passiert wenn die 68er in 10 Jahren raus finden, das es keine Rente gibt die wissen noch von frueher wie man Molis bastelt

  18. Nach oben   #258

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    Nicht "Dreck am Stecken", sondern Schutz !

    Zitat Zitat von Sandra
    Aufklaerung hat bekanntlich zwei Bedeutungen, in Osteuropa gibt es keine Spione nur Aufklaerer , Spione sind immer die anderen .
    Rumpelstilz man muss ganz schoen viel Dreck am Stecken haben um sich mit solchen Methoden zu schuetzen. Doch was passiert wenn die 68er in 10 Jahren raus finden, das es keine Rente gibt die wissen noch von frueher wie man Molis bastelt
    Wenn ein Unternehmen Forschung und Entwicklungskosten bezahlt und sich vor Diebstahl schuetzen will - dann ist das kein "Dreck am Stecken" sondern legitimes Betriebsgeheimnis und dient dem Schutz des Unternehmens ebenso, wie seiner Angestellten und der Aufrechterhaltung ihrer Arbeitsverhaeltnisse. Wenn also jemand, der legitime wirtschaftliche Interessen verfolgt, sich gegen Diebstahl mit einem 256-Bit-Schluessel schuetzt, so ist dies sein RECHT - mag auch eine Bananen-Rebubliks-Regierung sagen, das sei strafbar. Ersetzt diese Regierung etwa den entstandenen Schaden, schafft sie Ersatzarbeitsplaetze ?

    Doch was passiert wenn die 68er in 10 Jahren raus finden, das es keine Rente gibt ...
    Wenn die in 10 Jahren herausfinden, dass es keine Rente mehr gibt ...

    Ja dann muss ich sagen, dass sie 10 Jahre zu lang geschlafen haben !

    War eh so ein vertraeumter Haufen.

    Uebrigens, der Fischer kriegt doch dann noch seine Rente - ist doch in die Mafia .. Pardon, ist doch in die Politik gegangen.


  19. Nach oben   #259
    Avatar von Sandra
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    Der dreck am Stecken bezieht sich nicht auf den 256 Schluessel

  20. Nach oben   #260

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    Zitat Zitat von Sandra
    Der dreck am Stecken bezieht sich nicht auf den 256 Schluessel
    Dann haette es aber heissen muessen: "R., die muessen aber ganz schoen viel Dreck am Stecken haben, dass man sich mit solchen Methoden schuetzen muss." und nicht "Rumpelstilz man muss ganz schoen viel Dreck am Stecken haben um sich mit solchen Methoden zu schuetzen."

    Natuerlich bezieht sich der Dreck nicht auf den 256-Bit-Schluessel - aber wer soll denn den Dreck am Stecken haben ? Die Ueberwacher - oder der, der sich schuetzen muss ?




    A B E R

    mein Vorschlag, derartige Schluessel zu entwickeln und zu vermarkten galt eigentlich eher als Vorschlag an Herrn Kaspersky, denn allen sollte es eigentlich gemeinsames Interesse sein, dass bei Firmen- oder Regierungsgeheimnissen keine NSA mitliest.

    Also - das ist doch eine Geschaeftsidee - oder etwa nicht ?

    Derartige Schluessel sollen ja nicht von den USA entwickelt werden (mit Kopie an die NSA) sondern eben in Russland. Das halte ich fuer sicherer.


  21. Nach oben   #261

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    Was ist der Grund des Krieges gegen den IRAN ?

    Ich kann hier nur mein Ohr an den Boden legen und versuchen das Gras wachsen zu hoeren. Dies sollen nun keine WILDEN Spekulationen sein, sondern rein rational und logisch einen Blick ueber die MOMENTAN sichtbaren Ereignisse hinaus aufzeigen, was Hintergruende und Zielsetzungen sein koennten.

    Hitler hatte ja seine Legion Condor auch nicht nach Spanien entsandt, um dort Weinvorraete fuer die Wehrmacht in Besitz zu nehmen. Vielmehr ging es um die Erprobung von Waffen, um abschaetzen zu koennen, inwieweit er den Krieg gegen die halbe/ganze Welt aufnehmen koenne.

