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Thema: GAZPROM wird Tankstelle Europas

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    GAZPROM wird Tankstelle Europas

    Russland wird Tankstelle der Welt

    Die gewaltigen Ölreserven des Landes verführen ausländische Firmen zu riskanten Investitionen - Am Mittwoch beginnt der Prozess um den Yukos-Konzern
    von Jens Hartmann
    Sumpf. Nur Sumpf. Flussläufe, noch bis Juni von einer leichten Eisschicht bedeckt, führen ins Nichts. Nur wenige Wochen, dann wird alles überschwemmt sein. Land unter in Westsibirien. Und dann kommen die Stechmücken, neben dem Winter die zweite Plage Sibiriens.
    Vom MI-8-Hubschrauber aus, wird schnell sichtbar, warum Sibirien nicht verloren ist. Bohrtürme, daneben hell lodernde Fackeln, die das bei der Ölgewinnung anfallende Gas abbrennen. Im Städteviereck Nischewartowsk, Nefteyugansk, Tjumen und Surgut liegt Russlands Reichtum verborgen. Die größten Ölkonzerne des Landes, Yukos, Lukoil, Surgutneftegaz, Sibneft und TNK, fördern hier ein Fünftel des russischen Bruttoinlandsprodukts zu Tage.
    Im vergangenen Jahr produzierten die Ölkonzerne 421 Millionen Tonnen Erdöl, mehr als Branchenprimus Saudi-Arabien. In diesem Jahr wollen sie, egal ob die Opec die Fördermenge begrenzt, den Output um mindestens zehn Prozent erhöhen. Im April förderte Russland neun Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) pro Tag, das sind elf Prozent der Weltproduktion. Westliches Know-how hat Einzug gehalten in die russische Ölindustrie. Kaum ein großes Unternehmen, das nicht einen für viel Geld abgeworbenen Texaner oder Briten angestellt hat, der für die Produktion oder die Finanzen verantwortlich zeichnet.
    Auch wenn deutlich mehr investiert werden müsste, um die Produktion mittelfristig zu steigern: Dank dieses Wissenstransfers sind die noch vor wenigen Jahren schrottreif anmutenden Förderstätten zu interessanten Objekten geworden. Es lohnt sich, in Russland Öl zu fördern. Im vergangenen Jahr lag der Reingewinn aller Ölkonzerne bei 25 Milliarden Dollar, der Umsatz betrug 70 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Alle russischen Ölunternehmen wurden - oftmals bei Insidergeschäften - für zusammen weniger als fünf Milliarden Dollar privatisiert. Das schwarze Gold hat dafür gesorgt, dass in Moskau mittlerweile mehr Milliardäre (33) als in New York (31) leben.
    Die Multis kommen. BP machte vor einem Jahr den Anfang und ging mit TNK ein 14-Milliarden-Dollar-Joint-Venture ein. Als unterschrieben wurde, saß Putin mit am Tisch. Nun verkündete der Finanzvorstand des französischen Mineralölkonzerns Total, Robert Castaigne, man sei an einer Sperrminorität bei Sibneft interessiert. Geschätzter Preis: vier Milliarden Dollar. Nun hat auch Conoco-Philips sein Interesse im Wirtschaftsministerium angemeldet, 7,6 Prozent bei Lukoil zu übernehmen.
    "In diesem Jahr werden wir mit Sicherheit noch Milliardenakquisitionen oder Fusionen mit der Beteiligung von westlichen Multis in der russischen Ölbranche erleben", sagt Paul Collison, Ölanalyst bei dem Brokerhaus Brunswick UBS. Tatsächlich verhandeln auch Chevron Texaco, Royal Dutch/Shell, Exxon Mobil und andere über einen Einstieg. Collison hat vorgerechnet, dass Russland auf viel mehr Öl sitzt als bisher angenommen. Das Land verfüge nicht über 60 Milliarden Barrel, sondern über 180 Milliarden Barrel an Reserven. Damit habe nur Saudi-Arabien mit 264 Milliarden Barrel ein größeres Potenzial.
    Die russische Ölindustrie ist für Westler interessant, weil die Reserven unterbewertet und, anders als in den meisten Ölförderstaaten, in privater Hand sind. Unter den Top Four weltweit sind, nach Reserven gerechnet, zwei russische Konzerne, Lukoil und Yukos. Jurij Trutnev, Minister für Rohstoffressourcen, hält den Granden der Branche indes vor, mutwillig Reserven zu horten, um den Börsenpreis nach oben zu treiben. "In den Regionen sind die großen Konzerne Quasi-Monopolisten, die ein Bohrloch nach dem anderen übernehmen - egal ob sie es jemals ausbeuten wollen." Für Trutnev fehlt der Wettbewerb, der die russische Ölindustrie effektiver als bisher machen könnte. "Kleinere Ölfirmen werden von den Großen an die Wand gedrückt."
    Während Trutnev für mehr privaten Wettbewerb eintritt, will sein Chef, Präsident Putin, den Staat als Big Player in der Ölbranche sehen. Die Schlacht um Yukos, den größten Ölkonzern des Landes, zeigt, dass der Kremlchef eine teilweise Verstaatlichung des Ölsektors anstrebt. Staatsanwälte, Richter und Steuerfahnder werden als Instrumente eingesetzt, um Yukos zu enteignen. Ex-Yukos-Chef Michail Chodorkowskij sitzt seit Oktober in Untersuchungshaft. An diesem Mittwoch startet die Hauptverhandlung.
    So hat bereits der Staatskonzern Gazprom Interesse an Yukos-Aktiva angemeldet. Wie es der Zufall so will: Bis Ende des Jahres will der Erdgasmonopolist groß ins Ölgeschäft einsteigen. Allein, der Tochter Gazpromneft fehlen dafür die Ölvorräte, über die Privatkonzerne wie Yukos (noch) verfügen.
    Auf einen Schlag wäre der Kreml, der bislang nur den unbedeutenden Erdölkonzern Rosneft kontrolliert, Marktführer.
    Putin verfügt dabei über einen mächtigen Hebel: die Pipelines. Russlands Pipeline-Netz wird von der staatlichen Transneft gemanagt. Auch wenn die privaten Ölkonzerne Röhren verlegen wollen, um die Exportkapazitäten nach Asien zu steigern, und mit einer Pipeline bis hin zum Eismeerhafen Murmansk liebäugeln, von wo aus Tanker Richtung USA starten könnten, stoppt der Kreml solche Privatinitiativen. "Unsere Kapazität ist erschöpft", sagt jedoch Transneft-Chef Simon Weinstock. "Die Pipelines werden zum Flaschenhals." Der Staat scheut Investitionen. So würde allein der Bau einer Öl- und Gaspipeline von Sibirien bis an den Pazifikhafen Nachodka zwölf Milliarden Dollar kosten.
    Ohne Putin geht für die Ausländer gar nichts. So reichte der weltgrößte Erdölkonzern Exxon-Mobil 42 000 Seiten an Dokumenten ein, um dann vom Kreml zu hören: Der Kauf eines Yukos-Aktienpakets - es ging um einen 40-Prozent-Anteil für 15 Milliarden Dollar - kommt nicht infrage. Putin war dem Vernehmen nach außer sich, als Exxon-Mobil-Chef Lee R. Raymond bei einem Treffen im Kreml anfragte, ob es Einwände gäbe, wenn der US-Multi gar die Aktienmehrheit an Yukos übernehme.
    Doch selbst wer das Ohr des Präsidenten hat, ist in Gefahr, nicht gehört zu werden. Noch vor einigen Wochen liefen die BP-Geschäfte in Russland reibungslos. Nun häufen sich Hiobsbotschaften: Da stellen staatliche Behörden die Förderlizenz für das Samotlor-Feld, eines der größten Ölreservoirs der Welt, das TNK-BP ausbeutet, infrage. Da ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Topmanager einer Tochter, weil sie angeblich Ölfelder ohne Erlaubnis anzapften.
    "Auch wenn westliche Investoren Partnerschaften mit russischen Oligarchen eingehen, die das Wohlgefallen des Kreml haben, müssen solche Beziehungen nicht dauerhaft wie im Permafrost fixiert sein", kommentierte die "Financial Times". Und sicher vor Enteignungen sind die Ausländer auch nicht. Exxon-Mobil musste mit ansehen, wie eine vor zehn Jahren erteilte Genehmigung für den Abschnitt Sachalin-3 für nichtig erklärt wurde. Es gibt schlechtere Zeiten für Geschäfte, findet jedoch der inhaftierte Ölbaron Chodorkowskij. "Glauben Sie etwa", sagte er eine Woche vor seiner Verhaftung, "dass das Investitionsklima in ölreichen Staaten wie Nigeria besser ist als bei uns?"
    Artikel erschienen am 13. Juni 2004


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    Russland: Gefangen in der Vergangenheit (EuramS)
    17. July 2004 25:05

    Der Fall Yukos zeigt, auf welch schwachem Fundament der Rechtsstaat Russland steht. Kein gutes Umfeld für Börsianer.Zudem sorgt die Schließung von Kreditinstituten für Unruhe
    von Jörg Billina

    Drei Meter lang, zwei Meter hoch und einen Meter tief. Michail Chodorkowski und Platow Lebjedew haben in dem Metallkäfig nicht viel Platz. Doch die russische Justiz kennt kein Erbarmen. Der ehemalige Chef des Ölkonzerns Yukos und sein Vertrauter müssen hinter Gittern der Vorsitzenden Richterin Rede und Antwort stehen. Auch wenn die Anklage nicht auf Mord oder Totschlag, sondern auf Steuerhinterziehung, Betrug und Veruntreuung lautet. Drastisch auch das mögliche Strafmaß: Sollten sie schuldig gesprochen werden, drohen Chodorkowski und Lebjedew im Höchstfall zehn Jahre Gefängnis.

    Die Vergehen, die ihnen vorgeworfen werden, liegen weit zurück und haben auf den ersten Blick mit dem Yukos-Konzern nichts zu tun. Beide sollen sich 1994 rechtswidrig den staatlichen Aktienanteil an der Düngemittelfirma Apatit angeeignet haben. Zudem wird ihnen vorgeworfen, Gewinne als Honorare für die Beratung ausländischer Firmen deklariert und so Einkommenssteuern hinterzogen zu haben.

    Beim Großteil der Russen kommt das Verfahren gegen die beiden Oligarchen gut an. Sie büßen dafür, dass sie das Volk beraubt haben, so die Stimmung. Den Bürgern missfällt, dass Chodorkow-ski 1995 drei Viertel des riesigen Ölkonzerns Yukos für nur 170 Millionen Euro erwerben konnte und heute über ein Privatvermögen von über acht Milliarden Euro verfügt. Doch je länger sich der Prozess hinzieht – mit einem Urteilsspruch ist erst in einigen Monaten zu rechnen – desto unruhiger werden die Investoren. Ihre bangen Fragen: Was bezweckt der Kreml mit seinem harten Kurs? Will er künftig die Kontrolle bei dem Ölkonzern und bald auch bei anderen Unternehmen übernehmen? Ist Putin, der sich der negativen Wirkung des Vorgehens gegen Yukos sehr wohl bewusst ist, überhaupt noch Herr des Verfahrens? Oder bestimmen die Befürworter eines autoritären Staates, die selbst an den Rohstoffen des Landes verdienen wollen, immer mehr die Richtung?

    International wird das Vorgehen der Behörden scharf kritisiert. "Die russische Justiz behauptet, Ungesetzlichkeiten während der Privatisierungsphase in den 90er-Jahren aufklären zu wollen. Doch die Ermittlungen konzent-rieren sich ausschließlich auf ehemalige Yukos-Manager", sagt Sabine Leutheus-ser-Schnarrenberger.

