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Thema: Lage der russischen Wirtschaft

  1. #181
    Avatar von Hasi
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    http://de.rian.ru/letters/20101229/258009011.html

    17:15 29/12/2010

    Warum ist Russland immer noch nicht in der Lage, der erfolgreichen Propaganda und den subtilen PR-Aktionen des Westens - etwa im Falle der Prozesse gegen Chodorkovski und Lebedev - Paroli zu bieten?

    Warum ist Russland immer noch nicht in der Lage, der erfolgreichen Propaganda und den subtilen PR-Aktionen des Westens - etwa im Falle der Prozesse gegen Chodorkovski und Lebedev - Paroli zu bieten?

    Warum ist Russland unfähig, Fragen zu beantworten, bevor sie gestellt werden und bevor sich die ständig gleichen Phrasen des Westens mit ihren inhalts- und substanzlosen Stereotypen in die Köpfe von Hunderten Millionen Menschen in der westlichen Welt als vermeintliche Wahrheiten eingebrannt haben?

    Dabei wäre es so einfach, den selbst ernannten Gutmenschen und Justizkritikern im Westen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Aus Platzmangel hier nur ein einziges Beispiel: Warum höre und lese ich nichts über die Rolle des bei einem Hubschrauber-Absturz in England ums Leben gekommenen ehemaligen Yukos-Mitarbeiter Stephen Curtis? Curtis hatte für Chodorkovski, Yukos und Menatep die undurchsichtigen Finanzstrukturen, bestehend aus Netzwerken mit Shell-Companies und Bankkonten in verschwiegenen Offshore-Steueroasen weltweit etabliert. Wofür wohl?
    Diese Netzwerke dienten nach meinen Informationen nur einem Zweck, nämlich Steuerzahlungen zu "vermeiden". Damit wurden Russland, aber auch die Yukos-Aktionäre, von Chodorkovski betrogen. Wäre es für Russland nicht hilfreich, diese und ähnliche Stories aufzubereiten und in den Westen zu kommunizieren?

    Chodorkovski & Konsorten haben offensichtlich ihre kriminellen Aktivitäten verdrängt, stellen sich heute als "politische" Märtyrer dar, während sie in Wahrheit ordinäre Kriminelle waren und sind. Und Russland sieht schweigend zu, ohne der West-Propaganda mit aufklärenden Fakten den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Ich könnte Ihnen Dutzende ähnliche Aufhänger im Zusammenhang mit Yukos und Chodorkovski und damit Beispiele liefern, wie mit einfachsten aber intelligenten journalistischen Mitteln der Aufschrei des Westens über das Chodorkovski-Urteil ad absurdum geführt werden könnte.

    Es reicht einfach nicht aus, zu erklären, der Westen möge sich nicht in die inneren Angelegenheiten Russlands einmischen. Das scheint mir - gelinde gesagt - eine hilflose und amateurhafte Reaktion des Kremls auf die substanzlose Propaganda des Westens zu sein.


    © 2010 RIA Novosti

  2. Nach oben   #182

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    man packe russlands reichste 1000 personen in einen sack und haue drauf, man wird stets den richtigen treffen...

    mit anderen worten: es ist f a l s c h, dass n u r der khodorkowski einsitzen muss. aber es trifft mit ihm eben gerade keineswegs den falschen.

    leider haben es nur die anderen räuber geschafft, den kopf aus putins schlinge zu ziehen und das diebesgut zu retten, was nun im westen verprasst wird.

    in einer gesunden diktatur hätte man die ganze bande erledigt.
    insoweit ist russland weder demokratie noch ordentliche diktatur.

    die heuchler-medien im westen, die nun gegen das urteil wettern, haben leider nicht mal dies begriffen.
    sie brechen eine lanze für den räuber, angeblich im namen der rechtsstaatlichkeit.
    das ist absurd.

