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Thema: Wahlen 2008

  1. #1
    Avatar von Sandra
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    Wahlen 2008

    Seit anfang Januar mehren sich die Berichte in den russischen Medien zum Thema “Praesidentenwahl 2008”.
    Nach meiner Meinung ist dies grober Unfug, was soll das drei Jahre vor den Wahlen mit wilden Spekulationen das Land zu ueberziehen.
    Zudem ist es sicherlich nicht hilfreich in einem solchen Klima als gewaehltes Organ zu arbeiten. Groebster Populismus.
    Sollen doch zuerst die jetzt gewaehlten Organe ihre arbeit ordentlich machen, dass waere besser als wild geruechte zu streuen, die eigentlich ausser dem der sie streut, wohl kaum jemanden drei Jahre vor der Wahl interessieren.
    Irgendwie ein Kindergarten, wie fuenfjaehrige die jeden Tag fragen „wann ist Weihnachten?“
    Was meint Ihr dazu?

  2. Nach oben   #2
    northstar
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    Nun, dieses ist kein rein russisches Phänomen. Auch in Deutschland (und sicherlich auch in anderen Ländern) beschäftigt sich die Presse mit Prognosen und teilweise Spekulationen bzgl. der politischen Entwicklung.

    Zwar hat sich die politische Lage in Rußland stabilisiert, aber das Parteingefüge noch nicht langfristig verfestigt. Und Putin ist auch zu jung und zu "erfolgreich", um in drei Jahren vollständig von der politschen Szene abzutreten. Genug Stoff also, für Analysen, Meinungen, Prognosen und auch Spekulationen.

    Zudem nähren auch die Politiker durch ihr Verhalten die Spekulation. Politik ist ein Prozeß, in dem die Politiker auch über ihre eigene Perspektive entscheiden, vor und hinter den Kulissen. Das sollte auch beleuchtet werden können. Sicherlich gibt es auch mal "bestellte" Artikel; auch das ist (negative) Politik.
    Schlußendlich entscheidet der Leser, ob und welchen Berichten er Beachtung schenkt.


  3. Nach oben   #3

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    Es ist merkwürdig,wenn Opposition ihre Munition so frühzeitig verballert...
    Ich denke,dass Washington bereits Geld für eine Revolution überwiesen hat.
    Und nun stecken die Geldempfänger in der Klämme:sie müssen das Geld irgendwie abarbeiten...Also beginnen sie das alte Lied über die dritte Amtszeit des Präsidenten...
    Verdammte Wervaltungsfehler! Sogar im Weisen Haus!

  4. Nach oben   #4

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    Statt sich mit den Präsigdentnewahlen zu beschäftigen, sollten sich die Medien dem widmen was zur Zeit in russland pasiert. Z.b die einführung der sieben prozent hürde für die Duma z.b. Oder dem fakt dass die natianlistische Organisation "Naschi" in den ORT Nachrichten gelobt wird.
    Man sollte nicht nur darüber sprechen was in drei Jahren sein soll sondern mal die heutige Lage der Demokratie betrachten. Wird mal Zeit dass die Russischen Medien ihren Pflichten als vierte Gewalt im staat nachkommen. Bis jetzt haben dies die meisten zumindest ganz gut verfehlt, ob freiwillig oder unfreiwillig ( NTW).

  5. Nach oben   #5
    Avatar von Sandra
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    Vernachlaessigen von Pflicht!

    Wuerden die Fernsehsender diese Pflicht vernachlaessigen haetten wir weniger Infos die eigentlich noch keiner will oder braucht. Jeder Fernsehsender kocht bei der "Vordebatte Wahl 2008" sein eigenes Sueppchen aber eben zu verfrueht.
    Die 7 Prozent Huerde regt hier niemanden auf, wie auch bei der Zusammensetzung der Duma. Die Duma hat den Stellenwert im Bewusstsein der Bevoelkerung den sie verdient, im Grunde keinen!
    Ausser den auslaendischen Journalisten, versteht jeder in Russland das ein Gesetz nur in Kraft tritt wenn der Praesident die Unterschrift leistet und oft genug verschwinden Gesetze so mehr oder weniger sang und klanglos wieder in der Schublade. Zudem wie in Italien auch, versteht jeder Gesetz ist das eine, durchfuehrung nochmals was ganz anderes. Wuerde immer alles so umgesetzt werden wie es im Gesetz steht, wuerde schon laengst das Chaos ausgebrochen sein.
    Allerdings drei Jahre vor der Wahl, andauernd in die Kerbe "kann auch bei uns eine orange Revolution drohen" etc. dreschen, halte ich fuer mehr als Imformationspflicht. Jeder weiss, es gibt Dinge die kann man wenn sie nicht existieren einfach herbei reden! Russland braucht tatsaechlichh in erster Linie einmal Stabilitaet, dies ist auch im Sinne des Volkes und der umliegenden Laender. Hier versucht einer vorab, etwas zu destabilisieren, was soweit stabil ist.

