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Thema: Deutsche/westliche Medien über Russland

  1. #301
    Avatar von Sandra
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    Zitat Zitat von saratoga
    und zwar weil sie das Umfeld der "Familie" ganz gut beschrieb, wer welches Interesse hatte und haben
    Eigentlich auch schon lange und absolut offiziell, Du gehst nicht in den Knast . Sehrwahrscheinlich war es aber so, Putin bekommt von seinen Ex Arbeits und Aktuellen Arbeitskumpeln Dossiers, mit diesen Dossiers geht man zu Jelzin und erklaert ihm nun was ihm blueht wenn er nicht seinen Popo schnell aus dem Stuhl hievt. Schoen finde ich aber, die Einstellung die der Film zu der Figur Beressowski hat, man koennte fast meinen er haette den Film bezahlt dazu passt dann auch die Trebukova . Man haette anstelle einer Pro-atlantischen Werbekampanie etwas vernuenftiges machen koennen, aber nein, Beressowski ist der Liebe, Jelzin war nicht mehr lieb und sehr wahrscheinlich waere der Westen von Nemzow begeistert gewesen, als Wunschkanditat. Was auffaellt mit Primakow waere der Weste noch bedienter gewessen, den der hatte die Amis auch gefressen, allerdings haette er nicht die Wirtschaft sanieren koennen. Fuer mich ist das unrechtsbewusstsein von 3 Sat sehr interessant, insbesondere in Beziehung zu einiger der Figuren und Figuerchen. Ws nicht passt wird passend gemacht, wo aber ist da der Unterschied zum boesen Russland? Sie machen exakt das selbe, was sie Putin unterstellen. Nur heisst der Auftraggeber nicht Merkel.

  2. Nach oben   #302
    Zitat Zitat von Sandra
    Schoen finde ich aber, die Einstellung die der Film zu der Figur Beressowski hat, man koennte fast meinen er haette den Film bezahlt dazu passt dann auch die Trebukova . Man haette anstelle einer Pro-atlantischen Werbekampanie etwas vernuenftiges machen koennen, aber nein, Beressowski ist der Liebe, Jelzin war nicht mehr lieb und sehr wahrscheinlich waere der Westen von Nemzow begeistert gewesen, als Wunschkanditat.
    Ganz genau so wurde es dargestellt - ich kenne genügend Leute, die genau auf diese Darstellung reingefallen sind und jetzt noch mehr vor Putin bibbern.
    Die Doku hat aber ganz gut gezeigt, dass damals praktisch alles über Berezowski lief. Hochinteressant war in dieser die Zusammenstellung der Bilder bei der Wohnhaus*xplosion kurz vor dem Tschetschenienkrieg. Schwerpunkt da unten mit Putin als Chef, ihn bei der Bevölkerung bekannt machen, schnipp - rumsen da oben mit Nennung von Putin beim KGB. Es wurde nie explizit erwähnt, doch genau darauf hingedeutet, dass das Wohnhaus als Anlass für den Tschetschenienkrieg gesprengt wurde. Was später auch ausgerechnet von einem Berezowski behauptet wurde.

    Dabei war der Anlass für die Tschetschenien-Operation mit Dagestan schon längst da. Eine solche Behauptung ist völlig aus der Luft gegriffen. Doch in der Doku wurde sehr deutlich, WARUM Berezowski ein solch großes Interesse an einer Amtseinführung Putins hatte, ja haben musste. Warum er ihn dazu durchbringen musste. Und dazu kam genau ihm die Explosion dort sehr gelegen, da Putin, also SEIN Kandidat, jetzt die Auferksamkeit aller Russen gegen Tschetschenien hatte. Ein wenig erinnert das an die 96-er Jelzin Kampagne, die ja auch über Berezowski lief.

    Und schließlich war es auch ein Berezowski, der aus einem auch durch Anschläge im Inneren staatlich weiter geschwächten zerfallenden Russland als russischer Mafialeitwolf das größte Kapital herausschlagen konnte. Unter den damaligen Strukturen halte ich es auch für wenig wahrscheinlich, dass Putin da mit dem KGB auf eigene Faust überhaupt handeln konnte.

  3. Nach oben   #303

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    Zitat Zitat von Sandra
    Hat sich jemand auf 3Sat die Putinstory angesehen?
    Ansonsten hier gibts das Machwerk bei youtube
    http://de.youtube.com/watch?v=AVU0E4...eature=related
    insbesondere Trebuchova als Interviewpartner (die angeblich Einflussreich ist ) oder den nun wirklich sehr dummen Skuratow runden das Bild einer Doku ab, die alles so versteht und wiedergibt, wie sich Haenschen Mueller die Welt erklaeren lassen moechte.
    Sehr schoen auch Del Ponto, die es immerhin dank Mabitex es bis auf ein ruhiges Plaetzchen in Den Haag geschaft hat, wo sie endlich niemandem mehr auf den Wecker gehen kann . Neues erfaehrt man natuerlich nicht, aber man erfaehrt wie man einen Dokufilm fuer einfache gemueter macht und dabei die Welt so erklaert, dass man meinen koennte die Regie sass bei Jelzin auf der Bettkante. Schon alleine der Titel Spion, fuer einen KGB Angestellten laesst die Frage aufkommen, in wie weit hat sich die russische Regisseurin jemals wirklich mit der Thematik beschaeftigt. Eigentlich etwas unter dem Niveau von 3Sat dafuer Bildzeitungsgericht.
    Boris Beresowski als lupenreiner Demokrat, Tregubowa als Superjournalistin, Putin als der Teufel persönlich... Was wären die Deutschen ohne ihren Goebbels?

  4. Nach oben   #304
    Avatar von Sandra
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    Der arme Boris
    http://www.mdz-moskau.eu/index.php?date=1204044030
    man fragt sich wirklich ob er den Mist selber glaubt den er erzaehlt

  5. Nach oben   #305
    Avatar von Sandra
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    Beim zdf gibt es auf der Webseite ein Ding das Mediathek heisst, der Vorteil man kann zB. unter dem Stichwort Russland die geballte Berichterstattung aus der Tagesschau sich auf einmal rein ziehen. Dies ist dann unfreiwillig komisch, wenn die angeblich freie Presse das Wort Baschkordistan nicht aussprechen kann und die Opposition interviewt, was wie koennte es anders sein, zum journalistischen Intelligenzschluss fuehrt, die Region ist gegen den Kremel aber dafuer fuer den Islam. Kein Wort darueber dass die Baschkiren in der Region die Minderheit bilden und die religioesen Mosleme eine noch kleinere Minderheit. Noch lustiger wird es aber wenn man aufmerksam die Bilder sich ansieht und fest stellt, Aufnahmen im Jablokobuero fuehren zwangslaeufig dazu, dass natuerlich alles in Russland schlecht ist und die Tatsaeche das der Baschkirische Interviewpartner einfach gerne die Oelindustrie selber klauen moechte wird auch entweder geschickt unterschlagen oder die Presse ist wirklich so dumm.
    Ich wuerde sagen Praedikat sehenswert))bei 16 Filmchen a vier Minuten kann man sich gut unterhalten. Eines ist klar, fuer den deutschen Zuschauer der weniger weiss, um wenn es sich konkret bei den Gespraechspartnern handelt, mag der Eindruck einer "freien Presse" entstehen, beim Profi entstehen aber fragen. So wird unterschlagen das Jabloka der Wahlverlierer schlechthin ist. Eindrucksvoll natuerlich auch die Vorortbilder von Nischninowgorod, unterschlagen wird, in franzoesischen Vororten von Paris sieht es sehr aehnlich aus. Fazit: Dem ZDF scheint Russland nur dort zu gefallen, wo es moeglichst herunter gekommen ist und nur solche Gespraechspartner koennen recht haben die Garantiert gegen den Kremel sind. Wie wuerde dieses Medium wohl reagieren, wenn im gleichen Stil in Russland ueber Deutschland berichtet wird und sage niemand dies sei nicht moeglich, doch ist es, allerdings niemand tut's. Miese Vororte, unzufriedene Parteien und Abgeordnete, Kindergaerten mit Geldmangel, all dies gibts auch in einem Land dass immerhin nicht 16 Jahre reform, sondern 60 Jahre Industrienation hinter sich hat. Beim ZDF hat man den Eindruck, man versteht bis Heute, wer diese Entwicklung nach dem 2 Weltkrieg bezahlt hat und ist bereit bis Heute dem auch Rechnung zu tragen.Weder die Merkel, noch der Beck sind ein Thema in Russischen Journalen, dafuer ist der Korrespondentin entgangen, wenn sie Gift und Galle moechte haette sie garnicht selber filmen muessen, einfach Karaulow von TWZ anrufen.Mein Fazit, die Journalie West versteht nicht, warum den Russen ein langweiliger Kremel lieber ist, als ein Land im Chaos aber dafuer mit besoffenem Praesidenten. Warum 16 Jahre aufbau, nachdem dies 60 Jahre vernachlaessigt wurde schwieriger ist, als nach 48 mit dem Geld anderer Leute. Fazit: Wenn es nichts zu berichten gibt, suchen wir solange bis es ausschaut als gaebe es doch was zu berichten und sei dies nur dass es eben nichts zu berichten gibt.
    Armes ZDF, macht aber nichts den Sender schauen sich sowieso nur Leute ueber 70 an und die erinnern sich schliesslich noch an Breschnew.

  6. Nach oben   #306

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    Goebbels ist (leider) nicht tot!

    Was wir jetzt erleben, (1.-2. 3.2008) ist ein Sperrfeuer von Dauerpropaganda, die regelrecht darauf wartet, dass ein Attentat, ein Anschlag ein Inferno, je größer, desto besser, stattfindet, eine Propaganda, die ein Gefühl von 100 Millionen geballten Fäusten gegen Putin vermuten lässt, - die gerade aus dieser Wut heraus seltsamer Weise dennoch die Putin-Linie wählen - wodurch der kuriose Charakter der Wahl noch mehr steigt, wodurch uns die westlichen Moderatoren und Journalisten vor Ort eine atemberaubende, dennoch nicht existierende Spannung vermitteln.

    Insbesondere haben es ihnen die leidenden russichen Frauen, (Gesine Dornblüth, DLF, 1.3.2008 11:00, Gesichter Europas) die von ihren Ehemännern geschlagen, gedemütigt werden und der Windmühlenkampf (Catrin Watermann, Eine Welt, DLF 1.3.2008 13:30) einer kleinen burjatischen Chodorkowski-Jabloko-Gruppe angetan.

    Uns wird vermittelt ein Volk von Russischen Wahlfälschern, wo auch nur eine einzige, vermeintliche oder tatsächlich gefundene Fälschung zu frohlockenden, westlichen Hasstiraden führt.

    Britta Hilperts (ZDF) keifende Propagandastimme, als ob sie ständig neben einem Düsentriebwerk oder im Orkan mit 200 Stundenkilometer sprechen würde, ergänzt, ja sogar garniert köstlich ihre ausgeklügelte Propaganda exzellent.