    Die frühere Bundesjustizministerin ist vom Europarat beauftragt worden, die Festnahme und Strafverfolgung gegen Chodorkowski und Lebjedew nach rechtsstaatlichen Grundsätzen zu bewerten. Ihre Meinung dürfte Staatspräsident Wladimer Putin, der selbst Jurist ist, nicht gefallen: "Das selektive Vorgehen der Behörden weckt erhebliche Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit des Verfahrens."

    Tatsächlich ist Chodorkowski nicht der Einzige, der den Umbruch in Russ-land und seine guten Beziehungen zum damaligen Kreml-Boss Boris Jelzin nutzte. Auch Oleg Deripaska wird nachgesagt, er habe sich für einen Bruchteil des realen Preises den Metall- und Maschinenbaukonzern Bas-El gesichert. Doch er und eine Reihe anderer Oligarchen müssen sich vor den Staatsanwälten nicht in Acht nehmen. Wie mit Putin vereinbart, halten sie sich aus der Politik weitgehend raus.

    Der Ex-Yukos-Chef mischte sich dagegen massiv ein. "Chodorkowski unterstützte vor den Duma-Wahlen die Oppositionsparteien, übte Kritik an der Korruption und setzte sich vehement für mehr Transparenz ein", sagt Schnarrenberger. Möglicherweise plante er auch, bei den Präsidentschaftswahlen 2008 anzutreten. "Der Eindruck, dass der Prozess gegen Chodorkowski auch politisch motiviert ist, drängt sich daher auf", so die FDP-Politikerin. Der "Fall Chodorkowski" hatte ausländische Investoren zunächst nicht beunruhigt. In einem Land wie Russland sei es bisweilen nötig, hart durchzugreifen, ließen sich einige Fondsmanager vernehmen. Der Ex-Yukos-Chef habe den Bogen überspannt und müsse die Folgen tragen. An Putins marktwirtschaftlichem Reformkurs ändere sich jedoch nichts. Die Aussichten an der Börse seien daher weiterhin exzellent.

    Entsprechend nutzten die Investoren die durch die Verhaftung Chodorkowskis ausgelöste Talfahrt der Yukos-Aktie und des gesamten russischen Aktienmarkts zum Neueinstieg. Doch mittlerweile wachsen auch im Lager der Institutionellen die Sorgen. Denn mit der "Kaltstellung" von Chodorkowski scheint es nicht getan zu sein. Die russischen Behörden treiben auch den Yukos-Konzern immer mehr in die Enge.

    Der russische Finanzminister Alexej Kudrin macht Druck. Allein für das Jahre 2000 soll Yukos Steuern in Höhe von 3,4 Milliarden Dollar nachzahlen. Nimmt man die Jahre 2002 und 2003 hinzu, könnte die Summe schnell auf rund zehn Milliarden Dollar steigen. Zu viel, stöhnt Stephen Theede, der neue Yukos-Chef. Soll der Konzern, der so viel Öl födert wie der Staat Libyen, nicht Pleite gehen, müsse der Betrag gesenkt werden. Eine Milliarde Euro habe er überwiesen, mehr sei nicht drin. Doch Theedes Angebot stellt die Behörden nicht zufrieden. Der Konzern sei liquide genug, meint Minister Kud-rin. Nur: Woher soll Theede das Geld nehmen? Die Konten von Yukos sind eingefroren, der Verkauf von Unternehmensanteilen, wie zum Beispiel der an Sibneft, ist ihm untersagt. Nun hat Chodorkowski angeboten, seinen 44- Prozent-Aktienanteil an Yukos zur Begleichung der Steuerschulden zu verwenden. Doch bislang hat Kudrin auch auf diese Offerte nicht reagiert.

    Investoren erkennen nun, dass die mangelnde Rechtssicherheit die Risiken in Russland drastisch erhöht. Auch die Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie zum Beispiel die Schließung kritischer Fernsehsender, zerstört das Vertrauen der Anleger in eine ertragsreiche Entwicklung Russlands.

    Dass der Versuch, für mehr Transparenz bei den Wirtschaftsstrukturen Russlands zu sorgen, möglicherweise auch die Interessen der Milliardäre in Russland stört, zeigt das Beispiel Paul Klebnikovs. Der Chefredakteur der russischen Ausgabe des Forbes-Magazins wurde vor einer Woche erschossen. Forbes hatte eine Liste der 100 reichsten Russen veröffentlicht. Klebnikovs Bruder Michael will nicht ausschließen, dass die Täter aus den Reihen der Superreichen kommen. Chodorkowski hat inzwischen aus dem Gefängnis zum Tode Klebnikovs kondoliert, von Putin hörte man bislang nichts. Der Staatspräsident macht im Augenblick keinen souveränen Eindruck.



  3. Nach oben   #3
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    Russland nach «Yukos»

    Russland nach «Yukos»


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    Von Charles Wyplosz

    Die Affäre um den Ölkonzern Yukos ist zu einem Abschluss gelangt – zumindest vorläufig, denn der Kreml könnte noch mit Überraschungen aufwarten. Vorerst aber hat er aus dem grössten und am besten geführten privaten Ölkonzern Russlands alles rausgeholt, was zu holen war, und die bedeutendsten Ölfelder des Landes in Staatsbesitz zurückgebracht.


    Meisterleistung

    An der höchst seltsamen Zwangsversteigerung hat sich gerade mal ein Bieter beteiligt und sich den Zuschlag zu einem Spottpreis gesichert. Einen Tag vor der Auktion gab es das Unternehmen noch nicht, einen Tag danach wurde es von der staatlichen Ölgesellschaft Rosneft geschluckt. Die wiederum wird mit dem weltweit grössten Gaskonzern, Gazprom, verschmolzen, der so gut wie alle Gasvorkommen in Russland sein Eigen nennt und in der Distribution über ein Quasimonopol im Raum des ehemaligen Sowjetblocks verfügt, zu dem auch einige EU-Staaten gehören. Doch es kommt noch besser: Diese Verstaatlichung in grossem Stil hat die Regierung nichts gekostet, denn mit dem Erlös aus der Versteigerung werden die Steuerschulden von Yukos beglichen. Eine Meisterleistung!

    Was hier abgelaufen ist, sucht seinesgleichen. Yukos ist nicht der einzige Konzern, der jahrelang einen Teil der Steuern zu umgehen wusste. Dass der ausstehende Betrag so astronomisch ist wie von der Regierung behauptet, bestreitet die Unternehmensführung entschieden. Die Gerichte tragen nichts zur Wahrheitsfindung bei, sind sie doch fest in der Hand des Kreml. Wie es scheint, ist hier unter dem Vorwand des Kampfs gegen Steuerhinterziehung eine Enteignung durchgeführt worden.

    Allerdings ist der Konzern selbst auch nicht nur auf redliche Weise zu seinem Vermögen gekommen. Im Rahmen des unseligen Kredit-für-Aktien-Deals hatten seine Eigner der Jelzin-Regierung Geld geliehen und sich als Sicherheit Ölförderrechte und Anteile an Staatsunternehmen ausbedungen. Erwartungsgemäss wurde das Darlehen nicht zurückgezahlt, und Yukos avancierte im Handumdrehen zum gewichtigsten Ölförderer. So betrachtet ist ein dubioses Geschäft nun durch ein anderes wettgemacht worden. Der Staat bekommt zurück, was er einst verscherbelt hat, und die meisten Russen halten das für richtig.

    Wurde da also, auf skandalöse Weise zwar, ein früherer Skandal ausgebügelt? Davon kann leider keine Rede sein. Nicht um den unzimperlich vorangetriebenen Aufstieg des Unternehmens ging es hier, denn dann hätte es gerichtlich dafür belangt werden müssen. Angesichts der Rechtsprechung in Russland wäre das Urteil mit Sicherheit im Sinne des Kreml ausgefallen. Warum also wählte Moskau nicht diesen Weg? Einerseits, weil damit ein Präzedenzfall geschaffen worden wäre. Yukos ist keine Ausnahme, viele russische Gesellschaften blicken auf eine solche Geschichte zurück. Die Verurteilung hätte signalisiert, dass es ihnen allen eines Tages ähnlich ergehen könnte. Das Resultat wären Panik, ein Kollaps der Aktienmärkte und Kapitalflucht gewesen. So wissen aber die Oligarchen, dass der Kreml jeden von ihnen jederzeit ins Visier nehmen kann.

    Damit hat der Präsident sie gut unter Kontrolle. Die augenscheinlich abgekartete Auktion war von Anfang an auf Verstaatlichung ausgelegt; die Yukos-Ölfelder sind nicht an eine private Gesellschaft weiterverkauft worden. Getreu seiner Vorstellung, dass in allen wichtigen Belangen die Fäden mehr oder weniger offensichtlich beim Staat zusammenlaufen sollten, kann Putin lukrative Positionen im nun staatseigenen Unternehmen mit seinen Freunden aus dem Geheimdienstmilieu besetzen.

    Die korrupte Jelzin-Regierung war fest in der Hand der Oligarchen. Die Regierung Putins, einst, so schien es, dem Kampf gegen die Korruption verpflichtet, ist nun selbst das Zentrum eines an Sowjetzeiten erinnernden Systems, das die Kreml-freundlichen, die eigenen Leute mit hohen Ämtern in staatseigenen Gesellschaften belohnt. Das ist noch schlimmere Korruption. Nicht auszuschliessen ist zudem, dass die Affäre Yukos eine Phase der Umverteilung von Eigentum einläutet. Rosneft und Gazprom könnten eines Tages verlieren, was sie von Yukos gekauft haben: Auch sie haben es unrechtmässig erworben. Was hindert Moskau denn daran, die Methode, die sich so bewährt und sich zudem als so kostengünstig erwiesen hat, immer und immer wieder anzuwenden!


    Beunruhigend

    Werden die Eigentumsrechte derart ausgehöhlt, kann keine Marktwirtschaft funktionieren. Bedenklich ist aber nicht nur die Affäre selbst, sondern vor allem, in welchen Zusammenhang sie eingebettet ist. In seinen ersten zwei Amtsjahren leitete Putin zahlreiche ersehnte Reformen, Reformen, zu denen die Jelzin-Regierung nach ersten Schritten einer bedeutsamen, aber nur bruchstückhaften Liberalisierung nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht fähig war. Es schien, als wandle sich Russland zu einer normalen Marktwirtschaft. Vor bald zwei Jahren aber kam der Reformprozess zum Erliegen. Eine Zeit lang war zu hoffen, der Präsident habe nur wegen der Wahlen im Jahr 2004 auf weitere Massnahmen verzichtet und werde sie danach umso energischer vorantreiben. Diese Hoffnung hat sich zerschlagen.

    Putins politischer Kurs nach der Wiederwahl ist beunruhigend. Er hat sich aller Gegenkräfte entledigt, die für ein gewisses demokratisches Gleichgewicht sorgten. Der Handlungsspielraum der Duma und der Regionalgouverneure ist eingeschränkt. Das ist nicht etwa eine Rückkehr zur «demokratischen Zentralisierung» im Stil der Sowjetunion. Nein, es wirft Russland weiter zurück: Erinnerungen an das Zarenreich werden wach, in dem angebliche Gegenkräfte nur den einen Zweck hatten, den Eindruck absoluter Macht vermeiden zu helfen.


