Das aggressive Russland. ?

Es gibt eine Reihe von Stereoptypen, die die militärische Aggressivität Russlands beweisen wollen, dazu gehört z.B. der Krieg gegen Finnland, die Besetzung Ostpolens, der 17. Juni 1953 der Ungarn-Aufstand 1956 oder die Niederschlagung des sog. Prager Frühlings.

Die Feinde Russlands bemühen diese vorgebliche Aggressivität immer wieder, kultivieren ihre eigenen Vorurteile der Feindschaft gegen Russland.

Entsprechend des Gedankens dieses Forums hier einmal etwas zum Krieg gegen Finnland:

Die Feinde Russlands meinen, dass sich doch das große Russland nicht von dem kleinen Finnland bedroht gefühlt haben kann. Stimmt das aber ?
Muss nicht die gemeinsame Geschichte beider – zumindest bis 1945 – unter historischer Sicht gesee werden ?

Finnland war seit 1809 ein automes Großfüstentum Russlands gewesen, in dem nicht russische sondern schwedische Gesetze gegolten hatten. 1917 hatte es sich von Russland losgesagt. Obwohl mit Russland ein Waffenstillstand vereinbart worden war, kämpften deutsche Freiwilligenverbände nach der deutschen Kapitualation von 1918 an an de Seite Finnlands gegen Russland. . Ein bolschewistischer Putschversuch war mithilfe Deutscher Truppen nedergeschlagen worden.
Ergo: Finnland war in den Augen Russlands ein verräterischer Staat . Gleichzeitig forderte Finnland Teile Kareliens, die nie zu Finnland gehört hatten (Sieh den letzten Absatz).

Lenin sah in Finnland jedoch keine Bedrohung und bestätigte dann nach dem Sieg der Oktober-revolution die Selbständigkeit Finnlands.

Mit dem Angriff der Wehrmacht auf Polen 1939 war diese rd. 500 km näher an Leningrad heran gerückt. Stalin bat die Finnen zu Verhandlungen auf Verpachtung einiger Inseln vor Leningrad zum Schutz der Stadt , Im Gegenzug sollte Finnland die begehrten Gebiete in Karelien erhalten, um die es ja 1818 - 1920 gegangen war. .

Finnland lehnte ab, Gleichzeit war bereits im Oktober 1939 ein kleines Kontingent militärischer Beobachter in Finnland eingetroffen und machte mobil.
Stalin sah diese Mobilmachung als Bedrohung an und griff seinerseits Finnland an. : sog. Winterkrieg, in dem Russland anfangs erhebliche Verluste hinnehmen musste. Erst nach einer Reform der russischen Streitkräfte im Frühjahr 1940 wurde Finnland auf eine Linie zurückgedrängt, die einen verlässlichen Schutz der Stadt Leningrad versprach.

Das ursprügliche Ziel Stalins , einer compl. Besetzung ganz Finnlands wurde fallen gelassen, weil Russland damit in den Augen Englands und Frankreich s damit Übergewicht Russlands im Ostseeraum bekäme.
Für den Fall, dass Russland es dennoch machen würde, drohten England und Frankreich
eine miltitärische Intervention in Finnland an. .

Ab Anfang 1941 arbeiteten Finnland und die Wehrmacht für den Überfall auf Russlan zusammen, Bereits im Mai 1941, 1 Moant vor dem eigentlichen Überfall der Wehrmacht wurden deutsche Truppen (50.000 Mann, Waffen nach Finnland gebracht= Außerdem wurden Flugplätze für die Luftwaffe angelegt

In Kumpanei mit Hitler überfiel dann Finnland im Juni 1941 die SU und kam weit über die Grenzen von 1918 bis vor die Tore Leningrads .
Und damit begann die Abschnürung Leningrads, auch durch finnische Truppen, an dessen Ende dann rd. 1 Mio Verhungerter stand.

Am 14, Januar 1944 wurde Leningrad dann nach 900 Tagen befreit, dafür ewigen Ruhm den Soldaten der Roten Armee

Und auch heute noch macht Finnland immer noch diesen Eiertanz, nicht Kumpan Hitlers gewesen zu sein.

Die Kriegszüge Finnlands gegen Russland hatten auch einen ethnischen Hintergrund
Die Finnische Geschichtsschreibung stpricht hier vom „Stammverwandschaftskrieg“ von der heimodosat.
Finnische Truppen marschierten zusätzlich zu den Kämpfen Rot gegen Weiss auf russisches Gebiet mit dem Bestreben, die nach finnischer Auffassung stammverwandten Karelier in Russland zu einem Großfinnland zusammen zu fassen.
Der deutsche Dualismus, die Meinung der Österreicher, ethnisch mit den Deutschen verwandt zu sein, mag Pate gestanden haben.
Hinzu kam, dass nach dem Frieden von Brest-Litowsk ein britisches Kontingent in Murmansk landete..
Es gab mehrer miltiärische Vorstöße finnische Truppen gegen Russland um diese territorialen Begehrlichkeiten Finnlands durchzusetzen. . Erfolglos.
Zusammengefasst: diese Ostkriegszüge Finnlands von 1918 bis 1920 gegen die gerade in Gründung befindliche CCCP, mussten dieses Land für Russland als Feind erscheinen lassen. Nur so ist mir die Entscheidung Stalins zum Winterkrieg zum schnellen Handeln 1939/140 plausibel.