    (Keine Frage, wer ist schon so unnormalisch, dass er die männliche Gewalt in der Familie, gegen die Ehepartnerin oder gegen X-belibige gerichtet nicht ablehnt, verabscheut? Aber dass in der Sendung von Gesine Dornblüth ausgespart wird, dass dies ein weltweites Problem ist, auch insbesondere auf dem Balkan, im arabischen Raum, allgemein im islamischen Raum, da fällt mir Pakistan auf Anhieb ein, in Afrika allgemein, in den USA, im lateinamerikanischen Raum, ja, sogar bei den Iuniten, die wir wegen der Eisschmelze besonders hätscheln, dem brauche ich doch nicht zu erwähnen, der mit offenen Sinnesorganen ausgestattet ist.

    Und Gewalt in Deutschland? Wohl kaum. Wenn ja, vereinzelt und stets unter gesellschaftlicher Kontrolle. Unser Rechtsstaat ist ja für Alle da. Wir können beruhigt, selig schlafen gehen und Schäfchen zählen.

    Wie gut wir es haben, Frau Gesine Dornblüth und sämtliche DLF-Redaktionen: Gesichter Europas, Eine Welt, Markt und Medien, Europa Heute, Weltzeit, etc., etc., die Liste ist lang….! Wenn nur uns unsere Sudel-Propagandisten nicht andauernd die Märchen vom Reich des Bösen vorlesen würden…..)

    MFG Ivanfi (Rostock) 2.3.2008

  7. Nach oben   #307

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    Tja, war es denn nicht schon klar, dass Anfang März das Russland-Bashing auf vollen Touren laufen würde? Die Prozedur kennen wir ja schon zur Genüge.

    Objektive Berichterstattung ist im Westen niemals zu erwarten, insbesonders bei Russlandfragen. Jedoch ist das Schlimmste dabei, dass es so viele Leute gibt die ZDF, ARD und co. als völlig ausreichende und korrekt recherchierte Informationsquelle ansehen. Niemand versteht, dass egal welches Medium auch immer die Interessen und die Einstellung des jeweiligen Landes vertritt/darstellt.
    Dieses anti-russische Gedankengut, dass den Leuten im Westen während des Kalten Krieges, durch permanente Berieselung von Propaganda in den Kopf gehämmert wurde, hat sich einfach bewährt. Es ist einfach unglaublich. Vor kurzem lief erst eine "Diskussionsrunde", wenn man das überhaupt ohne Erbrechen so bezeichnen kann, auf Phönix (meiner Meinung nach eine der schlimmsten Propagandaschleudern). Diese "Diskussion" fand in einem ehemaligen Stasigebäude statt, um eine schöne Symbolik aufzubauen. Dann wurden die Diskussionsteilnehmer vorgestellt. Natürlich war niemand dabei, der
    die Pro-Putin Seite hätte vertreten können. Stattdessen lud man sich die Rechtsanwältin Chodorowskis ein und noch ein paar andere "Russlandkenner". Ich habe zwar nicht verstanden, wie man eine Diskussion führen kann wenn nur eine Contra Seite vorhanden ist, aber der Durchschnittsbürger im Westen denkt gar nicht erst nach, da ja das Wort "Russland" bereits gefallen ist.
    Bevor fleißig diskutiert wurde habe ich aber rechtzeitig den Ausschaltknopf betätigt, um meine gute Laune an dem Morgen zu wahren.

    Mein Fazit: In diesen Tagen lohnt es sich die Fernbedienung gar nicht erst anzufassen. Es ist viel besser sich an den PC zu setzen, das Spiel "Word in Conflict" zu starten und einige gut platzierte Atombomben auf Amerika zu werfen. http://youtube.com/watch?v=1yz8nqirFTw&feature=related
    Es ist unglaublich entspannend und ich kannes nur empfehlen.

  8. Nach oben   #308

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    CIA-Propaganda entlarvt

    Bevölkerung der westlichen Länder hat eine gute Einstellung zu Russland

    Moskau,(14.02.2008)-Der russische Präsident Wladimir Putin ist der Auffassung, dass die Bevölkerung der westlichen Länder im Unterschied zu den Politikern eine gute Einstellung zu Russland hat.

    "Man verhält sich gut zu Russland. Wenn jemand etwas schreibt oder irgendwelche Kampagnen organisiert, so zeugt das nicht von der Einstellung der Bevölkerung jener Länder, in denen solche Artikel erscheinen.Nehmen Sie Einblick in öffentliche Meinungsumfragen in den europäischen Ländern.

    Ich habe mich soeben mit diesen Befragungen in Deutschland vertraut gemacht. Im Ganzen sind sie positiv", sagte Putin in seiner Jahrespressekonferenz im Kreml auf die Frage nach seiner Meinung über das Image Russlands im Westen.

    Er äußerte, dass in einigen Staaten ein Monopol für Weltmassenmedien bestehe.

    "Die politischen Zentren dieser Staaten versuchen natürlich, sowohl die Bevölkerung der europäischen Länder als auch den nordamerikanischen Kontinent zu beeinflussen. Erzielen sie einen Erfolg dabei? Meines Erachtens eher nicht. Davon zeugt übrigens auch die Wahl von Sotschi als Hauptstadt der Olympischen Winterspiele 2014", sagte Putin.

    Eine Umfrage vom November Oktober und November 2007 im Schweiz Magazin brachte erstaunliche aber bestätigende Ergebnisse über das Vertrauen zu den beiden Grossmächten.Die Frage lautete: "Wem vertrauen Sie in der heutigen Zeit mehr? Den USA, Russland oder keinem von Beiden.An der Abstimmung nahmen insgesamt 493 Leser teil. 92 % unserer Leser entschieden sich für Russland als der Nation der man am meisten vertrauen könne. 5% entschieden sich für die USA und 3 % unserer Leser waren der Meinung das man weder Russland noch den USA vertrauen könne.
    http://schweizmagazin.ch/news/327/AR...008-02-14.html
    Erstaunlich.

  9. Nach oben   #309
    Avatar von Tauroggen
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    Die bundesdeutschen Medien, insbesondere das bundesdeutsche Fernsehen werden knallhart gesteuert von Leuten, die ihre Auftraggeber in der politischen Klasse der USA haben (Gleiches gilt übrigens für die bundesdeutsche politische Klasse, mit Ausnahme vielleicht der Kommunisten, aber von denen nimmt sowieso keiner mehr ein Stück Brot.) Der Alptraum dieser Gruppe ist eine deutsch-russische Annäherung, wie sie zu Zeiten des Kanzlers Schröder erkennbar wurde. Vor diesem Hintergrund sind Berichte der bundesdeutschen Medien, wie der von Sandra beklagte ZDF-Bericht zu sehen. Das ganze hat System, ähnlich einem totalitären Staat.

  10. Nach oben   #310

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    Antirussische Hysterie in deutschen Medien

    MOSKAU, 05. März (Jewgenija Tomilowa, RIA Novosti). Was wird über Russland in Deutschland geschrieben?

    Diese Frage stellt sich dem einfachen Leser nicht allzu oft, tatsächlich beschäftigt sie jedoch stark Germanisten, Journalisten und sogar Wissenschaftler aus Russland.

    Ich habe am Rundtisch über „Das Bild Russlands in den deutschen Medien“ teilgenommen, das von der Gesellschaft „Russland-Deutschland“, der Abteilung der deutschen Rosa-Luxemburg-Stiftung in Russland, unter Beteiligung des Russisch-Deutschen Hauses in Moskau veranstaltet wurde.

    An der offenen Diskussion beteiligten sich rund 30 Experten aus Russland und Deutschland. Der Chef der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Russland und Gesprächsleiter Peter Linke betonte zu Beginn, die Diskutanten hätten nicht vor, sich in die Informationsaufgaben der deutschen Journalisten einzumischen, sondern würden nur jene Tendenzen analysieren, die es in den deutschen Medien in Bezug auf Russland gibt.

    Das Ergebnis fiel leider ungünstig aus. Es wird zwar über die strategische Partnerschaft und die kulturellen Beziehungen zwischen beiden Ländern berichtet, doch einige Teilnehmer des Rundtisches befanden einstimmig, dass die Berichterstattung der deutschen Presse über Ereignisse in Russland einer „antirussischen Hysterie“ gleiche.

    Laut dem Journalisten und politischen Korrespondenten der Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“, Jewgeni Grigorjew, ist in erster Linie nicht der Inhalt des Geschriebenen störend, sondern der Ton, der oft „spitz und unüberlegt“ ist.

    Wie sich herausstellte, gibt es einige Gründe dafür. Tatsache ist, dass es viele Berichte über Russland in der deutschen Presse gibt, viel mehr, als in den Medien in Frankreich oder in den baltischen Länder.

    Die vorwiegend negative Berichterstattung ist jedoch in erster Linie durch die Redaktionspolitik der meisten deutschen Medien erklärbar. Kritik verkauft sich besser und kommt beim Leser besser an. Deshalb wird bei der Wahl zwischen einem Artikel über die autoritären Tendenzen in Russland und über die Errungenschaften der russischen Wissenschaft höchstwahrscheinlich der erstere veröffentlicht.
    http://de.rian.ru/analysis/20080305/100746594.html
    Hysterie? Neee, wie kommt man denn darauf? Eine Krankheit ist das!

  11. Nach oben   #311
    Avatar von Sandra
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    Zitat Zitat von colt47
    Hysterie? Neee, wie kommt man denn darauf? Eine Krankheit ist das!
    Die Zeitungen schreiben heute eindeutig am Leser vorbei, wie Umfragen zum Thema zeigen. Das Russlandbild ist also kein Verkaufsargument sondern ein politisch Gewuenschtes. Alles andere ist Augenwischerei. Die Behauptung die Russen gaeben keine Interviews ist ebenfalls in der Praxis quatsch, allerdings gelten gewisse Journalis die dann dem Interviewten fremde Worte in den Mund legen sicherlich als unerwuenscht, erscheint aber logisch . Zudem, wer Interwies moechte sollte natuerlich auch die Sprache soweit koennen, dass ein Gespraech ueberhaupt stattfinden kann. Wer wissen will, warum man bestimmten Medien sicherlich kein Interview geben wird, der lese oder sehe sich einfach ihre Berichte an. Wie Glaubwuerdig ist ein Journalist der nicht mal weiss, dass der Mufti von Ufa als Extremist gilt? So geschehen beim ZDF, die die entsetzte Opposition im Lande filmen wollte. Oder der erzuernte Oppositionelle und was sehen wir auf dem Tisch genau ein Jablokafaehnchen, der Zuschauer erfaehrt aber von den Zusamenhaengen nichts und soll so, mit Halbwahrheiten und schlechter Recherche vor Ort abgefertigt werden. Ich moechte nur nochmals den Tipp zu diesem Filmchen geben,
    http://de.youtube.com/watch?v=A-2AF6qv8nM
    nach diesem Video weiss man wer in Deutschland ueber Russland berichtet, Journalis die nicht mal den Namen des neuen Praesidenten ausprechen koennen. Peinlich...aber erhellend.