    Unangreifbar

    Im Unterschied zu damals muss sich das Staatsoberhaupt heute einer Volkswahl stellen. Erst recht pessimistisch stimmen darum Putins Einmischung in der Ukraine und seine Unterstützung des Wahlbetrugs. Er selbst hat seine Wiederwahl zwar in einer regulären Abstimmung, keinesfalls aber in einem fairen Wahlprozess errungen. Sein Feldzug gegen die Betreiber beliebter, doch regierungskritischer Mediengefässe hat ihm die Kontrolle über die Medien gesichert und die Opposition der Stimme beraubt. Kein einflussreicher, reformorientierter Politiker wagte es, als Herausforderer anzutreten. War es Entmutigung angesichts der unfairen Bedingungen? War es Angst um die eigene Sicherheit? Fehlten die Mittel, da die Oligarchen, durch die beginnende Yukos-Affäre eingeschüchtert, ihre übliche Unterstützung versagten? Von demokratischen Zuständen hat sich Russland jedenfalls entfernt.

    Putin bleibt vorerst unangreifbar, denn seine Popularität ist ungebrochen. In der von Aufbruchstimmung, auch von Chaos und Korruption geprägten Ära Jelzin haben weite Kreise der Bevölkerung einen starken Mann gefordert. Die Wurzeln der Demokratie reichen noch nicht tief. Die Russen haben ihren starken Mann bekommen und sehen nun mit Begeisterung zu, wie er den Oligarchen zu Leibe rückt. Seit Putin im Amt ist, boomt die Wirtschaft. Unter Jelzin war sie nach dem Ende der sowjetischen Zentralisierung eingebrochen, vermochte sich davon nie zu erholen und kollabierte im Zuge der Finanzkrise.

    Eine bessere Ausgangslage hätte sich Putin kaum wünschen können. Die Krise bescherte ihm eine unterbewertete Währung, was für einen bemerkenswerten Aufschwung sorgte. Der Preis von Erdöl und Gas, die den Hauptteil der Exporteinnahmen einbringen, zog deutlich an. Russlands wachsender Wohlstand ist aber nicht einer tief greifenden Restrukturierung der Wirtschaft zu verdanken, obwohl sich im Zuge der frühen Reformen einiges getan hat, sondern einzig dem Rohstoffsegen. Eine solide Basis schafft das nicht, selbst wenn die Zeiten billigen Erdöls definitiv vorbei sein mögen, und es lässt Russland eher Saudi-Arabien gleichen als einer entwickelten Volkswirtschaft. Das wollen die Russen aber auch gar nicht. Vorerst sind sie mit dem zufrieden, was sie haben. Und solange die Quellen von teurem Öl und Gas nicht versiegen, werden sie es bleiben.

    Charles Wyplosz ist Professor für Volkswirtschaft am Institut Universitaire de Hautes Etudes Internationales der Universität Genf und forscht am Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London.

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    @Hasi

    Höre ich da ein Umdenken?
    Ich halte die Yukos-Affäre eben nicht für langfristig gut und bin jetzt raus aus Russland. Bis halt auf die unseligen Primamedic, die uns verbinden. Hast Du da eine Vorstellung, was noch machbar ist?
    seltener gast

  5. Nach oben   #5
    Avatar von Hasi
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    Zitat Zitat von seltener Gast
    Höre ich da ein Umdenken?
    Ich halte die Yukos-Affäre eben nicht für langfristig gut und bin jetzt raus aus Russland. Bis halt auf die unseligen Primamedic, die uns verbinden. Hast Du da eine Vorstellung, was noch machbar ist?
    seltener gast
    ...es ist schwierig die Lage einzuschätzen, zuviel hängt von den nächsten politischen "Taten" ab. Bin nach wie vor in Russland mit dabei, denn auch China boomt, mit wesentlich weniger Demokratie...

    Betreffs Primamedic, die bei mir seit 2 Jahren als "Totalverlust" abgebucht sind, sehe ich noch keinen Silberstreifen am Horizont.

  6. Nach oben   #6
    Avatar von Hasi
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    Europa ist auf russisches Öl angewiesen

    ...ein kleines Bisschen Schadenfreude keimt in mir

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    Europa ist auf russisches Öl angewiesen
    Rechtliche Unsicherheiten schrecken Investoren nicht ab – Investitionsschutzabkommen noch nicht ratifiziert

    Von Gerhard Beck

    Russlands Energiesektor steht dank des hohen Ölpreises so gut da wie selten zuvor. Die Gewinnspannen russischer Unternehmen sind weit höher als die der ausländischen Konkurrenz. Mark Mobius, Fondsmanager von Templeton, geht davon aus, dass beispielsweise Lukoil selbst mit einem Ölpreis von 30$ pro Barrel Gewinn erwirtschaftet. Derzeit beträgt er rund das Doppelte. Auch geopolitisch sind Investitionen im russischen Öl- und Gassektor interessant. Der Dauerkrisenherd Naher Osten bietet Grund genug, die russische Ölindustrie als Alternative anzusehen.

    Viele strategische Investoren versuchen daher, sich langfristig im russischen Energiemarkt zu positionieren. Die hohen Gewinne und die steigenden Direktinvestitionen sollten jedoch nicht vergessen lassen, dass der Investitionsschutz nach wie vor schwach entwickelt ist. Der Streit um das Projekt Sachalin-2 (vgl. FuW Nr.74 vom 20.September) zeigt dieses Dilemma.


    Umweltschutz als Vorwand


    Ab 2008 sollte von Sachalin-2 Flüssiggas nach Japan und den USA exportiert werden. Nun gibt es aber Schwierigkeiten mit der russischen Regierung. Sie argumentiert, dass das ausländische Konsortium (Shell, Mitsui und Mitsubishi) sich nicht an die ökologischen Bestimmungen gehalten habe. Kurzerhand ist die Baubewilligung entzogen worden. Shell hatte sich im Vorfeld darum bemüht, russische Umweltschützer für das Projekt zu gewinnen. Der niederländisch-britische Energieriese hatte versucht, ihre Bedenken durch Investitionen in lokale Projekte in Zusammenarbeit mit der World Conservation Union (IUCN) zu überwinden.

    An sich ist es nicht unüblich, dass industrielle Grossprojekte in Russland nach Intervention von Umweltschützern modifiziert werden müssen. Viele Analysten gehen jedoch davon aus, dass in diesem Fall ökologische Gründe nur als Vorwand dienen, um Druck gegen ungeliebte Produktionsabkommen zu machen. In Sachalin ist ein Einstieg des russischen Gasmonopolisten Gazprom das Ziel.

    Das Investitionsumfeld in Russland ist nicht nach internationalen Bestimmungen geregelt. Die EU verhandelt seit Jahren über ein Abkommen für Engagements im russischen Energiesektor, das Handel, Investitionssicherheit, Energieeffizienz sowie umweltpolitische Themen umfasst. Der Energiecharta-Vertrag wurde von Russland bereits unterzeichnet, soll aber erst im Oktober ratifiziert werden.

    Putin zeigt sich zögerlich. Russland weigert sich vor allem, den zentralasiatischen Ländern freien Zugang zu seinem Pipelinenetz zu gewähren. Noch weniger will Putin davon wissen, die Leitungen des russischen Monopolisten Gazprom zu liberalisieren. Freie Investitionen in Transport- und Produktionsanlagen sollen ebenfalls abgegolten werden. Eine Öffnung des europäischen Marktes für russischen Strom könnte laut Wirtschaftsminister Kudrin zu einem Kompromiss führen.

    Russland wurde auf Grund des Energiecharta-Vertrags bereits von einer schwedischen Investorengruppe im Fall Yukos verklagt. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich seit Verhandlungsbeginn 1984 wesentlich geändert. Russland ist nach den vergangenen Boomjahren nicht mehr an internationalen Investoren im Energiesektor interessiert (vgl. Seite29). Die meisten Gelder, die aus russischen Offshore-Unternehmen zurückfliessen, werden im Energiesektor investiert. Der Energiekommissar der EU, Andris Piebalgs, hat zwar gegen die Entscheidung von Sachalin-2 protestiert. Zu viel Kritik will er jedoch nicht äussern, um Russland einen Anreiz zu geben, endlich eine klare rechtliche Regelung für Investitionen im Energiesektor einzugehen.

    Russland stellt einen Sonderfall in Osteuropa dar. Ein Beitritt zur EU steht nicht zur Diskussion. Im Gegensatz zu anderen osteuropäischen Ländern muss es kein europäisches Recht übernehmen. Für die Rechtssicherheit von Investitionen ist das ein grosser Nachteil. «Das Fehlen eines effizienten Wettbewerbsrechts ist ein grosses Investitionshindernis in Russland», erklärt Moritz Krämer, geschäftsführender Direktor von Standard & Poor’s.


    Länderrating verbessert


    Dennoch hat Standard & Poor’s im September die Bewertung der langfristigen russischen Fremdwährungsanleihen von BBB auf BBB+ erhöht. Krämer begründet den Entscheid mit den hohen Ölpreisen, der effizienten makroökonomischen Politik und dem raschen Abbau der Staatsverschuldung. Ausserdem wird erwartet, dass die russische Wirtschaft dieses Jahr um 6,5 und 2007 und 2008 um 5 bis 6% wächst. Während Russland fundamental sehr gut dastehe, hält Krämer fest, habe sich der Investitionsschutz in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verbessert. Eingriffe der Behörden blieben unvorhersehbar, die Bürokratie ufere aus, und die Unabhängigkeit der Justiz sei fraglich.

    Politisch erscheint Russland weitaus stabiler als unter Jelzin. Im Gegensatz zu Jelzin will Putin jedoch wenig von ausländischen Mehrheitsbeteiligungen im Rohstoffsektor wissen. An der Wirtschaftspolitik wird sich voraussichtlich auch nach seiner Amtszeit wenig ändern. Die Sachalin-2-Vereinbarungen wurden nach Ansicht vieler Russen abgeschlossen, weil das Land vor zehn bis zwölf Jahren auch im Energiesektor dringend ausländische Investoren benötigte. Mittlerweile wird Kritik laut, dass Russland davon zu wenig profitiere.

    Die mangelhafte Rechtssicherheit und die fragwürdigen Auseinandersetzungen schrecken ausländische Investoren nicht von einem Engagement in Russland ab. Angesichts der hohen Gewinnspanne im Energiesektor werden solche Schwierigkeiten in Kauf genommen. Wegen der anhaltenden Krise im Nahen Osten kommen strategische Investoren schon aus Diversifikationsgründen nicht an russischem Öl und Gas vorbei. Sowohl die EU als auch Japan sind auf russisches Gas angewiesen. Das ausländische Interesse ist deshalb etwas überhitzt.

  7. Nach oben   #7

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    Dein bisschen hast Du aber absichtlich gross geschrieben, alter Hase. verstehe. hast Du doch Rachegefühle.
    ist doch egal ich habe beide, ingl: Royal-Dutsch.
    dass aber die Zigeuner, jetzt auch (mobiele Minderheit) im Umweltschutz Furore machen ist schon eine Frechheit an sich angesichts ihres Atomschrotts bei Murmansk,von anderen verseuchten Landstrichen wie Novoya -Semia ganz abzusehen.
    dafür bekommt der Spizbube Putin doch auch Cash vom Westen.
    der Kerl soll zuerst seinen Saustall ausmisten & zumindest versuchen das alle russischen Bürger zuerst Zugang zu Strom haben.
    Zimmi.