  3. Nach oben   #183
    Avatar von Hasi
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    Russlands Anti-Krisen-Budget nicht völlig ausgeschöpft

    Russland hat im vergangenen Jahr laut Regierungsbericht 324,6 Milliarden Rubel (umgerechnet 8,1 Milliarden Euro) für das Anti-Krisen-Programm ausgegeben.

    Somit sind 2010 nur 95,4 Prozent der zur Unterstützung des Finanzmarktes, des Banksystems, des Arbeitsmarktes und der sozialwirtschaftlichen Programme vorgesehenen Haushaltsmittel ausgegeben worden, heißt es im Bericht, der am Montag der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) übergeben wurde.

    2010 waren in zusätzliche Programme, die soziale Spannungen auf dem Arbeitsmarkt mildern sollten, 34,3 Milliarden Rubel (umgerechnet 857,5 Millionen Euro) statt der geplanten 35,4 Milliarden Rubel investiert worden.

    Die russische Eisenbahn (RZD) hat die für 2010 geplanten Subventionen von 27,5 Millionen Euro für Beförderung von Getreide- und Mehlerzeugnissen zu vergünstigten Preisen nicht bekommen.

    Nicht ausgeschöpft wurden auch jene umgerechnet 150 Millionen Euro, die im Haushalt für die staatliche Förderung der Entwicklungsprogramme an den staatlichen Universitäten in Moskau und Sankt Petersburg sowie an anderen führenden russischen Universitäten und Forschungsinstituten vorgesehen waren. Das Geld war für angesehene Wissenschaftler und Dozenten gedacht, um sie in Entwicklungsprogramme einzubeziehen, sowie für Kleinunternehmen, um sie zu Innovationsverfahren zu bewegen.

  4. Nach oben   #184

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    Innovationen den russischen Käufern vermitteln

    Wenn deutsche Know-how-Träger das Wort Know-how-Transfer hören, wollen sie nur noch weg. Am besten sollen einfach Produkte gekauft werden. Sonst klauen die Russen die Innovation und auf lange Sicht hat man keine Partizipationschancen. Dabei vergessen viele, dass die Innovation erst an die russischen Unternehmen vermittelt werden soll. Also was ist der Innovationsgehalt und der daraus resultierende Wettbewerbsvorteil? Hier versucht ein deutsch-russischer Verband das Know-how und Produktinnovationen auf Russisch darzustellen www.gepros.net

  5. Nach oben   #185

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    Hallo

    und nur mal eine Theorie:
    Der Anstieg der Direktinvestitionen ist in Wahrheit nur der "ehemals dunkle" Kapitalrueckfluss von russ. Firmen und Personen, die diese Mittel in der Kriese jetzt brauchen. Durch diese Eckpunkte steigt Russland in der Gunst diverser Anleger und wird - das prophezeie ich jetzt schon - kraeftig dabei abgezockt! Das System ist nicht neu, man putscht einen durch falsche Auslegungen von Eckpunkten den Kurs und kauft sich noch mit Konzept ein. Dies laesst weitere Anleger hineinlaufen, Kurs steigt und dann macht man den Sack zu. Gewinne mitnehmen und fertig.
    Ganz fertig nicht, denn jetzt wollen auch die Anleger und Fonds dort raus, Verlustminimierung oder Gewinnsicherung, jenachdem, wieweit es runter geht. Das Problem ist dann, dass die Firmen ploetzlich einen ungeplanten Kapitalbedarf haben, den man sich derzeit als russische Firma sicher nicht so einfach besorgen kann. Staatliche Firmen werden nicht Pleite gehen, der Staat springt ein, also haben dann unsere amerikanischen Freunde quasi Russland abgezockt. Genau wie sie es mit EU vorhatten und es je teils auch gelungen war.

    Sorry, aber zu goldige Aussichten sind meist nur ein Vorhang...

    Besser beraten ist der, der auf den Crash wartet und dann einspringt. Die Gewinne werden hoeher sein und man hilft der russischen Wirtschaft - also kein schlechter Deal

    Schoenen Gruss aus dem KrasnoeCelo

  6. Nach oben   #186
    Avatar von Struppi
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    WTO Beitritt Russlands mitte des Jahres

    Hallo @all,

    es ist lange her, das ich mich hier im Forum geaeussert habe. Ich habe eine grundlegende Frage zum Beitritt Russlands in die WTO.