  12. Nach oben   #312

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    Zitat Zitat von Sandra
    http://de.youtube.com/watch?v=A-2AF6qv8nM
    nach diesem Video weiss man wer in Deutschland ueber Russland berichtet, Journalis die nicht mal den Namen des neuen Praesidenten ausprechen koennen. Peinlich...aber erhellend.
    Die Welt - kann man sie ernst nehmen? Mat-joschkas und Nedvedev, wie süß. Das wird immer besser. Wenn man schon glaubt, es geht nicht blöder, kommt noch so ein Spruch. Ich lese zur Zeit keine deutsche Presse, doch das mit Stimmvieh hab' ich mitgekriegt. Das ist schon ein Meilenstein im Vergleich zu Untermensch.


  13. Nach oben   #313
    Avatar von Sandra
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    Druckfrisch: Russland anders

    Der Nachfolger von "Russland auf eigene Faust" ist da - nach dem Reise-Ratgeber nun ein Reiseführer. Geheimtipps von Moskau bis Magnitogorsk - unter diesem Motto werden in "Russland anders" Anregungen für den etwas anderen individuellen Russlandurlaub präsentiert. Es bietet Insider-Tipps weitab vom westlichen Pauschaltourismus ebenso wie Unbekanntes aus Moskau und Sankt Petersburg. Die vorgeschlagenen Routen lassen sich individuell mit Bahn, Bus, Auto, Mietwagen, Fahrrad oder Schiffen fahren.
    Richtig! Die Autoren haben auch an die Fahrradfahrer gedacht und an Leute die die Wolge zwar etwas mit Schiff bereisen möchten, aber nicht unbedingt in einer teuren Luxuskabine und unter lauten Ausländern.
    Das Buch konzentriert sich dabei auf den europäischen Teil des Landes inklusive der Uralregion, der auch für Nicht-Extremtouristen einfach zu bereisen ist. Der Reiseführer eignet sich sowohl für Sommer als auch für Winterreisen.
    Mehr Infos unter http://russland-buecher.ru
    Übrigens ist das Buch so Druckfrisch, dass es erst ab kommenden Mittwoch auch über Amazon bestellt werden kann.

    Zusätzlich möchten wir auf einen neuen Service in unserem Kundenbereich aufmerksam machen, ab sofort gibt es jeden Montag neu „Historisches, gruseliges und unbekanntes von Moskaus Strassen und Plätzen“. Wir haben auch eine neue Rubrik im Kundenbereich „Russische Kultur im Jahreszyklus“. Hier sollen Riten der Kirche genauso besprochen werden, wie Volksmund und Volksbräuche. Auch diese Rubrik wird wöchentlich ergänzt.

    Für die Journalisten unter unseren Forumsteilnehmern:
    Mehr Infos in unserer Pressemitteilung unter http://www.russland-buecher.ru/ra/ra-presse.doc
    Coverfoto und Pressemitteilung als PDF unter http://www.russland-buecher.ru/presse.html
    Ein Rezensions*xemplar bekommen Sie direkt bei unserem Verlag unter http://www.bod.de/index.php?id=272 oder einfach per Mail an die Buchreihe.

    Ich ziere mich jetzt und sage nicht wer die Autoren sind dass steht ohnehin auf dem Buch

  14. Nach oben   #314

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    Noch eine Absage an Tamara Samjatina

    Bezug auf:
    http://de.rian.ru/analysis/20080312/101184703.html


    Noch eine Absage an Tamara Samjatina:

    1. Der NATO-Krieg war völkerrechtswidrig, das lässt sich nicht mehr ändern, schönreden, Tamara Samjatina. Warum ist dieser Fakt, der oberste Priorität hat, für Sie nicht erwähnenswert? Die USA-UCK-Vorbereitung (Schand- und Knebelvertrag v. Rambouillet mit der liebenswürdigen, maßgeblichen Mitwirkung von Wolfgang Petritsch) dieses Krieges, der Ablauf in enger Kooperation mit der UCK und das medienwirksame Vertreibungstheater, die die UCK und NATO eng abgesprochen und medial genüsslich ausgeschlachtet haben, haben Sie ausgespart. Warum?

    2. Acht Jahre lang haben die serbischen Regierungen die antiserbisch, antirussisch vollgepackte westliche PR-Medien nicht bekämpft. Ich jedenfalls habe nichts vernommen, obwohl ich hell aufgepasst habe. Trotz 1244, hat der Westen dies mit den Füßen gertreten, von der ersten Minute an. Dagegen NICHTS, und schon gar nicht im Westen medial wahrnehmbar zu tun, das war ein kapitaler Fehler der serbischen Regierungen mindestens seit 2003. Wer so dumm ist, braucht sich nicht beim Feind zu beklagen. Sind die Taten des Gegners noch so schäbig und völkerrechtswidrig.

    3. Der Westen hätte, trotz NATO-Kosovo-Kriegs-Verbrechen mit 10.000 Toten noch immer mit der Aufnahme Serbiens in die EU, die man ab etwa 2005 hätte einleiten können, jede weitere völkerrechtswidrige Handlungen vermeiden können und heute wäre Serbien mit der Provinz Kosovo EU-Mitglied. Damit hätte sich der Westen vom Kriegsschuld zwar nicht freiwaschen können, aber weitere Konflikte mit den schlimmsten, aggressivsten Nationalisten Europas, mit dem rassistisch-ethnischen Nationalismus der Kosovo-Albaner vermeiden können.

    4. Selbst, wenn die Serben und die EU-USA-NATO nach dem 11.Mai 2008 in eine Pattsituation geraten, womit ich rechne, wird der Krieg, der Terr*r der Albaner in Bujanovac, in Kosovo, in Makedonien, in Montenegro, sogar in Griechenland weitergehen. Dem Westen war der fiktive serbische "Ultranationalismus" nicht geheuer. Jetzt haben wir dafür den fest greifbaren kosovo-albanischen, serbophobischen Nationalismus. Hat der Westen viel gewonnen? Nein. Den Teufel (den sie dafür halten) mit dem Belzebub ausgetrieben.

    5. Ich gehe noch weiter: Eine Aufnahme Serbiens (Kosovo inkl.), Makedonien, Montenegro wäre der Königsweg gewesen. Alles Andere führt zum absehbaren Terr*r seitens der, in diesen Staaten terr*ristisch operierenden Kosovo-Albaner. Sie haben in 1999 mit NATO-Hilfe Blut geleckt und sind nicht mehr beherrschbar. Nur die ganz schnelle Einschmelzung der Balkan-Gebiete mit albanischen Nationalisten kann die Situation beruhigen.

    Nur die EU als disziplinierende Kraft kann den im 21. Jahrhundert längst irrsinnigen Nationalismen eine brutale und endgültige Absage erteilen. Nicht nur in Kosovo. Auch in Spanien, in der Umgebung von Ungarn, in Nordirland, Korsika, Finnland, GB, etc. Alle Nationalismen haben ausgedient. Sie sind das Elend der Vergangenheit. Wirtschaftliche, politische, währungstechnische, ethnische Verschmelzung führt zu den Vereinigten Staaten von Europa. Wer es behauptet, zuerst müssen wir alles noch einmal zerlegen, zerhacken und dies noch Jahrzehntelang fortsetzen, um zum anvisierten Schmelztigel-Prozess zu gelangen, der kann gleich draußen bleiben. Solche diffusen, zentrifugalen Kräfte, wie die Nationalismen (und übrigens auch der Antisemitismus in der EU ist auf dem Vormarsch) und ähnliche Ansichten sind nach meiner Meinung in der Europäischen Union kontraproduktiv, nicht willkommen.

    Die EU-USA-NATO haben diesen unwürdigen, unglaublich aggressiven albanischen Nationalismus gefördert, für sich geopolitisch genutzt. Nur, wenn sie dies wieder bändigen können, haben sie das Balkan-Gebiet geopolitisch nutzbringend in ihrem Besitz. Wer A sagt, muss auch B sagen. Das Elend, Gewalt, Leid geht weiter, wie bis jetzt, wenn sie hier ihre eigene, ganz gewaltige Schuld nicht eingestehen und die bitter notwendige Kompromisslösung nicht dringend auf ihre Rechnung schreibend organisieren.

    MFG Zoltan Ivanfi (Rostock)
    15.3.2008
    -------------------------------------------------------------

  15. Nach oben   #315
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    Zitat Zitat von Ivanfi
    2. Acht Jahre lang haben die serbischen Regierungen die antiserbisch, antirussisch vollgepackte westliche PR-Medien nicht bekämpft. Dem Westen war der fiktive serbische "Ultranationalismus" nicht geheuer. Jetzt haben wir dafür den fest greifbaren kosovo-albanischen, serbophobischen Nationalismus. Hat der Westen viel gewonnen? Nein. Den Teufel (den sie dafür halten) mit dem Belzebub ausgetrieben.


    [U]Nur die EU als disziplinierende Kraft kann den im 21. Jahrhundert längst irrsinnigen Nationalismen eine brutale und endgültige Absage erteilen.
    Und siehe da, wenn man es sich nun ueberlegt, in wessen Interesse mag es sein, dass Europa jeder Form von nationalstaatlichkeit moralisch verlustig geht? In vielem Pflichte ich bei, bis auf eines das Nationalismen und damit eine Absage an die Geopolitik der USA schlecht sein soll. Genau dies ist nach meiner Meinung die Idee der USA, Nationalstaatlichkeit koennte dann in Frage gezogen werden, wenn diese Staatlichkeit sich in Blut aufloest. Die USA wollen letztlich ja am liebsten einen einzigen Einheitsbrei.
    Natuerlich ist die ganze Kosovofrage eine Farce und eigentlich ein Verbrechen, nun sollte man sich aber fragen, interessiert sich irgendjemand in Europa ernsthaft fuer Albaner? Die meisten kennen nichtmal die Geschichte des Landes, und kennen die Europaere die Geschichte Serbiens besser? Wohl kaum. Es geht also Ergo wohl tatsaechlich darum, den Amerikanern inskuenftig ein Bespiel an die Hand zu geben. Zb. Die Franzosen wollen nicht wie die Amerikaner, koennte man doch einfach darauf verweisen, dass die Korsen sicherlich fuer etwas Logistik dankbar waeren.
    Der Kosovo ist ein multikomplexes Problem, dass in erster Linie den USA direkt in die Haende spielt. Nur ist diese Weisheit doch nicht neu. Schliesslich die USA wolten Jugoslawien bombardieren, einen Staat den uebrigens nach dem 1. Weltkrieg die Arroganten Europaer ueber Geschichte hinweg, selbstherrlich mal einfach erfunden haben. Lernen die Europaer aus der Geschiche? Offensichtlich nicht, jeder vernuenftige haette eigentlich die USA schon laengst in alle vier Richtungen aufgefordert zu verschwinden, nein, Deutschland schickt Bundeswehr nach Afghanistan. Uebrigens ein Land dass noch keiner historisch einnehmen konnte. Sollte dies wohl ausgerechnet die Bundeswehr koennen . Das Problem Kosovo ist viel Komplexer und die Europaer eigentlich noch viel Duemmer als es im ersten Moment der Eindruck macht.

