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Thema: Von China durch Russland trampen/ Visa

  1. #1

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    Von China durch Russland trampen/ Visa

    Moin miteinander,

    also mal zu meinem Plan und dem allgemeinem Verständnis. Ich möchte von Neuseeland nach Europa trampen + Schieff und fliegen über die Wasserstrecken als deutscher Staatsbürger.
    Grobe Strecke Neuseeland, Tasmanien, Australien, Indunesien, Singapur, Malaysia, Thailand, Laos, China, (Mongolei), Russland, Europa aber hier geht es mir hauptsächlich um die Einreise nach Russland.
    Da ich nun noch nicht genau weiss wann und wo ich die Grenze überqueren werde (China,Mongolei,Russland oder China Russland) möchte ich nun mal fragen ob jemand weiss wo und wie mann dieses am besten macht. Weiss jemand wie lange man mit einem Transitvisa bleiben darf in Russland oder wo man nen 2-3 monatiges Visa für Russaland in China oder der Mongolei bekommt.

    Bin sehr dankbar für sinnreiche Antworten und bin halt auch sehr auf eine Beantragung vor Ort des Visums angewiesen .

    Nen schönen wünsche ich.

  2. Nach oben   #2

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    wo man nen 2-3 monatiges Visa für Russaland in China oder der Mongolei bekommt.

    Deutscher Staatsbuerger?


  3. Nach oben   #3

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    Visumfragen

    China ist ne menge Papierkram, für ein Visum wollen die für alle Auffenthaltstage Hotelbuchungen sehen.

    Und wenns denn schon sein muß - die günstigsten Unterkünfte in den Grenzstädten findet man auf Ctrip.com wenn man sich auf Google Earth die chinesischen Schriftzeichen organisiert und dann die Webseite durch Google Translate durchjagt oder nach Englisch umschaltet.
    Da sind dann für Fake-Buchungen als auch für echte Buchungen Hostel / Motelzimmer ab 3-4 Euro pro Nacht. Das ist dann sehr basic, dort übernachten sonst nur Chinesen. Es macht aber nichts wenn man dann doch seine Reisepläne ändert... ich hatte mal Peking-Erlian-Ulan Bator angegeben, mußte dafür eine Hotelbuchung in Erlian nachweisen (PDF von der Buchung reicht) und bin dann doch erst nach Huhhot gefahren und dann weiter nach Ulan Bator.

    In die Mongolei kann man als Deutscher bis zu 30 Tagen ohne Visum bleiben. Und es gibt keine Meldepflicht.
    Visa für > 30 Tage sind so gut wie unmöglich zu kriegen, dafür ist eine mehrfache Einreise möglich.

    Für Rußland würde ich ein Business-Visum zur mehrfachen Einreise empfehlen, sowas kostet z.B. hier in Deutschland so um die 400 Euro. Das ist vollkommen problemlos erhältlich, kostet aber und dauert ca. einen Monat. Geht schneller wenn man mehr bezahlt. Und man benötigt eine Krankenversicherung die man für ca. 10 Euro kriegt. Für Transit-und Touristenvisa wollen die eine genaue Reiseplanung sehen, an die man sich vom Einreise/Ausreisedatum slavisch genau halten muß, mit einem Business Visum braucht man all das nicht und man kann bis zu 90 Tage am Stück bleiben wenn man ein Jahresvisum hat. Das machen auch die ganzen Fahrradreisenden so die durch Rußland in die Mongolei fahren oder umgekehrt.

    In Rußland gibts ne Meldepflicht wenn man sich an einem Ort länger als eine Woche aufhält, muß aber nicht geändert werden wenn man innerhalb derselben Stadt bzw. desselben Oblast mal hier und mal dort übernachtet. Hotels machen das umsonst, ansonten kommen pro Anmeldung in einer Privatunterkunft ca. 1400 Rubel zusammen. Also keep on going...

    Es gab auch mal Zeiten wo man mit einem Rußland-Visum nach Kasachstan einreisen konnte, aber in Kasachstan kann man als Deutscher mittlerweile 14 Tage lang ohne Visum rein, Kirgisien 30 Tage.

    Trampen:

    Trampen ist in China vollkommen unbekannt, jedenfalls in Privat-PKWs. Wer wer den Daumen hochhält und mitgenommen werden will, zahlt grundsätzlich erstmal, denn in China fahren unendlich viele Leute herum die sich als illegaler Taxifahrer Geld dazuverdienen. Gelegentlich hällt aber mal ein sehr gut englisch sprechender Chinese und nimmt einen dann doch im Sinne des Anhalterdaseins mit, im Gegenzug wird ein wenig englische Konversation erwartet. Das ist allerdings ausgesprochen selten.