  6. Nach oben   #6

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    Übrigens,es gibt viele Länder,die eine ähnliche prozentuelle Hürde haben.
    Diese Länder sind auch Mitglieder der EU und Nato.
    Und sie gelten auch als demokratisch

    P.S.:es gibt sogar Länder,die eine höhere als 7% Hürde haben.

  7. Nach oben   #7

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    Ist doch schön so . . . !

    Zitat Zitat von Buratino
    Es ist merkwürdig,wenn Opposition ihre Munition so frühzeitig verballert...
    Ich denke,dass Washington bereits Geld für eine Revolution überwiesen hat.
    Und nun stecken die Geldempfänger in der Klämme:sie müssen das Geld irgendwie abarbeiten...Also beginnen sie das alte Lied über die dritte Amtszeit des Präsidenten...
    Verdammte Wervaltungsfehler! Sogar im Weisen Haus!
    Ist doch schön so ! Geld futsch ! Effekt futsch !

    Aber einmal eine ernsthafte Frage.
    Wer wäre denn in der Lage den Amerikanern besser standzuhalten als Putin ?

    Durch seine frühere Tätigkeit für Russland verfügt er über eine Kenntnis der Dinge, die Russland nur von Nutzen sind. Ich betrachte die Dinge natürlich mit etwas Abstand. Lange Zeit hatte ich in einem Land mit "gelenkter Demokratie" gelebt. Nur ist mir eine weise Diktatur lieber - als z.B. eine sogenante Demokratie à la Kohl.

    Was ist denn eine Demokratie wert, in der Leser einer Bild-Zeitung das gleiche Stimmrecht haben, wie ein informierter Wähler ? Meiner Kenntnis nach ist das einzige Land der Welt, das eine Demokratie hat (und sie beginnt bereits auf kommunaler Ebene) die Schweiz. (Keinesfalls Deutschland - denn BRD heißt nur: Bananen-Republik + Diktatur ).

    Ich werde ja 2008 nicht wählen können - aber andere überzeugen !

    Und nun noch meine Bemerkung an Buratino:
    Der Ausdruck "Sogar im Weisen Haus" verdient SOFORT die Aufnahme in die Liste der besten Witze. Von "weise" kann bei den Amerikanern wohl nicht die Rede sein. ( Извините - знаю что только опечатку )
    Die Rolle der Amerikaner ist übrigens längst bekannt. Sogar in der Ukraine.

  8. Nach oben   #8

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    Ja,Schweiz ist ein gutes Beispiel für Demokratie.vielleicht ist sie nicht perfekt,aber jedenfalls das beste Demokratiemodell.
    Wenn man in Russland den Zustand der Demokratie kritisiert,dann kritisiert man fälschlicherweise den Kreml.Demokratiedefizit ist aber nicht im Kreml,und auch nicht in Moskau.Es ist in der Provinz.Auf der regionalen Ebene hat man kein parlamentarisches System etabliert.Der Gouverneur ist eine Art Zar.Er kann weder von Putin,noch von den Wählern abgesetzt werden.Also,ein Mal
    gewählt,bleibt man für mehrere Jahre ein Herrscher.In der Zeit etabliert man in den Medien und in der Verwaltung eigene Leute/sog.Administrativer Ressourse.Mit diesen Leuten gewinnt derjeniger Herrscher auch die nächste Wahl.Hinzu kommt ständiger Gelddefizit,weil den Bundesländern zuwenig Geld zu Verfügung bleibt/Großteil der Steuerabgaben geht ins Bundeshaushalt nach Moskau.Zur Verfügung stehendes Geld ist um so wertvoll.Und der Gouverneur mit seiner Verwaltung um so mächtiger...
    Das ist ein Riesenproblem und die Ursache für Korruption.Und es scheint,dass Putin kein Rezept hat,um das Problem zu lösen,ausser der Zentralisierung.
    Ich kann deswegen diesen Wirbel um Putin nicht verstehen...
    Kommen moskauer Journalisten nicht aus der Hauptstadt raus?
    Die bevorstehende administrative Reform ist eine große Aufgabe.Ob Putin,oder ein Anderer,jemand muss sie anpacken,und je schneller,desto besser.