  16. Nach oben   #316

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    Zum X-ten mal: Kosovo und das Völkerrecht.

    Das Völkerrecht ist das Grundgesetz der Welt. Dieses Gesetz auf UNO-Ebene sichert das Recht eines jeden Staates, das völkerrechtlich anerkannt ist, für sichere Grenzen, staatliche Souveränität, territoriale Integrität zu.

    Das im Völkerrecht ebenfalls beinhaltete Recht, das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ steht nicht im Widerspruch zur vorhergehenden Feststellung, sondern definiert lediglich eine Selbstbestimmung, Selbstdefinierung durch Autonomie, wenn das Volk keinen Staat im Sinne der Eigenstaatlichkeit bildet, bilden kann.

    Ein Völkerrecht nach Beliebigkeit, vorgemacht durch die reichsten, westlichen Länder der Welt – das Recht nach jeweils eigener Interpretation, aus subjektiver, geographischer und zeitlich gestreckter Sicht zu interpretieren, - kann dann nicht mehr als Recht und schon gar nicht als Völkerrecht genannt werden.

    Ein Kochrezept aus Jerewan weist dann mehr Beständigkeit und gesetzliche Inhalte auf, als das, - durch die, vom Westen gegenwärtig betriebene Politik verschandeltes - Völkerrecht der Vereinten Nationen.
    -------------------------------------------

    Die Bemühungen, in 1998/1999, um den Kosovo-Konflikt zu lösen, beruhten allersamt auf der Grundlage, die Autonomie, das Selbstbestimmungsrecht der Kosovo-Albaner zu sichern, zu erreichen.
    Dass dabei der Westen von Anfang an mit gezinkten Karten spielte, deshalb nie in den politischen, medialen Äusserungen die Unabhängigkeit der Kosovo-Albaner gefordert wurde, ist einerseits logisch, weil man sonst den Westen als nicht ernstzunehmenden, unehrlichen Makler entlarvt hätte können, andererseits hätte die schnelle Offenbarung dieser unredlichen westlichen Absichten (in enger Kooperation mit der UCK) (Die definitive Unabhängigkeit hat selbst der, in 2007 beerdigte Ahtisaari-Plan vermieden zu nennen.) die langfristig angelegte, aus „humanitären“ Gründen andauernde westliche Einmischung auf dem Balkan behindert.
    Der Westen begnügte sich damit, (1998/Anfang 99) die andauernden Attacken der UCK gegen die jugoslawischen Institutionen trotz eindeutiger OSZE-Friedens-Regelungen als Teil des Kampfes für die Autonomie zu propagieren.

    Wer diese obigen beinahe-Nebensächlichkeiten nicht thematisiert, versteht es auch nicht, was wirklich damals geschah, was für eine 180° unehrliche, langfristig auf die Amputierung Jugoslawiens angelegte Politik da von der EU-NATO-USA verfolgt wurde.

    Und nun, soll einer aufstehen, und zu behaupten, dies ist mit dem Völkerrecht vereinbar, ja sogar, das ist das Völkerrecht nach Buchstaben und Geist.

    Und hier die Gegenprobe:
    Hätte der Westen die von der OSZE permanent ausgehandelten und festgelegten Kampfeinstellungen mit Liebesentzug der UCK gegenüber bekräftigt und unterstützt, die eigene OSZE nicht als Hampelmänner betrachtet, wären die ständig wiederholten Angriffe und Provokationen der UCK, gegen Jugoslawien abgeflaut, entkräftet, entschärft, wäre die - durch die marzialische, auch eigene Abweichler t*tende, absolut kriegslüsterne UCK - überhitzte Situation befriedet worden, wären die, in der Öffentlichkeit geforderten völkerrechtlichen Regelungen mit Stempel und Unterschrift erreicht worden, dann hätten die Kosovo-Albaner friedlich ihre Autonomie erreicht und sich dem Frieden, der schöpferischen Arbeit statt einer gemeinsamen Kriegsführung mit dem Westen widmen können.

    Wem es noch immer nicht klar ist, was der Westen (USA, NATO, EU) hier an geschichtlichen (kriminellen) Betrug abgezogen haben, der tut mir leid.
    ------------------------------------------------
    Noch einige Worte zu den Staaten, die die Kosovo-Eigenstaatlichkeit anerkannt haben. Staaten, die in ihren eigenen Hoheitsgebieten keine ethnischen oder anderweitig motivierten Separatismen zu ertragen haben, können sich sehr wohl für oder gegen die Unabhängigkeit des Kosovo aussprechen, je nach dem, was für eine Motivation sie steuert. (Es gibt auch viele Länder, gottseidank, die im Moment kein Separatismus plagt, dennoch mit Hinweis auf das Völkerrecht die Kosovo-Anerkennung ablehnen. Abneigung, ein bewusstes Auswischen den USA gegenüber, kann diese Einstellung verstärken.)

    Schweden, Schweiz, Polen, etc., werden von einer festsitzenden Russophobie gesteuert. Polen noch dazu (besonders verrückt) drückt damit auch seine Anbiederung, Unterwürfigkeit an die USA aus, trotz allem, dass unter den nördlichen slawischen Staaten gerade das polnische Volk in gegenseitiger Solidarität mit dem serbischen Volk, viele Jahrzehntelang in verbissener Opposition der Sowjetunion gegenüber standen, am stärksten freundschaftlich verbunden waren oder gar sind.

    Sofern ich es weiß, hat die polnische Regierung auch mit großem Bedauern Serbien gegenüber die Kosovo-Anerkennung bekundet. So in etwa: „Wir können nicht anders, wir wünschen dem serbischen Volk alles Glück der Welt.“

    Im Gegensatz zu Polen, ist die Haltung Georgiens voller Selbstzerfleischung. Sie würden lieber gestern als heute das Kosovo anerkennen, wenn man die pro USA und kontra Moskau-Position der georgischen Führer sieht. Nur….nur wenn leider Südossetien und Abhasien, diese kleinen widerspenstigen Biester nicht in die georgische Suppe spucken würden.

    Eine Kosovo-Anerkennung würde gegen Georgiens Interessen, die moralische und politische Legitimation der Abtrünnigen, deren pro-russische Positionen stärken. Für ein Doppelspiel (wie dies das NATO-Mitglied Türkei ungeniert vormacht) fehlt Georgien die wirtschaftliche, militärische, politische Stärke, das internationale Renommeé. So bleibt (vorerst) alles beim Alten. Georgien versucht mit viel Spektakel eine NATO-Aufnahme zu erreichen. Wir werden sehen, wie es weitergeht…..

    Und nun zu den Staaten, die sich (auch) mit Separatismen im eigenen Hoheitsgebiet herumplagen müssen. Von diesen Staaten sind nur solche, wirtschaftlich und militärisch protzige vorgeprescht, denen sowieso keine das Wasser reichen kann: USA, GB, F, NL, etc. Dem ist nichts zuzufügen. Wer soll solche Staaten stoppen, ihnen die Leviten lesen? Es ist zwecklos. Auch dann, wenn z.B. GB schon längst Nordirland in die Unabhängigkeit hätte entlassen müssen, nach Balkan-Maßstäben. Bei F sieht es genauso aus, mit Korsika. Die sind aber noch ein Stück cleverer, sie verlangen von Kanada die Zustimmung für die Abtrennung von Quebec. Dann würden sie Korsika entlassen. Eine herrliche Pferdefuß-Konstruktion.

    Wie wir es wissen, Spanien, Zypern, lehnen vehement den Separatismus an. Sie sind schon lange gebrannte Kinder.
    Rumänien und die Slowakei mögen gar nicht hier stolz den USA anbiedernd das Neue Europa repräsentieren. Dem ungarischen Nationalismus fehlt in beiden Ländern nur das Zeichen zum Sturm, zum bekannten Chaos von Separatismen, Aufständen, Terr*rismen. Wie würde sich die EU verhalten? Was wäre der Preis für eine EU-Hilfe? Sicherlich kein Freundschaftspreis!

    Besonders auffällig ist das Verhalten der Türkei. Seit ewig und 3 Tagen noch dazu, führt die PKK einen Abnutzungskampf für einen kurdischen Staat. Zig Tausende Tote kennzeichnen beidseitig die Kampfspuren. Da denkt man, die Türkei ist, in Anlehnung auf die eigenen Probleme, nicht interessiert, den PKK-Kurden Vorlage zu bieten, auf die, von westlichen Staaten vorgezeichnete Kosovo-Unabhängigkeit einzugehen. Nein, Erdogan wischt jede, in unseren Axiomen bekannte Logik beiseite und erkennt die Kosovo-Eigenstaatlichkeit an.
    Warum? Er bezieht sich auf die westliche Argumentation: „kein Präzedenzfall“! (Auch wenn jeder auf der Welt weiß, dass dies eine hilflose Behauptung ist, die dem Völkerrecht nur von 12 bis Mittag standhält.)

    Damit nimmt, nach westlichem Verständnis, Erdogan den Kurden den Wind aus den Segeln und am selben Tag, als er das Kosovo anerkennt, beginnt er eine großangelegte Säuberungs-Operation gegen die PKK, um noch deutlicher zu unterstreichen, was er von der PKK-Unabhängigkeit hält.

    Nur noch am Rande sei zu Erdogans Trickkiste zu ergänzen, dass er mit der selben Logik, „kein Präzedenzfall“ zugleich als eine politische Erpressung, an der Forderung der Unabhängigkeit des türkisch bewohnten Nordzypern festhält, sollte ihn die EU, maß- und grenzenlos reizen.
    Wie ihm dieser Spagat gelingt, ist schon merkwürdig. Dennoch, die messbare Wertschätzung der EU und USA an die Türkei, geradezu in der Kosovo-Frage, gibt Erdogan Recht im Unrecht.

    MFG Ivanfi
    16.3.2008

  17. Nach oben   #317

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    Tibet-Kosovo-politische Pattsituation, dank fehlender Weisheit im Westen

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tibet#T...her_Kulturraum
    Auszug.
    Die Kolonialmacht Großbritannien war in China militärisch präsent und unterstützte die Abspaltung Tibets politisch, was die chinesische Regierung zum Stillhalten zwang.
    Die Unabhängigkeitserklärung von 1913 ist aus chinesischer Sicht völkerrechtlich nie wirksam geworden, da sie weder von China noch von irgendeinem anderen Staat je anerkannt wurde.
    Mit dem Zurückdrängen der ausländischen Beeinflussung Tibets (1950) und dem Abschluss des 17-Punkte-Abkommens (1951) sei der traditionelle Zustand wiederhergestellt worden.