    Z.z werden Maschinen bei Import nach Russland nochmals Zertifiziert, d.h. Russland akzeptiert bis jetzt keine andere Zertifizierung, wie z.Bsp. die CE-Zertifizierungen.

    Wird sich dieses im laufe dieses Jahre aendern?
    - muss Russland durch den Beitritt zur WTO andere Zertifizierungen anerkennen?
    - ist es sicher, das Russland mitte diesen Jahres den Beitritt vollzieht?
    - muss dann in der Duma irgendwas rativiziert werden (ich hoffe ich habe es richtig geschrieben), Zeitverzug?
    - wie wird die Umstellung vorgenommen?

    Hintergrund der Frage ist der Import von Maschinen zum Bau eines Zementwerkes und der Zusammenstellung des dafuer noetigen Teams. Sollte sich die Sache mit der Zertifizierung mitte des Jahres erledigt haben, ich glaube nicht daran, wuerde mir Muetterchen Russland einige Arbeit abnehmen.

    Ich hoffe doch das mir jemand helfen kann.

    Gruss abb/rotech und nun halt Struppi

  7. Nach oben   #187

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    Zitat Zitat von Struppi Beitrag anzeigen
    ...
    [[Zitat]]
    [[Z.z werden Maschinen bei Import nach Russland nochmals Zertifiziert, d.h. Russland akzeptiert bis jetzt keine andere Zertifizierung, wie z.Bsp. die CE-Zertifizierungen.

    Wird sich dieses im laufe dieses Jahre aendern?]]
    - es handelt sich dabei sicher um das Betriebssicherheitszertifikat, dass wird sicher - wenn ueberhaupt - erst spaeter abgeschafft. Und erst, wenn das russische Zertifikat auch als CE gilt...

    [[- muss Russland durch den Beitritt zur WTO andere Zertifizierungen anerkennen?]]
    Es geht dabei eher um die Anerkennung von Zolltarfinummern, Handelsfreigrenzen, Durchfuehrung von nachtraeglichen Repressialien, Bewertung von Zollwerten, etc.

    [[- ist es sicher, das Russland mitte diesen Jahres den Beitritt vollzieht?
    - muss dann in der Duma irgendwas rativiziert werden (ich hoffe ich habe es richtig geschrieben), Zeitverzug?]]]]
    Ja, Putin ist ein Befuerworter dieser Aktion. Es wird normale Geschaeftfirmen vom Einfluss und Mehrkosten durch Korruption befreien. Russland hat den WTO-Vertrag bereits unterschrieben, die Duma muss aber bis Juli die Gesetzenaenderungen rativizieren(ich hoffe es auch).

    [[- wie wird die Umstellung vorgenommen?]]
    Die Umstellung wird vorraussichtlich am naechsten Tag der Ratifizierung gelten.

    [[Hintergrund der Frage ist der Import von Maschinen zum Bau eines Zementwerkes und der Zusammenstellung des dafuer noetigen Teams. Sollte sich die Sache mit der Zertifizierung mitte des Jahres erledigt haben, ich glaube nicht daran, wuerde mir Muetterchen Russland einige Arbeit abnehmen. ]]
    Sollte es nicht rativiziert werden, kann man nur zum Ausstieg aus dem Vertrag raten. Derzeit zumindest, wuerde einen solchen Import sicher nicht viele machen. Die Betriebssicherheitszertifikate braucht man aber sicher, um Feststellung der Zolltarifnummer den dt. Zoll bemuehen, beglaubigt uebersetzen und den Zollwert der Waren in RF je Position mit mindestens zwei Fremdangeboten belegen (die sollten nicht hoeher sein als Ihr Preis, nicht pro Position und nicht pro kg).

    Viel Glueck!