    Die Bush-Junta weiss sehr wohl, dass der Iran keine Atombomben besitzt und noch weit davon entfernt ist, mit der Urananreicherung so weit zu sein, um ueberhaupt einen Bau vorhaben zu koennen. Das Wort Atombomben aus Bushs Mund ist nur eine seiner unzaehligen Luegen.

    Die Bush-Junta weiss sehr wohl, dass um die iranischen Atomanlagen die russischen Tor M1 Luftabwehrraketen stationiert sind. Es ist nicht nur ein Test, ob die russischen Luftabwehrraketen einen wirksamen Schutz gegen nuklear bestueckte US-Raketen / Bomben darstellen, es ist auch gleichzeitig eine gezielte Provokation gegen das Herstellerland dieser Luftabwehrsysteme.

    Darueber hinaus ist es seitens der Bush-Junta eine Demonstration gegen die Weltmeinung, dass die USA hemmungslos, bedingungslos und ruecksichtslos als ERSTE bereit sind, gegen ein nicht offensives Land Atombomben einzusetzen - nicht um irgendeine Gefahr abzuwenden, sondern EINZIG um ihren Anspruch auf eine uneingeschraenkte Alleinherrschaft ueber die gesamte Welt zu dokumentieren.

    Damit stehen die USA in direktem Widerspruch zu Laendern, wie China aber auch der Russischen Foederation !

    Sollten die Tor M1 Luftabwehrraketen nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfuellen, so ist anzunehmen, dass die Bush-Junta ihre kriegerischen Operationen auf Russisches Territorium ausdehnen werden.

    Es bleibt lediglich die Hoffnung, dass die Russischen Abwehrwaffen ausreichend gut sein werden, und Bush's Hirngespinste fuer immer beseitigen werden, dass den USA bei ihrem Einsatz am/im Iran sehr sehr schmerzliche Verluste zugefuegt werden. Die naechsten Tage werden es zeigen - und ueber die Zukunft der Menschheit entscheiden.

    Es geht der Bush-Junta (und dem CFR) einzig um die Durchsetzung ihres vermeintlichen Anspruches auf die uneingeschraenkte Weltherrschaft.

    Leider jedoch wuerde diese Weltherrschaft auch das Ende der Menschlichen Zivilisation, so wie wir sie heute kennen, bedeuten. Genetisch geschaedigten Menschen staende kaum eine lebenswerte Zukunft bevor.


  22. Nach oben   #262

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    Momentan ist es noch KALTER KRIEG

    Den USA passt natuerlich der Russische Widerstand gegen die US-Kriegshetze gegen den Iran, (UN-Sanktionen / "...notfalls auch im Alleingang" (Burns) ).

    Gasprom, die lediglich auch bis in das Endverbrauchergeschaeft mit einsteigen will, hat durchaus ein berechtigtes Interesse.

    Dass jetzt in der West-Presse schon wieder gegen Russland agitiert wird, obwohl Gasprom ausdruecklich betont hatte, sich an die Lieferverpflichtungen zu halten, stellt ebenfalls seitens der USA-CFR-dominierten Presse eine VORBEREITENDE PROPAGANDA gegen Russland dar, um Stimmung fuer den Fall eines bewaffneten Konfliktes zu schaffen.

    Jedes Mal, wenn die USA ein Land anzugreifen beabsichtigen, dann laeuft dem Angriff eine lang anhaltende Propaganda voraus. Dies sind absolut WARNZEICHEN, die nicht verniedlicht werden sollten !

    Studien besagen, dass sich die USA in den kommenden 30 Jahren permanent im KRIEG befinden werden.

    Der eigentliche Gegner der Freien Laender sind wohl weniger die USA, als vielmehr der CFR, der die US-Regierung VOLLSTAENDIG unterwandert hat, oder klar ausgedrueckt 1. Lord Rothschild, 2. David Rockefeller, 3. ... etc. - es sind so gesehen sehr wenige Einzelpersonen, die die ganze Welt bedrohen.