    -----------------------------------------------------------------------------------------
    Mein Kommentar hierzu:

    Wenn man die Wikipedia-Angaben über China und Tibet gründlich nachliest, können folgende Schlussfolgerungen gezogen werden:

    1.- Die Unruhen in Tibet sind Teil von beginnenden Unruhen in verschiedenen Ländern der Welt, die sich auf die vom Westen beschlossene völkerrechtswidrige Kosovo-Unabhängigkeit beziehen.
    Zahlreiche Separatismen und Terr*rismen weltweit beziehen sich auf diesen Präzedenzfall, sie sehen die Ohnmacht der restlichen Welt gegenüber solchen Prozessen, rechnen sich gute Chancen aus, ebenfalls, wie UCK-Kosovo, die völkerrechtswidrigen Ziele zu erreichen, ja, sogar sie rechnen auf kurz oder lang mit der politischen, wirtschaftlichen Macht des Westens, die konsequenterweise ihnen als Unterstützung zusteht.

    2.- GB, USA und mehrere, ganz besonders aktive, auch vom 68-er Idealismus getriebene Völkerrechtsbrecher, wie z. B. Schweden sind sehr wohl interessiert, - wegen der politischen Aktivitäten Chinas (UN-Sicherheitsrat) gegen westliche Völkerrechtswidrigkeiten und wegen der Weigerung Chinas, die westliche geopolitische Bestrebungen hinzunehmen, - eine ganz böse Lektion zu erteilen, Chinas Olympia-Freude zu trüben, ja sogar ganz zu vernichten, damit China sehr hart zu bestrafen, ohne daran zu denken, dass dem Westen die Chinesen diese unglaublich dumme und dreiste Subversion nie verzeihen werden.
    Diese westliche Subversion gegen China im 2008, kurz vor der Olympiade in Peking ist so überflüssig, wie ein Kropf, so schädlich, wie eine Weltkriegsdrohung.
    -----------------------------------------------------------------------

    Anlage:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Tibet#T...her_Kulturraum

    Auszug:
    Für die Chinesen hatte das Protektorat über Tibet den Vorteil der Klarstellung, dass China bis zum Gebirgskamm des Himalaya Gebietsansprüche hatte.
    Es war eindeutig, ab wann fremde Mächte chinesisches Hoheitsgebiet betraten, und einen Krieg mit China wollte keiner der kleineren umgebenden Staaten beginnen.
    Für die Bevölkerung Tibets garantierte die Stellung als chinesisches Protektorat den Schutz gegen äußere Feinde und damit den äußeren Frieden.
    Aufgrund dieser Konstellation wird in den alten Atlanten[8] Tibet meist als Teil Chinas dargestellt.
    Die Lage änderte sich mit dem Auftauchen der englischen Invasionsarmee, welche die Außengrenzen Chinas nicht respektierte.
    Die chinesische Sichtweise [Bearbeiten]
    Aus Sicht der festland-chinesischen Regierung ist Tibet seit mehreren hundert Jahren ein fester Bestandteil Chinas.
    Nach dieser Ansicht hätte der 13. Dalai Lama Thubten Gyatso im Jahr 1894 mit Hilfe der britischen Imperialisten versucht, Tibet von China abzuspalten.
    In diesem Jahr wurde der Statthalter des chinesischen Kaisers vom Dalai Lama aus Tibet vertrieben.[9]
    Die Kolonialmacht Großbritannien war in China militärisch präsent und unterstützte die Abspaltung Tibets politisch, was die chinesische Regierung zum Stillhalten zwang.
    Die Unabhängigkeitserklärung von 1913 ist aus chinesischer Sicht völkerrechtlich nie wirksam geworden, da sie weder von China noch von irgendeinem anderen Staat je anerkannt wurde.
    Mit dem Zurückdrängen der ausländischen Beeinflussung Tibets (1950) und dem Abschluss des 17-Punkte-Abkommens (1951) sei der traditionelle Zustand wiederhergestellt worden.

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Eigentlich haben wir, nach der völkerrechtswidrigen, dummen und unnötigen Intervenstionspolitik des Westens in Kosovo eine Pattsituation. Der Westen wirft China vor:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tibet#T...her_Kulturraum

    Der wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages stellte 1987 fest:
    „…China hat keinen wirksamen Gebietstitel erworben, weil es dem Grundprinzip des aus dem Gewaltverbot hervorgehenden Annexionsverbots entgegensteht. Die Effektivität tatsächlicher Herrschaftsgewalt über ein Gebiet vermag keinen Gebietserwerb zu bewirken.“
    ------------------------------
    Und zugleich werfen China (sowie Russland, Serbien und viele andere Staaten) dem Westen vor, entgegen dem Gewaltverbot, Kosovo von Serbien abgetrennt zu haben, weil es dem Grundprinzip des aus dem Gewaltverbot hervorgehenden Annexionsverbots entgegensteht.
    „…UCK-Kosovo hat keinen wirksamen Gebietstitel erworben, weil es dem Grundprinzip des aus dem Gewaltverbot hervorgehenden Annexionsverbots entgegensteht.“

    Einfacher gesagt: Ein völkerrechtswidrig (NATO-Kosovo-Krieg) erworbenes Gebiet ist kein wirksamer Gebietstitel und somit nichtig.

    Der Westen kann noch so laut, über chinesische Völkerrechtswidrigkeiten faseln, der Westen hat selbst diese Argumentation mit dem völkerrechtswidrigen Kosovo-Krieg entkräftet, entschärft, mit der Anerkennung der UCK-Kosovo-Eigenstaatlichkeit sogar den Fehler potenziert.

    MFG Ivanfi (18.3.2008)

  18. Nach oben   #318
    Avatar von Sandra
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    Zitat Zitat von Ivanfi
    Der Westen kann noch so laut, über chinesische Völkerrechtswidrigkeiten faseln, der Westen hat selbst diese Argumentation mit dem völkerrechtswidrigen Kosovo-Krieg entkräftet, entschärft, mit der Anerkennung der UCK-Kosovo-Eigenstaatlichkeit sogar den Fehler potenziert.

    MFG Ivanfi (18.3.2008)
    Ivanfi wo Du recht hast, hast Du recht
    In China duerfte es aber irgendwann noch dicker kommen, zudem was wollen die Europaer mit 1,5 Milliarden freien Chinesen anfangen? Ach, hmmm und wer soll dann in einem Buergerkrieg in China fuer die westliche Kolonialherren billig produzieren .

  19. Nach oben   #319

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    Die vom Westen versalzene Peking-Ente

    Ich bin schon immer der Meinung gewesen, am Prinzip der Nichteinmischung in die innere Angelegenheiten fremder Länder festzuhalten, auch dann, wenn in den westlichen „pluralistischen“(pluralistisch mit Vorbehalt) Ländern die innenpolitischen Systeme, die miteinander konkurrierenden, einander scharf bekämpfenden, einander in Propaganda, Hetze, in Klugschitterei und Oberlehrerhaftigkeit überbietenden, politisch schadenden Kräfte, eine gesellschaftliche Suggestion ausüben: als ob diese Art von (unserer) Politik, politische oder mediale Vernichtung von Subjekten und gesellschaftlichen Gütern die Demokratie der Welt sein soll.

    Systeme, Gebilde, die unseren Maßstäben nicht entsprechen, bei uns Unverständnis auslösen, werden von unseren Medien UNISONO, gröbst, konsequent bekämpft, es entsteht eine gesellschaftliche, medial öffentliche Trägheits-Masse, die es zwangsläufig diktiert, es ist unsere Berufung, das ist das unverrückbare Programm unserer politischen DNA, alles auf der Welt subversiv „missionieren“ zu müssen.

    Einfacher ausgedrückt: wir befinden uns in der Großmannssucht-Gesellschaft und keiner merkt es, keiner will es merken, keiner will es glauben, jeder lehnt die These moralisch hoch empört und tief verletzt ab. Man lebt gut und zufrieden mit der medialen Diktatur.
    Schließlich entsteht ja uns auch kein Schaden, kein Leid, wenn wir woanders subversiv auftreten, deshalb dort geschossen und gemordet wird.
    Natürlich im Namen der MENSCHENRECHTE!
    Wenn es so ist, sind Monika und Manfred Mustermann zufrieden. Schließlich bestätigen doch alle Umfragen, dass wir alle „richtig“ denken….
    -------------------------------------------------------------------

    Die Forderung nach Eskalation liegt im inneren Wesen des westlichen Pluralismus. Die ausgeklügelte und alles übertönende mediale, politische Propaganda („pc“-Codex) verhindert, behindert, negiert dadurch geradezu den stolz behaupteten eigenen, THEORETISCHEN Pluralismus, und führt genauso zum Einheitsbrei in den West-Medien, wie dies von unseren eigenen „Stürmern“ in den entsprechend bekämpften, aufs Korn genommenen Ländern der Gegenseite vorgeworfen wird.
    Dies ist nicht nur eine gefährliche, sondern auch eine dumme, nicht bis 3 zählende, wenig weise Politik im Westen, die immer hofft, sich selbst nicht, nur dem Gegner schaden zu können und wollen.

    Generell meine ich, Länder der 3. Welt, wo sie auch immer, in Asien, Afrika oder Lateinamerika sind, dürfen nicht mit unseren, sehr wohl hetzerischen, neunmalklugen journalisten- und politiker- Maßstäben gemessen werden.

    Vor allem ist es 1000-mal verboten, subversiv aufzumischen, nur, weil dies sich der Westen mit seinem unglaublichen Reichtum leisten kann. Zudem braucht der Westen für solche subversive, auch völkerrechtswidrige Verbrechen nichts zu befürchten, weil dem reichen westlichen Gebilde (vorerst) keine auf der Welt das Wasser reichen kann.

    Es ist jedoch nur Frage der Zeit, wann die Länder der Welt (insbesondere Russland, China, Indien, etc.) sich gegen diese Überbleibsel und Verfeinerung des schon immer abzulehnenden 68-er Revoluzzertums des Westens emanzipieren, von diesen, den Reichtum des Westens missbrauchende, Menschen und schwer erarbeitete Güter vernichtende, politisch und moralisch verwerfliche Subversionen, befreien können.

    Ich wünsche es sehr, dass im Westen eine Generation heranwächst, die – bei allen Unzulänglichkeiten in den Gesellschaften von Vielvölkerstaaten, - die wir trotzdem nicht oberlehrerhaft und besserwisserisch, gewalttätig, ja sogar militärisch einsatzbereit begegnen dürfen – diese Staaten nicht mit unseren unipolaren Bestrebungen unterdrücken wollen und mit vollem Verständnis für deren staatliche Souveränität, territoriale Integrität, für die, heute mit viel Ungerechtigkeit gescholtener Staaten eintreten.

    Ich wünsche es sehr, dass im Westen eine Generation heranwächst, die sich von den 68-er Schalenresten endgülig befreien, den Revoluzzer-Schleim abstreifen und sich für eine souveräne, friedliche, alle gesellschaftliche Systeme gegenseitig achtende Weltpolitik bekennen mag.