  8. Nach oben   #188
    Avatar von Struppi
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    Perfekte Antwort, danke

    Ergo, ich werde mit oder ohne WTO Beitritt nicht um eine Sicherheitszertifizierung herumkommen. Na ja nicht das erste Werk und warscheinlich nicht das letzte.


  9. Nach oben   #189

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    Was man auch sagen kann, gehts in Russland viel besser als bei uns.

    Was man auch sagen kann, gehts in Russland viel besser als bei uns. Boom ausländischer Investitionen, Wirtschaftswachstum, die Währungsreserven wachsen, Lohnerhöhung – alles ist also gut. Die Russen sehen beruhigt der Zukunft entgegen. Allem Anschein nach bewältigt die Staatsführung die Krise erfolgsreich, was man über die EU-Chefs nicht sagen kann. Wir sind 27, doch sind wir nicht imstande, gemeinsam die Krise endlich bekämpfen. Wir sitzen immer noch in der Scheiße. Brüssel redet und redet, doch wird nichts getan! Wir Europäer leben in zerrüteten Verhältnissen...

  10. Nach oben   #190
    Avatar von Alexander
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    Zitat Zitat von Ledermann Beitrag anzeigen
    Was man auch sagen kann, gehts in Russland viel besser als bei uns. Boom ausländischer Investitionen, Wirtschaftswachstum, die Währungsreserven wachsen, Lohnerhöhung – alles ist also gut. Die Russen sehen beruhigt der Zukunft entgegen. Allem Anschein nach bewältigt die Staatsführung die Krise erfolgsreich, was man über die EU-Chefs nicht sagen kann. Wir sind 27, doch sind wir nicht imstande, gemeinsam die Krise endlich bekämpfen. Wir sitzen immer noch in der Scheiße. Brüssel redet und redet, doch wird nichts getan! Wir Europäer leben in zerrüteten Verhältnissen...
    Guten Abend!
    Da bin ich andere Meinung.In Russland gibt es Regeln und Gesetze, aber die arbeitet hier nicht. Problem liegt in der korrupt Macht.Die Wirtschaft ist abhängig von dem Erdöl und dem Gas. Die Gesellschaft hat Ängst vor der Zukunft.

  11. Nach oben   #191
    Avatar von Struppi
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    Da moechte ich meinem Vorschreiber zu und widersprechen. Das die Russen generell eher negativ in die Zukunft blicken liegt eher an der Mentalitaet. Um diese zu beschrieben hier ein einfaches Beispiel, welches jeder nachvollziehen kann:

    In jedem amerikanischen Film ist der Haupthelt immer der Gewinner/ die Boesen und der Rest stirbt. In russischen Filmen sterben grundlsaetzlich alle, aber auf jedenfall der Hauptheld.

    Das scheint vieleicht ueberspitzt geschrieben zu sein und nicht zu 100% richtig aber beschreibt die russ. Seele. Das hier nicht alles Friede-Freude-Blinoj ist, liegt zum einen an der horenden Inflationsrate von min. 7%. Zwar bekommen hier Exparts mehr Geld und bezahlen dazu nur einen Steuersatz von 13% aber letztendlich frisst die Inflation alles auf. Mit dem Blick auf die Wirtschaft und das Ausbildungsniveau denke ich das Exparts hier auf Jahre/Jahrzente keine Probleme haben einen gutdotierten Job zu finden. Der Vorteil in Russland ist auch das hier keiner auf das Alter einer Person schaut. Es ist normal das ein 67 jaehriger Ing. arbeitet (so ist meine Erfahrung) und wenn noetig sogar noch einen neuen Job findet.