  9. Nach oben   #9

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    W i d e r s p r u c h

    Zitat Zitat von Buratino
    Ja,Schweiz ist ein gutes Beispiel für Demokratie.vielleicht ist sie nicht perfekt,aber jedenfalls das beste Demokratiemodell.
    Wenn man in Russland den Zustand der Demokratie kritisiert,dann kritisiert man fälschlicherweise den Kreml.Demokratiedefizit ist aber nicht im Kreml,und auch nicht in Moskau.Es ist in der Provinz.Auf der regionalen Ebene hat man kein parlamentarisches System etabliert.Der Gouverneur ist eine Art Zar.Er kann weder von Putin,noch von den Wählern abgesetzt werden.Also,ein Mal
    gewählt,bleibt man für mehrere Jahre ein Herrscher.In der Zeit etabliert man in den Medien und in der Verwaltung eigene Leute/sog.Administrativer Ressourse.
    .
    Demokratiedefizit ist nicht im ...
    Nein, das eigentliche Defizit an Demokratie und Demokratieverständnis entsteht IM KOPF !
    Man setze einen Russen in die Schweiz - und sage ihm, er solle das fortführen, was in der Schweiz bereits besteht. Nur fortführen ! Nicht einmal schaffen.
    Und nun soll Putin das schaffen - mit rund 150 Millionen Bürgern ? Was erwartet ihr denn alle von ihm ? Übermenschliches ?

    Steckt doch eine Wegstrecke ab, sagt Euch: diesen Teil des Weges wollen wir erreichen - aber dann führt die Schritte auch aus. Erwartet nicht nur immer alles vom Staat. IHR seid der Staat. Setzt Euch erreichbare Ziele.

    Das Wort Demokratie wird in fast allen Ländern der Welt mißbraucht - selbstverständlich auch in dem Land, in dem am lautesten geschrien wird - aber ich kenne nur die Schweiz als Demokratie -- natürlich mit mündigen Bürgern !
    Daher, nehmt Euch eine Wegstrecke vor, setzt realistische ziele - seid aber dann auch mit der erreichten Etappe zufrieden - und setzt ein neues Ziel
    Auch das Bundesdeutsche Geplapper aus dem CDU-Lager von Russland solle eine Demokratie werden -- dabei existiert in Deutschland keine Demokratie - sondern eine Verwaltungsdiktatur.

    Einverstanden, ich halte von Herrn Putin sehr viel, er mag innenpolitisch Hemmnisse haben, in den großen Linien Russland zu verteidigen, hat er völlig recht - und Russland könnte in dieser Beziehung keinen besseren haben. Sofern ihr mit mir einer Einschätzung seid, dass die Rettung Russlands vor der US-Dominanz die wichtigste Aufgabe darstellt, so anerkennt, dass er in dieser Hinsicht keine Fehler gemacht hat - und so etwas ist selten.

  10. Nach oben   #10
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    Tja, wo was dran ist...

    stimme Rumpelstilz einer Beziehung vollkommen zu, eine Welt ohne Russland waere leider eine Amerikanische Welt.
    Das muss nun wirklich nicht sein. Neben den Franzosen scheinen dies auch Schroeder und Co. einzufallen. Aber ob die Merkel das schnallt . Also koennen wir auch wenn es bessere gaebe wohl doch nur dem Gerhard die Daumen druecken. Obwohl, stellt Euch vor die waehlen Lafontaine Nun bleibt uns nur zu hoffen, dass den USA mal endlich die Puste ausgeht, dann duerfte die Welt und viele armen Staaten endlich mal etwas zur Ruhe kommen. Die amerikanisierung ist weit gekommen aber Europa mit Russland koennte dem tatsaechlich Einhalt gebieten.

  11. Nach oben   #11

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    Die Vorstellung alleine hilft nicht ! ! !

    Liebe Sandra,

    sich eine Welt ohne die USA vorzustellen -- ist ein Wunschtraum.

    Während dort ganze think-tanks daran arbeiten, wie sie die Welt unter ihre Fuchtel bekommen, wie sie den letzten Cent aus der Tasche des Ärmsten RAUBEN um dem hemmungslosen Machtgelüste einiger Weniger zuzuarbeiten, beklagen sich im rest der Welt Intellektuelle, warum die USA denn so böse sind.

    Ich bedaure offen die Zeiten eines Комитет Госудрственной Бесопастни als diese sich noch darum bemühte ein Gegengewicht darzustellen. Ich hoffe, dass Herr Ehlers die letzten Infos in seine Veröffentlichung einarbeiten wird.

    Wir haben NICHT MEHR VIEL ZEIT uns gegen die USA zu wehren, d.h. gegen eine Clique der Ultra-Reichen, denen es darum geht die Welt zu besitzen. Einer dieser Besitz-Hebel ist das Erdoel - damit lassen sich ALLE Profits der restlichen Welt abschöpfen.