    Aber welches wird NACH dem Iran das naechste Ziel sein ?

  23. Nach oben   #263

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    256 Bit Schlüssel

    Sehr geehrter Herr Rumpelstilz1 ,

    meiner Meinung nach kann auch ein 256 Bit Schlüssel geknackt werden durch einen findigen Geheimdienst. Dass was die noch nicht können sind 1024 Bit Verschlüsselung.

    Gruss
    Insider

  24. Nach oben   #264
    Avatar von Sandra
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    BS Defenser hahah

    Die Sicherheitssoftware zB. fuer E Banking heisst BS Defenser (andere Softwares wuerden garnicht funktionieren bei den hiesigen Banken) das Ding kauf man bei der Bank (Lizens USD 50). Gestaltet und Vertrieben wird es von einer Firma die dem FSB gehoert. Nach russischem Gesetz haben diese auch die Schluessel soviel zu Schluesseln . Ich vermute dass auch alle anderen Softwares (resp. die Schluessel) irgendwann frueher oder spaeter immer entweder geknackt werden oder einfach gekauft werden. Egal wer die Produziert. Bekanntlich hat auch Microsoft seine Hintertuere...dreimal Raten fuer wen. Am Sichersten ist noch Unix! Interessanterweise funktioniert BS Defenser nur mit Explorer aber nicht mit Firefox .

  25. Nach oben   #265

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    Mini-Nukes nur eine "Mini"-Bedrohung ?

    Der Ungluecksfall in Tchernobyl verdeutlicht sehr gut, mit welchen Waffen sich die USA beschaeftigen. Es handelt sich dabei um sogenannte:
    "Mini-Nukes".

    Der Einsatz dieser sogenannten "Mini-Nukes" - ohne "Mini"-Wirkung, sondern mit rund 80 % oberirdischem Fall-Out, wurde in den letzten Tagen und Wochen wiederholt von der Bush-Junta dem Iran angedroht.

    Nachstehender LINK wurde von jedoch von US-Spezialisten (Medizinern) mit entsprechendem Zugang zu US-Daten und Berichten verfasst.

    Nachdem zu den Kriegsvorbereitungen durch die USA jedoch immer auch Propaganda-Campagnen gehoeren, darf sich KEIN Land sicher fuehlen, das Ziel dieser Propaganda-Campagnen ist. Bei der CFR-Bush-Junta im Visier zu stehen - und intern zur "Axis of Evil" gezaehlt zu werden, laesst nur zwei Alternativen:

    1) man begibt sich freiwillig in die Versklavung durch das US-Grosskapital und deren Unterdrueckung - mit allen seinen Folgen: Entrechtung, Schwaechung der eigenen Wirtschaft mit einhergehender rapider Zunahme der Arbeitslosigkeit und Mittellosigkeit

    oder

    2) ein Land versucht sich zu schuetzen, gibt den USA nicht nach - und entwickelt Waffen, die der One-World-Diktatur den Traum von einer Alleinherrschaft zum Alptraum werden laesst (wie z.B. die lenkbaren Traegersysteme - oder als Defensiv-Waffe die M1)

    Das Nuclear Posture Review 2002 nennt 5 neue Laender als potentielle Ziele fuer US-Atomwaffen. Ausser Russland und China werden ausdruecklich auch Nordkorea, Irak, Iran, Syrien und Lybien benannt.(Seite 3)

    Dies bedeutet, dass Russland trotz der besonnenen und friedlichen Politik all der letzten Jahren nicht von der Liste moeglicher Nuklear-Angriffsziele verschwunden ist. Ganz im Gegenteil, in den letzten 1 1/2 Jahren hat sich die US-Polemik und Propaganda gegen Russland ganz erheblich verschaerft.

    Aber bitte - hier ist der LINK:


    http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden...kerknacker.pdf


    Trotz Sperrvertrag fuer Atomtests nehmen die USA im Juni 2006 erneut Tests mit Atombomben vor - in der Wueste von Nevada. Dies ist keine "Schwarzseherei" von Rumpelstilz, da die Tests als Lichtblitz von Las Vegas aus sichtbar sein werden - wird dies im Juni wohl durch die Presse gehen, alles laesst sich schliesslich nicht unterdruecken.