  8. Nach oben   #8
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    Die Story der Privatisierung Russlands

    Die Story der Privatisierung Russlands
    Aus der Sicht einer grossen Schweizer Finanzzeitung
    http://www.fuw.ch/images/fuwlogo.jpg

    Gewiefte junge Händler und Bankiers sicherten sich den Löwenanteil der sowjetischen Reichtümer und bauen diese weiter kräftig aus (Teil 1 von 2)

    Von Gerhard Beck

    In keiner Stadt der Welt leben so viele Superreiche wie in Moskau. Das war nicht immer so. In weniger als 25 Jahren hat sich die russische Hauptstadt vom Schreckgespenst der Weltrevolution in einen Tummelplatz der Grossindustriellen und Bankiers verwandelt. Oligarchen werden diese russischen Wirtschaftsbosse genannt, weil sie nicht nur einen erheblichen Einfluss auf die Politik haben, sondern ihren Reichtum oft erfolgreichen Netzwerken und nützlichen nationalen wie internationalen Beziehungen verdanken.
    Als Michail Gorbatschow 1985 Generalsekretär der russischen KP wurde, war die Begeisterung für kommunistische Ideen sowohl bei den Top-Funktionären als auch in der breiten Masse auf einem Tiefpunkt. Die Kader sahen die freie Marktwirtschaft als neues Ideal an und begannen zügig, die staatlichen Konglomerate zu privatisieren. Private Unternehmen wurden als sogenannte Genossenschaften oder Kooperativen zugelassen. Sie ermöglichten den ersten legalen privaten Handel mit Gütern und Dienstleistungen. Daneben wurden aber auch zahlreiche Finanzgesellschaften gegründet. Viele zukünftige Oligarchen erwarben schon in dieser Phase der ersten marktwirtschaftlichen Reformen den Grundstock ihres Vermögens.

    Handel mit Bodenschätzen

    Die Planwirtschaft hatte den Handel und die Verteilung von Gütern vernachlässigt. Wenige Waren standen in der Sowjetunion traditionell einem hohen Geldangebot gegenüber. Wer über Waren verfügte, konnte so schnell reich werden. Noch mehr Geld liess sich mit Devisen und auf dem Weltmarkt mit den begehrten russischen Exportgütern verdienen. Wer gute Beziehungen zu Behörden hatte, kaufte Bodenschätze und Wertgegenstände zu subventionierten Preisen und verhökerten sie teuer ins Ausland. Händler gehörten zu den ersten Grossverdienern des Landes. Auch der Import westlicher Konsumgüter, allen voran von Computern oder Luxusgütern erwies sich als lukrativ.
    Viele Führungskräfte staatlicher Unternehmen verkauften einen Teil der Produkte parallel über private Gesellschaften. Wer bereits gute Vertriebskanäle ins Ausland hatte, konnte sehr schnell hohe Gewinne erzielen. Diese Einnahmen lagerten dann auf anonymen Konten im Ausland. Im Finanzgeschäft erwiesen sich anfangs der Geldwechsel und die Umstellung der Geschäftswährung vom Rubel auf den Dollar als sehr gewinnträchtig. Wer dadurch bald über viele Devisen oder hohe Barvermögen verfügte, konnte nun preiswert einkaufen, als die grossen Staatsbetriebe verkauft wurden.
    Auch wenn das Bild des jungen Oligarchen, der seine Geschäftskarriere in einem der Moskauer Boxklubs oder gar im Gefängnis begann, nicht ganz der damaligen Wirklichkeit widersprach, kommt doch die Mehrzahl der Spitzenunternehmer aus durchaus geordneten Parteiverhältnissen. Die meisten Entrepreneurs der ersten Stunde stammten aus dem Militär- und Sicherheitssektor, aus wissenschaftlichen Instituten und aus dem Export-Import-Geschäft. Viele Oligarchen waren Mitglieder der einflussreichen kommunistischen Jugendorganisation Komsomol. Viele Komsomolzen erhielten exklusive Lizenzen, was sich bald bezahlt machte.

    Bankiers werden rasch reich

    Der russische Banksektor entstand in erster Linie aus Vereinigungen umtriebiger junger Kommunisten. Der ehemals reichste russische Ölmagnat Michail Chodorkowski ist einer der bekanntesten Ex-Komsomolzen und gleichzeitig Sinnbild für das wechselnde geschäftliche und politische Glück der Superreichen. Obwohl er immer noch seine langjährige Haftstrafe in Ostsibirien absitzt, gilt er in der Bevölkerung als einer der klassischen Oligarchen.
    Die Pioniere der Wirtschaft standen schon in den Startlöchern, als ab 1990 die staatlichen Betriebe als Aktiengesellschaften entnationalisiert wurden. Viele Vorstände staatlicher Unternehmen privatisierten ihre Betriebe für sich selbst. Wegen ihrer kommunistischen Vergangenheit sind sie die roten Direktoren. Sie verkauften vor allem Bodenschätze über eigene Handelsgesellschaften auf dem Weltmarkt und sammelten satte Vermögen an.
    Teilweise wurden ganze Ministerien als Konzerne ausgelagert. So entstand Gazprom aus dem Gasministerium. Surgutneftegaz, Rosneft und Lukoil nahmen einen ähnlichen Weg. Aussenhandelsorganisationen verwandelten sich in Finanzgesellschaften. Die Sberbank und die Vneschtorgbank (VTB) wurden aus dem staatlichen System der Gosbank als Aktiengesellschaften ausgegliedert. Nur vereinzelt entstanden neue Unternehmen ohne Beziehungen zur bestehenden Industrie, vor allem in der Telekommunikation und im Informatiksektor.
    Die meisten Oligarchen ergriffen nach einer Karriere als Lobbyist im Kreml den Job als Banker. Gute Kontakte zu Politik und Justiz waren entscheidend für den weiteren Erfolg. Die sehr jungen Banker wurden aktiv vom kommunistischen Jugendverband gefördert. Der russische Grossindustrielle ist daher nicht nur ausserordentlich gut betucht, sondern vor allem meist erstaunlich jung. Im Laufe der Zeit gründeten viele grosse Industriegruppen ihre eigenen Banken. So entstanden die Gazprombank und Avto-Bank. Erst durch die Gründung von Banken bildeten sich die ersten bedeutenden Privatvermögen.
    Die russischen Banken beschäftigten sich zu dieser Zeit kaum mit der Unternehmensfinanzierung oder Krediten an Private. Im Vordergrund stand der Handel mit Staatsgeldern. Devisengeschäfte und die Veranlagung von Staatsgeldern waren die lukrativsten Geldquellen. Daneben blühte der Handel mit Staatsanleihen. Der exklusive Personenkreis, der im Gegensatz zu breiten russischen Bevölkerung über viel flüssiges Geld verfügte, konnte bei den ersten Privatisierungen oft preiswert ehemaliges Staatseigentum erwerben.

    Die ersten Grossaktionäre

    In der Transformationsphase der Wirtschaft in den Neunzigerjahren war geplant, die Staatsbetriebe zu Publikumsaktiengesellschaften umzuwandeln. Die Bezugsrechte für Titel, die sogenannten Vouchers, sollten Unternehmen mit einer breit gestreuten Eigentümerschaft hinterlassen. Gekommen ist es freilich ganz anders. Die Oligarchen nahmen sich das grösste Stück vom Kuchen oder gleich den ganzen Kuchen. In der ersten Phase der Privatisierung (1990) erhielten die Bürger jeweils Vouchers oder Gutscheine auf Aktien. 60 bis 65% der Gutscheine gingen direkt an die Manager und die Arbeiter des jeweiligen Unternehmens. 20% erhielten Einzelpersonen oder Voucher-Fonds. Der Rest blieb meist in den Händen des Staates.
    Im Oktober 1992 wurden 148 Mio. Vouchers ausgegeben. Sie und damit fast alle russischen Standardwerte der Börse waren insgesamt nur 12 Mrd.$ wert. Wegen der generellen Armut der Russen im Zuge des Zusammenbruchs des Staates kauften meist Voucher-Fonds die Anteile billig ein. Der US-Banker William F. Browder baute so den ersten russischen Fonds auf.
    Manager von Staatsbetrieben und finanzstarke Gruppen legten ihre Devisen aus dem Auslandgeschäft vorwiegend in diesen Vouchers an. Höhere Renditen liessen sich nirgendwo sonst erzielen. Sie sicherten sich somit das Eigentum über die Betriebe. In einer Teilprivatisierung erhielten zum Beispiel die Manager von Gazprom für nur 22,8 Mio.$ mehr als 40% des Kapitals des Konzerns. Den traditionsreichen Rüstungskonzern und Maschinenbauer Uralmash erwarb der Grossindustrielle Bendukidse für nur 4 Mio. $.

    Schützenhilfe zahlt sich aus

    In einer zweiten Phase kam es zu Versteigerungen und Auktionen von Staatsvermögen an eine begrenzte Zahl von Bietern. Die russischen Grossindustriellen und Bankiers unterstützen den unpopulären Boris Jelzin in seinem zweiten Wahlkampf für das Präsidium. Ein Konsortium gewährte ihm einen Kredit von 1,8 Mrd.$ für Wahlwerbung. Die Oligarchen Gussinski und Beresowski sorgten für den medialen Rückenwind. Der russische Staat haftete mit seinen Staatsbetrieben dafür, wenn Boris Jelzin wieder gewählt werden sollte. Als dieser nicht zahlen konnte, gingen viele Staatsunternehmen an Finanzgruppen und Grossindustrielle. Wladimir Potanin erhielt so beispielsweise Norilsk Nickel. In exklusiven Auktionen wurden die interessantesten Rohstofflager des Landes verteilt. Ausländische Bieter waren von vornherein chancenlos. Roman Abramowitsch wurde damals der Bankier des Jelzin-Clans, der damals lukrativsten Gesellschaft Russlands. Als begabter Netzwerker war er damit an der Spitze der wirtschaftlichen Macht angekommen.
    Die Oligarchen sind jedoch keine geschlossene Interessenvertretung, sondern sie stehen in ständigem Wettbewerb um die Gunst des Kremls. Oft waren sie auch unter einander zerstritten. Als Wladimir Putin Anfang 2000 Präsident wurde, stellten die Oligarchen einen wichtigen Faktor in der russischen Politik dar und beherrschten das Finanzwesen und die Wirtschaft. Es dauerte Jahre, bis Putin ihre unbeschränkte Macht mit Hilfe des Finanzamtes einschränken konnte. Viele gingen ins Exil, einige wie Abramowitsch oder Deripaska arrangierten sich mit dem neuen Präsidenten. Mittlerweile verfügt Putin jedoch über sein eigenes Netzwerk an Managern. Wie es mit Russlands Oligarchie weitergeht, ist schwierig vorherzusagen. Die Sieger in den anstehenden Wahlen – am 2.Dezember (Parlament) und im kommenden März (Präsident) – werden neue Akzente setzen.

    Die Privatisierung Russlands in den Neunzigerjahren schafft eine neue Klasse von superreichen Milliardären (Teil 2)

    Mit billig erworbenen Filetstücken der Industrie an die Börse
    28.11.2007

    Von Gerhard Beck

    Der Wandel Russlands von einer kommunistischen Plan- zur Marktwirtschaft nutzten gewiefte junge Händler und Bankiers, um rasch unermesslich reich zu werden (vgl. FuW Nr. 92 vom 24.November). Die beiden Reichsten – höchst unterschiedlichen –, Roman Abramowitsch und Oleg Deripaska, sind am vergangenen Samstag porträtiert worden. Jetzt folgen die anderen Oligarchen, die über Vermögen von geschätzt mehr als 10 Mrd.$ verfügen.