    Der von mir hochgeschätzte Präsident Putin konnte mit der martialischen Verhaftung Chodorkovskis dem Rockefeller-Clan ein Zeichen setzen. Es ging dabei nicht um Chodorkovski, der nichts anderes ist, als ein Bauer auf dem globalen Schachspiel.

    Herr Putin konnte mit Роснефт die sibirische Vorkommen für Russland sichern. Die nächste US-Attacke wird wieder im Süden erfolgen: Tchetchenien / Dagestan. Die USA betrachten Russland nach wie vor als "Erzfeind" weil sich Russland den Hegemonialbestrebungen der USA widersetzt.

    Aber überlassen wir die Ausdauer beim Schreiben herrn Ehlers.
    Ich freue mich schon heute auf seinen Beitrag.

  12. Nach oben   #12
    Avatar von Sandra
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    den USA etwas entgegensetzen

    Genau aus diesem Grunde waere es wichtig, das Europa eine andere Einstellung gegenueber Russland entwickelt. Es nuetzt nichts, wenn Gerhard und Chirac es einsehen und RTL ins Horn "Russland wie furchtbar" blaesst. Leider schauen mehr Leute RTL als sich fuer Gerhard und CO. interessieren. Vorallem sieht Russland langsamm ein, dass man seine Erdoelvorkommen selber ausbeuten muss und nicht den USA billig ueberlassen soll. Richtig, vieles im Kaukasus und asiatischen Teil Russlands geht auf das politische Konto der USA. Russland versaeumt es leider bis jetzt, dem etwas vernuenftiges entegegen zu setzen. Abwarten und aussitzen duerfte die falsche Taktik sein.

  13. Nach oben   #13

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    Traditionen fortsetzen ! ! !

    Zitat Zitat von Sandra
    Richtig, vieles im Kaukasus und asiatischen Teil Russlands geht auf das politische Konto der USA. Russland versaeumt es leider bis jetzt, dem etwas vernuenftiges entegegen zu setzen. Abwarten und aussitzen duerfte die falsche Taktik sein.
    Liebe Sandra,
    genau das meinte ich mit Besinnung auf alte Traditionen - so schlecht war das Комитет Государственной Бесопасности doch garnicht. Da haette es niemand gewagt einen Chodorkowski aufzubauen. Ich denke, dass mit Praesident Putin der Richtige an der richtigen Stelle sitzt.

    Es war noch nie Tradition in Russland etwas gross anzukuendigen. Die USA hatten sich aufgeblaeht wie ein Truthahn - waehrend Russland einfach nur Resultate zeigte. Da habe ich etwas mehr Vertrauen in den Praesidenten.

  14. Nach oben   #14
    Avatar von Sandra
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    Ach

    Und was war mit dem Schwiegersohn und der Tochter von Breschnew?

  15. Nach oben   #15

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    Zitat Zitat von Buratino
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    Das ist ein Riesenproblem und die Ursache für Korruption.Und es scheint,dass Putin kein Rezept hat,um das Problem zu lösen,ausser der Zentralisierung.
    Ich kann deswegen diesen Wirbel um Putin nicht verstehen...
    Kommen moskauer Journalisten nicht aus der Hauptstadt raus?
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    Aus diesem Post kann ich der Schluß ziehen, dass Russland faktisch ein zerfallener Staat ist, wo das Zentrum der Peripherie nur bedingt kontroliert. Hat Ex-Kagebeschnik die Lage wirklich unter Kontrolle?

  16. Nach oben   #16

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    Wenn Chodorkowski bis dahin ins Gefängnis bleibt, tippe ich auf Kasparow. Endlich braucht Rüssland ein Führer, der etwas im Kopf hat.

  17. Nach oben   #17

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    "Freidenker",ich würde das so nicht sehen.Der Präsident kann überall eingreifen,und die Situation in jedem Gebiet in Ordnung bringen.aber weil Russland so groß ist,kann der Präsident nicht in jedem Städtchen Krisenmanagement betreiben.Das wird auch leider streng juristisch nicht gerade einwandfrei,und würde damit der Presse Kritikstoff liefern.Georgien,dagegen,ist ein winziges Land,und der präsident kontrolliert nur den Regierungsviertel
    Aber auch den nicht mehr lange,denn die Opposition schärft bereits die Messer...
    Das Problem,dass ich oben angesprochen habe,besteht darin,dass es keinen verlässlichen Steuerungsmechanismus in der Provinz gibt,schlechte Politiker schnell zu entlassen,und eben für diese Zwecke Bürgeriniziativen zu gründen.
    Das ist nur ein juristisches Problem(aber sehr großes),dass im Zuge der administrartiven Reform gelosst werden soll.
    Das Problem in Georgien,dagegen,ist ein nichtexistierender Staat...
    Man sollte beides nicht verwechseln.


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