  26. Nach oben   #266

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    Hier eine Antwort ..

    auf meine eigene Frage (#249), ob den US-Truppen in Usbekistan erfolgreich die Tür gewiesen wurde:

    Zitat Zitat von freitag
    Partei- und Partnerwechsel

    Zuweilen entsteht der Eindruck, Islam Karimow hat die Amerikaner aus dem Land geworfen, um sich Russland mit einer Vehemenz zu nähern, wie es seit der Unabhängigkeit von 1991 kaum je für möglich gehalten wurde. Im November 2005 wurde gar ein russisch-usbekischer Vertrag geschlossen, der unter anderem vorsieht, dass sich die Vertragspartner im Falle einer Aggression gegenseitigen Beistand leisten (Artikel 2). Auch besteht fortan ein Nutzungsrecht militärischer Objekte im jeweils anderen Land (Artikel 4). Diese verblüffenden Konzessionen und der plötzliche Kurswechsel Karimows - vom Partner Washingtons zum Alliierten Moskaus - ließen aufhorchen.

    [...]

    Als vor genau einem Jahr auch noch amerikanische Kritik an der blutigen Niederschlagung des Aufstands in Andijan zu hören war, handelte Karimow. Offenkundig wollte er aufgegebenen außenpolitischen Spielraum zurückgewinnen, bevor mögliche Machtkämpfe um seine Nachfolge ausbrechen. Der Präsident soll krank sein und sich daher seit längerem darum bemühen, seine Tochter Gulnora Karimowa - ihr werden exzellente Verbindungen zum russischen Energieriesen Gazprom nachgesagt - als unangefochtene Thronerbin zu installieren.

    Usbekistan kommt eine geopolitische Schlüsselrolle zu: Es grenzt an alle anderen ehemaligen Sowjetrepubliken in der Region sowie an Afghanistan und ist mit rund 27 Millionen Einwohnern das bei weitem bevölkerungsreichste Land Zentralasiens. Wirtschaftlich gut geht es den meisten Usbeken indes nicht - trotz jährlicher Wachstumsraten von mehr als sieben Prozent. Während in Kasachstan das Bruttosozialprodukt pro Kopf bei 1.520 Dollar liegt, erreicht Usbekistan nur 310 Dollar und damit in etwa das Niveau des Nachbarn Kirgistan. Staaten wie Iran, Georgien oder Aserbaidschan, sogar das bevölkerungsreiche und rohstoffarme Pakistan liegen noch vor Usbekistan. Das Warenangebot in den Geschäften ist dürftig, selbst in der Hauptstadt Taschkent, mit über zwei Millionen Einwohnern immerhin die größte Kapitale Zentralasiens. Kein Vergleich zu Kasachstans Almaty, das inzwischen teilweise an westliche Metropolen erinnert. Die ökonomische Misere war auch der Grund für den Aufstand von Andijan, nicht die "Subversion islamistischer Gruppen", wie die Regierung glauben machen wollte.

    Es ist nach dem Bruch mit den USA nicht mehr auszuschließen, dass Russland den einstigen US-Stützpunkt in Khanabad übernehmen kann. Sicher ist, dass russische Unternehmer verstärkt in Usbekistan Fuß fassen wollen. Im Gegensatz zu westlichen Investoren kennen sie die im Vergleich zu Sowjetzeiten kaum veränderten Wirtschaftsstrukturen des Landes genau. Und bei der Bekämpfung eines islamischen Widerparts findet Karimow in Putin einen ebenso resoluten Verbündeten wie einst in George Bush: Russlands Präsident ist kaum dafür bekannt, radikal-islamische Gruppen mit Samthandschuhen anzufassen.
    Also noch ein Dorn im Fleisch der "Amis", - dessen andere Seite nur leider ebenfalls piekst, nämlich die eigene Bevölkerung. Dennoch: Die USA - nicht irgendwelche Provinzdiktaturen - sind die größte Bananenrepublik, die „ihr“ Geld (gemeint ist natürlich das ihrer weltweiten Arbeitskolonien, genannt Handelspartner) ins Militär pumpt, statt (wenigstens) ihren eigenen Armen zu helfen. Diese Armee soll nach Hause gehen und Konversion lernen: Land urbar machen (auf biologisch !, für die Zeit nach Peak-Oil), Solarkraftwerke bauen, ihre Atomwaffen bewachen, - nach New York marschieren und den CFR auflösen. In Eurasien braucht man keine GIs.