    MFG Ivanfi (Rostock)
    19.3.2008

  20. Nach oben   #320

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    „Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern“

    Sandra.Schulz@dradio.de;hoererservic..._de@mfa.gov.cn

    Sehr geehrte Frau Sandra Schulz,

    Ihr Interveiew (DLF 19.3.2008 um 8:11) mit dem katholischen Erzbischof Paul-Joseph Cordes war so emotional-rührend, dass nach einem solchen Vortrag kein Zweifel besteht: nur noch ein militärischer Eingriff der NATO in Tibet/Peking in Frage kommen kann.

    China muss ein Vertrag nach dem Motto friß oder stirb, noch richtiger: friß UND stirb, wie der angedrohte Rambouillet-Vertrag in 1999 gegenüber Jugoslawien – „angeboten“ werden.

    Danke, Herr Cordes, jetzt wissen wir auch endlich ganz klar, dass nicht eine etwaige westliche Subversion in Tschad und Sudan, nicht Stammeskonflikte, angefacht durch den Westen, (USA, F) sind Schuld am Elend in Darfur, (die mittlerweile mit einem brandneuen Friedensvertrag, Dank chinesischer Hilfe, zwischen Baschir und Deby gelöst wurde) sondern CHINA ist der Anfang und das Ende, von A-Z, vom Alpha bis Omega des Elends, in Darfur.

    Demnächst bekommen unsere Kinder das neueste, modische Hit aus Taiwan, Hundert-Millionenfach fair trade gefertigt: das kleine neue China-Monsterchen für Kinder bis 3 Jahren, in 4 Farben, natürlich bleifrei….

    Im Übrigen, wenn Herr Cordes sich über die Nichtkalkulierbarkeit von China beklagt, dann hätte ich auch gerne gewusst, ob er sich zum gegebenen Zeitpunkt (1999, 2003) über die Unkalkulierbarkeit der NATO, der USA und ihrer Kriegswilligen Kettenhunde, der „Koalition der Willigen“, beklagt hat.

    Mit freundlichen Grüßen

    Zoltan Ivanfi (Rostock)

    20.3.2008
    ------------------------------------------------------------------------------------------
    Anhang: eine andere, auch nachvollziehbare Sicht der Ereignisse in Tibet:

    Man sollte die Sicht, die Logik der chinesischen Regierung medial nicht unterschlagen. Dies zu verschweigen und dazu noch die bekannte Position der Chinesen zu verdrehen, ist pure Verlogenheit im Westen.

    Darum nenne ich auch den DLF-Journalismus, (auch in Anlehnung auf die Kosovo-Analogie) Verdrehe- und Verschweige- Journalismus.

    -----------------------------------------
    Wenn Tibet abfällt, wird (würde) der Westen keine Ruhe geben, China komplett zu zerlegen. Dies wissen die Chinesen sehr wohl. (Erinnert sei an die britische Kolonialisierung in China um 1900). Und bei jeder erzielten Abtrennung einer Provinz oder einer ethnischen Gruppe, würde der Westen beteuern: „kein Präzedenzfall“.

    Interessant ist, dass nach etwa 3 Wochen, nach der vom Westen durchgedrückten Kosovo-Unabhängigkeit schon das nächste Opfer, Tibet angegangen wurde.

    Schnell wurde die westliche Kosovo-Beteuerung: „kein Präzedenzfall“ als Ente entlarvt. Diesmal eine wohl passende Peking-Ente.

    Das Prinzip des Westens: „Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern“.

    Was auch immer die Separatisten in Tibet versuchen zu erreichen, wird nicht gelingen, weil ihre falschen, verlogenen Freunde im Westen, die West-Politiker schon zu oft der Lügen überführt wurden.

    Auf solch riskantes Spiel lassen sich die Chinesen nicht ein. Auch nicht in 100 Jahren. (Dem, für jedermann offensichtlich unredlichen Westen, können sich also die tibetischen Separatisten, für die wohl überlegte und begründete chinesische Weigerung bedanken.)

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  21. Nach oben   #321

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    Einige Gedanken zu den Fehleinschätzungen der westlichen Menschenrechtsideologie.

    Wenn man in den letzten 10-15 Jahren das nicht gerade reibungslose, eher konfliktreiche Verhältnis des Westens mit der Dritten Welt anschaut, ist es unschwer zu entdecken, dass sich dieses Verhältnis immer mehr verschlechtert hat.

    Andererseits ist hierüber in der westlichen Öffentlichkeit eine selbstkritische Wahrnehmung nicht oder kaum zu erkennen, man geht unbeirrt den Weg der eigenen und unteilbaren Position, man ist sicher, in Besitz der westlichen Demokratie, in Besitz der stärksten politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kraft der Welt zu sein; und die Weisheit alleine gepachtet zu haben. Passt auf Menschheit, wir zeigen es Euch, wo es langgeht!

    Der Wille, sich der Großen Sache der Menschheit widmen zu können (dabei ein bisschen Subventionen mitnehmen, die die Allgemeinheit bezahlt) ist bei uns weit verbreitet. Man ist stolz darauf, dazuzugehören, zu denen, die bereits an kommenden Errungenschaften des 22. Jahrhundert zu werkeln begannen. Diese innere, ideologisch tief sitzende Denkweise ist zu einer Routine, zum Lifestyle in unserem Alltag geworden. Wer dies beherrscht, ist Oben und man ist stolz darauf, dies erreicht, und hierzu einen passablen Wohlstand gesichert zu haben.

    Es ist schön und zugleich ein wenig auch komisch wie sich die Millionen von 200%-igen BRD-Bürger voll überzeugt im Schlepptau unserer Politikern von Ultragrün bis Neokon, wie in alten Zeiten, für EINE Große Sache, - diesmal für die Menschenrechte - begeistern, ehrenamtlich, auch als gernegroße, kostenlose Helfer für die Westlichen Werte ausbilden lassen, ja sogar für einen gerne zu erlebenden Kick ihr Leben riskieren, Unmengen von Spendengelder aufbringen. Dies ist einfach ein schönes, bedankenswertes, aber auch für meine Begriffe erstaunliches Spektakel.

    Diese unseren vorbildlichen Bürger, versunken in einem Meer von berauschenden Menschenrechtsaktivitäten, wollen einfach nicht wahrhaben, dass sie einerseits willkommene und willige Werkzeuge von eiskalten, geopolitisch motivierten Politikern, von geopolitischen Betrügern auf höchster Ebene geworden sind, sie wollen aber auch nicht wahrhaben, dass bei aller ihrer Logik, viele dieser Aktivitäten die Hilfe zur Selbsthilfe behindern, die Menschen dort ihrer Eigenheiten, ihrer selbst zu gestaltender Wege berauben, weil sie, die vom Westen übertragenen organisatorischen, staatsrechtlichen, verwaltungstechnischen Klischees überfordern, abschrecken oder schlicht und einfach bevormunden.

    Man will nicht wahrhaben, dass vielmehr begleitende, sich sehr zurücknehmende, deshalb viel länger dauernde Prozesse in der Hilfe besser wären, als dass man ein seit vielen Hundert Jahren natürlich gewachsenes System aus der Steinzeit oder aus dem Mittelalter in die 21. Jahrhundert katapultiert, dass man somit die mittlere und ältere Generationen kränkt, missachtet, überfordert und zur Ablehnung des Westens veranlasst.

    Man will nicht wahrhaben, dass eine Achtung, nicht nur religiöser, sondern Jahrhundertelang gefestigter Strukturen von aussen nicht gestört oder zerstört werden darf. Nur eine allmähliche Veränderung, Umwandlung, das natürliche Absterben und neu Entstehen von Strukturen, kann und soll aus dem Inneren der Gesellschaft zur neuen, glücklichen, akzeptierten, belebenden Identität in der 3. Welt führen.

    Das Herausschwärmen von Millionen westlichen Multiplikatoren mit den westlichen Werten ist nur akzeptabel und willkommen in den betreffenden Ländern, wenn daran nicht einmal ein Hauch von Subversion haftet.
    Schon die geringsten Anzeichen oder Missverständnisse zerstören die positive, überaus selbstlose (eine profitierende Rolle wäre schon bedenklich) Rolle von NGO-Mitarbeitern, die einfach nur stolz sein sollten, wenn ihre Arbeit im Sinne der betroffenen Länder, Völker, Früchte trägt.

    (Weil aber die im Westen bekannten ideologischen Maßstäbe in der Konkurrenz der politischen, ideologischen Akteure ständig heraufgeschraubt werden, entsteht unter den Gestaltern ein Wettbewerb, und die meisten Akteure möchten sich schon zu eigenen Lebzeiten auf dem Sockel der Geschichte sehen.
    Dieser, teils verständlicher Eifer, dennoch nur oberlehrerhafte Maßlosigkeit und Eitelkeit, ist Fehl am Platz und verursacht, zusammen mit der Gruppendynamik, Verwerfungen in der internationalen Entwicklung. Siehe: gruppendynamisch organisierte, international bedeutsame, insbesondere militärische Fehlentscheidungen. )

    Gerade die 68-er Ideologie hat in den letzten 10-15 Jahren diese, alle Seiten irritierende Probleme in der Entwicklung vieler Länder verursacht, die uns an vielen Teilen der Welt belasten.

    Statt bei der Entwicklungshilfe, den betroffenen Ländern ihre volle Souveränität, territoriale Integrität, ihre gesicherten Grenzen zu akzeptieren, haben viel zu viele Politiker mit einer Politik der Bevormundung, der Besserwisserei, mit dem dauersteifen Zeigefinger, mit Drohungen, Sanktionen, mit Ignoranz und Subversion versucht, den Willen, das Schemata, das Gerüst der westlichen Zivilisation, unser Demokratieverständnis und selbst definierte Menschenrechte aufzustülpen.

    Und dies alles mit zweierlei angestrebten Nutzen: einerseits die eigene Selbstlosigkeit, idealistische und ideologische Standhaftigkeit zu demonstrieren, andererseits den geschäftlichen, geopolitisch bedeutsamen Fuß in der Region zu sichern, auszubauen.
    Somit sind gleich zwei Fliegen auf einer Klappe geschlagen: man zeigt eine saubere Weste (auch wenn man deren Sauberkeit anzweifeln muss) und zugleich hat man auch wirtschaftlich und finanziell was davon, durch die klug, clever und listig gesicherte geopolitische Position.

    Es wäre gut, diesen unseren ideologischen, menschenrechtsfanatischen Narzismus mit einer selbstbewussten Bescheidenheit abzulösen. Dies gilt nicht nur für die politischen, wirtschaftlichen Führer eines Landes, sondern ebenso für die Multiplikatoren der Politik, für Jedermann in unserer Gesellschaft.

    Schnell würden wir es merken, wie schnell eine Beruhigung der internationalen Lage eintritt, der Frieden auf der Welt gefestigt wird, ohne
    dass uns ein Zacken aus der Krone brechen würde.