    Wladimir Lissin: Wenig deutete darauf hin, dass der einfache Arbeiter einmal aus der Kohlenmine zum reichsten Stahlbaron des Landes aufsteigen würde. Seine Karriere steht im Widerspruch zu den Lebensläufen der anderen Oligarchen, die meist aus gut situierten kommunistischen Führungskadern stammten. Auch mit seiner Kompetenz hebt er sich von den Händlern und Netzwerkern ab. Lissin veröffentlichte Fachbücher für die Stahlverarbeitung und hält 49 Patente für diesen Prozess. Seine Karriere führt über die berüchtigten Tschernoi-Brüder, die in den Neunzigerjahren den Metallhandel dominieren. Lissin wird Manager der Fabriken der Gruppe in Russland. Schliesslich erhielt er von Potanin, der damals 90% des Konzerns kontrollierte, den Direktorensessel im Stahlwerk Novolipetsk. Seit 2002 kooperiert Lissin mit Evraz. 2005 spielt ihm der Börsengang von Novolipetsk 8,7 Mrd.$ ein.

    Michail Prochorow: Als Händler einer Aussenhandelsorganisation entdeckt er seine Liebe zu Edel- und Halbedelmetallen. Gemeinsam mit seinem Geschäftspartner Potanin baute er die Investmentgesellschaft Onexim auf und gründet die Interros-Gruppe. Sie investiert neben dem Metallsektor auch in den Maschinenbau, die Landwirtschaft und Medien. Schon 1992 konzentriert sich Prochorow auf das Investment Banking. Er war jahrelang CEO der Banken Onexim und Rosbank.

    Freundschaft geht in die Brüche

    2001 wird er CEO des grössten russischen Nickel- und Goldproduzenten Norilsk Nickel. Anfang Juni konsolidiert Prochorow seine grössten Beteiligungen in seinem privaten Investmentfonds (22% von Norilsk Nickel, 50% von Interros und 22% des grössten Goldproduzenten Polyus). Der alleinstehende Russe ist gerne Gast an der Côte d’Azur. 1997 gerät der lebenslustige Unternehmer in den Dunstkreis eines vermeintlichen Prostitutionsrings im französischen Skiort Courchevel und in Untersuchungshaft. Obwohl es zu keiner Anklage kam, ist das Ansehen Prochorows nicht mehr das Beste. Auch eine geplante Heirat scheitert. Die Zusammenarbeit mit Potanin zerbricht vor allem wegen seines konsumorientierten Lebenswandels.

    Wladimir Potanin: Seine Wurzeln reichen weit in die Planwirtschaft zurück. Potanin nutzt seine Verbindungen zu den Aussenhandelsbehörden der Sowjetunion, um staatliche Gelder in seiner Bank verwalten zu können. Er konzipiert die Finanzierung von Jelzins Wahlkampf, die durch Aktien von Staatsunternehmen besichert wurde. 1991 gründet er mit Potanin die Handelsgesellschaft Interros und engagiert sich im Metallsektor. Mitte der Neunzigerjahre wickeln Banken in seinem Umfeld die Zolleinnahmen des Staates ab. 1996 wird er zudem Vize-Premierminister. In exklusiven Versteigerungen verschafft er sich und seinen Partnern Staatsunternehmen zu Ausverkaufspreisen. Er selbst erwirbt 38% von Norilsk Nickel für nur 171 Mio.$ und 51% an der damals viertgrössten Ölgesellschaft Sidamco für 130 Mio.$, die er später zum Vielfachen an BP verkauft.
    1997 erwirbt Potanin durch gute Kontakte zum Chef der Privatisierungsbehörde für 1,875 Mrd. $ einen Viertel des Kapitals der staatlichen Telefonholding Swazinvest. Unter seinen Mitinvestoren ist sein Freund George Soros, der sich mit 980 Mio.$ beteiligt. Potanin erwirbt zudem Anteile am Stahlproduzenten Novolipetsk, stösst sie dann jedoch eilig an Lissin ab. Im August spaltet Norilsk Nickel die Goldsparte als Polyus ab. Schliesslich übernimmt der Rohstoffriese in diesem Jahr im Wettkampf mit der britisch-schweizerischen Xstrata den kanadischen Nickel- und Goldproduzenten Lionore für 5,2 Mrd. $. Jetzt scheint die seit einem Jahr angekündigte Trennung von Prochorow über die Bühne zu gehen (vgl. Kasten links).

    Michail Fridman: Der umtriebige Lemberger etabliert sich dank guter Kontakte zur Bürokratie im Konsumbereich. Schon während des Studiums zeigt er als Organisator einer Untergrunddiskothek viel unternehmerisches Geschick. Richtig geht es dann mit seinem Handelshaus Alfa/EKO los, das in Russland mit Zucker, Tee und Zigaretten handelt. Über seinen Geschäftspartner Pjotr Aven – praktischerweise auch Minister für Aussenhandel – erhält er lukrative Lizenzen und Handelsquoten. Fridman gründet mehrere Finanzgesellschaften und die Alfa Bank, eine der ersten privaten Kommerzinstutute des Landes.

    Wichtig sind gute Beziehungen

    Alfa Zement ist sein Standbein in der Grundstoffindustrie, Alfa/EKO exportiert Öl, Nikitin importiert unverpackten Tee, Smirnow erzeugt Wodka. Zu seinem Imperium gehört Golden Telecom, einer der führenden Internetprovider. Die Titel Golden Telecom sind in New York kotiert. Dort ist auch das Kernstück seines Telekombereichs, der zweitgrösste russische Mobilfunkbetreiber Vimpelcom, gelistet. Politisch stehen Fridman und seine Geschäftspartner Wladimir Putin und seinen Vertrauten nahe, versuchen sich jedoch möglichst im Hintergrund zu halten.

    Wagit Alekperow: Der spätere CEO von Lukoil wird 1950 in der traditionsreichen Ölstadt Baku in Aserbaidschan geboren. Als Absolvent des Instituts für Öl und Chemie steigert er zwischen 1983 und 1990 die Produktion der Ölgesellschaft Kogalymneftgaz beachtlich, und Gorbatschow ernennt ihn zum Energieminister. Der Azeri restrukturiert die Ölindustrie regional in vorwiegend private Unternehmen. Im Gegensatz zum Gasbereich (Gazprom) sollte im Ölgeschäft Wettbewerb herrschen.
    1991 fasst Alekperow drei grosse Ölfelder des Ministeriums – Langepas, Urai und Kogalym – zu Lukoil zusammen und kürt sich zum CEO des grössten Erdölkonzerns des Landes, der auch international expandiert. Alekperow besass Mitte 1997 nur 10% von Lukoil. Über Offshore-Unternehmen baute er seine Beteiligung auf gegenwärtig 19% aus. 2004 erwirbt Conoco Philips 7,6% am Konzern für 1,99 Mrd.$. Der Kontakt zu Putin ist gut, auch wenn dem staatlich kontrollierten Ölkonzern Rosneft noch mehr Gunst gewährt wird.

    Alexej Mordaschow: Nach dem Studium tritt er in das Stahlwerk Severstal ein und wird mit 27 Jahren Finanzchef. In der ersten Privatisierungswelle kauft ein Private-Equity-Fonds des Managements die Bezugsrechte des Stahlkonzerns. Vorerst hält Mordaschow 16,6%, verschafft sich dann aber über Zwischengesellschaften weitere 30%. Er modernisiert und setzt neue betriebswirtschaftliche Methoden durch. 2003 kauft Severstal die US-Gruppe Rouge Industries und vor zwei Jahren 62% am italienischen Stahlkocher Lucchini für 570 Mio.$. Im Sinne der sowjetischen Kombinate integriert Severstal Kohlenminen, Autozulieferer und Pipelineproduzenten.

    Victor Vekselberg: Der Doktor der Mathematik arbeitet als Forschungsdirektor am Institut für fortgeschrittene Pneumatik in Moskau. 1998 gründet er die Know-how-Schmiede NPO KomVek. Seine erste Million machte er mit dem Import von Computern. 1991 gründet er zusammen mit dem Exil-Russen Len Blavatnik die Renova Holding und etabliert sich in den Neunzigerjahren im Rohstoffbereich (vgl. FuW Nr. 80 vom 13. Oktober). In der hart umkämpften Aluminiumindustrie konsolidiert er verschiedene Werke zu Sual, die 2006 dann mit dem Deripaska gehörenden Brachenleader zu UC Rusal fusioniert.
    Zusammen mit Fridman erwirbt er 1995/96 in einer umstrittenen Auktion die Ölgesellschaft Tyumen, die er 2003 gegen Barmittel und eine Beteiligung in BP-TNK einbringt. Vekselberg hält eine strategische Beteiligung in Aktien und Optionen von 21,4% an Oerlikon und 31,4% an Sulzer. Er verschafft sich zudem in Russland einen guten Namen mit dem Kauf von 15 Fabergé-Eiern aus der Sammlung des Medienmoguls Forbes für 100 Mio.$

  9. Nach oben   #9
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    GAZPROM - Gas und Öl aus Russland

    Gazprom und Europäische Kommission vor Einigung im Kartellstreit. Millionen Europäer, die privat oder im Beruf auf Gas angewiesen sind, könnten tief durchatmen, falls die Verpflichtungsangebote, die Gazprom unterbreitet hat, nicht nur auf die Zustimmung der EU-Kommission sondern auch die von allen beteiligten EU-Ländern trifft.

    Innerhalb von sieben Wochen müssen deren Stellungnahmen bei der Europäischen Kommission vorliegen, die dann endgültig entscheidet, ob Gazprom die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission mit den Verpflichtungszusagen ausräumen konnte.

    Die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin, Margrethe Vestager, zeigte sich optimistisch: „Wir sind davon überzeugt, dass die Verpflichtungszusagen von Gazprom die uneingeschränkte Lieferung von Gas in Mittel- und Osteuropa zu wettbewerbsbestimmten Preisen ermöglichen. Durch die Angebote von Gazprom werden unsere wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausgeräumt. Sie bilden eine zukunftsorientierte Lösung, die mit den EU-Vorschriften im Einklang steht. Konkret führen sie zu einer besseren Integration der Gasmärkte in der Region.“

    Die EU-Kommission untersuchte die Geschäfte von seit fünf Jahren und warf dem Unternehmen vor, Wettbewerber zu behindern und in Osteuropa überhöhte Preise zu verlangen. Gazprom liefert etwa ein Drittel des Erdgases, das in Europa verbraucht wird.

    Die Auseinandersetzung mit Gazprom begann im April 2015, nachdem die EU-Kommission die Vertragspraktiken von Gazprom in Europa fünf Jahre lang untersucht hatte und anschließend erklärte, dass der in weiten Teilen Europas marktbeherrschende Erdgaslieferant aus Russland mit seiner Gesamtstrategie zur Abschottung der mittel- und osteuropäischen Gasmärkte gegen EU-Kartellvorschriften verstößt.

    Gazprom hat die EU-Bedenken ernst genommen und konnte mit der Zusage alle wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausräumen, da sie gewährleisten, dass

    – die Beschränkungen des grenzüberschreitenden Weiterverkaufs von Erdgas endgültig beseitigt werden, sodass der grenzüberschreitende Gashandel auf den mittel- und osteuropäischen Märkten erleichtert wird,

    – die Gaspreise in Mittel- und Osteuropa den Benchmarks für wettbewerbsbestimmte Preise entsprechen und Preisrevisionsklauseln den Abnehmern Nachverhandlungen bei Preisen einräumen, und

    – Gazprom die etwaigen durch die Gasinfrastruktur bedingten Vorteile, die das Unternehmen durch die Ausnutzung seiner Marktstellung im Bereich der Gasversorgung von Abnehmern erhalten hat, nicht geltend machen kann.

    Etwa ein Drittel des Erdgases, das in Europa verbraucht wird liefert Gazprom.