    Good riddance for them - ANYWHERE outside of U.S.A


  27. Nach oben   #267

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    Noch ein Klaeff-Koeter

    Auszugsweise aus dem "Der Spiegel" zitiert ... und kommentiert (frei nach Rumpelstilz' Meinung, der zuvor auch noch die Biographie von McCain und seine Reden bei der Muenchner Wehrkundetagung nachgelesen hat - und dabei McCain's Opposition zu Russlands G8 Praesenz unterstrich):

    Zitat Zitat von Senator McCain
    ...die Menschen überall suchen bei den USA und Europa Einheit und Führung. Sie wissen, dass wir nicht nur unserem begrenzten Eigennutz nachlaufen, sondern den Segen der "Freiheit" für alle erstreben. Sie wissen, wie wir auch, dass der Rahmen unserer Betätigungen mit Zwangsläufigkeit ehrgeizig und weltumspannend ist. ...
    Niemand sucht die Fuehrung der USA, die ihr Demokratie-Defizit mit mit der getuerkten Wahl von Bush, aber auch mit dem inszenierten 9-11 und dem Patriots Act und dem Homeland Defense-Act unter Beweis gestellt haben.

    Zu den natürlichen Bereichen der Zusammenarbeit der transatlantischen Partner gehört die Förderung der Demokratie. Die USA wie auch Europa haben schon lange diplomatische Mittel genutzt, um die Demokratie zu bestärken.
    Das Wort "DEMOKRATIE" aus dem Munde eines US-Politikers ist bereits eine Bedrohung der Freiheit und wirklich demokratischer Verhaeltnisse. Eine "Demokratie" nach US-Vorbild, bei dem alle Praesidentschaftskandidaten Mitglied des CFR sind, ist bereits eine Bedrohung fuer die Freie Welt.

    Die USA haben sie direkt seit der Schaffung der Nationalen Stiftung für Demokratie in der ersten Amtszeit von Präsident Reagan gefördert, ... , und die EU hat einen Demokratiefonds eingerichtet...
    dass erhebliche Mehrheiten der Bürger in den USA und in Europa die Förderung der Demokratie unterstützen, und diese Unterstützung zeigt sich heute an den Vorschlägen für Stiftungen zur Förderung der Demokratie in Spanien, Litauen, und im Europaparlament.
    Diese Rabulistik zeigt bereits, dass nachdem bereits demokratische Verhaeltnisse existieren, erst eine "Demokratie" nach US-Massgaben errichtet werden soll - d.h. eine wirkliche Demokratie durch Methoden des CFR in eine Reinstdiktatur unter dem Mantel der "Demokratie" errichtet werden soll. Weshalb wohl findet die demokratisch gewaehlte HAMAS nicht den Segen der USA - doch wohl weil sie demokratische gewaehlt wurde. Wenn man wirklich Demokrat ist, dann muss man auch ein unangehmes Ergebnis respektieren.

    ... Aufblühende Demokratien, Dissidenten, die unter Unterdrückung leiden, und reformerische Regierungen auf der ganzen Welt sollen wissen, dass sie auf unsere Unterstützung bauen können - in diplomatischer, finanzieller, technischer und in moralischer Hinsicht.
    Damit ist wohl gemeint, nach der Orangenen "Revolution" unter McCain eine Birken-"Revolution" mit Hilfe von NGOs diplomatisch, finanziell, technisch (d.h. incl. Medien) und moralisch (schon wieder Medien) zu unterstuetzen.