    Zoltan Ivanfi (Rostock)

    20.3.2008

  22. Nach oben   #322

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    Der Dalai Lama: Opfer oder Täter?

    Der Dalai Lama: Opfer oder Täter?

    Sehr geehrte Frau Klein,

    was Sie an Vormoderation geleistet haben, (DLF 22.3.2008 um ca.12:20 Claudia Witte Korrespondentin. Bericht aus China) ist schon ein starkes Stück. Bitte, haben Sie dafür Verständnis, dass ich Ihre, wenige Sekunden lange Vormoderation zum Anlass genommen habe, mit der journalistischen Schizophrenie in den West-Medien, im Zusammenhang mit der Tibet-Krise abzurechnen.
    Bitte, nehmen Sie meine Ausführungen nicht persönlich, weil Sie auch nicht stellvertretend für eine völlige mediale Schieflage in diesen Zusammenhängen verantwortlich sein können.
    ----------------------------------------------------------------

    Ob Sie den Text Ihrer Vormoderation selbst formuliert haben, oder Ihr Redaktionsteam diese „glänzende“ Leistung gebracht hat, weiss ich nicht.
    Sinngemäß brachten Sie den Text, wonach die chinesische Regierung bedauerlicherweise mit dem Dalai Lama an Frieden nicht interessiert zu sein scheint.

    Sie suggerieren etwas, - was ja als 200%-ige Selbstverständlichkeit von Ihren Zuhörern, - deren Mehrheit getrost als mediale Allesfresser bezeichnet werden können,- gilt: die böse chinesische Regierung ist an allem Schuld.

    Sie erwarten mit solchen sinngemäßen Aussagen: „der Dalai Lama möchte in Peking in Augenhöhe mit Hu Jin Tau verhandeln“ als ob dies tatsächlich in Anbetracht der Ereignisse, in Anbetracht der direkten und indirekten Verwicklungen des Dalai Lama bei den gewaltsamen, separatistischen Unruhen in Tibet auch nur angedacht werden kann.

    Sie suggerieren eine politische Forderung, wofür Sie bestenfalls Kinder unter der Konfirmationsstufe begeistern und überzeugen können. Ihre DLF-Propaganda ist genauso kindisch, wie auch dumm dreist.

    Man kann natürlich Ihre Forderung auch ernstgemeint durchspielen:
    Hu Jin Tau geht auf das Angebot ein und der Dalai Lama wird in 3 Wochen in Peking erwartet. Die ganze Welt hält den Atem an, weil sie soeben der Quadratisierung des Kreises auf politischer Ebene, einem Jahrtausendereignis live, Augen- und Ohrenzeuge sein können.
    (Ein solches Welt-Ereignis könnte nur Israels bedingungslose Anerkennung durch die arabische, muslimische Welt, inklusive Costa Rica übertreffen.)
    Also: der Dalai Lama ist in Peking und man spricht mit ihm über seine bescheidene Forderung: Punkt 1, 2, 3: Autonomie.
    Andere Punkte sind nicht bekannt, weil der Dalai Lama in unzähligen Äusserungen KEINE Unabhängigkeit, keine Abspaltung und keinen Separatismus Tibets gefordert hat.

    Was also, nach knapp 50 Jahren mit dem Dalai Lama in Peking zu besprechen wäre, (zumal bis heute, jeder Kontakt im Ausland mit dem Dalai Lama in China als Affront, als diplomatische Provokation definiert wird und deren plötzliche Wandlung in Neutralität ein Copperfieldscher Wunder wäre) kann ich nicht logisch nachvollziehen.

    Weder eine Autonomieverweigerung, noch eine Vernachlässigung Tibets Entwicklung hat in den letzten 10 Jahren stattgefunden. Mit der „Forderung“ oder Bitte für Autonomie würden und werden offene Türen in Peking eingerannt.

    Verlassen wir jetzt die Spekulation und schauen wir an, was die Tatsachen sind (die Sie gerne ausblenden): Tatsache ist, dass in Tibet in den letzten 10 Tagen ein vom Ausland super organisierter, gesteuerter, himmelklar separatistischer Aufstand stattfand, den der Dalai Lama kooperativ oder inaktiv-duldend unterstützt hat.

    Dass er über die Organisation der Vorgänge nicht eingeweiht war, ist eine faule Ausrede, die die chinesische Regierung besser als irgendjemand auf der Welt weiss.
    Den Auftritt und Äusserungen des Dalai Lama chronologisch begleitend kann auch indirekt bewiesen werden, dass er die westliche Subversion, - von der „tibetischen Exilregierung“ mitorganisiert - wissentlich mitgemacht hat.

    Dass der Dalai Lama nicht mit Unabhängigkeitsforderungen und nicht mit Gewalt assoziiert werden will, seinen Namen mit der Gewalt in Tibet kompromittiert empfindet und seine internationale Position, seinen Namen beschädigt sieht, ist verständlich.

    Wie ich die Ereignisse verfolgt habe, kann ich nur schlussfolgern, dass „Euere Heiligkeit“ sich leichtsinnig und unvorsichtig mit der organisierten Gewalt eingelassen hat, in diese, durch Krawalle und blutige Gewalt gekennzeichnete Ereignisse hineingerissen wurde und nach wenigen Tagen hoffnungslos einen Ausweg aus dieser Blamage, Dilemma anstrebte, indem er seinen Rücktritt in Aussicht stellte, sollten die westlich angestiftete Gewalt und die Unabhängigkeitsforderungen nicht umgehend aufhören. (Der jüngste Besuch in Dharamsala von US-Repr.-House, Mrs. Pelosi dient allerdings dazu, ihm die Leviten zu lesen, wenn er jetzt den Unabhängigkeitsaufstand der Exilregierung (+USA) zu konterkarieren gedenkt.)

    Die westlichen Medien, wie auch DLF, greifen gerne und konsequent zu der Doppelstrategie, indem sie „Eure Heiligkeit“ in höchsten Tönen loben, als bedauerliches Opfer der brutalen chinesischen Regierung definieren, ihn unbedingt als Gesprächspartner empfehlen und gleichzeitig, als ob dies passen würde, beteuern, man kann für nichts garantieren, weil die tibetische Exilregierung (in enger US-Kooperation) und deren Jugendorganisation unterhalb der Unabhängigkeit keine Kompromisse annehmen werde.

    Also, man droht China in Tibet mit Gewalt (auch dauerhaft mit einem medialen, politischen, wirtschaftlichen oder gar militärischen Abnutzungskrieg, der ein asymmetrischer Terr*ristenkrieg und Terr*ranschläge, ähnlich wie die UCK in Kosovo sein können) bis zur bitteren Unabhängigkeit und zugleich „ganz logisch“ empfiehlt man, dem Dalai Lama als Unschuldslamm, einem „ausschließlichen Autonomiebefürworter“ in Peking den Roten Teppich auszurollen.

    Lange Rede, kurzer Sinn:
    Dass man bei Ihnen im DLF gerne unzulässigerweise Äpfel mit Birnen vergleicht und vermischt, ist Teil des Propaganda-Arsenals der West-Medien, mit der Sie bislang jedoch, in Anbetracht der Übermacht dieser Propaganda, dauerhafte, stabile Wahrnehmungs-Verwerfungen bei Monika und Manfred Mustermännern erreicht haben.

    Die aktuellen Umfragen bestätigen, dass Sie über 100%-ige Überzeugungsarbeit geleistet haben.
    Über die verlogene, lügenhafte Vorgehensweise der Medien (auch DLF) schweigen wir uns mal aus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Zoltan Ivanfi (Rostock)
    22.3.2008
    --------------------------------------------------------------
    Anhang: Lügen und Wahrheit, mit Angaben von Wikipedia untermauert.

    Nichts ist klarer, als dass in den West-Medien (angestachelt durch die West-Politiker) mit gezinkten Karten gespielt wird, wenn es darum geht, die Zusammenhänge zwischen „Eure Heiligkeit“ und der tibetischen Exilregierung zu verklären.

    Je nach politischen Interessen im Westen, wird eine Einhelligkeit der Beiden betont (Forderung nach Unabhängigkeit der Tibetischen Exilregierung, die der Westen mit allen seinen Sinnen unterstützt), oder man verweist differenziert auf die Güte, Großmut, Friedensabsolutismus, auf die lammfriedliche Autonomie-Begnügsamkeit „Eurer Heiligkeit“ und beschimpft die blutrünstigen China-Kommunisten, (denen der Dalai Lama am Buckel runterrutschen kann), weil sie diese so schön vorbereitete Konstruktion, diese Falle nicht bereit sind zu betreten.

    Man sollte ruhig die Ausführungen in Wikipedia nachlesen:
    1- Der gegenwärtige Status: Tibet, als autonomes Gebiet: als Teil Chinas zu betrachten ist und dies international voll anerkannt ist!
    2-Tibet ist Autonome Republik Chinas und die westliche Suggestion, dies muss erst noch erkämpft werden, ist eine widerliche Augenwischerei! Dient nur dazu, die Unabhängigkeitsbestrebungen der Tibetischen Exilregierung (USA-finanziert) in der westlichen Öffentlichkeit mit einer bodenlosen Verlogenheit, ambivalent und schizophren, als "völkerrechtlich verständlich" darzustellen.
    ------------------------------------------------------------------------

    http://de.wikipedia.org/wiki/Autonomes_Gebiet_Tibet

    Autonomes Gebiet Tibet
    Das Autonome Gebiet Tibet (Tibetisch བོད་རང་སྐྱོང་ལྗོངས་, Wylie-Transliteration: bod rang skyong lbyongs; Chinesisch: 西藏自治区, Pinyin: Xīzàng zìzhìqū) ist ein Verwaltungsgebiet der Volksrepublik China.
    Im offiziellen chinesischen Sprachgebrauch steht der Begriff „Tibet“ immer für das Autonome Gebiet Tibet; allerdings schließt auch der tibetische Begriff bod bzw. bod yul die osttibetischen Regionen Amdo und Kham, also überwiegend außerhalb des Autonomen Gebiets Tibet gelegenen Gebiete, üblicherweise nicht mit ein.
    Damit sie ebenfalls einbezogen werden, muss im Tibetischen bod chen (Böchen) = "Groß-Tibet" gebraucht werden.
    Die Volksrepublik China betrachtet Tibet als Bestandteil ihres Territoriums, eine Position, die von der tibetischen Exilregierung abgelehnt wird.
    Chinas Ansicht, dass Tibet Teil des chinesischen Staatsverbands ist, pflichtet auch die gesamte Staatengemeinschaft bei[1].
    Der völkerrechtliche Status Tibets wird zudem kontrovers diskutiert. (siehe dazu: Tibets Status).
    Das Autonome Gebiet Tibet wurde 1965 als administrative Einheit der Volksrepublik China geschaffen und entspricht in etwa dem früheren Machtbereich der Dalai Lamas und macht ungefähr die Südhälfte des Hochlands von Tibet (geographisches Tibet) aus.
    Der Vorsitzende der tibetischen Regierung ist derzeit Qamba Püncog.
    Das Autonome Gebiet Tibet bezeichnet insgesamt ein Gebiet von 1,22 Millionen km². Es umfasst die zentraltibetischen ehemaligen Provinzen Ü (dbus) und Tsang, Ngari, weite Teile des Changthang sowie den westlichen Teil der Kulturregion Kham. Die zurzeit unter indischer Verwaltung stehenden Gebiete Tibets sind in die Fläche von 1,22 Millionen km² mit eingerechnet. Diese sind: je zwei Abschnitte im Westen des Kreises Gar und im Süden des Kreises Zanda, beide im Regierungsbezirk Ngari (Westtibet), sowie der ganze Süden (Südwesten) der Kreise Cona, Mêdog und Zayü in den Regierungsbezirken Shannan und Nyingchi (Südosttibet). Die indische Verwaltung dieser Gebiete ist völkerrechtlich umstritten. Aus den indisch verwalteten Teilen der Kreise Cona, Mêdog und Zayü und einigen kleineren Flächen, die nie zu Tibet gehört hatten, wurde der Bundesstaat Arunachal Pradesh gebildet. Große Teile von Kham und von der Kulturprovinz Amdo wurden, sofern sie überhaupt zum Machtbereich der Dalai Lamas gehört hatten, seit dem 18. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts in die chinesischen Provinzen Sichuan, Yunnan, Qinghai und Gansu eingegliedert. Sie wurden somit nicht Teil des AGT.