  10. Nach oben   #10

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    Gazprom will nun doch 50Rubel Halbjahresdividende zahlen.

    Kurs steigt schlagartig von 180 auf 260 Rubel!

    Überraschung von Gazprom.
    Heute wartet der MosExchange-Index auf ein stetiges Wachstum aufgrund einer Rallye der Gazprom-Aktien, für die plötzlich Dividenden für das erste Halbjahr 2022 angekündigt wurden Der Verwaltungsrat des Unternehmens empfahl die Zahlung von 51,03 Rubel, was mit 52,53 Rubel vergleichbar ist, die Ende Juli storniert wurden. Ende 2021.

    Die Dividendenrendite von Gazprom zum Schlusskurs vom Dienstag beträgt 25% – ein Rekord für das Unternehmen, was bedeutet, dass heute eine positive Neubewertung unvermeidlich ist. Die Nachricht war unerwartet und kam nach dem Ende des Haupthandels heraus. Die Teilnehmer hatten keine Zeit, es zurückzugewinnen. Auffällig ist jedoch, dass die Aktien des Unternehmens am Ende des Dienstags vor der Bekanntgabe der Nachricht in den letzten Wochen mit einem Rekordumsatz von 7,3% auf 204 Rubel gestiegen sind.

    Ein wichtiger positiver Punkt: 51,03 Rubel. - Dies sind Dividenden nur für das erste Halbjahr des Jahres, in dem nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden von Gazprom, Famil Sadygov, der Gewinn 2,5 Billionen Rubel betrug. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen in Zukunft beabsichtigt, an der aktuellen Dividendenpolitik festzuhalten und dem Verwaltungsrat Empfehlungen zur Zahlung von mindestens 50% des bereinigten Nettogewinns anzubieten.

    Das heißt, nach den Ergebnissen der zweiten Jahreshälfte wird es auch möglich sein, im Sommer nächsten Jahres mit einer Zahlung zu rechnen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Dividenden mit hoher Wahrscheinlichkeit unter 50 Rubel liegen könnten, da die margenstarken Exportlieferungen von Gazprom deutlich zurückgegangen sind.

    Подробнее на БКС Экспресс:
    https://bcs-express.ru/novosti-i-ana...t-den-gazproma

  11. Nach oben   #11
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    Gazprom verkündet Rekordergebnis und stoppt Lieferung über Nord Stream 1

    Der russische Staat kann mit einer satten Ausschüttung rechnen: 41,6 Milliarden Euro Gewinn verkündet Gazprom für das erste Halbjahr – und will eine Dividende zahlen. Zugleich wurde die Gaslieferung via Nord Stream 1 gestoppt.


    Der russische Gaskonzern Gazprom hat nach eigenen Angaben trotz der westlichen Sanktionen infolge des Ukrainekriegs einen Rekordgewinn im ersten Halbjahr erwirtschaftet. Unter dem Strich stand ein Ergebnis von 2,5 Billionen Rubel, das sind umgerechnet 41,63 Milliarden Euro. Zugleich teilte das Unternehmen mit, es werde nun eine Zwischendividende zahlen.

    Noch im Mai hatte Gazprom seine Pläne zur Zahlung einer Rekorddividende auf der Grundlage der Ergebnisse von 2021 einkassiert und erstmals seit 1998 die Aktionäre nicht bedient. Ursprünglich sollten die Aktionäre für das abgelaufene Jahr 52,53 Rubel je Aktie erhalten. Das wäre die höchste Ausschüttung in der Firmengeschichte gewesen. Für das erste Halbjahr will Gazprom 51,03 Rubel pro Anteilsschein zahlen. Die Aktionäre müssen dem Vorschlag am 30. September noch zustimmen.


    DER SPIEGEL fasst die wichtigsten News des Tages für Sie zusammen: Was heute wirklich wichtig war - und was es bedeutet. Ihr tägliches Newsletter-Update um 18 Uhr. Jetzt kostenfrei abonnieren.

    Profitieren von der Ausschüttung dürfte vor allem der russische Staat, der mehr als 50 Prozent der Papiere hält.

    2021 hatte Gazprom dank kräftig gestiegener Preise für Öl und Gas einen Rekordgewinn von 2,09 Billionen Rubel (umgerechnet rund 27,5 Milliarden Euro) erzielt.

    Westliche Staaten haben wegen des Einmarschs in der Ukraine Sanktionen gegen Russland verhängt. Im Gegenzug hat Gazprom seine Gaslieferungen nach Europa deutlich reduziert. Nun ist erneut die Lieferung über die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1, der zuletzt wichtigsten Route nach Deutschland, gestoppt worden. Das ging am Mittwochmorgen aus Daten auf der Website des Europäischen Netzwerks für die Übertragungssysteme der Gasversorger (Entsog) hervor.

    Gazprom hatte die Dauer des Lieferstopps vorab mit drei Tagen angegeben. Grund sind demnach turnusgemäße Wartungsarbeiten. Am Samstag soll das Gas den Gazprom-Angaben zufolge wieder fließen.

    Gazprom hatte die Lieferungen nach Deutschland bereits im Juli für zehn Tage unterbrochen. Auch damals hatte das Unternehmen als Grund Wartungsarbeiten angegeben. Die Bundesregierung hat dies als Vorwand für eine politisch motivierte Entscheidung bezeichnet. Auch der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, hatte gesagt, die Wartungsarbeiten seien technisch nicht nachvollziehbar.

    Zuletzt lieferte Gazprom täglich rund 33 Millionen Kubikmeter Gas über Nord Stream 1 nach Deutschland. Das waren 20 Prozent der möglichen Liefermenge.

    Russland will nach eigenen Angaben wieder liefern
    Kremlsprecher Dmitri Peskow hat zuletzt versichert, dass Russland seinen Verpflichtungen nachkommen werde und dementierte einen politischen Hintergrund der anstehenden Lieferpause. Nach der letzten Abschaltung wegen Wartungsarbeiten im Juli hat Gazprom anschließend auch den Transit wieder aufgenommen.

    Was für die Beibehaltung des Transits – zumindest in geringem Umfang – spricht: Ansonsten müsste Gazprom seine Förderkapazitäten stilllegen und konservieren. Eine Umleitung der Gasströme nach Asien in großem Umfang ist nicht möglich, da das Pipelinesystem in diese Richtung noch kaum entwickelt ist. Von den 720 Milliarden Kubikmeter, die Russland fördert, gehen gut 200 in den Export, davon 130 in den EU-Raum.

    China etwa nimmt hingegen nur gut zehn Milliarden Kubikmeter ab, auch wenn die Umsätze in die Richtung steigen. Auch deswegen fackelt Russland die Gasmengen ab, die es nicht nach Europa liefern kann.

    Die Gasspeicher in Deutschland waren zuletzt zu mehr als 83 Prozent gefüllt. In den kommenden Tagen dürfte die 85-Prozent-Marke erreicht werden, rund vier Wochen vor dem Stichtag 1. Oktober. Am 1. November sollen die Speicher dann zu mindestens 95 Prozent gefüllt sein.

    Bundeskanzler Olaf Scholz sagte am Dienstag mit Blick auf die Gasspeicher, man sei, »was die Versorgungssicherheit betrifft, jetzt in einer viel besseren Lage, als sie vor ein paar Monaten absehbar war«.

  12. Nach oben   #12
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    Gazprom-Chef Alexei Miller:Russlands Gasvorräte reichen für 100 Jahre

    Im Vorfeld des Berufstags der Mitarbeiter der Öl- und Gasindustrie, der in Russland jeweils am ersten Septembersonntag begangen wird, zieht Gazprom-Chef Alexei Miller eine Zwischenbilanz. Ihm zufolge ist der Erlös des Gaskonzerns in diesem Jahr deutlich gestiegen.

    Der Chef des russischen Gaskonzerns Gazprom, Alexei Miller, hat am Mittwoch eine Beratung durchgeführt, die dem kommenden Berufstag der Mitarbeiter der Öl- und Gasindustrie am 4. September gewidmet war. Der Leiter des Unternehmens machte auf riesige Veränderungen auf dem weltweiten Gasmarkt und in der globalen Energiewirtschaft aufmerksam. Als Ursache für diesen Wandel bezeichnete Miller die antirussischen Sanktionen und die fehlerhaften Entscheidungen des Westens.

    "In erster Linie geht es darum, dass unsere traditionellen Partner begonnen haben, auf die traditionelle Energiewirtschaft und langfristige Gaslieferverträge zu verzichten. Das Ergebnis ist ein Schlag gegen die Zuverlässigkeit und die Stabilität der Gaslieferungen."

    Diese Fehlentscheidungen seien unter dem kolossalen Druck der Anhänger der "beschleunigten Dekarbonisierung" gefallen, kritisierte der Gazprom-Chef. Dies habe eine "Preisrallye" auf dem Gasmarkt ausgelöst. Nach einer konservativen Prognose des Unternehmens könnten die Gaspreise im kommenden Herbst und Winter die Marke von 4.000 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter knacken. Ein weiterer Druckfaktor sei die saisonbedingte Nachfrage nach Flüssiggas in Asien. Vor diesem Hintergrund nehme in Europa der Kohle- und Heizöl-Verbrauch zu. Auch Brennholz erfreue sich einer großen Nachfrage. In Europa scheine niemand mehr an den Umweltschutz zu denken, stellte Miller fest.

    "Die Umweltschutzagenda der Europäischen Union, über die wir in den letzten Jahren so viel gehört haben, ist heute faktisch im Eimer."

    Zugleich machte der Gazprom-Chef darauf aufmerksam, dass die derzeitige Energie-Politik der EU und Großbritanniens zu einem Rückgang der globalen Gasnachfrage geführt habe. Innerhalb der ersten acht Monate dieses Jahres sei sie um 40 Milliarden Kubikmeter oder 85 Prozent gesunken.

    Nichtsdestoweniger steigere der russische Konzern seine Gaslieferungen nach China. Seit dem Jahresbeginn sei die in das asiatische Land gelieferte Gasmenge gegenüber dem Jahr 2021 um 60 Prozent gestiegen.

    "Trotz des Rückgangs der ins Ausland gelieferten Gasmengen zeigen unsere Schätzungen absolut deutlich, dass die finanziellen Ergebnisse der Gasprom-Tätigkeit und unser Erlös im Jahr 2022 wesentlich größer sein werden als im Jahr 2021."

    Miller teilte mit, dass diese Zwischenbilanz es dem Konzern erlaube, Dividenden in Rekordhöhe an die Aktionäre auszuschütten. Durch diesen Finanzstrom seien auch die strategischen Investitionsprojekte des Unternehmens gesichert. In erster Linie handele es sich dabei um den Ausbau des einheimischen Gasversorgungsnetzes.

    "Es ist besonders wichtig zu betonen, dass die Verbraucher auf dem Binnenmarkt die wunderbare Möglichkeit haben, hinsichtlich ihrer Gasversorgung mit Optimismus in die Zukunft des Landes zu blicken. Warum? Weil wir für die nächsten 100 Jahre mit Vorräten versorgt sind."

    Ferner kündigte Miller weitere Projekte im Osten an. Den chinesischen Markt bezeichnete der Gazprom-Chef als den dynamischsten der Welt. Daher habe der Konzern einen weiteren Liefervertrag mit dem asiatischen Land unterzeichnet. In diesem Kontext erwähnte Miller auch das Projekt Sojus Wostok, das eine Fortsetzung der Gaspipeline Sila Sibiri 2 sei. Diese Leitung werde durch die Mongolei verlaufen.