    Gruss aus dem jetzt-zur Zeit sonnigem Moskau

    Struppi

  12. Nach oben   #192

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    @ Struppi

    Gans so, wie Du es beschreibst, ist es auch nicht. Der Durchschnittsrusse muß mit 5...20.000 Rubsen über die Runden kommen. Wenn ein Expat ("Expatriierter" !) einen Job hier annimmt, hat er in etwa dieselben Einnahmen. Da reden wir nicht über Steuern, die sind da schon runter. Verwunderlich ist eher, wie es die Reußen schaffen, mit den umgerechnet rund 100...500 Euretten über die Runden zu kommen, wo doch gerade Lebensmittel genauso oder teurer als bleistiftsweise in D sind. Arbeitslosengeld gibt es zwar offiziell - aber das liegt erstens bei nichtmal 50 Euro im Monat und wird nur nach etlichen Handständen und nur an Ureinwohner gezahlt. Der Expat muß sich eine Rübe machen, wie er überlebt.

    Zwecks "Alter der Person" - warst Du schon mal in Reußia auf Jobsuche? Mit Mitte 50? Ich war... Der Jugendwahn ist derselbe, wie in deutschen Landen. Was es hier allerdings gibt - eine ungeheuer große Grauzone. In D würden die sogenannten Arbeitgeber längst hinter schwedischen Gardinen sitzen!

  13. Nach oben   #193
    Avatar von Struppi
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    @Siege,

    das ein Durchschnittsrusse fuer 5.000 bis 20.000 RUR arbeiten geht, ist mir in meiner langjaehrigen Praxis hier in Russland noch nicht untergekommen. Die Hilfsarbeiter, die fuer mich gerade eine Halle aufraeumen, bekommen zwar nur 15.000 RUR, aber das ist der unterste Level. Ein normaler Angestellter geht hier in der Region Saratov mit 30 bis 40 t RUR Monatsverdienst nach Hause. Ich spreche nicht von Moskau, da werden andere Loehne bezahlt, aber selbst in Irkusk (Sibirien) musste ich lange suchen, um ein halbwegs preiswertes Lokal zu finden. Daher denke ich das auch dort die Loehne nicht tiefer sein koennen. Bitte nennen sie mir die Quelle, auf welche sich die Durchschnittseinnahmen beziehen. Ich werde mal paralell schauen ob ich dazu eine Information von der RF bekommen kann.

    Gruss aus Volsk/Moskau

    Struppi

  14. Nach oben   #194

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    @ Struppi

    Meine Frau hatte 6.000 Rubse, jetzt ist sie auf Rente mit 8.500. Frag mal ProvinzlehrerInnen, was die so nach Hause schleppen! Die Krankenschwestern sind ja inzwischen wenigstens auf das Lebensminimum aufgestockt worden. Als ich vor 3 Jahren im Krankenhaus lag, hat mir eine der Schwestern offenbart, was sie so bekommt. Freilich, die kannste nicht zum Halle schruppen nehmen, und Lehrer sind ja von Natur aus nicht sehr bewandert, müssen dauernd die Schüler mit Fragen quälen

    Klar, es werden auch höhere Löhne und Gehälter gezahlt, ich kenne aber herzlich wenig Leute hier in Nishnij Nowgorod, die das bekommen. Offizielle Quellen gibt es dazu nicht, nur rein persönliche Erfahrung.

    Grüße!

    Siegie

  15. Nach oben   #195
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    Bricht die russische Wirtschaft jetzt zusammen?

    Heute wird gemeldet, dass der Rubel dramatisch abgestürzt ist. Für 1 EUR bekommt man jetzt über 90 Rubel!

    Da der Einfluss der westl. Sanktionen nach Aussagen Putins wohl nur eine lächerliche Randnotiz darstellt, treiben die Ölabhängigkeit und die schon seit Jahren stagnierende Wirtschaftsmodernisierung das Land an den Rand des Abgrunds. In russischen Wechselstuben soll es schon panikartigen Verhalten gekommen sein, um Rubel in harte Währungen zu tauschen.

    Zudem haben die eigenen Importsanktionen die Preise für Grundnahrungsmittel drastisch ansteigen lassen, sodass nun alle Menschen die Preiserhöhungen hautnah mitbekommen. Durch die verfehlte Wirtschaftspolitik Putins, scheint die anfänglich Sorge einer um sich greifenden Rezession, nun leider sehr schnell Realität zu werden.