    ...Am meisten treibt derzeit wohl Iran die Führer der Welt um. Ich glaube, dass wir alle uns der Gefahr bewusst sind, die ein nuklear bewaffnetes Regime in Iran darstellen würde. Iran ist ein langjähriger Unterstützer des internationalen Terr*rismus. Ein Iran, der durch ein nukleares Arsenal und die Raketensysteme für den Transport dieser Waffen ermutigt wäre, würde sich durch nichts daran gehindert fühlen, noch tödlichere Angriffe zu unterstützen.
    Dies ist polemische Angstmacherei, US-eigene Stellen haben publiziert, dass der Iran in den naechsten 10 bis 15 Jahren keine Atombomben bauen kann.

    Irans Rufe nach dem Tode Amerikas und der Auslöschung Israels zeigen, wo seine Liste der Feinde anfängt - aber sicher nicht, wo sie aufhört. Die nukleare Gefahr reicht über die Möglichkeit des Terr*rismus hinaus; die Schritte Irans könnten die Türkei, Ägypten, Israel, Saudi-Arabien und andere verleiten, ihre Verteidigungspolitik und -arsenale zu überdenken. Iran besitzt schon jetzt ballistische Raketen, die in der Lage sind, wichtige Hauptstädte Europas zu erreichen,
    Israel auszuloeschen - McCain, haelt er denn wirklich alle fuer so dumm. Israel auszuloeschen heisst auch die dort lebenden Palestinenser auszuloeschen und das Land fuer Palestinenser unbewohnbar zu machen. Nur eigene Dummheit kann andere fuer dumm halten.

    ...einer Einbindung in die Weltgemeinschaft. Aber weil er diese Angebote abgelehnt hat, lässt uns Iran keine andere Möglichkeit als die, strengere Maßnahmen zu ergreifen, angefangen mit einem sofortigem Handeln des Uno-Sicherheitsrates. ...Bei der Ergreifung dieser Mittel sollten China und Russland wissen, dass ihre Entscheidungen in der Iranfrage zum Testfall für unsere Beziehungen werden könnten. Wir müssen uns alle Möglichkeiten offen halten. Ich sage nicht, dass militärische Gewalt in diesem Augenblick notwendig ist ...
    In diplomatischer Sprache ist dies eine unverhohlene Drohung an Laender auf einem anderen Kontinent.

    In Iran unterstützen die transatlantischen Partner die Sehnsucht der Bevölkerung nach Freiheit und Demokratie, ihre Hoffnung auf Wandel,
    Etwa "demokratisch" wie bei dem durch Vize-Direktor der CIA Vernon Walters durchgefuehrten Putsch gegen Mossadegh im Iran (oder bei der Ermordung von Herrn Herrhausen - dto. Vernon Walters)

    Die iranische Nuklearfrage wird ein Testfall für unsere Beziehungen mit Russland werden, und ich hoffe, dass Moskau in dieser Lage das angemessene Format zeigt. Selbst angesichts der Möglichkeit, seine Stellung in Iran zu verbessern, ist es Russland nicht gestattet, alle anderen Belange ungerührt zu übergehen. In den letzten Jahren hat Moskau eine zunehmend Besorgnis erregende Außen- und Innenpolitik betrieben, und diese Entwicklungen könnten sich noch verschlimmern. Allein in den vergangenen Monaten hat Russland seine natürlichen Gasreserven ausgenutzt, um die demokratische Ukraine in der Mitte des Winters zu bestrafen, ..., Embargos gegen den Import von Wein aus Moldawien und Georgien verhängt, die Hamas nach Moskau eingeladen, öffentlichen Widerstand gegen Sanktionen gegen Iran ausgedrückt, und verschiedene Schritte für eine Verbindung von Nord- und Süd-Ossetien unternommen. Der Kreml verfolgt im Inland eine größere Autokratie und untergräbt im Ausland die Demokratie. Er scheint seine Interessen in der Schwarzmeerregion und in Zentralasien in den Kategorien eines Nullsummenspiels zu sehen wie im 19. Jahrhundert. Aus diesen Gründen habe ich schon in der Vergangenheit große Zweifel an der Entscheidung anderer G8-Staaten ausgedrückt, Russland das Prestige zu übertragen, das mit der Ausrichtung des Gipfels von St. Petersburg einhergeht.
    In meinen Augen ist John McCain ein scheinheiliger Luegner, Kriegstreiber, der die Wahrheit verdreht (=um die demokratische Ukraine in der Mitte des Winters zu bestrafen). McCain ist NICHT ZU TRAUEN ! Er mag sich zwar die Sporen im CFR verdienen - aber nicht umsonst sind die Mitgliedschaften des CFR offengelegt worden. Wenn die Welt in Frieden und Freiheit leben will, dann ist das nur ohne den CFR moeglich.