    Gazprom gab abschließend bekannt, dass die Gasverarbeitung eine immer größere Rolle in der Tätigkeit des Unternehmens spiele. Zu den zwei größten Projekten zählte er die Werke in Ust-Luga und in Swobodny. Der Gasverarbeitungsbetrieb Amurski ist inzwischen zu 86 Prozent fertiggestellt.

  14. Nach oben   #14
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    Reaktion auf Rekordgewinn
    Gazprom will Gaspipelines nach China vorantreiben
    Der russische Energiekonzern Gazprom orientiert sich im Konflikt mit Europa über Gaslieferungen stärker nach Fernost. Der jüngste Rekordgewinn soll zu großen Teilen in den Bau von Pipelines nach China fließen.

    Der Westen sanktioniert Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine. Die Geschäfte des Regimes laufen aber trotzdem prächtig. Wie beim Öl setzt Russland dabei künftig auch beim Gas auf andere Absatzmärkte – insbesondere auf China. Konkret plant der Gaskonzern Gazprom nach einem Halbjahresgewinn von umgerechnet 41,63 Milliarden Euro den Ausbau seiner Pipelineprojekte nach Fernost.

    Die Arbeitsergebnisse für das erste Halbjahr sind sehr, sehr gut. Und natürlich lässt uns dieses finanzielle Resultat davon sprechen, dass wir mit sicheren Geldflüssen für die Realisierung unserer strategischen
    Investitionsprojekte ausgestattet sind«, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller der Nachrichtenagentur Interfax zufolge während einer Telefonkonferenz.

    Neue Lagerstätte ab 2023

    Auch ein Abzweig durch die Mongolei, das Sojus-Wostok-Projekt, ist dabei geplant. Durch die Inbetriebnahme der Lagerstätte Kowykta sei Russland ab 2023 zudem bereit, noch mehr Gas als bisher vereinbart nach China zu liefern, wird Miller zitiert.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/un...7-54ddfb4c218b

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    Donald Trump bittet sich als Vermittler für die Zerstörten Gazprom Pipelines an...

    Der frühere US-Präsident Donald Trump hat angeboten, bei der Aushandlung eines Friedensabkommens zwischen Russland und der Ukraine helfen zu wollen, und verwies dabei auf die Sabotageakte an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2. Der daraus neu entstandene Konflikt könne sonst sogar zu einem weltweiten Krieg führen, warnte er.

    Der frühere US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch seine Dienste als "Leiter einer Gruppe" angeboten, die den internationalen Staats- und Regierungschefs bei der Lösung des geopolitischen Konflikts helfen soll, der sich nach der Entdeckung der Schäden an den Nord-Stream-Gaspipelines aufgetan hat. In mehreren Beiträgen auf Truth Social äußerte sich Trump zu den Schäden und erklärte zugleich, was jetzt zu tun sei. In seinem ersten Post mahnte er an, dass der durch verschiedene Sabotageakte an den beiden Pipelines entfachte Konflikt zu einer "großen Eskalation" zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und Europa führen könne...



    PS
    Bei einem Mord, braucht es keine Vermittler mehr...

  16. Nach oben   #16

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    casus belli

    Wenn rauskommt, wer das war, ist es in der Tat eine Kriegshandlung und somit ein Kriegsgrund.
    Die Moslems waren es nicht. Vielleicht die Nazis?

  17. Nach oben   #17
    Avatar von Dagobert Duck
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    EUROPAS Sanktionskrisenkrise: Russland liefert kein Gas mehr nach ITALIEN... Wegen Österreich...


  18. Nach oben   #18
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    Zitat Zitat von Wertewestler Beitrag anzeigen
    Vielleicht die Nazis?
    Also doch die Russen. Ich wusste es...

  19. Nach oben   #19
    Avatar von Biene
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    Gazprom-Chef: Obergrenze der Gaspreise könnte zur Einstellung der Lieferungen führen

    https://de.rt.com/international/1517...preise-konnte/

    "Dem Vorstandsvorsitzenden von Gazprom Alexei Miller zufolge würde die Einführung einer Gaspreisobergrenze gegen die bestehenden Verträge verstoßen und daher zu einem Lieferstopp führen. Zuvor hatten 15 EU-Länder zu einer Preisobergrenze für alle Gasimporte aufgerufen."

    Nein Herr Miller! Sie haben Verträge mit z.B. Uniper, RWE, EnBW und Wingas. Die Sanktionen kommen aber von der EU.
    Da Ihre Vertragspartner keinen Einfluss auf diese Entwicklung haben, handelt es sich um höhere Gewalt. Damit sind die Verträge quasi hinfällig und niemand hat gegen die Verträge verstoßen. Aber es ist ja einfacher anderen Vertragsbruch vorzuwerfen als mal darüber nachzudenken, warum diese Sanktionen verhängt wurden.

    Einen Lieferstopp würde es nur geben, wenn Russland der Meinung ist, dass es sein Gas nicht zum vorgeschriebenen Preis verkaufen will, weil es der EU nicht mehr schaden kann und zu wenig daran verdient.
    Wollen wir mal sehen, ob Russland auf diese Einnahmequelle verzichten kann. Gas lässt sich derzeit sehr schlecht nach China transportieren und die Munition, speziell Raketen, werden knapp. Man kauft jetzt schon im Iran.

    Wie immer verbreitet RT Lügen für dumme Mitläufer.

  20. Nach oben   #20

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    Einen süßen Sonntag Abend liebes Bienchen!


    Weisst Du kleines Bienchen eigentlich, was Du da von Dir gibst?

    Oder ist alles "moderiert"?

    Ich denke.

    Letzeres.

    Bussi, mein liebes Bienchen!

  21. Nach oben   #21
    Avatar von Biene
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    Zitat Zitat von kukuschka Beitrag anzeigen
    Einen süßen Sonntag Abend liebes Bienchen!


    Weisst Du kleines Bienchen eigentlich, was Du da von Dir gibst?

    Oder ist alles "moderiert"?

    Ich denke.

    Letzeres.

    Bussi, mein liebes Bienchen!
    Tatsachen. Oder haben sie andere stichhaltige Argumente? Wenn nicht, würde ich ja die Klappe halten.

  22. Nach oben   #22
    Avatar von Dagobert Duck
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    Zitat Zitat von Biene Beitrag anzeigen
    https://de.rt.com/international/1517...preise-konnte/

    "Dem Vorstandsvorsitzenden von Gazprom Alexei Miller zufolge würde die Einführung einer Gaspreisobergrenze gegen die bestehenden Verträge verstoßen und daher zu einem Lieferstopp führen. Zuvor hatten 15 EU-Länder zu einer Preisobergrenze für alle Gasimporte aufgerufen."

    Nein Herr Miller! Sie haben Verträge mit z.B. Uniper, RWE, EnBW und Wingas. Die Sanktionen kommen aber von der EU.
    Da Ihre Vertragspartner keinen Einfluss auf diese Entwicklung haben, handelt es sich um höhere Gewalt. Damit sind die Verträge quasi hinfällig und niemand hat gegen die Verträge verstoßen. Aber es ist ja einfacher anderen Vertragsbruch vorzuwerfen als mal darüber nachzudenken, warum diese Sanktionen verhängt wurden.

    Einen Lieferstopp würde es nur geben, wenn Russland der Meinung ist, dass es sein Gas nicht zum vorgeschriebenen Preis verkaufen will, weil es der EU nicht mehr schaden kann und zu wenig daran verdient.
    Wollen wir mal sehen, ob Russland auf diese Einnahmequelle verzichten kann. Gas lässt sich derzeit sehr schlecht nach China transportieren und die Munition, speziell Raketen, werden knapp. Man kauft jetzt schon im Iran.

    Wie immer verbreitet RT Lügen für dumme Mitläufer.

    Nicht höhere Gewalt...
    Sondern eine Verschwörung...durch/mit Sanktionen.
    Die Europäische Vertragspartner wären durch eine Klage von Gazprom. AG... alle samt Bankrott...
    (Rein Rechtlich... müssten die Beklagten Unternehmen bezahlen, und diese Unternehmen dann EU/Staaten... auf Schadenersatz für die Sanktionen... verklagen)
    Genau deshalb kommen die Gazprom Aktionäre/Gesellschafter ... nicht zu ihrem Recht...

  23. Nach oben   #23
    Avatar von Hasi
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    Zitat Zitat von Wertewestler Beitrag anzeigen
    Wenn rauskommt, wer das war, ist es in der Tat eine Kriegshandlung und somit ein Kriegsgrund.
    Die Moslems waren es nicht. Vielleicht die Nazis?
    ...bei solchen "Ereignissen" frage ich mich immer: Wer hat davon den grössten Nutzen?

    ...und praktisch immer wird klar wers war *g*

  24. Nach oben   #24
    Avatar von Biene
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    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    Nicht höhere Gewalt...
    Sondern eine Verschwörung...durch/mit Sanktionen.
    Die Europäische Vertragspartner wären durch eine Klage von Gazprom. AG... alle samt Bankrott...
    (Rein Rechtlich... müssten die Beklagten Unternehmen bezahlen, und diese Unternehmen dann EU/Staaten... auf Schadenersatz für die Sanktionen... verklagen)
    Genau deshalb kommen die Gazprom Aktionäre/Gesellschafter ... nicht zu ihrem Recht...
    Sie wittern vermutlich überall eine Verschwörung. Ich würde es Russlandfisting nennen.

    Die Russen können die Unternehmen verklagen, bis sie schwarz werden.
    Die EU-Staaten kann Gazprom nicht verklagen, weil sie keine Vertragspartner sind.
    Russland kann die EU auch nicht für Sanktionen verklagen.
    Und ja, die Aktionäre können dann abstinken, weil sie dann kein Recht mehr haben.
    Bei Völkermördern sieht es mit Rechten generell schlecht aus.

    Blöde Situation, oder?

    Also heul leise du Wirtschaftsgeneralpupsnase und schieb dir dein Gelaber und deine Rechte hinten rein.

    Tschöööö!

  25. Nach oben   #25
    Avatar von Dagobert Duck
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    Russland/Putin ist ins kalte Wasser gesprungen... jetzt gibt es kein zurück mehr

    Onkel Peter der Große meint:

    Dadurch haben endlich Russische (Potenziale) Unternehmer eine Chance...

    (Recht haben, Recht kriegen, und Recht vollstrecken, ist ein langer Akt...)

    Jedenfalls gibt es für Russland kein zurück mehr!

    Die USA & EU sind als Handelspartner tabu!
    Das Fiatgeld US Dollar, und vorallem der Eu/ro... ist eh nur noch ein Lokales (Lügen -) Zahlungsmittel...

    Eurasien... da spielt die Musik!
    Dort werden Resultate erwirtschaftet.
    Taten sind besser, als große Worte... der Europäischen Blender Politiker...


    EU/D dürfen in Zukunft ihre Computer, TV, Elektronik Kleidung, Grabsteine, Medikamente, Tomatenmark & Co., selber herstellen, dass bei den unverschämt hohen Betriebskosten, und dann noch ohne Rohstoffe und Energie aus Russland.

    Die Zukunft Deutschland/Eu/ropa beginnt schon bald wieder in der Steinzeit!

    Ich würde sofort alle meine Russische Beteiligungen verkaufen, wenn Moskau versuchen würde mit der USA und EU/D wieder Geschäfte zu ...

    Russland schafft dass... Ohne EU/USA.

    (Spanische Eroberer, haben als sie Amerika erreicht haben, ihre Schiffe angezündet, damit ihre Besatzung/Soldaten möglichst hoch motiviert sind...)