    Wollen wir alle hoffen, dass der Ölpreis bald wieder anzieht und wir keine Revolution in Russland miterleben müssen, die das Land völlig ins Chaos gleiten lassen würde.

    Hoffentlich haben die Verantwortlichen in Moskau noch die Möglichkeit, die richtigen Schlüsse aus der einseitigen Rohstofffixierung zu ziehen und das Land durch eine sozialliberale und freie Wirtschaftspolitik robust gegen Rohstoffpreisschwankungen zu machen.

    Ob dazu Putin der richtige Mann ist, darf angesichts des jetzigen Schlamassels, für den er die Hauptverantwortung trägt, bezweifelt werden.

  16. Nach oben   #196
    Avatar von nirwana
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    Die Russen sind stolz!

    Daher ist der Tourismus aus Russland auch um 80% zurückgegangen. Besonders die von Russen in den letzten Jahren stark frequentierten Wintersportorte werden in der Saiaon 14/15 durch die Finger schauen. Tausende haben auf die Krim und innerrussische Aufenthaltsorte umgebucht.

    Bravo russisches Volk! Ihr seid keine deutschen Waschlappis ohne Kugeln im Sack, die die linke Wange auch noch hinhalten, nachdem auf der Rechten beiteits eine Ohrfeige klebt!

  17. Nach oben   #197

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    TTIP oder Krieg: EU wird gezwungen zu entscheiden.. Russ. Wirtschaft interessiert keinen im Westen

    Zitat Zitat von nirwana Beitrag anzeigen
    Daher ist der Tourismus aus Russland auch um 80% zurückgegangen. [...] Tausende haben auf die Krim und innerrussische Aufenthaltsorte umgebucht.
    Kann schon sein, dass die binnenländische Wirtschaft etwas regerer wird, wenn Druck größer ist, im eigenen Land zu konsumieren. Kann nicht schaden, solange auch an die Qualität gedacht wird.

    Deutschland hat nicht unbedingt viele Rohstoffe, ist somit gezwungen mit Köpfchen/Qualität/Technologie zu überleben.

    Dieser Umstand hatte das Land aber gleichzeitig schon immer zum Leckerchen für Transatlantische Partner gemacht, während Rohstoffkriege an x beliebigen Stellen (abwechselnd) geführt werden konnten..

    Diesmal ist zur Größeren Abwechselung das aus amerikanischer Sicht "Warenlager Russland" dran.
    Tja. Zu dumm, dass die Welt es immer mehr zu durchschauen beginnt. Wenn jemand grabscht, kriegt der für gewöhnlich ne Klatsche.

    Russland währt sich im Zuge des Amerikanischen Dilemmers: Weltkrieg oder TTIP (dazu ködert man die offenkundige Europäische Ukraine. (Sieht eigentlich vorerst so aus, als liefe alles auf Ersteres hinaus.) Aber, amerikanische Politiker versuchen IRSINNIGERWEISE auch noch weiterhin in Ukraine zu zündeln. Wenn man gierig ist, nimmt man sich alles auf einmal, ohne an Verdauungsprobleme zu denken..

    Man darf beim Schachspiel immer nur einen Zug nehmen (soweit ich das weiß ^^) Wenn ein Amerikanischer Politiker sich nicht entscheiden kann, geht er gleich mit zwei Figuren Richtung Ziel: SchuldenMontEverest runterbrechen um jeden Preis a la F*ck the EU.

  18. Nach oben   #198

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    Gestern ging der Kurs über 94 RUB für den Euro! Daraufhin werden jetzt Vorschläge laut die freie Konvertierbarkeit abzuschaffen.
    Das wäre das Ende jeglicher ausländischer Investitionen in Russland!

  19. Nach oben   #199

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    Der Rubelkurs hat sich nun mitlerweile zum Glück wieder stabilisiert. Durch Russlands vielen Ressourcen müssen wir uns aber sowieso nicht so große Sorgen machen


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