    Wer gut Chinesisch kann, kann sein Glück bei LKW-Fahrern versuche. Nur ist der Handel mit der Mongolei - und somit auch der LKW-Verkehr - so gut wie eingefroren. In der Mongolei findet man öfters mal Trucker, die einen bis nach Ulan Bator mitnehmen könnten, in Bussen und Jeeps zahlt man grundsätzlich erstmal Geld. Am besten man probiert russischer LKWs, denn die Russen lieben das, über Stunden weg mit einem Anhalter zu reden... die einzigen Leute in der Mongolei die einen ggf. kostenlos mitnehmen, sind Nomaden, die mit ihrem ohnehin schon vollkommen überladenen LKW ihre Hab und Gut, und ihre Tiere zu anderen Weideplätzen im Schrittempo transportieren. Die sind aber nicht an der Grenze zwischen China und der Mongolei zu finden, das ist Wüste in der man keine Tiere halten kann. Die satten Weidegründe fangen nämlich erst 500 km weiter nördlich an.

    In Rußland trampen... ist nicht weiter schwierig und ich wüßte jetzt nicht dass das verboten ist, und man kann auch nicht zu fuß über die Grenzen, man muß sowieso in irgendeinem Fahrzeug sitzen. In der mongolischen Stadt Altanbulag gibts eine Myriade Autofahrer die einen für ca. 10-15 Euro auf die andere Seite nach Kjakhta bringen, oder besser noch von Ulan Bator (Busbahnhof "Dragon Center") aus kann man mit dem Bus für wenig Geld (ca. 30 Euro) nach Ulan Ude (Rußland) fahren. Das ist eine große Stadt ein paar hundert km hinter der Grenze und dauert ca. 12 Stunden.

    Oder man nimmt den Zug bis zur Stadt "Sukhbaatar" für ca. 7 Euro, kauft ein Ticket in die russische Stadt "Naushki", was weitere 10 Euro kostet und dort fährt man dann mit der Bahn weiter nach Ulan Ude. Naushki ist ein reiner Bahn-Grenzübergang, der bei Altan Bulag ist ca. 20 km entfernt und für den Straßenverkehr gedacht.

    Grenzübergänge:

    Der einzige Grenzübergang, den man überhaupt von China aus in die Mongolei nutzen kann ist in Erlian (China, Innere Mongolei)/ Zamiin Uud (Mongolei). Von Peking aus einen Tag mit dem Auto entfernt.

    Ansonsten kann man auch über die Stadt Heihe (Mandschurei, ganz im Osten) nach Rußland einreisen und von Rußland aus dann über Solovyevsk / Ereentsav Boomt (Mongolei) einreisen, von da aus ist dann Piste und die nächstgrößere Stadt mit dem Namen "Tschoibalsan" und dann geradeaus nach Western nach Ulan Bator (ca. 700 km). ist aber wenig frequentiert... eine russische Bahnlinie fährt aber 1-2x die Woche nach Tschoibalsan, von dort aus gehts dann per Bus weiter nach Ulan Bator.

    Weiter nach Rußland kann man dann im Nordosten (von Ulan Bator nördlich) über Altanbulag / Kjakhta (Rußland) fahren.
    Alternativ gibt es im Westen der Mongolei einen weiteren Grenzübergang (1400 km westlich von Ulan Bator) mit dem Namen Tsagaannuur / Taschanta (Rußland) der garantiert offen ist. Nur gibts da keinen regen Grenzverkehr wie in Altanbulag.

    Man fährt von Ulan Bator dann durch den Nordwesten der Mongolei mit einem Linienbus für ca. 30 Euro in 36 Stunden bis nach Ulaangom (Reisen pur, Komfort exclusive) und sucht sich da eine Mitfahrgelegenheit Richtung Rußland. Man trifft in Ulaangom ca. 1x pro Woche Leute die aus Rußland kommen oder dort hin wollen ... allerdings kann man auf halber Strecke mal sein Glück an dieser Koordinate probierern:

    49.956159, 95.628923

    Dort ist ein Grenzübergang in Richtung der Region Tuva, ich hab in Tuva als auch in der Mongolei Leute getroffen die nachweislich da mit dem Auto ein/ausgereist sind... man sieht auch auf Google Earth dass der Übergang genutzt wird... solcherlei Grenzübergänge sind aber tlw nur für Mongolen und Russen offen.

    p.s. Sprachkenntnisse:

    Man kann sich am Hauptbahnhof von Peking am internationalen Ticketcounter auf englisch ein Ticket nach Ulan Bator kaufen. Wer auf anderen Wegen dahin will sollte bedenken dass in den Overland Busstationen in Peking fast niemand Englisch spricht , LKW-Fahrer in allen 3 Ländern nicht oder wenn dann 2-3 Worte... es wäre deshalb extrem hilfreich, sich ein paar Basics in Chinesisch und Russisch anzueignen und es erhöht das Reiseerlebnis ungemein, beide Sprachen etwas besser zu sprechen... als ich mich vor 14 Jahren mal auf eine Weltrreise von China über die Mongolei nach Deutschland vorbereitet hab hab ich ein Jahr lang intensiv Chinesisch und Russich geübt und durch viele Rußlandauffenthalte weiter verbessert. Heutzutage zückt man ein Smartphone und läßt das Teil die Arbeit machen, aber es wäre schon dumm wenn das Handynetz weg ist und man dann auch "dumm" dasteht weil man selber nichts mehr versteht oder sagen kann...

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    Nuuur keine...Panik.
    wünsch dir alles Gute..du wirst es schon schaffen.
    Ist ein Klacks :-)


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