    ... Diese Konflikte dauern auf Grund der russischen Politik und auf Grund russischer Unterstützung für illegale Separatisten an. Auch andere Themen müssen angesprochen werden, darunter Russlands räuberischer Gebrauch von Energiereserven und seine Umkehrung der Demokratie im eigenen Land.
    Nein, das U E B E L dieser Welt sind die USA, eine kriminelle, raeuberische Nation, alleine schon Oel zu "kaufen" mit einem faulen Dollar ist Betrug. Die Welt wird erst in Frieden Leben koennen, wenn Verbrecher wie McCain, Bush und die ganze CFR-Junta nicht mehr existiert.



  28. Nach oben   #268

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    Der dicke Cheney

    Danke an Russland.RU auch ein Bild von Cheney abzubilden. Wer aus Physiognomien lesen kann, weiss was der haengende linke Mundwinkel bedeutet.

    Zitat Zitat von russland.RU |4.5.2006 |

    Dick Cheney poltert gegen Russland

    Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat US-Vizepräsident Dick Cheney die russische Energiepolitik kritisiert. Auf dem EU- und NATO-Nachbarschaftsgipfel in Vilnius warnte Cheney die russische Regierung am Donnerstag davor, die Rohstoffvorräte des Landes als Waffe einzusetzen. Öl und Gas dürften nicht "zur Beeinflussung oder Erpressung" politischer Ziele eingesetzt werden.

    Cheney bezog sich auf den vorübergehenden Stopp von Gaslieferungen an die Ukraine zu Jahresbeginn, die auch in Europa zu spüren waren. Bestimmte Vorgehensweisen Moskaus seien "kontraproduktiv" und könnten irgendwann die Beziehungen zu anderen Ländern beeinträchtigen, warnte Cheney. ...
    Das mit dem WARNEN ist eine Einmischung in dei Angelegenheiten eines fremden Staates.

    Aber davon einmal abgesehen - mit meiner UNamerikanischen Sicht der Dinge muesste der dicke Cheney mir wohl erklaeren, was Recht ist - und ob mit seiner Rechtsauffassung die USA ein Rechtsstaat sind:

    Er kritisiert, dass Russland die Gaslieferungen an die Ukraine eingestellt hatte.

    Wie verhaelt sich so etwas mit normalem Rechtsverstaendnis ?

    Mal angenommen:

    Eine Tankstelle erhoeht die Preise, weil der Marktpreis generell angehoben wurde. Fahre ich UNamerikanischer Buerger an die Tankstelle und will Benzin tanken - aber zum alten niedrigen Preis. Sagt mir also der Tankstellenpaechter, dass er mir kein Benzin zum alten Preis gibt.

    Habe ich dann das Recht, einfach zu tanken und ohne zu bezahlen, loszufahren ?

    Habe ich kein Rechtsverstaendnis ?

    Oder hat der dicke Cheney KEIN Rechtsverstaendnis ?


    Jedoch geht die Hetze gegen Russland unter Verdrehung der Tatsachen weiter. Nicht Dick Cheney's Sichtweise ist das Himmelreich - sondern Russland ist ein souveraener Staat - und die Applizierung von Marktpreisen entsprechen ganz und gar den Forderungen der WTO. Ergo hat Russland voellig zu recht gehandelt.