  26. Nach oben   #26

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    Die europäischen Autofabriken werden gerade von chinesischen Firmen übernommen, dann fahren bald vor allem Chinawagen dort rum, sind ja qualitativ gleichwertig mit europäischen Autos, nur das Image muß noch etwas poliert werden.
    Andere russische Autohersteller fahren ihre Produktion wieder hoch, dazu gibt es jetzt umfangreiche Hilfen an Weißrußland, die Komponenten für die Autos herstellen sollen.
    Die Handelsbeziehungen mit Asien wachsen derzeit rasant, sind aber weniger lukrativ, weil die Asiaten Schlitzaugen sind, die die derzeitige Klemme der Russen schamlos ausnutzen und so zum Beispiel russische Kohle zum halben Weltmarktpreis aufkaufen, dafür eigene Vertragslieferungen nach Europa umleiten, ähnlich wie beim Flüssiggas.
    Wirtschaftsförderung für Asien und Wirtschaftsbremse für Europa.
    https://tradingeconomics.com/commodity/coal Der europäische Kohlepreis, in Asien sind die Preise tiefer.
    Der große Verlierer sind die deutschen Verbraucher, die mit Lohnsteigerungen (3%) erheblich unter der Inflationsrate (10% offiziell) dauerhaft für die Politik ihrer "Eliten" bezahlen müssen und im Lebensstandard schrittweise und gleitend auf ein Niveau von Schwellenländern absinken.
    Jetzt ist auch kein Geld mehr da, um die Schwimmbäder zu heizen oder Sehenswürdigkeiten anzuleuchten...
    Zurück in die 60er Jahre heißt das Motto.
    Die Russen kaufen gerade eine Tankerflotte zusammen und exportieren inzwischen mehr Öl auf dem Seeweg, als vor den Sanktionen.
    Es läuft sich ein.
    Auch Gazprom wechselt weiter auf die Lieferung von LNG um. Pipelines sind zwar eigentlich einträglicher, werden aber leicht von NATO-Spezialisten in die Luft gejagt. Derzeit kauft Gazprom massiv Gasturbinen für die Verflüssigung im Iran ein, nicht nur die Drohnen, Iran hat sanktionsbedingt einen Technologiesprung vollzogen, den kaum jemand in Europa mitbekommen hat, ebenso wird Rußland sich schneller weiter entwickeln, wenn die Sanktionen die Russen dazu zwingen.
    Europa wird bald nicht mehr gebraucht, kann eh nicht mehr wettbewerbsmäßig produzieren.
    Nach der holprigen Umstellungsphase sollte es den Russen saugut gehen!
    Mal sehen, wie der Krieg mit der NATO ausgeht, derzeit sieht es ganz gut aus, die Ukrainer werden alle.
    General Armageddon hat eine gute Strategie, die kleinen SS-Kämpfer der Ukraine werden in Kesseln eingekreist und vernichtet, er hat vom Tschetschenienkrieg gelernt. Da hatten die Tschetschenen diese Taktik angewandt und damit 2x gewonnen, bevor Putin kam und im 3. Krieg die Tschetschenen doch noch besiegte.

  27. Nach oben   #27
    Avatar von Biene
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    Zitat Zitat von Dagobert Duck Beitrag anzeigen
    Onkel Peter der Große meint:

    Dadurch haben endlich Russische (Potenziale) Unternehmer eine Chance...

    (Recht haben, Recht kriegen, und Recht vollstrecken, ist ein langer Akt...)

    Jedenfalls gibt es für Russland kein zurück mehr!

    Die USA & EU sind als Handelspartner tabu!
    Das Fiatgeld US Dollar, und vorallem der Eu/ro... ist eh nur noch ein Lokales (Lügen -) Zahlungsmittel...

    Eurasien... da spielt die Musik!
    Dort werden Resultate erwirtschaftet.
    Taten sind besser, als große Worte... der Europäischen Blender Politiker...


    EU/D dürfen in Zukunft ihre Computer, TV, Elektronik Kleidung, Grabsteine, Medikamente, Tomatenmark & Co., selber herstellen, dass bei den unverschämt hohen Betriebskosten, und dann noch ohne Rohstoffe und Energie aus Russland.

    Die Zukunft Deutschland/Eu/ropa beginnt schon bald wieder in der Steinzeit!

    Ich würde sofort alle meine Russische Beteiligungen verkaufen, wenn Moskau versuchen würde mit der USA und EU/D wieder Geschäfte zu ...

    Russland schafft dass... Ohne EU/USA.

    (Spanische Eroberer, haben als sie Amerika erreicht haben, ihre Schiffe angezündet, damit ihre Besatzung/Soldaten möglichst hoch motiviert sind...)
    Wat laberst du denn schon wieder rum? Hörst du dir mal selber zu? Putin hat uns Gaslieferungen durch den intakten Strang von Nord Stream 2 angeboten du Horst. Von wegen Tabu und so. Es wird schon einen Grund haben, warum er das macht. Oder lügt Putin SCHON WIEDER?

    Du musst die Zeitung lesen statt drunter zu pennen.
    Den ganzen lieben langen Tag redest du nur Scheiße zusammen.

    Versteh mal folgendes: Europa gutes Geld für Gas, China/Indien wenig Geld für Gas. Das solltest du mal sacken lassen. Inflation hin oder her. Wir haben pro Kopf trotzdem mehr als ein Chinese oder Inder.
    Verstehst du das jetzt mal? Das weiß sogar Putin, nur du Vollidiot weißt das nicht.

    Deine Wunschvorstellungen von einem bankrotten Europa treffen vorerst nicht ein. Damit wirst du leben müssen.

  28. Nach oben   #28
    Avatar von Biene
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    Zitat Zitat von LabasRytas Beitrag anzeigen
    Die europäischen Autofabriken werden gerade von chinesischen Firmen übernommen, dann fahren bald vor allem Chinawagen dort rum, sind ja qualitativ gleichwertig mit europäischen Autos, nur das Image muß noch etwas poliert werden.
    Andere russische Autohersteller fahren ihre Produktion wieder hoch, dazu gibt es jetzt umfangreiche Hilfen an Weißrußland, die Komponenten für die Autos herstellen sollen.
    Die Handelsbeziehungen mit Asien wachsen derzeit rasant, sind aber weniger lukrativ, weil die Asiaten Schlitzaugen sind, die die derzeitige Klemme der Russen schamlos ausnutzen und so zum Beispiel russische Kohle zum halben Weltmarktpreis aufkaufen, dafür eigene Vertragslieferungen nach Europa umleiten, ähnlich wie beim Flüssiggas.
    Wirtschaftsförderung für Asien und Wirtschaftsbremse für Europa.
    https://tradingeconomics.com/commodity/coal Der europäische Kohlepreis, in Asien sind die Preise tiefer.
    Der große Verlierer sind die deutschen Verbraucher, die mit Lohnsteigerungen (3%) erheblich unter der Inflationsrate (10% offiziell) dauerhaft für die Politik ihrer "Eliten" bezahlen müssen und im Lebensstandard schrittweise und gleitend auf ein Niveau von Schwellenländern absinken.
    Jetzt ist auch kein Geld mehr da, um die Schwimmbäder zu heizen oder Sehenswürdigkeiten anzuleuchten...
    Zurück in die 60er Jahre heißt das Motto.
    Die Russen kaufen gerade eine Tankerflotte zusammen und exportieren inzwischen mehr Öl auf dem Seeweg, als vor den Sanktionen.
    Es läuft sich ein.
    Auch Gazprom wechselt weiter auf die Lieferung von LNG um. Pipelines sind zwar eigentlich einträglicher, werden aber leicht von NATO-Spezialisten in die Luft gejagt. Derzeit kauft Gazprom massiv Gasturbinen für die Verflüssigung im Iran ein, nicht nur die Drohnen, Iran hat sanktionsbedingt einen Technologiesprung vollzogen, den kaum jemand in Europa mitbekommen hat, ebenso wird Rußland sich schneller weiter entwickeln, wenn die Sanktionen die Russen dazu zwingen.
    Europa wird bald nicht mehr gebraucht, kann eh nicht mehr wettbewerbsmäßig produzieren.
    Nach der holprigen Umstellungsphase sollte es den Russen saugut gehen!
    Mal sehen, wie der Krieg mit der NATO ausgeht, derzeit sieht es ganz gut aus, die Ukrainer werden alle.
    General Armageddon hat eine gute Strategie, die kleinen SS-Kämpfer der Ukraine werden in Kesseln eingekreist und vernichtet, er hat vom Tschetschenienkrieg gelernt. Da hatten die Tschetschenen diese Taktik angewandt und damit 2x gewonnen, bevor Putin kam und im 3. Krieg die Tschetschenen doch noch besiegte.
    Nich dein Ernst: "weil die Asiaten Schlitzaugen sind, die die derzeitige Klemme der Russen schamlos ausnutzen und so zum Beispiel russische Kohle zum halben Weltmarktpreis aufkaufen,..." XD Du alter Rassist. Aber für den Verkauf von Kohle, um überhaupt noch was zu verdienen, sind die "Schlitzaugen" gut genug, ja?

    Welche Autos wollen die Russen denn exportieren um was zu verdienen? Lada? Buchanka? Das haben sie schon in den letzten Jahren sehr erfolglos versucht. Den Scheiß will doch keiner haben. Saufen wie ein Loch, haben drei PS und überall regnet es rein.

    Was die Chinesen machen, ist eine Sache, aber glaub mal nicht, dass euch die "Schlitzaugen" daran teilhaben lassen. Das machen sie jetzt schließlich auch nicht. Die Interessen Chinas werden immer vor den russischen stehen und ihr Eimer habt nun mal wenig anzubieten, wenn ihr kein Gas und Öl nach Europa verkauft. Ihr hattet 30 Jahre (!) um eure Wirtschaft zu diversifizieren. Am Arsch! Da ist nix passiert. Jetzt will die Welt nicht mal mehr eure billigen Waffen haben.

  29. Nach oben   #29

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    Sorgen über Sorgen

    Ich mache mir auch Sorgen um unseren ca 2 Mio Beamten, 2 Mio öff. Dienst, wenn deren schönes leben mal endet und sie arbeiten müssen...,
    um unsere links gedrehten öffentlichen Medien, um unsere Aufnahmefähigkeit für Leute, die sich als Geflüchtete oder Asylanten ausgeben und um den Geisteszustand von Olaf Scholz, der doch tatsächlich einen Marschall Plan für die Ukraine finanzieren will. Ach ja, um die deutschen Rentner eigentlich auch.
    Ich mache mir Sorgen um die Kinder, die mit Genderismus und MRNA Spritzen traktiert werden.

    Ein Lichtblick aus Sicht des Staates ist die Inflation (10%, Kicher), die die Schulden und Renten verringert.

    Um Biene mach ich mir keine Sorgen. Wer mit soviel Gift im Körper überlebt...

  30. Nach oben   #30
    Avatar von Hasi
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    Zitat Zitat von Biene Beitrag anzeigen
    Wat laberst du denn schon wieder rum? Hörst du dir mal selber zu? Putin hat uns Gaslieferungen durch den intakten Strang von Nord Stream 2 angeboten du Horst. Von wegen Tabu und so. Es wird schon einen Grund haben, warum er das macht. Oder lügt Putin SCHON WIEDER?

    Du musst die Zeitung lesen statt drunter zu pennen.
    Den ganzen lieben langen Tag redest du nur Scheiße zusammen.
    @Biene
    Du hast einen Umgangston wie ein Kanalarbeiter*in.
    Würdest Du arbeiten statt Gift spritzen, würde mir der Honig auf meinem Frühstücksbrot nicht mehr schmecken

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