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  23. Nach oben   #323
    Avatar von Sandra
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    Ivanfi wir sind ein Russlandforum und ich moechte Dich bitten in Beitraegen darauf zu achten.
    Sandra

  24. Nach oben   #324

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    Hallo Sandra, danke für den Hinweis.

    Ich werde dies gleich beherzigen. Die ganze politische Situation zwischen Russland, dem Westen und dem Rest der Welt ist so eng verflochten, die gegenseitigen Auswirkungen sind so bedeutend, dass ich mir nichts dabei gedacht habe, tangierende Themen vorzutragen. Keineswegs aus Schreibliebe.

    Nein. Eher war meine Annahme, dies auch gewünscht zu sein um von anderen Teilnehmern mit unterschiedlichen Ansichten die Argumente zu schärfen, verwerfen, neue entwickeln zu können.

    Solange die Themen tatsächlich Aussenpolitik, Weltpolitik sind und bleiben und nicht gerade in die Rentenversicherung oder Bienenzucht abdriften...

    MFG. Ivanfi

  25. Nach oben   #325
    Avatar von Sandra
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    Zitat Zitat von Ivanfi
    Die ganze politische Situation zwischen Russland, dem Westen und dem Rest der Welt ist so eng verflochten, die gegenseitigen Auswirkungen sind so bedeutend, dass ich mir nichts dabei gedacht habe, tangierende Themen vorzutragen.
    Natuerlich koennte man hier einen schoenen Bogen schlagen, den schon wieder moechten Regierungen eine Olympiade boikotieren. Die Moskauer Olimpiade wurde boikotiert, weil die Russen ein Passagierflugzeug abschossen, das wiederrechtlich in ihrem Flugraum war und trotz andauernder Mahnung unbeirrt weiter flog. Im Schatten des Flugzeuges ein Spionageflugzeug der Amis. Man haette also einen historischen Bogen. Die Tibetgeschichte muss man sich seit Jahrzehnten in gewissen regelmaessigen Abstaenden anhoeren. Sogar ein Spiegeljournalist war sich nicht sicher, wer da wirklich auf wenn und warum geschossen hat. Ich denke nicht, dass man ohne in China zu sein nun wirklich die Situation nachvollziehen kann. Einzig, wir wissen alle aus eigener Erfahrung, der Westen luegt gerne, und wer einmal luegt...
    Sandra

  26. Nach oben   #326

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    Sandra nicht nur der Westen lügt gerne, die Menschen lügen, das schließt russland und den osten mit ein. wenn wir dem westen vorwerfen mit zweierlei maß zu messen, sollten wir selber aufpassen nicht die gleiche taktik anzuwenden. sonst macht man sich unglaubwürdig

  27. Nach oben   #327

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    Akteure als "Weltbefreier"

    Ich habe den Eindruck, (andere mögen dies verneinen?) dass man im Westen unentwegt dem Rest der Welt von Menschenrechten faselt, zugleich nimmt man es mit dem Völkerrecht ganz locker, natürlich wieder NUR im Sinne der "Menschenrechte".
    Ich überspitze mal den Satz: „Für Menschenrechte tun wir alles, wir gehen sogar über Leichen!“

    Also, was auch immer die Welt beschließt, vorschreibt und regelt, interessiert den Westen (insbesondere Rot-Grün) nicht wirklich. So gehen sie, unterstützt vom Reichtum, Selbstbewusstsein und Militärmacht spontan an Dinge ran, das sie gerade mal ideologisch begründet aufgeschnappt haben.

    Diese Beliebigkeit der GEGENWÄRTIGEN 68-er Politikergeneration im Westen ist symptomatisch und ruft in der Dritten Welt (Russland, China, Indien, Afrika, Arabischer Raum, etc.) große Irritationen und Ärgernisse hervor.
    Man kann sich sozusagen auf eingefahrene internationale Regeln, geschweige auf staatliche Souveränität, terr. Integrität, friedliche Aufbauarbeit, in Ruhe auszuübende Regierungsarbeit NICHT verlassen.

    Der Westen kommt, macht nach eigenen, beliebigen Vorstellungen Vorhaltungen, macht die Leute wild und sieht dann entsetzt zu, wie die bisher friedliebenden Völker sich in die Haare kriegen. Dann kommt der Westen nochmals und bietet Vermittlung an, bei der ethnischen Teilung zu helfen….Welch ein Humanismus!

    Wenn der Westen ein Gebiet – oft zufällig – ins Visier nimmt, hat die dortige Regierung, Mühe, diese Attacken zuzuordnen, zu verstehen und höflichst zurückzuweisen. Der ins Visier geratener Staat kann von nun an ums Überleben kämpfen. Solche Kämpfe dauern dann Jahrelang und werden zu Stellvertreterkriegen zwischen dem reichen Westen und dem armen Staat.
    Der Seufzer ist bekannt: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.“

    Ganz so fromm ist aber auch niemand von den Völkern, berechtigt aber nicht den Westen mit seinem Reichtum und scheinheiligen Missionarium andauernd auf der Welt aufzumischen und dies Jahr für Jahr an Anzahl und Intensität zu steigern.

    Selbst, wenn der Westen an vielen Terr*rismen nur weitläufig beteiligt ist, finde ich, Zurückhaltung im Sinne des Friedens ist besser, als Parteien in einem fremden Land aufeinanderzuhetzen, dann lammfromm humanitäre Hilfe und Schlichtung anzubieten.
    Terr*r ist schlechter als friedliche und langfristige, unspektakuläre, geschichtlich gewachsene Aufbauarbeit.

    Ich habe mir dies mal so formuliert:

    Ich wünsche es sehr, dass im Westen eine Generation heranwächst, die sich von den 68-er Schalenresten endgültig befreien, den Revoluzzer-Schleim abstreifen und sich für eine souveräne, friedliche, alle gesellschaftliche Systeme gegenseitig achtende Weltpolitik bekennen mag.

    MFG. Ivanfi 25.3.2008

  28. Nach oben   #328

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    Grummel

    Zitat Zitat von Ivanfi
    Ich habe mir dies mal so formuliert:
    Ich wünsche es sehr, dass im Westen eine Generation heranwächst, die sich von den 68-er Schalenresten endgültig befreien, den Revoluzzer-Schleim abstreifen und sich für eine souveräne, friedliche, alle gesellschaftliche Systeme gegenseitig achtende Weltpolitik bekennen mag.
    Ich wurde, war und bin gerne ein 68er! Ihre repetierende schleimig-pathologische Verunflätigung meiner Generation geht mir allmählich auf den Senkel.

    Julius

  29. Nach oben   #329

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    Julius, Dampf abgelassen?

    Und mir geht die kriegslüsternde, SCHIZOPHRENE, Völkerrecht mit den Füßen tretende, SCHEINHEILIGE, politisch DILETTANTE Sponti-Haufen auf den Senkel.

    Vor allem ist es 1000-mal verboten, subversiv aufzumischen, nur, weil dies sich der Westen mit seinem unglaublichen Reichtum leisten kann. Zudem braucht der Westen für solche subversive, auch völkerrechtswidrige Verbrechen nichts zu befürchten, weil dem reichen westlichen Gebilde (vorerst) keine auf der Welt das Wasser reichen kann.

    Es ist jedoch nur Frage der Zeit, wann die Länder der Welt (insbesondere Russland, China, Indien, etc.) sich gegen diese Überbleibsel und Verfeinerung des schon immer abzulehnenden 68-er Revoluzzertums des Westens emanzipieren, von diesen, den Reichtum des Westens missbrauchende, Menschen und schwer erarbeitete Güter vernichtende, politisch und moralisch verwerfliche Subversionen, befreien können.

    Dampf abgelassen?

    Ivanfi

  30. Nach oben   #330
    Avatar von Sandra
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    Zitat Zitat von Ivanfi
    sich gegen diese Überbleibsel und Verfeinerung des schon immer abzulehnenden 68-er Revoluzzertums des Westens emanzipieren,
    Ivanfi, ich wuerde mir fuer den Westen eine neue revoluzzer Generation a la 68 er wuenschen. Darin wuerde ich zur zeit die einzige Loesung fuer ein absolut unreales und zombiertes Europa sehen.
    Werfen Sie mal einen Blick in die kommende EU Verfassung, sehen Sie sich mal die schleimige Liebe zu den USA an, die zukuenftige soziale Misere, man koennte endlos weiter fahren. Und was machen die Kids? Streiten ueber Dosenpfand und lassen sich von der GEZ haenseln, verstehen Gerichtsurteile des Verfassungsgerichts falsch und jubeln wo es nichts zu jubeln gibt, gehen nach Hause mit einem Alkipop um sich vor dem Computer bei my friends irgendwelche Maedchen aufzugabeln.
    Gehen Sie auf die Barrikaden? Leider nein! Es gaebe aber genug, weit ab vom Dosenpfand und gluecklichen Huehnern mit gluecklichen Eiern, Themen die fuer die Zukunft nichts gutes versprechen. Nein, dem Land fehlen eben genau die Revolluzzer die bereit sind fuer ihre Meinung auf die Barikade zu gehen. Diese angepassten Haesschen die sich Heute die Musik von ihren Erzeugern anhoeren und deren einziges Problem ist, das die Flatrate funktioniert, diese Generation ist mir zu angepasst. Der Sinn der Jugen ist sein eigenes Ding machen zu wollen, dieser Sinn scheint der Jugend heute in Europa zu fehlen. Sie denken nicht, sondern lassen denken, damit macht man wirklich keine Revoluzzion.


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