  29. Nach oben   #269

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    Wto

    Und derartige Herrschaften intrigieren also gegen Rußland und wollen seine Aufnahme in die WTO verhindern (!). Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken, ob nicht die USA aus der WTO auszuschließen wären. Vielleicht würde aus diesem Verein zur restlosen Zerstörung jedweder Subsistenzwirtschaft und zum korporativen Racketeering dann endlich eine Organisation zur Abgleichung der Interessen von Völkern.



    Emmanuel Todd erklärt in seinem Buch „Après l’empire“ (Weltmacht USA, ein Nachruf) aus der Traditionsentwurzelung der US-Einwanderer-Gesellschaft (die, wie er es sagt, ein koloniales Experiment repräsentiert, das zwar bislang ungemein erfolgreich war, aber eben auch noch nie ernsthaft auf die Probe gestellt wurde), wie unter US-Obereinfluß die internationale Wirtschaftswissenschaft sich wegentwickelt hat von einer Lehre von der Bewirtschaftung knapper Güter hin zu einer Wachstumsreligion. Ich finde, diese Beobachtung trifft zu 100%. Und das wichtigste Axiom, an dem man das festmachen kann, ist der Umstand, dass ein Diktum, wie das, das ich bei Hermann Scheer (MdB-SPD, Präsident von EUROSOLAR und des WCRE = World Council ror Renewable Energies) las, unter der Ägide der US-gelenkten WTO niemals akzeptiert würde. Will die Menschheit in den kommenden Jahren überleben, wird sie es aber begreifen müssen.

    Öl & Ressourcen, Boden und ökologische Potentiale sind keine marktwirtschaftsfähigen Güter, da begrenzt vorhanden und keinesfalls, oder nur in engen Grenzen, regenerierbar. Sie gehören daher bewirtschaftet und nicht ausgebeutet. Ein internationales Handelssystem, das das nicht beherzigt, sondern systematisch das Gegenteil organisiert, ist eine Todesmaschine, und alle Gelehrsamkeit seiner Apologeten ist Nekro-sophie, keine Wissenschaft, sondern eine Logik des Todes.

    Von daher wundere ich mich ein bißchen, dass es Rußland überhaupt in die WTO zieht. Ich erkläre mir das nur damit, dass man die Boote entern muß, um sie zum Abdrehen zu zwingen.



    P.S.: Frage an Herrn Rumpelstilz: Was bedeutet der hängende Mundwinkel Cheneys?

  30. Nach oben   #270

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    Zwei Antworten

    Zitat Zitat von Quenzjor
    ...Öl & Ressourcen, Boden und ökologische Potentiale sind keine marktwirtschaftsfähigen Güter, da begrenzt vorhanden und keinesfalls, oder nur in engen Grenzen, regenerierbar. Sie gehören daher bewirtschaftet und nicht ausgebeutet. ...Nekro-sophie, keine Wissenschaft, sondern eine Logik des Todes.

    P.S.: Frage an Herrn Rumpelstilz: Was bedeutet der hängende Mundwinkel Cheneys?
    Agragflaechen, wie sie sich die Immigranten in den USA als Claims abstecken durften, um Land in Eigentum ! zu nehmen, das von den Indianern als Lehen verwaltet wurde, ist eben auch nur ein Ausgrenzen der nicht-besitzenden Bevoelkerung. Aber vielleicht haben ja die Amis herausgefunden, wie man Land vermehrt - Land einfach in den Himmel bauen . Also ist das in Russland aus der Zeit des Sozialismus uebernommene System, keine Laendereien aufkaufen zu koennen - sondern Land gehort dem Land Russland - nur auf Nutzungsdauer darf gepachtet werden (49 Jahre, falls ich mich richtig erinnere). Also wie bei den Ureinwohnern Amerikas das richtige Prinzip.

    Jedoch darf Grund gekauft werden, wenn man darauf Werte schafft, Fabriken, Haeuser ... sonst wuerde der Bereich Real-Estate in Russland nicht so florieren. Also eine Mischung aus privat-/marktwirtschaftlich und der vernuenftigen Begrenzung.

    Haengende Mundwinkel - linke Seite (Verstandes-Seite) entspricht extremster Verachtung gegenueber allen anderen - ausser gegen sich und seine Interessen.


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